Die Pisarskis als Wojwoden in Sreniawa und Lemberg..................

Das polnische Reich wurde in Wojewodschaften (Verwaltungsbezirke) eingeteilt, an deren Spitze der König aus den Vornehmen des Landes, erwählte Wojewoden (Fürsten) einsetzte.

Diese, sowie die auf den königlichen Burgen gebietenden Kastellane (Schloßvögte) oder Burggrafen und später die königlichen Vögte und Staroste (Inhaber eines vom König verliehenen Lehens), waren wie ursprünglich die Grafen in Frankreich, Amtsgrafen.


Die Ansprüche an Ansehen, persönlichem Einfluß und Reichtum, welche diese Ämter an ihre Inhaber stellten, geboten, daß sie nur aus einem Kreis, reich begüterter Magnaten (adelige Großgrundbesitzer) gewählt werden konnten, deren Stellung wohl einerseits Ähnlichkeit mit der von Bojaren (hoher russischer Adel) anderer slawischer Völker, andererseits mit der von deutschen Freiherren gehabt haben mag. Die Wojewoden boten den Heerbann der "Freien" auf und beriefen diese zum Gerichtstag und zur Volksversammlung.
  
                             

Nur diese Freien waren waffenfähig, aber auch waffenpflichtig. Die Stellung der Wojewoden entsprach vollkommen der von deutschen Grafen im frühen Mittelalter.
Während aber in Deutschland die Grafenwürde und die für den Inhaber desselben bestimmten Güter und Ländereien erblich wurden, war dies in Polen nicht der Fall. Die Grafenwürde blieb ein Amt, die Grafenfamilien erlangten nicht die erbliche Landesherrlichkeit und bildeten sich nicht zu einem eigentlichen "Hohen Adel" aus.

Der Grund für diese Unterschiede war folgender:
Während in Deutschland das alte Landesrecht mit seiner Hauptunterscheidung von "Freien" und "Unfreien" allmählich durch das Lehnsrecht verdrängt wurde, und ursprünglich "Unfreie", aber einflußreiche Hofbeamte, welche durch Dekret und Noblitierung die Ritterwürde erlangt hatten, sich damit über nichtritterliche, aber "Freie" erhoben, drang in Polen das Lehnswesen nicht durch, es entstand auch kein unfreier Ritterstand.

Ritterart und Rittersitte fanden in Polen schnelle Verbreitung und fanden ihren besonderen Ausdruck in den Kämpfen gegen die heidnischen Pommern, Preußen und andere Volksgruppen.
Aus dem Stand der Freien entwickelte sich nun ein ritterlicher Adel, welcher, nachdem der letzte Aufstand der Unfreien im Jahre 1077 blutig niedergeschlagen war, den Unfreien jegliche politische Rechte entzog und sie zu Hörigen herabdrückte.

Um dem Ritterstand feste Grenzen zu geben, wurde, um diesem anzugehören, im Jahre 1347 der Nachweis der Geburt als Edelmann und 1412 auch der Nachweis der Berechtigung zur Führung eines bestimmten Wappens für notwendig erklärt


zitiert aus:Kleiner geschichtlicher Abriß zum polnischen Adelswesen von Werner Zurek h Szur

 



Wappendetails und Bedeutung Namenslisten und Familiendetails durch die Jahrhunderte Herfunft der Familie Name der Familie Index und Übersicht aller Seiten


FOR MORE DETAILS, OR IF YOU HAVE ANY INFORMATION ON THE ABOVE FAMILIES,
PLEASE CONTACT THE AUTHOR:

Ursula Butschal Edle von Pisarski


Alle Rechte Butschal Heinrich Butschal Würmtalstrasse 134/ D-81375 München Tel 089 74029039 | Schmuck - kaufen - verkaufen - Antiker Schmuck
Vergössertes Wappen