Fragen zum Mundlötrohr + Werkzeugsanierung

 
Sparkle
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Sparkle

 ·  #31
@d-ream: Gut, ich wollte es nur nicht scharf klingen lassen. Es darf halt unter Erdbodenniveau nicht angewendet werden. Im Endeffekt, wenn Deine Tür abseits des Hanges liegt und die Schwelle ebenerdig ist, könnte Gas ja abfließen. Vorausgesetzt, Du hast keine hohe Schwelle und ein zusätzliches Fenster. Keine Ahnung wie das geregelt ist mit Teilunterirdisch, denke mir aber, das auf Nummer sicher gegangen wird und auch das nicht erlaubt ist, jedenfalls ist angeführt, unter Bodenniveau nicht gestattet also lege ich das als Verbot aus. Nochmal edit: Im Prinzip ist es egal ob oberirdisch oder Keller: Wenn das Zimmer voll Gas ist und Du kommst rein und machst das Licht an......(für Genaunehmer: das soll keineswegs die Bestimmungen relativieren, wollte es nur mal gesagt haben)

Wie auch immer, schön, daß Du das Thema ernst nimmst.

Wegen Mundlötrohr, K-Heinz, ich gehöre auch zur Pustefraktion. Yvonnes geschilderte Klappteile kenne ich nicht. Habs mit Mundlötrohr gelernt und was man beherrscht, davon geht man halt ungerne ab.
Die Regulierung der Flamme geht topp. Und es trainiert die Lungen. Ist schon was, wenn man statt größerem Brenner, mit dem Lötrohr z.B. flambiert, das kann schon dauern. Ich wollte halt wissen, wie und ob es damit geht, ja es geht! Und zwar gut und steuerbar. Größere Teile werde ich aber mit kleinem Brenner machen (ich hab nen Verteiler, an der Flasche hängt Mundlötrohr und der große Schmelzbrenner, dazu gibts ein kleineres Brennerstück, war nur zu faul umzuschrauben), sonst dauerts zu lange.
Ich bin Fan von Dazupuste-Lötrohr!

bearbeitet/editiert
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #32
nicht dass ihr denkt, ich kann das nicht.
Aber ich müsste jedesmal umschrauben, und viel Feinlöterei fällt bei mir nicht mehr an.
Aber "kiloweise" Zurichtung von Ringmaterial aus Walzprofil.
Und mein Mundlötrohr ist nun wirklich von der antiken Art, das hat keine Schraube sondern einen HEBEL :shock:
Ich hatte schon mal versucht, das über eine alte Campinggasflasche zu betreiben, aber das Gas hat es nicht vertragen.

Für Kellerkinder: man kann das Feine per Microtorch und das Gröbere per Baumarktbrenner, welcher eine etwa Haarspraygroße Kartusche hat ganz gut bewältigen.
Beides kann man aus dem Keller nach der Arbeit mit hoch nehmen, und sollte einmal etwas austrete, so ist es nicht viel.
K-Heinz
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K-Heinz

 ·  #33
So waren meine ersten Schritte Reni.

Es gibt da ein Set der Fa. Rothenberger (ein österr. Fabrikat) als Mikrobrenner. Eine Kartusche Gas, eine Kartusche Sauerstof, Einweg, und die dazugehörigen Brennerdüsen. Das funktioniert einwandfrei und ich habe mich immer gefragt, warum die Goldschmiede für Mikrobrenner so viel Geld ausgeben. Das Set kosten im Baumarkt so um die €90,-

Es hat allerding einen Nachteil. Für den täglichen Gebrauch ist Gas und Sauerstoff schnell verbraucht und kostet sehr viel! Aber für die Anlässe für die man schnell mal einen Mikrobrenner braucht, ist es super.

Ich habe den Kompromis des Hobbyisten. 5kg. Propan, und handliche 8lt. Sauerstoffflasche.

Einen Verteiler für die Gasflasche schaffe ich mir an, dazu einen billigen Druckregler für das Propanhandstück. Dann bin ich gerüstet.

Von wegen Russ Yvonne. Mit Propan alleine russt nichts. Das Problem hab ich wenn ich am Little Torch den Sauerstoff falsch dossiere.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #34
Wenn es rust ist das schlechtes Gas.
In Punkto Feuerzeuggas gibt es schon Unterschiede.
Bei schlechten hast du dir ratzfatz alle Düsen verstopft.
d-ream
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d-ream

 ·  #35
Ich habe in der Ausbildung die gängigsten Löt- und Schweißverfahren erlernt, aber als ich in der Goldschmiede mit dem Mundlötrohr arbeiten durfte, war das etwas ganz besonders, die Wärme kann schön dosiert werden, es ist auch irgend wie so als ob man ein wenig leben über die ausgeblasene Luft in das Werkstück hinein haucht. Es fehlt mir einfach in meiner Werkstatt.
Jetzt löte ich mit einer CFH Universaldruckgasdose 330 Gr, Brenner direkt oben drauf (Baumarkt), die Flame ist recht groß, wenn ich eine Kette löten muss wird es wirklich schwierig. Vorteil, kleine Gasmenge, ist schnell verstaut, 1 Dose hält bei mir sogar ca. 1 Jahr.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #36
Ich finde diese Dinger taugen - die einen mehr, die anderen weniger - so im Großen und Ganzen für Schmuck.
https://www.google.de/search?q…d=0CEIQsAQ
Von CFH gibt es dann auch noch ganz geniale Minis für 10 Euro, aber eher für Kleines. (Ketten?) Die günstigsten Refilldosen derzeit bei Hagebau 300ml 2,50 Unilite, sehr gute Qualität.
Eine Goldschmiedin kenne ich, die kann ganz elegant, wenn sie mehr Power braucht, mit 2 Microtorches in 1 Hand arbeiten.
Zitat
irgend wie so als ob man ein wenig leben über die ausgeblasene Luft in das Werkstück hinein haucht.
ist aber schon recht romantisch 😉?
Yvonne Sterly
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Yvonne Sterly

 ·  #37
Klar russt Propan beim Verbrennen! Natürlich nicht so doll wie andere Gase, aber OHNE Sauerstoff russt es und wird nicht heiß genug. Daher pusten wir ja rein oder nutzen die Brennerdüsen, die sich den Sauerstoff reinziehen 😉
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #38
Sorry, ich dachte es ging um Propan/Butan, Einzelkartuschen
Yvonne Sterly
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Yvonne Sterly

 ·  #39
Silberfrau, war ne Antwort auf K-Heinz Einwand, dass Propan ohne Sauerstoff nicht russt, hatte ich nicht deutlich geschrieben...
Den Russ sieht man an jedem Mundlötrohr. Ich denke, er meinte ohne extra Sauerstoffflasche und dann passt es ja auch. Wird der Sauerstoff halt reingepustet.


Kennt sonst noch jemand die von mir früher so geliebten Klapplötrohre? Hätte ich gerne wieder, wenn ich es mir so recht überlege!
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #40
Nee, aber ich habe ein noch antikeres, einfach ein sich verjüngendes gebogenes Messingrohr, mit dem man in eine separate Flamme reinpusten muss.
Vor 35 Jahren wurde in Indien noch allerorts mit dieser Technik gelötet.
Flammquelle war feststehend, mit 1 Hand hielt der Goldschmied die Lötkohle, mit der anderen das Röhrchen. Dann wurde beides in den richtigen Winkel rechts und links der Flamme hinjongliert. Das ging!
Dreul
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Dreul

 ·  #41
Ich habe so ein Klapplötrohre, ich kenne es aber als Mundlötrohr..

Nein leider gibt es diese Art Lötrohre nicht mehr zu kaufen...

Ich löte im Moment aber viel lieber mit dem Little Torch, weil man mit dem sehr kleine aber auch sehr große Dinge löten kann.

Gruß, Dreul
Yvonne Sterly
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Yvonne Sterly

 ·  #42
Nachdem meins kaputt war,habe ich nirgends mehr eins bekommen. Das wird wohl so bleiben. Damit bekommt man eine superfeine Flamme hin, die bei den anderen Mundlötrohren nicht soooo toll ist.
d-ream
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d-ream

 ·  #43
@ Silberfrau,
die Minis von CFH habe ich mir auch schon angeschaut, wusste nur nicht welches Modell was taugt, da gibt es Teile von 10 bis 40 Euro. Da noch mit 2 Brennern gleichzeitig zu hantieren ist schon eine Leistung. :-)
Könntest Du bitte ein Bild von deinem Messing Rohr machen, würde mich sehr interessieren.
@ Dreul
Hast Du vielleicht auch ein Bild von deiner Klapplötröhre?
Wenn ich Little-Torch google finde ich viele verschiedene Geräte, was für ein Fabrikat und welche Gase nutzt Du?
@ Yvonne Sterly
Konntest Du dein altes Mundlötrohr nicht mehr reparieren, zu Not könnte man Ersatzteile aus Messing oder Silber herstellen und einlöten. Es ist schade das so alte Verfahren/Gerätschaften aussterben.
Yvonne Sterly
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Yvonne Sterly

 ·  #44
K-Heinz
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K-Heinz

 ·  #45
Dreul
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Dreul

 ·  #46
Das untere Lötgerät ist das Klapplöt / Mundlötrohr.
Ich habe mein Mundlötrohr gerade leider nicht hier hätte gerne ein Bild gemacht......

Den Little Torch betreiben ich mit Propan & Sauerstoff

Bild Quelle: Theorie und Praxis des Goldschmiedes (1977)
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d-ream
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d-ream

 ·  #47
@ Yvonne Sterly
Schade das das Klapplötrohr irreparabel geschädigt war, vielleicht gibt es solche Teile noch irgendwo in Indien zu kaufen, dort wird noch eher nach alten Methoden gearbeitet. Vielleicht könnte man etwas über englische Schlagwörter bei ebay finden.
@ K-Heinz
Danke für den Link, ein schöner Brenner, in der Anschaffung leider zu teuer für privat, mit den Gasflaschen zusammen sind die Kosten wahrscheinlich sehr hoch.
@ Dreul
Das Klapplötrohr wäre somit vom Prinzip her sehr ähnlich zu dem Mundlötroht, nur das Regeln des Gases wurde anders bewerkstelligt. Danke für die Infos.

Ich habe heute eine Lösung für meine Kellerwerkstatt erarbeitet, habe eine Schraubkartusche (30%Propan/70%Butan) mit einem Mini-Druckminderer 50mbar gekoppelt und das Mundlötrohr angeschlossen, funktioniert super. Nach dem Löten kommt es in den Schuppen, somit ist das Gas aus dem Keller verbannt. Die Flamme ist schön scharf, freue mich schon auf das erste Löten. :-)
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Dreul
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Dreul

 ·  #48
Man solte vielleicht mal versuchen eins zu eins diese Klapplötrohre nachzubauen.... Viel anders werden die Goldschmiede vor 100 Jahren das auch nicht gemacht haben!

Aus was besteht das den aus Messing Scharnierrohr einer Feder und noch ein Kleins Stück Scharnirrohr aus Neusilber für das Mundstück?... Ich denke das ist machbar

Wen man nur genug Zeit hätte :lol:
d-ream
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d-ream

 ·  #49
Das Nachbauen sollte möglich sein, die Teile des Gasventils müsste man vielleicht auf einer Drehbank herstellen, wäre ein schönes Projekt. Vielleicht für den kommenden Winter. :-)
Tilo
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Tilo

 ·  #50
ich als Mundlötrohrverfechter sehe irgendwie keinen Vorteil darin, die Gaszufuhr mittels Klappe statt Drehrad zu regulieren
ist doch nur geringfügig andere Bedienung, aber die Flamme ist deshalb nicht anders/feiner/wasweißich
Yvonne Sterly
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Yvonne Sterly

 ·  #51
Tilo, es geht nicht um die Wahl zwischen Klappe oder Drehrad! Der Unterschied besteht darin, dass das Mundlötrohr in der Hand gehalten wird und die Luft durch den Schlauch reingeblasen wird. Im Gegensatz dazu nimmt man das Klapplötrohr direkt in den Mund und pustet den Sauerstoff rein, während man gleichzeitig die Gaszufuhr mit der Klappe reguliert. Die Klappe wird dabei direkt unterhalb der Lippe auf die Haut gedrückt. Es ist anfangs recht schwer zu erlernen, das Lötrohr muss mit den Zähnen fest fixiert sein und die Klappe tut - bis man geübt ist - auch recht weh beim Bedienen.

Der grosse Vorteil dieser Art des Lötens ist, dass man beide Hände frei hat. Man kann also zwei Lötpinzetten halten, das ist toll und erspart so manches Binden oder Aufbauen. Ich habe es halt in der Lehre so gelernt, da war es ganz normal. Inzwischen geht es seit bestimmt fünfzehn Jahren schon mit dem Mundlötrohr auch prima. Trotzdem ist mir das Klapplötrohr in bester Erinnerung, auch wegen der besonders spitzen, feinen Flamme für zarte Lötungen. Das war feiner als bei den Mundlötrohren.

Wenn also jemand tatsächlich mal welche baut: Ich melde hiermit Interesse an...
Tilo
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Tilo

 ·  #52
ach sooo
das konnte ich an der (kurzzeitig) gezeigten Zeichnung nicht erkennen
hatte gedacht, das Gas wird auch da mit dem Finger geregelt
d-ream
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d-ream

 ·  #53
@ Yvonne Sterly
Sehr schön beschrieben, jetzt habe ich es auch verstanden, allerdings müsste die Gasleitung unterm Kinn lang gehen und der Brennerhals sollte in die entgegengesetzte Richtung zeigen oder? Beim Regeln verändert sich der Winkel des Brenners im Mund?
Für einen Nachbau bräuchte man am besten ein echtes Exemplar, hast Du noch deinen defekten Brenner?
Das Regelventil müsste leichtgängig sein, die Federkraft der Klappe darf auch nicht zu stark sein.
Yvonne Sterly
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Yvonne Sterly

 ·  #54
d-ream, leider habe ich auch kein defektes Exemplar mehr.

Die Klappe ist beim Original nicht ganz so wie auf der Zeichnung, sondern der Winkel kleiner zum Rohr, das man in den Mund nimmt. Da man auf das Rohr "beißt", verändert man beim Regeln des Gases nur die Klappe - das Rohr bleibt fix.
Den Gasanschluß sieht man auf der Abbildung, der geht nach unten weg. Der Brennerhals zeigt erstmal nach vorne, hat dann aber einen Winkel nach links (wenn der Gasanschluß unten ist). So guckt man quasi geradeaus auf das Werkstück und die Flamme kommt von rechts auf das Stück- das ist auf der stilisierten Zeichnung so nicht zu erkennen.
d-ream
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d-ream

 ·  #55
@ Yvonne Sterly,
habe am Wochenende ein wenig gegogelt, leider konnte ich auch mit englischen Schlagwörtern keine vergleichbaren Klapp-Mundlötrohre finden, auch hier in D gab es nirgends ähnliche Teile zu kaufen. Scheint wirklich ausgestorben zu sein. Ich werde immer mal schauen ob sich ein gebrauchtes Exemplar fangen lässt. Ein Nachbau wäre deutlich leichter wenn ich ein echtes vorliegen hätte.

Heute sind auch die Vallorbe Feilen gekommen, die sind super, präzise gehauen und wirklich sehr scharf. :-)

Vielen Dank nochmal an Alle, das Werkeln macht jetzt wieder richtig Spaß. :-)
Yvonne Sterly
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Yvonne Sterly

 ·  #56
d-ream, gerade habe ich bei ibäh ein Klapplötrohr entdeckt. Da ich das hier ja nicht verlinken darf, schicke ich Dir ein Bild/ Link per PN.
Du suchtest doch noch ein Projekt für den nächsten Winter :lol:
d-ream
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d-ream

 ·  #57
O Ja, kaum ist der Winter vorbei ist den nächste gerettet. :D
Danke für den Link.
LG
Ralph G
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Ralph G

 ·  #58
Klapplötrohr kante ich bisher auch nicht....
Naja, wir habens recht einfach , wenns nicht gerade um so ganz altes Werkzeug geht können wir ja normalerweise alles bekommen.
Bei den Russen und Asiaten im Hinterland wird teilweise noch mit Fussblasebalg und Benzin aus der Blubberflasche gelötet.
Da hätt ich bedenken dass mir das um die Ohren fliegt. Propan brennt halt nicht ohne Sauerstoff, heißt ein Rückschlag ist selbst ohne extra Sicherung (sollte man aber machen) unwahrscheinlich. Bei Benzin sieht das anders aus da die Luft gleich mit eingeblasen wird...
Sowas meine ich:
http://i00.i.aliimg.com/wsphot…50x350.jpg
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #59
So, ich hab mich durch diesen Bandwurm soeben durchgekämpft!

Was mir dabei auffällt ist, dass die eigentlichen Fragen zum Anfang noch immer unbeantwortet im Raum stehen:

Druckregler:
a) Für ein Mundlötrohr reicht ein ganz normaler Haushaltsregler (für geschlossenen Räume, KEINE Campingware!!!) mit 400mm Wassersäule (Ws)

b) Die Zündflamme stellt man sich ein, indem man einige cm vor der Öffnung, das Röhrchen zusammendrückt und damit die Gasmenge für die Zündflamme reduziert. Wollte man das über den Druckregler machen, würde die gesamte Flamme betroffen, was die Leistungsfähigkeit beeinflusst. So aber kann man, weil der Druck für die Zündflamme zu groß ist, diese separat einstellen und hat trotzdem noch die volle Gasmenge zur Verfügung. Neue Lötrohre müssen so auf den Verwendeten Druck eingestellt werden. Meist sind derartige Quetschstellen vom Hersteller in der Nähe des Regelventils für die Gasmenge bereits vorgesehen, man braucht die nur nach Wunsch zusammen zu drücken.
c) Es sollten nur Haushaltsregler verwendet werden, alle anderen Regler liefern einen viel zu hohen Druck und müssen daher auf kleinste Stufe herunter gedreht werden. Auch steigt das Risiko von Undichtigkeiten und Schlauchbrüchen bei zu hohem Druck enorm an.

Lötrohr:
a) Die erwähnten "Klapplötrohre" sind das so gen. "Pforzheimer Modell" der Lötrohre. Sie bieten außer den von Yvonne genannten Anwendungsmöglichkeit, ansonsten nur Nachteile. Dieses System ist zudem etwas für potentielle Selbstmörder, weil die Dichtungen der Ventile, die den Druck lediglich durch 2 mit Fett getränkte Filzpfropfen, die an einem Rohr-T-Stück vorbei geschoben werden und so die Gasmenge regulieren, mehr als nur mangelhaft sind. Somit besteht auch Explosionsgefahr, im besten Fall stinken sie nach Gas. Sie wurden einzig für Stadtgas verwendet, welches mit sehr niedrigem Druck an die Haushaltungen geliefert wurde. Da dieses Stadtgas zudem sehr giftig war und zusätzlich zu dem enthaltenen Kohlenmonoxidanteil auch noch Aromaten und andere schädliche Stoffe enthielt, wurden ganze Generationen von Goldschmieden gesundheitlich geschädigt. Mit dem Aufkommen des Erdgases, verschwanden diese Lötrohre, da sie weder für das Gas, noch für den höheren Druck geeignet waren. Und das ist auch gut so!
b) Die nachfolgenden Lötrohre verfügten alle über einen wesentlich besseren und dichten Kugelhahn, zudem über eine Injektordüse, mit welcher Verbrennungsluft beigemengt wurde (ältere Kugelhahn-Lötrohre für Stadtgas verfügen über keine Injektordüse). Erst diese Luftbeimengung macht das Gas (Propan/Erdgas) für Mundlötrohre geeignet. Auch bei diesen Lötrohren muss die Zündflamme entsprechend dem Gasdruck eingestellt werden.

Feilen:
Eine stumpf gewordene, verrostete, oder abgenutzte Feile, kann man sich sehr gut mit Amido-Sulfonsäure schärfen. Auch neue Feilen müssen nach dem Härtevorgang erst einmal geätzt werden, damit sie scharf werden. Dieser Vorgang lässt sich zwei bis dreimal wiederholen und liefert eine, zwar von Mal zu Mal abnehmende, jedoch immer noch gute Schnittqualität. Diese Säure lässt sich auch hervorragend zum Abbeizen der Arbeitsstücke verwenden und macht eine sehr weiße Silber-Oberfläche. Es sollte aber wirklich, wie bereits gesagt, immer nur mit der besten Feilenqualität gearbeitet werden. Also ruhig alte Feilen sammeln, bei den heutigen Feilenpreisen lohnt das Aufarbeiten alle male! Die Feilen werden in eine kräftige Säurelösung getaucht und verbleiben dort erst einmal etwa 5 Minuten bei lebhafter Gasentwicklung. Falls erforderlich, Vorgang wiederholen. Mit Wasser abspülen. Diese Säure ist zwar sehr aggressiv bei Stahl und Kalk, sie ist jedoch viel ungefährlicher als die normale Beize aus Schwefelsäure. Ausgangsmaterial ist ein Salz, welches in Wasser gelöst wird. Die Säure kann auch warm verwendet werden. Sie eignet sich auch sehr gut zum Auflösen abgebrochener Bohrer aus dem Werkstück (über Nacht).


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Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #60
Echt , Amidosulfonsäure, bekommt man die in der Apotheke?
Olle Nadelfeilen hätte ich einige Dutzend gesammelt.
Und die werden da echt wieder scharf?
Wie kommt das?
Macht man auf der Terrasse, oder?

Also her damit!
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Die Goettgen Schmuck-Community ist umgezogen zu Gutachter und Goldschmied Heinrich Butschal. Speichere den neuen Link. Deine Beiträge, Galerien und Dein Account bleiben natürlich gleich. Wir wünschen weiterhin viel Spaß im Butschal-Schmuckforum!

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