Hallo an alle,
sonst lese ich ja nur still mit, aber heute möchte ich (mit ein bisschen Stolz) berichten, daß ich Ralph Gs wunderbaren Anleitung zum Silberätzen mit Amidosulfonsäure gefolgt bin und heute erfolgreich ein paar Teststücke geätzt habe.
Eigentlich ist mein Plan, daß ich für Emaille Vertiefungen ätzen will (wie heißt das noch?), aber fürs Ausprobieren habe ich erstmal ein paar Nageltempel besorgt (das wurde gleich am Anfang erwähnt).
Also: es ist nicht ganz so einfach, einen guten Stempelabdruck herzustellen. Das Internet ist voller Videos in denen es soooo einfach aussieht, ich habe mich etwas schwer getan. Zu meiner Schmach hat mein Mann (der eigentlich nur neugierig war, was ich da plötzlich mit Nagellack und diesen komischen Platten machte) es viel schneller hingekriegt.
Mein Setup war ein Honigglas, Silberdraht (mit Nagellack) zum Aufhängen und ein Stück Silber von einem ollen Löffel (weil ich mir nicht sicher war, welche Metalle ich ungestraft ins Elektrolyt einbringen kann). Und ein regelbares Netzteil (weil ich mir nicht zutraue, an Computernetzteilen rumzumachen, obwohl ich grundsätzlich sehr für Recycling bin).
Beim ersten Durchgang habe ich die Amidosulfonsäure mit Leitungswasser angerührt und - Tatsache - da fällt viel mehr Zeugs aus. Hätte die Anleitung vielleicht gründlicher lesen sollen!
Aber glücklicherweise ist Amidosulfonsäure kein so teures Gut, Versuch 2 war ohne den weißen Bodensatz, dafür bin ich wohl etwas zu gierig gewesen und habe 3 Stücke gleichzeitig zu ätzen versucht. Da war dann nach 10 Minuten Schluss und ich musste erstmal alles sauber machen, danach ging's problemlos weiter.
Insgesamt hat das sehr viel Spaß gemacht und jetzt werde ich mich wohl mit den verschiedenen Transferverfahren beschäftigen und dann weiter experimentieren.
Danke Ralph G. und allen, die hier Informationen zusammengetragen haben!
Anhänge an diesem Beitrag