Wie erstelle ich mehrere Wachsmodelle für einen Ring ?

 
XiaoBaiTu14
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XiaoBaiTu14

 ·  #1
Hallo Zusammen!

Ich möchte einen in 925 Silber gegossenen Ring mit einer Breite von 10 mm und einer Stärke von 2 mm, mit markanter Struktur, im Größenbereich 54 – 66 anbieten und frage mich, wie viele Wachsmodelle ich benötige und wie ich diese herstelle, um diesen Größenbereich abzudecken.

Ich rechne mit 4 Modellen, weil ich hoffe, dass ich jeden der Ringe um bis zu 2 mm weiten kann. Ist diese Annahme richtig oder sind es lediglich 1 mm oder sind gar 3 mm möglich?

Wie schaffe ich es, dass alle Modelle möglichst ähnlich oder im Verhältnis gleich sind? Ich könnte z.B. mit dem 56er beginnen und wenn es mir gelingen würde, diesen zu duplizieren, auf 59 weiten, usw. usf.

Bin ich da gedanklich auf dem richtigen Weg und wenn ja, wie geschieht dieses Duplizieren praktisch?

Ich bin über jeden Tipp dankbar, aber auch Links zu Seiten oder Dokumenten, in denen diese Themen angesprochen werden.
XiaoBaiTu14
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XiaoBaiTu14

 ·  #2
Ich verbringe die Wartezeit auf Eure Antworten mit Videos zum Thema "Silikon Formen selber machen", wobei spezielle zum Thema "Silikonformen für Ringe" rar sind, auch hier sind Eure Hinweise willkommen ;).
Tilo
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Tilo

 ·  #3
niemand weiß, bwas du konkret wie herstellen willst (Urmodell in Wachs oder Metall z.b.?), welche externen Dienstleister geplant sind usw
und was du schon für Maschinen/Werkzeug hast
und was du kannst
werd mal konkreter

bisher klingt das so wirr und uninformiert mit dem vergrößern und duplizieren (ab 54, aber mit nem 56er beginnen?), dass man gar nicht weiß, wo man mit erklären anfangen soll
XiaoBaiTu14
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XiaoBaiTu14

 ·  #4
@Tilo Ich freue mich, dass Du Dich gemeldet hast.

Als Urmodell kommen sowohl Metall als auch Wachs in Frage. Wenn es das Herangehen erleichtert, lass uns erst einmal von Wachs ausgehen.

Die Ringe sollen von einem Dienstleister gegossen werden. Tipps zu einem solchen, wobei die Qualität und nicht der Preis im Vordergrund stehen sollte, sind willkommen.

Zu meinen Kenntnissen. Ich habe inzwischen ca. 50 gelötete Ringe mit unterschiedlichsten Texturen gefertigt und fühle mich auf diesem Gebiet recht sicher. Ein, zwei Wachsmodelle habe ich vor Jahrzehnten gemacht. Dementsprechend altes aber auch ein wenig neues Wachs in verschiedenen Farben (Härtegraden) habe ich und traue mir das Anfertigen eines Rings mit markanter oder auch symmetrischer Struktur in Wachs zu.

Meine Frage bezieht sich auf das Thema „Ringe in einer Bandbreite von Größen anbieten“. Wie übertrage ich ein Design möglich proportional gleich auf verschiedene Größen?

Ich hoffe, mein Anliegen ist klarer geworden. Gern beantworte ich weitere Fragen.

PS.: Meine Werkstatt tendiert hin zu überkomplett, aber die Wünsche hören ja nie auf ;). Eine Rodent Trauring-Drehmaschine steht nocht auf meiner Wunschliste. Vielleicht weiß ja jemand jemanden, der eine solche abzugeben hat ;).
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #5
Ehrlich gesagt, ist es mir nicht klarer geworden. Ganz wesentlich scheint mir die Frage, ob die Texturen proportional größer werden sollen (dann wäre auch die Breite betroffen) oder nur eine glatte Ringschiene auf der Handinnenseite verlängert werden soll und die Seitenteile und der Ringkopf auch bei verschieden großen Ringgrößen (und Händen) gleich belieben soll, was ich eher für ungünstig halte.

Bilder würden helfen, Dein Problem zu verstehen.
Tilo
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Tilo

 ·  #6
ich hatte Partnerringe im Wurzel-oder-so-look verstanden
vergrößern des Urmodells zwecks mehr Urmodelle geht auf 2 Arten: mehrere Urmodelle schnitzen (Größer zerren ist umso riskanter, je tiefer und unregelmäßiger die Vertiefungen sind, da können auch 2 Nr. schon zu viel sein)
oder ein Urmodell scannen lassen und dann in Fingergröße skaliert drucken lassen, ohne die Breite zu verändern
davon dann Silikonformen machen lassen oder alle immer drucken (lassen) (bei letzterem kann ja gleich immer in Zielgröße skaliert werden)
wird aber anders wirken bei 54 vs.66, wenn da keine zusätzlichen Muster eingefügt werden, sondern nur proportional am PC "gedehnt"
Karen_2023
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Karen_2023

 ·  #7
Ich würde als Ingenieurin vorschlagen, dass ganze im CAD auszulegen (ggf. Dein handgefertigtes Modell 3d-einscannen lassen), dann am PC skalieren, und dann kannst Du das im 3D Druck in Wachs anfertigen lassen. Dann hast Du Deine Urmodelle, mit denen Du dann nach Bedarf weiter verfahren kannst.

Das Problem sehe ich aber beim 2mm vergrößern des realen Rings - je nach Struktur wird das dann ja in nur einer Raumrichtung verzerrt?
Tilo
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Tilo

 ·  #8
klar soll und wird das nur in einer Richtung gezerrt beim Vergrößern
nur wird an den dünnsten Stellen (in Vertiefungen) stärker gezerrt als an den dicken stellen
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #9
XiaoBaiTu14
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XiaoBaiTu14

 ·  #10
@Alle – Ihr seid toll. Enorm, was Ihr alles geschrieben habt, während ich an der Antwort an Heinrich Butschal gearbeitet habe. Die nun einfach so, wie geschrieben:

@Heinrich Butschal – Okay, Du hast mich erwischt. Die Ringbreite soll gleich bleiben. Das dann die Erscheinung bei 54 eine andere ist als bei 66 ist mir klar.

Es geht übrigens ausschließlich um BANDRINGE, also Ringe mit einer Breite von 10 – 14 mm und einer Stärke um 2 mm, ohne jeglichen Schnickschnack, einfach mit unterschiedlichen Texturen oder auch symmetrischer Wiederholung von Elementen, wie sie auf Etsy zuhauf zu finden sind.

Zwischenbemerkung: Bei einigen zeigt Etsy an „Nur noch 1 übrig und in 1 Warenkorb“. Ich kann dann aber bei der Größe zwischen 52 – 72 wählen, was ich lustig finde. Ende der Zwischenbemerkung.

Vergessen wir mal diesen Zusatz, der ja auch nur ab und an erscheint. Auf Etsy werden Ringe, teil in den Größen von 52 – 72 mit EINEM Foto angeboten. Okay, meist sind es mehrere Fotos, aber mit ziemlicher Sicherheit ist es immer der gleiche Ring aus unterschiedlichen Perspektiven, teils auch in unterschiedlicher Umgebung, fotografiert.

Nun nimm mal an, auch ich wollte auch auf Etsy Ringe mit EINEM Foto in unterschiedlichen Größen anbieten und suche nach einem Kompromiss, wie das Erscheinungsbild dieser Ringe in den verschiedenen Größen zu mindestens ähnlich ist.

Vor allem aber vermute ich, dass sich ein gegossener Ring nur begrenzt weiten lässt. Gefühlsmäßig denke ich, um 2 mm. Ist dem so, brauche ich also in 3 mm-Schritten Rohlinge, die im Idealfall in Ihrer Größe bleiben können oder die ich um 1 mm oder 2 mm weite. Für meine Kalkulation ist das Beschriebene alles andere als unbedeutend 😉). Zudem frage ich mich, wie und mit welchem Arbeitsaufwand ich diese „Zwischenstufen“-Ringe möglichst ähnlich anfertige.

Sollte es immer noch nicht klar sein, fragt gerne.
Tilo
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Tilo

 ·  #11
wurde doch nun mehrfach beantwortet
du musst entweder mehrere Rohlinge schnitzen im Abstand von 2 Umfangsmm (du denkst, klappt auch mit 2 nr. dehnen? versuchs halt mit deinem ersten Modellabguss in 54, ob das so klappt)
oder halt einen scannen lassen und per Programm dehnen lassen

was ist jetzt noch unklar?
XiaoBaiTu14
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XiaoBaiTu14

 ·  #12
@Tilo - Ja, ich denke, meine Fragen dürften inzwischen beantwortet sein, bzw. ich muss Eure Antworten teils noch durchdenken – bin halt schon älter 😉.

@Alle – Danke!

Ach ja, Tipps zu Gießereien mit der Anforderungsfolge Qualität & Service, Schnelligkeit, Preis wären klasse.
Tilo
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Tilo

 ·  #13
ps
dass es total Käse ist, wenn da steht: nur noch ein vorhanden, obwohl man noch die Größe auswählen kann/muss, ist doch eh klar
Verarch.. für dumme Käufer

gleiches gilt für das gerne genutzte: Artikel ist in xdrölfzig Warenkörben

usw usf

wer sich davon drängen lässt zu kaufen, ist ein armes Konsumopfer
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #14
Die Dehnbarkeit hängt massiv vom Muster ab. Tiefe Querrillen sorgen für sofortiges Reißen und Längsrillen sind völlig unproblematisch, nur so als Beispiel.

Die Nachfrage nach verschiedenen Größen erfolgt meist der Gaußschen Normalverteilung, wobei die Spitze abhängig ist vom Zielpublikum. Männer -> größer, Frauen -> kleiner, jünger -> kleiner und älter -> größer.

Aus wirtschaftlichen Gründen lohnt sich bei Silberringen ein Einzelguss pro Ringgröße nicht. Da sollte die Mindestanzahl bei 10 Stück pro Ringgröße und am besten noch mehrere Größen in einer Charge sein. Ab 100 Stücke Chargengröße wird der Guss und die Nachbearbeitung auch in einer kleinen Werkstatt deutlich günstiger.

Von den Lohngussanbietern sind eigentlich alle gut genug und machen im Preis keinen großen Unterschied.

Ich würde erst mal mit einem Muster und längerer Lieferzeit als Test beginnen und schauen, was da an Resonanz und Bestellungen hereinkommt. Wenn es wenig ist und sich nicht lohnt, macht man halt die wenigen als Einzelstücke und schreibt das Projekt ab. Kommen viele, kann man in die Produktion einsteigen, dann kennt man auch die geforderten Größen schon und kann nach der ersten Auslieferung die Lieferzeit verkürzen, weil man schon ein Lager hat, das dürfte die Bestellungen weiter anfeuern.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #15
Beim umlaufenden Muster kann es dann mit dem Anbringen des Gußkanals durch die Gießerei interessant werden. Kürzlich habe ich ein Wachsmodell für einen 11mm breiten, 2mm auf 4mm verlaufenden Weißgoldring mit einem Stein gemacht und gießen lassen. Von den etwas über 30g Guß waren 6,5g nur Gußkanal, der INNEN im Ring angebracht wurde und sehr beschissen zu entfernen war.

Für meinen Nürnbergring hatte ich ein einziges Modell gemacht, das auf der Handinnenseite eine 10mm musterfreie Aussparung hatte. Da wurde der Gußkanal außen angesetzt und diese 10mm habe ich dann für die Ringweitenänderungen genutzt. Größer wurde dann gedehnt. Hat voll und ganz gelangt.
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Wie erstelle ich mehrere Wachsmodelle für einen Ring ?
Tilo
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Tilo

 ·  #16
um es zu präzisieren:
Zitat geschrieben von tatze-1

10mm musterfrei......für....... Ringweitenänderungen

durch heraussägen und wieder zulöten

wobei man muit dieser Logik auch rundrum mustern und immer rausnehmen könnte, wenn eine Fehlstelle akzeptiert ist.
und wenn nur wenig rausgenommen wird, ist die fehlstelle kleiner als beim Beispiel mit der 10mm-Lücke ab Grundmodell

bleibt noch der Vorteil Gusskanal außen
aber so richtig glücklich wäre ich nicht, bei einem umlaufend rustikalen Muster eine glatte Stelle zu haben

TE würde ja am liebsten einen kleinen Ring bauern, ihn kopieren, 3Nr. dehnen, kopieren, gezerrte Kopie gießen, wieder kopieren, wieder 3 Nr. dehnen, gezerrte Kopie der gezerrten Kopie gießen, wieder kopieren, 3Nr. dehnen, kopieren usw.

dann schon eher:

größten Ring bauen
kopieren
engermachen durch herausnehmen, Muster möglichst gut nachbilden an der Lötstelle, kopieren, wieder engermachen usw
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #17
@ Anke
Abartig - und macht auch keinen Sinn. Da war doch
kein Muster oder vorgesehene Fassungslöcher in
den Schienen-Schultern - oder?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #18
Zitat geschrieben von pontikaki2310

@ Anke
Abartig - und macht auch keinen Sinn. Da war doch
kein Muster oder vorgesehene Fassungslöcher in
den Schienen-Schultern - oder?

Nää, mich hat dieser Anblick auch fast vom Werktisch fallen lassen. Ich kenne solche Ringe nur mit Gußkanal auf den "Schultern" des Rings (hier neben der Fassung) angesetzt.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #19
XiaoBaiTu14
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XiaoBaiTu14

 ·  #20
@Alle - Zwischendurch mal vielen Dank für all den Input und allen einen schönen Sonntag!
tatze-1
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tatze-1

 ·  #21
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

@Anke, den Guss würde ich reklamieren.

zu spät, der Auftrag mußte fertig werden. Ist schon beim Kunden.
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