Alte Brosche - Reparatur / Umarbeiten

 
Karen_2023
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Karen_2023

 ·  #1
Hallo zusammen,

Der Flohmarkt hat mir schon vor einiger Zeit für wenige Euros die abgebildete Brosche beschert - nach Internetrecherche anscheinend Gold und Silber mit kleinen Diamanten. Leider rückseitig stark beschädigt, da wohl die originale Nadel mal abgegangen ist, und man mit Zinnlot daran herumgebastelt hat.

Ich überlege nun, ob ich das gute Stück zu einem Anhänger um arbeite, indem ich oben eine Öse anlöte, den Verschluss für die Nadel würde ich dann natürlich entfernen wollen. Und das Zinnlot würde ich auch gerne entfernen.

Da sich aber auch an anderen Stellen altes Lot befindet, und ich mir auch mit dem Material nicht wirklich sicher bin, frage ich mich, wie ich da am besten vorgehe - beziehungsweise ob ich das am besten machen lasse. Schließlich will ich es nicht ruinieren.

Wie würdet ihr rangehen? Kann ich das in der Hobbywerksratt überhaupt machen, oder braucht man dafür ein Laserschweißgerät?

Alternativ, lohnt sich eine professionelle Umarbeitung, oder eine Reparatur wieder als Brosche? (Mit was für Kosten müsste ich denn da rechnen?)

Was für Material ist es denn nun wirklich, aus welcher Zeit stammt das Stück, und sollten das wirklich Diamanten sein, was ist denn der Wert von dem Schmuckstück?

Viele Fragen, daher schon mal ganz lieben Dank im Voraus!
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Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #2
Eine Öse für eine Anhängerschlaufe mit Laser oder Puk an zu schweißen sollte kein Problem sein. Dabei kann man gleich das Material testen lassen. Es konnte auch Weiß und Gelbgold sein.
Lösten ruiniert das Stück, solange nicht jedes kleinste Restchen Zinn gründlich entfernt ist..
Karen_2023
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Karen_2023

 ·  #3
Erst mal danke für die Antwort! Das bestätigt mich schon mal darin, an der Öse nicht selbst Hand anzulegen., sondern nur die Vorarbeiten – Zinnlot soweit wie möglich entfernen und Verschluss von der Brosche entfernen -selbst durchzuführen.

Aber da ich mich ja auch weiterbilden will – Warum darf denn kein Zinnlot mehr auf der Brosche sein, wenn man normal löten wollte? Hat das irgendwelche aggressiven Eigenschaften wenn es zu stark erhitzt wird?

Was für Kosten kommen denn ungefähr auf mich zu, wenn ich eine silberne Öse anschweißen lassen würde?

Vielen Dank und viele Grüße!
tatze-1
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tatze-1

 ·  #4
Das Lötzinn ist üblicherweise bleihaltig. Blei setzt sich beim Erwärmen (und auch über die Jahre ohne Erwärmen) des Edelmetalls im Kristallgitter fest und "zerfrißt" das Edelmetall. Das sieht nach dem Erhitzen aus, wie wenn man einen Eiswürfel mit der Flamme anschmilzt oder Plastik vor eine Flamme gerät... Es bildet sich ein Amalgam. Deswegen muß ALLES Lötzinn komplett restlos bis in die Tiefe entfernt werden, damit man wieder mit Hitze an das Stück dran kann.
Tilo
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Tilo

 ·  #5
weiter mit Zinnlot dranrumzupfuschen gefährdet die alten Weichlotstellen nicht so krass, nur mit Hartlot darf man nicht rangehn, solang noch Zinn(Weich)Lotreste vorhanden sind
Karen_2023
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Karen_2023

 ·  #6
Vielen lieben Dank – wieder was gelernt! Dann werde ich so gut es geht die hässlichen Lotreste mechanisch entfernen, den Verschluss der Brosche abknipsen und die Stege abschleifen, und dann ein Goldschmied vor Ort suchen, und mal fragen, ob er eine Öse anschweißen kann, und was das kostet.
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