Kann ein Labradorit "milchig" werden?

 
Brettwerk
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Brettwerk

 ·  #1
Moin in die Runde!

Ich verarbeite im Moment einen Labradorit, der mir Rätsel aufgibt. Den Stein habe ich vor geraumer Zeit von einer lieben Kollegin bekommen, er war und ist seitdem in einer Zip-lock-Tüte aufbewahrt. Bei der Verarbeitung ist mir aufgefallen, dass einige Partien eine etwas milchige Trübung zeigen, die nur aus bestimmten Blickwinkeln richtig auffallen und so wirken, als sei der Stein beschlagen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Trübung noch nicht vorhanden war, als ich den Stein bekommen habe (Irrtum natürlich nicht ausgeschlossen).
Mit vorsichtigem Einsatz von Alkohol und mit mildem Seifenwasser lässt sich das nicht beheben, verschmutzt scheint da nichts zu sein.
Kann diese Trübung "im Stein" sein und kann man das eventuell anhand der folgenden Fotos beurteilen?

Danke vorab schon mal für hilfreiche Hinweise!

Brettwerk
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pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #2
Hhm - also, die liebe Kollegin sieht da erstmal
so'ne komische/unbekannte schwarze Stelle;-(.
Meinst Du mit milchig die eingekringelte Stelle?
Und verändert die sich, wenn Du den Stein drehst?
Sieht für mich aus, als wäre da auch'n Riss -
Trocknung - entstanden?
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tatze-1
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tatze-1

 ·  #3
Meine Labradorite und Spektrolite verändern seit Jahrzehnten ihre Farbe nicht.

Gibt es wirklich roten Labradorit? Ich kenn den nur in blau-grün-gelb
GemBen
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GemBen

 ·  #4
Wie alle Feldspäte besitzt Labradorit perfekte Spaltbarkeit. Meine Vermutung, auf den Bildern sieht es so aus als gebe es dort wo die Milchigkeit beginnt einen winzigen Riß entlang einer Spaltebene. Wenn sich das Material dort voneinander trennt kann es durch veränderte Lichtbrechung zu so etwas kommen.
Brettwerk
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Brettwerk

 ·  #5
Schwierig zu beschreiben und noch schwieriger zu fotografieren. Es sind zwei Stellen, einmal die, die Marion schon eingekreist hat und noch eine zweite, die nicht so weit über die Oberseite weist (s.u.). Der Eindruck von "Milchigkeit" ändert sich bei verschiedenen Betrachtungswinkeln.
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pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #6
In der Vergrößerung seh' ich genau an der Farbver-
änderungs-Linie einen Riss - gut zu sehen im oberen
Teil des Steins in der Politur. (Pfeile)
Dieser entstandene Riss wäre wohl das, was Gem-Ben
auch vermutet.
@Horst - soll ich Dir die Adresse von meinem Anwalt
schicken? :-(
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pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #7
Hab' jetzt noch x genauer geguckt: dieser Riss sieht
nicht aus, als wäre er erst jetzt entstanden. Der sieht
bereits "mitpoliert" aus - war dann wohl schon vorhanden,
hatte aber anfangs keine optischen Veränderungen
hervorgerufen.
DadaKaka
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DadaKaka

 ·  #8
Zitat geschrieben von tatze-1

Meine Labradorite und Spektrolite verändern seit Jahrzehnten ihre Farbe nicht.

Gibt es wirklich roten Labradorit? Ich kenn den nur in blau-grün-gelb


Farbe entsteht durch Kupfer. Nennt sich dann Kupfer-Labradorit bzw. bekannter unter dem Herkunfts- und Handelsnamen Oregon-Sonnenstein.
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Brettwerk
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Brettwerk

 ·  #9
Dass sich durch einen haarfeinen Bruchspalt die Lichtbrechung verändert, kann ich mir nach der Erklärung vorstellen. Stutzig gemacht hatte mich vor allem, dass diese Erscheinung der "Milchigkeit" (besser kann ich es nicht ausdrücken) erst nach einiger Zeit aufgetreten ist. Ich hatte zuerst an Verschmutzung gedacht und die Hoffnung, durch säubern und vielleicht nochmaliges Polieren ließe sich das entfernen.
@Marion: ich bin eigentlich sehr sicher, dass der Stein in Ordnung war, als ich ihn von Dir bekommen habe.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #10
Lag der Stein eigentlich in Deinem letzten - gefluteten -
Atelier unterhalb der Wasserlinie? Könnte da was
eingedrungen sein?
Brettwerk
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Brettwerk

 ·  #11
Nee, alle Materialien, Werkzeuge und Maschinen waren hoch genug untergebracht, das kann es nicht gewesen sein.
Ich weiß ja nicht, wie empfindlich ein Labradorit ist, wenn vielleicht schon ein Haarriss vorhanden war. Den Stein habe ich jetzt öfter in der Hand gehabt und damit herumhantiert, als ich eine Fassung mit Schattenfuge dafür vorbereitet habe. Da liegt dann die Vermutung nahe, dass sich dabei dann ein solcher Riss vergrößert haben könnte. Dafür spräche ja auch, dass mir diese milchigen Stellen erst jetzt aufgefallen sind.
GemBen
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GemBen

 ·  #12
Der Riss kann sich verändern etwa durch Temperaturunterschiede, dann tritt Luft ein, muß gar kein Dreck sein. Und schon hat man Veränderungen in der Lichtbrechung. Das kann man bei vielen rissigen Mineralanschliffen beobachten, so z.B. auch bei Achaten.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #13
Zitat geschrieben von DadaKaka

Farbe entsteht durch Kupfer. Nennt sich dann Kupfer-Labradorit bzw. bekannter unter dem Herkunfts- und Handelsnamen Oregon-Sonnenstein.

hab jetzt mal das Netz nach Referenzbildern zu beiden Bezeichnungen durchforstet. Kein Stein in dem selben Farbton wie Brettwerks Stein. Der hat zu viel Rotweinfarbe.
Brettwerk
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Brettwerk

 ·  #14
Da kann man mal sehen, was für eine Seltenheit das ist. Der Schumann in der 13. Auflage berichtet auch von häufig blauen und grünen Effekten, führt dann als Varianten aber auch (S. 238) dunkelrot und braunrot auf.
"Rotwein" ist auch keine schlechte Referenz für die hier vorliegende Farbe.
kristaller
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kristaller

 ·  #15
Zitat geschrieben von GemBen

Der Riss kann sich verändern etwa durch Temperaturunterschiede, dann tritt Luft ein, muß gar kein Dreck sein. Und schon hat man Veränderungen in der Lichtbrechung. Das kann man bei vielen rissigen Mineralanschliffen beobachten, so z.B. auch bei Achaten.

Ja, dieses Phänomen habe ich schon öfter bei Trommelsteinen beobachtet !
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