Aus uhus Werkstatt.April2026. Sonntagsrätsel.

 
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #1
Ich habe einen Stein geschliffen, der mir einiges Kopfzerbrechen bereitete. Der Brechungsindex ist 1,74. Keine Doppelbrechung. Die Farbe kommt mir ungewöhnlich vor. Beim Polieren dachte ich: Was ist denn da kaputt? So eine bescheidene Politur hast du ja noch nie abgeliefert.
Was für ein Material habe ich da geschliffen?
Der Besitzer des Steines darf nicht mitraten.....
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Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #2
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #3
Granatgruppe bzw Grossular.
Hessonit?
Rub
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Rub

 ·  #4
Mali Granat
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #5
Steinfroilein hat das Pony - herzlichen Glückwunsch. Der Stein war als Granat bezeichnet, die Grießbreistruktur hat ihn als Hessonit entlarvt. Der Stein wiegt 21 ct.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #6
Jupi.

Danke für das Pony.
Rub darf kommen und es einmal streicheln 😉.
GemBen
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GemBen

 ·  #7
Die Farbe ist in der Tat ungewöhnlich, hatte auch mal so einen Hessonit mit "Grießbrei" im Inneren, der ging aber mehr Richtung orange.
Tolles Foto hast Du da gemacht.
Rub
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Rub

 ·  #8
Ein Hessonit hat eigentlich eher Gelb-Orangetöne, der hier hat Grün Gelb und Braun das wäre Grossular/Andradit Mix aus Mali
DadaKaka
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DadaKaka

 ·  #9
Das ist ein Grossular/Hessonit, kommt im Umba Valley in Tansania vor. Der ist gelb. Die ölige Struktur kommt durch mikroskopische Einschlüsse, die sich gleichmäßig durch den Stein ziehen. Dadurch lassen sich auch die Polierprobleme erklären.
Rub
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Rub

 ·  #10
Ah jetzt erkenn ich deine Lampe oben im ersten Bild, da ist aber ganz schön was drinne im Stein. Relativ ähnlich zu den Grandit Mali Granaten von der Farbmischung. Der Rohstein war bestimmt 20-25ct schätz ich mal oder?
DadaKaka
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DadaKaka

 ·  #11
Um die 10 Gramm
Rub
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Rub

 ·  #12
Oha ja gut dann ist die Wahrscheinlichkeit ja auch größer das dort etwas mehr drin sein kann an verschiedenen Einschlüssen als bei der Hälfte oder weniger als ich Ihn geschätzt hatte . Was ist übrig geblieben @Uhu?
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #13
Der Rohstein wog 19,84 Gramm - 21,2 ct sind übrig geblieben. Quer durch den Rohstein liefen zwei Risse, die ich nicht ganz wegschleifen konnte, sonst wäre nicht mehr viel übrig geblieben. Ausbeute 21,37%. Nicht toll, aber besser als nichts.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #14
Vermutlich um die ca. 16x14 mm plus/minus je nach Höhe des Steins.

Ich finde die Antikform sehr gut gewählt.
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #15
Er ist 18x16x11 mm groß geworden.
DadaKaka
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DadaKaka

 ·  #16
Oh war das der mittlere. Volker, ich hätte noch 6 Stück da. Der größte hat über 40 Gramm.
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #17
Ehrlich gesagt: ich bin nicht wild darauf, diese Grießbrei-Steine zu schleifen. Der Schläfrigkeits- Effekt frustriert. Aber wenn es sein muss, mache ich manches....
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #18
typisch Grießbrei, keiner mag ihn
aber gibt's ihn, dann isser gar nicht ohne 😂
DadaKaka
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DadaKaka

 ·  #19
Endlich bekommt der kleine Bruder 10 ct einen großen Bruder.
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Rub
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Rub

 ·  #20
@Uhu ja gut da kannst du ja nichts für das da Risse drin waren.
kristaller
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kristaller

 ·  #21
Zitat geschrieben von DadaKaka

Das ist ein Grossular/Hessonit, kommt im Umba Valley in Tansania vor. Der ist gelb. Die ölige Struktur kommt durch mikroskopische Einschlüsse, die sich gleichmäßig durch den Stein ziehen. Dadurch lassen sich auch die Polierprobleme erklären.


@ DadaKaka,
so ähnliche Einschlüsse hatte ich auch schon bei anderen Steinen (z.B. Chrysoberyll, grünliche Grossulare, usw. ).
Sind diese mikroskopischen Einschlüsse vom Umba Valley mehrphasig (Flüssigkeit und/ oder Gas) ?
DadaKaka
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DadaKaka

 ·  #22
Hallo Kristaller,
es gibt drei typische Einschlussmuster bei dieser Art von Granat.

1. Dunkle, „federartige“ / strahlenförmige Strukturen
wirken wie verzweigte Nadeln oder Fächer
leicht diffus, nicht scharf kristallin
teilweise entlang von internen Spannungszonen
Das sind keine klassischen Kristalle, sondern sehr wahrscheinlich limonit-/eisenhaltige Rissfüllungen entstanden durch sekundäre Infiltration entlang von Healing Fractures
Die „fächerartige“ Form kommt von verheilten Spannungsrissen.

2. Diffuse Trübung („milchig")
wolkig, ohne klare Begrenzung
reduziert Transparenz lokal.
Hessonit-“treacle effect”.="Sirup"
Mikroskopische Inhomogenität im Kristall
Kein Einschluss im engeren Sinn, sondern Wachstumsstruktur.

3. Einzelne dunklere lineare Elemente
leicht länglich, nicht perfekt gerade
nicht hochreflektierend entweder:
sehr feine Graphitpartikel entlang Wachstumszonen
oder frühe Rissansätze
kristaller
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kristaller

 ·  #23
Hallo DadaKaka,
ist ja interessant, dass es so unterschiedliche und typische
Einschlussmuster in diesen Granaten gibt. Mit diesem Hintergrundwissen können derartige Steine ganz gut den Herkunftsorten zugeordnet werden.
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