Silber nur teilweise schwärzen?

 
macjojo
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macjojo

 ·  #1
Hallo zusammen,

ich war schon lange nicht mehr hier, nun habe ich doch mal eine Frage:

Kann man Silber nur "teilweise" schwärzen, soll heissen ohne den Rest des Stücken einzusauen? Ich habe einen Anhänger angefertigt mit einem Pferdchen drin. Nach dem Beizen ist alles schön weiss, das Pferd hätte ich aber gern irgendwie dunkel oder schwarz. Wie mach ich sowas am besten?

viele Grüße
Filip
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Information: Etrusker-Pferd Anhänger
stefan
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stefan

 ·  #2
hallo filip,
du kannst es mit einem pinsel und schwefelleber , ganz vorsichtig versuchen (ohne zu tropfen!)
stefan
Tilo
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Tilo

 ·  #3
heikel natürlich die bereiche, wo die beine an der wand anliegen
dort vielleicht vorsorglich die wand mit cd-marker anmalen(abdecken/schützen)
dann vorsichtig pferd pinseln
in spiritus den cd-marker ablösen
macjojo
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macjojo

 ·  #4
Hallo Stefan,
danke für die schnelle Antwort! Kriege ich Schwefelleber in der Apotheke auf die Schnelle?

Filip
macjojo
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macjojo

 ·  #5
Und merci Tilo für den Tip! Und Spiritus macht der dunklen Schicht dann nichts?
stefan
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stefan

 ·  #6
mal googeln, ansonsten hier bei schula anfragen.
vorsicht beim abwaschen! unter laufendem wasser abwaschen, ansonsten wirkt auch die stark verdünnte chemikalie auf den rest.
du könntest aber auch den gesamten innenbereich schwärzen und das pferdchen vorsichtig abreiben, so dass die linien darauf sichtbar werden und das pferd selbst weiß auf schwarz sich abhebt.
stefan
macjojo
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macjojo

 ·  #7
hm... wäre auch eine Idee mit dem schwarzen Hintergrund :)
tatze-1
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tatze-1

 ·  #8
Zitat geschrieben von macjojo
Hallo Stefan,
danke für die schnelle Antwort! Kriege ich Schwefelleber in der Apotheke auf die Schnelle?

Filip

ja, kriegst Du. im Granulat zum anrühren
macjojo
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macjojo

 ·  #9
Nun, Apotheken sind auch nicht das was sie mal waren, schätze ich. Meine Frage nach Schwefelleber wurde staunend und mit einem Lächeln verneint.

Gott sei Dank hatte die Goldschmiedemeisterin meines Vertrauens noch Pariser Oxid zur Hand und so durfte ich es gleich bei ihr im Atelier schwärzen - an dieser Stelle vielen, vielen Dank an Daniela Werth!

Ich habe die Idee von Stefan aufgegriffen und es ist wie ich finde ganz toll geworden:

viele Grüße,
Filip
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Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #10
Also Schwefelleber aus der Apotheke, da hätte ich auch ein ganzes Kilo für dann doch recht viel Geld nehmen müssen, das hätte 20 Goldschmieden bis an ihr Lebensende gereicht.
Pariser Oxyd ist doch auch nicht billig, ich nehm immer die gute "Gossiba", das ist weniger Gepampel als Schwefelleber.

Grüße
S.
Frank Skielka
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Frank Skielka

 ·  #11
macjojo
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macjojo

 ·  #12
@Silberfrau: die in der Apotheke hätten die es bestellen müsen, würde allerdings ab 100g schon gehen. Mich hat die Vorstellung, daß das Zeug recht stinken soll doch etwas abgeschreckt. Aber ich hatte ja noch eine Alternative. ;)
Das war meine erste Erfahrung mit dem Schwärzen - Pariser Oxid hat wunderbar funktioniert, ich hatte aber noch keine Gelegenheit mit anderen Mitteln wie etwa Gosiba zu arbeiten.

@Frank: Danke!
philomena
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philomena

 ·  #13
Hallo Filip,

ich finde Deinen Anhänger auch super gelungen!
Das schwärzen war genau die richtige Entscheidung.

Ich habe sowohl Gosiba als auch Pariser Oxyd in Verwendung. Die Färbung der Patina ist finde ich ein wenig unterschiedlich. Mit Pariser Oxyd wirds richitg schwarz, mit Gosiba so braunschwarz, je nach Temperatur des Werkstücks auch leicht dunkel umbra.

Die Schwefelleber habe ich bisher auch gemieden, faule-Eier-Gestank finde ich fürchterlich.

Gruß
Kathrin
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #14
Naja, das Gossiba stinkt ja genauso.
Für das Pferd war P.O. schon passend, das wird etwas matter und kohlschwarz. Schaut übrigens echt toll aus, Raumaufteilung, Proportionen, Abstraktion... Klar Rahmen wieder weiß, perfekt. Schimmel, Rappen, was solls.
Für grossflächigere Sachen eher G., wirkt nicht so hart.
Die meiste Gestaltungsmöglichkeit hast du allerdings schon mit Schwefelleber von gelb über stahlblau, lila bis Tahiti, je nachdem wann du den Prozess unterbrichst.
Aber du siehst auch, dass das P.O. nicht ganz gleichmäßig gefärbt hat, je nach dem, wie Pinsel x Zeit.
Man kann bissel Öl draufgeben, aber wenns mal drauf is isses drauf, "bitte zuerst an einer unauffälligen Stelle testen"!
Lass einfach so, dunkelt mit der Zeit vielleicht noch nach. 😉
Grüße
S.
macjojo
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macjojo

 ·  #15
Danke für die Blumen philomena und Silberfrau!

Ich finde es gut wenn die Färbung etwas unregelmäßig ist, bringt etwas Spannung rein. ;)
philomena
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philomena

 ·  #16
@ Silberfrau: stinkt die Schwefelleber auch nur so ein bischen nach faulen Eiern wie das Gosiba? Dann würde ich es doch glatt mal ausprobieren.

Gruß
Kathrin
tatze-1
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tatze-1

 ·  #17
Sieht schick aus, der Anhänger.

Und was das Stinken angeht: Schwefel stinkt nun mal so nach faulen Eiern. Man muß ja auch nicht den ganzen Tag in dem Mief drinstehen, es gibt Fenster zum lüften, also was solls.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #18
Gleiche Geschmacksrichtung.
Das Gossiba benutzt du kalt.
Schwefelleber macht man oft mit warmen Wasser an, damit sich die Bröckchen besser lösen.
Je wärmer desto stink.
Aber wie Tatze schon sagt...
Außerdem hat mal irgendwer den Deckel erfunden (während der Auflöszeit).

Frohes Experimentieren...Konzentration, Temperatur, Zeit...

Grüße S.
philomena
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philomena

 ·  #19
Okay, ich bin ein Weichei, nun ist es raus.

Ich könnte sofort spucken wenn ich diesen Geruch in die Nase bekomme. Ab einer gewissen Konzentration ist es einfach vorbei.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #20
häng dir zwischenzeitlich einen Strauß Lavendel unter die Nase ;-)
Frank Skielka
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Frank Skielka

 ·  #21
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #22
Raus gehen, Dunstabzugshaube...
Frank Skielka
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Frank Skielka

 ·  #23
Samson
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Samson

 ·  #24
Toll!

Wie hast Du das Pferdchen hergestellt?
macjojo
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macjojo

 ·  #25
Hm... aus 0,5er Blech, angezeichnet, ausgesägt, mit Punzen getrieben und verfeilt. Und dann noch ein paar Feinheiten, die nicht besonders fein gelungen sind, aber dadurch wirkt es ein wenig rustikaler. ;)

Ach, und danke!
stefan
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stefan

 ·  #26
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #27
Ich habe in einem Buch eine Anleitung auf Englisch zum Thema "wie bekommt man bunte Farben mit Schwefelleber" gefunden. Interessierten kann ich sie leider nur faxen, da mein Scanner den Gehorsam beim Schrift scannen verweigert.
Langen Textes kurzer Sinn ist aber:
Jeweils 2 Sekunden eintauchen, abspülen, wieder 2 Sekunden eintauchen...usw. Die Farben durchlaufen dann das ganze Spektrum bis schwarz.
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