Edelsteinkunde für Anfänger - informative Zusammenstellung

 
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 ·  #31
Regen, glatt, warm Bähhhh
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #32
Kein Frost, nicht mehr so eisigkalt, AAAhhh!
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 ·  #33
aber nass pappig sulzig und im Garten auftauender Permafrost.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #34
Und ausapernde Hundekackhaufen.
Bzw in meinem Garten was immer das war, Marder, Katze, keine Ahnung...
schrulli
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schrulli

 ·  #35
ja das problem kenn ich leider..
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #36
Eigentlich schon interessant, da sucht man was im Internet, stößt auf das Schmuckportal (welch Zufall) und findet genau dort, was man sucht (und dann noch als eigener Beitrag) 😉 . Bin grad mal wieder mit den beschichteten H.Y.T., bedampften und folierten Zirkonia beschäftigt und stieß auf diesen Thread.

Daher "hochschubs" :P und weiter geht es mit dem Text...

„Edelsteinkunde für Anfänger - informative Zusammenstellung“ lautet der Thread der Redaktion vom 31.3.2012 und es gingen schon interessante Beiträge ein.

Vieles davon war für den Fachmann und da dachte ich mir, zieh das Ganze doch mal von ganz vorne auf und sprich in der Tat den Anfänger und Laien an:

Der Beginn liegt in der Erde und den Planeten und fängt bei den Gesteinen an, dann kommen Mineralien und aus diesen formt oder schleift man Edelsteine. Man nennt diese auch Schmucksteine. Da der Mensch den Drang hat, alles was es im Natürlichen gibt, nachzuahmen, gibt es auch Imitationen im Edelsteinbereich. Und ab hier wird es dann für den Laien schon schwieriger. Das Wissen um die Edelsteine nennt man Gemmologie – die Edelsteinkunde.

Es gibt natürliche Materialien (Edelsteine, Schmucksteine und organische Substanzen)
und künstliche Produkte (Imitationsprodukte, welche ganz oder teilweise durch den Menschen hergestellt wurden).

Künstliche Produkte unterteilt man in rekonstruierte Steine, zusammengesetzte Steine, synthetische Steine und künstliche Steine.

Dann gibt es die Kategorie "veränderte Steine" deren Behandlungen nicht deklarationspflichtig sind wie farblose Stoffe, welche in Rissen vorhanden sind, Wachsen der Oberfläche, Erhitzen und Bleichen; und jene Behandlungen, welche deklarationspflichtig sind wie künstliche Bestrahlung, Diffusionsbehandlung, Färbemittel oder andere farbgebende Stoffe, Riß- oder Hohlraumfüllung, Imprägnierung und Überzug.

Die gängigsten Schmuck- und Edelsteine sind seit kurzem hier im Lexikon aufgeführt.

Irgendwann wird es schon schwieriger für den Anfänger und er/sie stellt sich die Frage, wie geht man vor, Edelsteine bzw. Schmucksteine zu bestimmen bzw. zu unterscheiden?

Neben Tageslicht bzw. Nordlicht, Kaltlichtquelle und Pinzette sind wichtig:

eine ruhige Hand bzw. entsprechende Auflagemöglichkeiten

Meßgeräte
- Diamond-Boy
- Leveridge
- Kaliber

Lupenbrille
- LB010-Triplet

Lupensortiment mit Präzisionslupen
- Lupen mit 10x Vergrößerung
- Lupen mit 15x Vergrößerung
- Lupen mit 20x Vergrößerung
- Weinschenk-Lupe
- Hastings-Lupe
- sonstige Lupen

Edelsteinrefraktometer= zum Messen des Brechungsindex von Edelsteinen und Mineralien
- Refraktometer mit LED-Beleuchtung oder Natriumfilter
- Refraktometer mit Natriumfilter
- Diamant Tester Refractive Index Meter II

UV- und Analyselampen

Härtetest = Härtebestimmung nach Mohs

Dichtemessung
- hydrostatische Waage

Magnet = manche Edelsteine reagieren aufgrund ihres metallischen Anteils auf starke Magnete
- Neodymmagnet

Mikroskop

Proportion Okular = als Zusatz für ein Zoom-Mikroskop ist das Proportion-Okular ein Hilfsmittel zur Kontrolle der idealen Abmessung von Diamanten

Spektroskop = ein Prismen-Spektroskop zerlegt das vom Stein reflektierte Licht in seine Bestandteile und liefert das je nach Edelstein unterschiedliche Farbspektrum, wodurch eine Identifizierung des Edelsteins möglich ist

Chelsea Filter = macht sich die optischen Eigenschaften einiger Edelsteine zunutze und verhilft damit zur sichereren Unterscheidung und Erkennung

Dichroskop = dient der Feststellung des Pleochroismus
- Calcite Handdichroskop HD10
- London Dichroskop LD10

Polariskop = dient der schnellen Bestimmung der optischen Eigenschaften von Edelsteinen. Die Geräte helfen bei der Festlegung der Schliffwinkel und der Feststellung von Spannungen und des Pleochroismus in Farbedelsteinen

Immersionsflüssigkeit

Diamant-Prüfinstrument = die Einteilung in Diamant, Cubic Zirconia und syn. Moissanit erfolgt mittels Wärmeleitfähigkeitverfahren
- DPM80 Presidium Multitester (Identifizierung von Diamant, Saphir und Moissanit)
- Presidium Diamond Mate DP10 (Unterscheidung von Diamant und Fälschung)
- Ceres CZeckpoint Diamant Tester
- Diamant Tester JD (für die Echtheitsprüfung von Diamanten)
- Diamant Tester JE (Diamant Tester zur Echtheitsprüfung von Diamanten und Moissaniten)
- Diamant Tester Diamondmate-A (handlicher Diamant Tester mit digitaler Leuchtanzeige und akustischem Warnsignal)
- Diamant Tester Diamondmate-C (baugleicher Diamant Tester zu Diamondmate-A, optional mit Spannungsadapter)
- Diamant Tester Duotester (inkl. Simultan Set, Messung von Wärmeleitfähigkeit und Lichtbrechung)
- Diamant Tester Multitester III (mit federnder Prüfspitze, Multi-Sicht LED Display, für Edelsteine ab 0,02 ct)
- Diamant Tester Moissanite Tester II (zur Bestimmung synthetischer Moissanite)
- Diamant Tester GEM COMPUTER (identifiziert Edelsteine und schätzt deren Gewicht mit Präzision)

Geigerzähler oder Dosimeter = die Farben der Edelsteine entstehen in der Erde durch natürliche Radionukliden. Die Farbwirkung kann allerdings ebenso auch durch künstliche Bestrahlung erzeugt und verstärkt werden. Mit einem Geigerzähler oder Dosimeter kann man feststellen, ob Edelsteine radioaktiv bestrahlt sind

Bestimmungstabelle = eine Auflistung verschiedener Edelsteine und Schmucksteine mit den entsprechenden Angaben von Härte nach Mohs, Dichte, Strichfarbe, Glanz, Transparenz, Bruch, Spaltbarkeit, Refraktive Index (Brechzahl), Dispersion, Doppelbrechung, Absorptionsspektrum, Pleochroismus, Fluoreszenz, Lumineszenz, Phosphoreszenz etc.

Ihr wißt doch sicherlich auch Einiges, was es wert wäre, hier gebündelt zusammenzutragen.

Tricks und Tipps Eurerseits?
pezzottait
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pezzottait

 ·  #37
Zitat geschrieben von steinfroillein
...Eine PDF hänge ich bei. Auch hier bin ich Neuling und hoffe, daß es klappt.
Die anhängende PDF ist ein Teil eines geplantes Lexikon, welches aber meinerseits wohl nie fertig werden wird, ...


Hallo steinfroilein,

deine Idee(n) finde ich sehr gut, denn man kann nie genug gute, zusammengefasste Infos sein Eigen nennen. Ich möchte dich aber auf ein paar Schönheitsfehler aufmerksam machen in einem deiner hier eingestellten pdf´s:
"...stabilisiert in der kubischen Hochtemperaturphase..." und weiter unten unter Dichte
"...monoklin: 5,6; tetragonal: 6,1..."
Das ist ein glatter Widerspruch! Wie der Name schon sagt kristallisiert kubisch stabilisiertes ZrO2 in der kubischen Form (was ja auch durch Polariskop und Dichroskop leicht zu bestätigen ist ;-))
Unter der chemischen Formel schreibst du
" ZrO2Y2O3 "
Auch das ist nicht ganz richtig; denn das Y2O3 ist nur zu etwa 10% dabei und so wie du beim Rubin oder beim Smaragd auch die farbgebende Substanz nicht in die chemische Summenformel aufnimmst, sollte auch beim Zirkonia dieser Stoff nicht in der Summenformel aufscheinen. Mein Vorschlag diesbezüglich wäre:
ZrO2 - stabilisiert mit Y2O3, ca.10%

Grüße aus der Steiermark
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #38
pezzottait, Danke Dir für die Info und vorallem für's genaue Mitlesen. Die am Markt üblichsten Zirconia waren der Djevalith als calciumstabilisierter CZ und seit Jahren nunmehr nur noch der Ceres CZ. Die anderen Länder sind auch auf dem Vormarsch mit der Kristallzüchtung, daher (auch durch die Verbreitung im Internet) die unterschiedliche Schreibweisen der chemischen Formel. Den Schönheitsfehler muß ich mir nochmals in Ruhe ansehen...

Aber mal bei der Gelegenheit, ich habe in den vergangenen Jahren schon sehr interessante Beiträge im Internet (als PDF) von der ÖGEMG gelesen. Gibt es da Printform, Zeitungen, Magazine, Newsletter oder dergleichen? Kommt man da nur als Mitglied ran?
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #39
Ist schon lange her aber ich hab was im Hinterkopf mit farbgebenden Subastanzen unter 1 (ein) Prozent.
pezzottait
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pezzottait

 ·  #40
Zitat geschrieben von steinfroilein
...Aber mal bei der Gelegenheit, ich habe in den vergangenen Jahren schon sehr interessante Beiträge im Internet (als PDF) von der ÖGEMG gelesen. Gibt es da Printform, Zeitungen, Magazine, Newsletter oder dergleichen? Kommt man da nur als Mitglied ran?...


Hallo steinfroilein!

Die ÖGemG gibt jährlich ein paar "Gemmo News" in Printform heraus, die allen Mitgliedern kostenlos ins Haus gesandt werden. Nach etwa fünf bis sechs Wochen ist diese Printausgabe dann auch im Internet abrufbar. Die aktuelle Ausgabe z.B. unter:
http://www.gemmologie.at/media…809815.pdf

Einer meiner letzten Beiträge ist auch unter
http://www.als.co.at/news.htm
downloadbar (schreckliches Wort, nicht Fisch und nicht Fleisch ;-)).

In diesem Zusammenhang interessieren mich auch die von dir erwähnten asiatischen Granat-Imitationen aus Glas; hast du da welche auf Lager? Hätte sie gerne in meine weiteren Untersuchungen aufgenommen.

Grüße aus der Steiermark
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #41
@ pezzottait: Du meinst die Yttriumstabilisierten? Na klar doch, schick mir bitte per PN Deine Adresse. Hab übrigens schon mehrere Beiträge in den PDF's von Dir gelesen. Daß alle Printausgaben im Internet abrufbar sind, das ist ja interessant. Werde doch mal den Farbdrucker anschmeißen müssen....

@ Silberfrau: das mit den Farben ist wie mit dem Salz in der Suppe.... :mrgreen:
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #42
Nee dass sie dann nicht geformelt werden müssen, über 1 schon
Tilo
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Tilo

 ·  #43
Edelsteinbestimmung im gefaßten Zustand



Hallo
ich würde gerne mal ein paar Testmethoden wissen, wie man bestimmte gefaßte facettierte Steine komplett ohne Refraktometer bestimmen kann.
ich habe zwar ein Refraktometer, aber bei vielen Schmuckstücken stehn die Krappen über die Tafel oder die Stücke lassen sich nicht auf das Glas legen, weil sie wegkippen und die Tafel so winzig ist/sind, daß man es durch Unterlegen doch nicht ausgerichtet bekommt
extra dafür Ausfassen ist seltenst eine Option
für beide Fälle wären ja alternative Untersuchungsmethoden angebracht wie z.B. Wärmeleitfähigkeitsmessung oder so Sachen wie der Chelseafilter (und andere Filter), 2 Polfilter(= Dichroskop?)
Polariskop (geht das bei Ringen? habe ich noch nie benutzt), Spektroskop, UV-Lampe

Beispiel: zartlilablau, TV-Shopping-Style: eigentlich ist es klar, daß es typische günstige Tansanite sind, aber welcher Test könnte jetzt schnell sichere Abgrenzung zu Amethyst (und anderen) bringen?

oder karminrot: Rhodolith oder doch Rubellith?

kräftig grün: Chromdiopsid oder Tsavorith oder doch Turmalin

rosa: Korund oder Spinell

hellblau, eigentlich sehe ich es, ob Blautopas oder Aqua, Iolith oder synth. Spinell. aber Gewißheit (daß es nicht doch nen synth.Spinell in mir bisher unbekannter Farbnuance ist)gibts mal eben durch?

Bergkristall vs Weißtopas: auch da habe ich ne Meinung aufgrund der Optik, aber Gewißheit wäre besser

Polariskop (geht das bei Ringen? habe ich noch nie benutzt), Spektroskop,C
Beispiel: zartlilablau, eigentlich ist es klar, daß es typische günstige Tansanite sind, aber welcher Test könnte jetzt schnell sichere Abgrenzung zu Amethyst (und anderen) bringen?
oder karminrot: Rhodolith oder doch Rubellith

kräftig grün: Chromdiopsid oder Tsavorith oder doch Turmalin

rosa: Korund oder Spinell

hellblau, eigentlich sehe ich es, ob Blautopas oder Aqua, Iolith oder synth. Spinell. aber Gewißheit (daß es nicht doch nen synth.Spinell in mir bisher unbekannter Farbnuance ist)gibts mal eben durch?

Bergkristall vs Weißtopas: auch da habe ich ne Meinung aufgrund der Optik, aber Gewißheit wäre besser

könntet ihr (in eurem Interesse) knapp je hinter meine Gruppen schreiben, mit was ihr das im gefaßten Zustand möglichst effektiv testen würdet?
Rhodlithe mit der Faden-Magnet-Methode?
ist Tsavorith (Granat) auch magnetisch?
Yvonne Sterly
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Yvonne Sterly

 ·  #44
Zitat
hellblau, eigentlich sehe ich es, ob Blautopas oder Aqua, Iolith oder synth. Spinell. aber Gewißheit (daß es nicht doch nen synth.Spinell in mir bisher unbekannter Farbnuance ist)gibts mal eben durch?


Gibts mal eben durchs Polariskop. Synthetische Spinelle haben im Polariskop ein ganz spezielles Aussehen ( dunkle Schlieren).Die anderen drei Steine, die du nanntest, sind doppelbrechend. Daher erscheinen sie unter dem Polariskop bei einer Drehung um 360 Grad vier Mal hell und vier Mal dunkel. Das geht super bei gefassten Steinen- vorrausgesetzt, man kann das Schmuckstück so halten, dass kein Metall die Sicht auf den Stein verdeckt. Bei breiten Ringschienen kann das schon schwierig werden. Aber Synthetische Spinelle sind ja meist recht groß, da kann man oft einen Weg zum Durchgucken finden.
Tilo
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Tilo

 ·  #45
sy. Spinell zeigt sich ja eh unter der Geldscheinprüferlampe auffällig
aber wie grenze ich Blautopas einfach von Aqua ab?
Yvonne Sterly
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Yvonne Sterly

 ·  #46
? Du hattest doch auf dir eventuell nicht bekannte synth Sp. angesprochen. Und gesagt, du hättest das Polariskop (bei Ringen) nie benutzt. Das wäre die ideale Anwendungsmöglichkeit... und ganz sicher, weil deutliche Unterscheidung. Wenn du da mit der "Geldscheinprüferlampe" gute Ergebnisse hast, würde das ja reichen. Soweit ich weiß, floureszieren aber nicht alle synthetischen Spinelle. Halte ich für unsicher. Unter dem Chelseafilter erscheinen blaue synthetische Spinelle soweit ich weiß rosa- da kenne ich mich aber nicht mit aus.

Unterscheidung von Topas und Aqua: da wirst du um die Messung der Lichtbrechung wohl nicht umhinkommen... also ausfassen...

😢
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #47
Was mir mangels Zeit auf die Schnelle einfällt: Optisch hat der Aqua mehr Brillanz als der behandelte Blautopas. Wer die typischen BT Farben Sky Swiss London Ice Aqua und sonstige diff.-behandelte Blue-Farben kennt, "sieht" den Unterschied. Lose (also nicht gefasst) ist der Aqua deutlich leichter als der Blautopas. Ansonsten eindeutig am RI zu erkennen. Je größer der Stein in der Fassung ist, je leichter ist die Messung auch mit dem Refraktometer.

M.E. ist auch der Rhodolith eindeutig an der Farbe vom Rubellit zu unterscheiden. Der Rhodolith ist rot-violettstichig (je nach Herkunftsland auch braunstichig), der Rubellit ist nur rot. Hier hilft u.a. folgende Colour-Chart Turmalin pink bis Rubellit.

Topas hat ebenfalls eine höhere Brillanz als der Bergkristall.

Je mehr man mit Edelsteinen zu tun hat (und auch der verschiedenen Behandlungen und Synthesen), desto eher "sieht" man auch die Unterschiede. Dies Wissen gebündelt rüberzubringen, haben schon viele Kurse und Bücher nicht vermocht, dies ist nur in Etappen möglich und vorallen: praxisnah.

Wir hatten neulich Goldschmiedeschüler zu Besuch, welchen wir anhand Beispielen zeigten, daß echte Edelsteine grundsätzlich wärmere Farben haben als behandelte oder synthetische. Optisch gesehen und rein gefühlsmäßig.

Allgemein: im gefassten Zustand sollte man keine Bestimmung vornehmen. Ist nun leichter gesagt als getan, denn oftmals muß der Goldschmied trotzdem eine Bestimmung durchführen, beispielsweise, wenn er einen Stein im steinbesetzten Schmuckstück ersetzen muß. Ihr habt also mein vollstes Verständnis. 😉 Und mit dieser und den anderen Aussagen schließe ich mich Yvonne an. 😉
Tilo
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Tilo

 ·  #48
klar ist es unsicher
hat man Fluor., ist es sy.Sp.
hat man keine, kann es eh verschiedenes sein
und eben die Topase von den Aquas zu unterscheiden, wäre schick

kann echt keiner zur Tauglichkeit der Wärmeleitfähigkeitsmeßgeräte sagen?
http://www.presidium.com.sg/img/products/PGT/PGT_USP2.jpg
da hat ja der Topas einen ganz anderen Anzeigewert als der Beryll
inwieweit spielen da Unsicherheiten wie Steingröße und Eigentemperatur(im Winter in Handtasche draußen unterwegs gewesen vs. Raumtemp. angenommen) des Untersuchungsobjektes rein?

daß damit Spinell schlecht von Topas und Tansanit gar nicht von Amethyst zu unterscheiden sein wird, sieht man an den überschneidenden Bereichen
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #49
Nachtrag: Unterschied grün Turmalin, Tsavorit und Chromdiopsid:
Chromdiopside sind seltener und noch seltener ab 1ct. Der Tsavorit hat mehr Feuer als der Chromdiopsid. Der grüne Turmalin hat Einschlüsse und zeigt sogenannte Fahnen, der Tsavorit nadelige Einschlüsse (Rutilnadeln) und der Chromdiopsid Spaltrisse und Magnetiteinlagerungen. Der Tsavorit hat einen höheren RI, der Chromdiopsid eine höhere Doppelbrechung.

Als Laie in der Tat recht schwer zu erkennen.

War zwar nicht in Tilo's Frage enthalten, aber die Zirkoniafarben wirken im allgemeinen kalt gegenüber den synthetischen und auch gegenüber den echten Edelsteinen. Obwohl sie oftmals mehr Brillanz haben.

Legt mal die verschiedenen Steine (so ihr habt) nebeneinander und ihr merkt den Unterschied.

Wegen der Wärmeleitfähigkeitsmeßgeräte laß ich mal die Anderen ran. 😉
Tilo
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Tilo

 ·  #50
ist der Tsavorit auch magnetisch? habe leider keinen als Referenz
ich sehe es bei den meisten Steinen ja, dieses "Gefühl" das kann ich bei ungefaßten hinreichend testen, das paßt schon
geht halt um die Gewißheit

so, wie man das "gefühl" Granat/Rhodolith einfach mit Magnet bestätigen kann, hätte ich gerne eine Methode zur Bestätigung von Tansanit
(und Aqua und Topas)
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #51
Mir vorliegende Tsavorite sind nicht magnetisch.

Für Interessierte, welche sich tiefergehend mit dem Magnetismus von Edelsteinen beschäftigen möchten, gibt es ein Overview besonders für Turmalin und Granat.

Dunkle Aquamarine haben wir momentan nicht lagernd, nur die günstigen bis mittleren Preislagen (hellblau bis leicht grünstichig), aber ich denke, den Unterschied zu Blautopas Sky Blue, Swiss Blue, London Blue, Iolith und Tansanit sieht man anhand des Fotos doch recht gut.

Tansanit gibt es ja farblich auch von bis lt. GIA color chart. Wobei der Tanzanit blau-lilastichig ist, im Gegensatz zu Blautopas (blau) und Aqua (hellblau bis grünstichig). Zudem hat der Tansanit einen starken Pleochroismus.
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blaue Edelsteine im Vergleich.jpg
Titel: blaue Edelsteine im Vergleich.jpg
Kornelia Sch
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Kornelia Sch

 ·  #52
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu

Liebe Leute, geniert euch nicht! Fragt! Wer nicht fragt....
und lest mal ein paar Bücher über Steine, das ist oft viel interessanter als manche Fernsehsendung.


Ihr habe mich angestachelt, deshalb hole ich diese Thema mal wieder hoch und nun möchte ich mich auch in Edelsteinkunde einlesen.

Nur ... welche Bücher soll man lesen?

Welche Hilfsmittel sind für den Anfang empfehlenswert?
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #53
Mit welchen Büchern man beginnt, kommt drauf an, wieviel man schon weiß oder was man gezielt lernen / wissen möchte.

Allgemeine erklärende Bücher sind beispielsweise die von Walter Schumann aus dem blv-Verlag.
Die aktuelle Ausgabe heißt: Edelsteine und Schmucksteine 15. aktualisierte Auflage. Kai (Schula) hat dies z. Bsp. auch im Programm http://shop.schula.de/product_info.php/products_id/8303

Geht man mehr in die Edelsteinbestimmung hinein, wären die Bestimmungstabellen von Birgit Günther empfehlenswert. Ist aber kein Buch zum "lesen", sondern da geht es um reine Fakten (Tabellen) Merkmale und Eigenschaften von Edelsteinen, Synthesen und Imitationen etc.: http://www.birgit-guenther.com/deutsch/verlagsbuchhandlung/

Wenn es mehr um den Esoterikbereich geht, wären die Bücher von Michael Gienger empfehlenswert.
http://www.lexikon-der-heilsteine.de/

Geht es mehr in den Sammlerbereich wären auch Zeitschriften wie die Mineralien Zeitschrift LAPIS mit den interssanten Sonderausgaben empfehlenswert: http://www.lapis.de/

Interessiert man sich mehr für Diamanten, sollte man sich evtl. die Diamanten-Fibel (Handbuch der Diamanten-Graduierung) von Verena Pagel-Theisen entscheiden.

Auf jeden Fall ist es ein sehr interessantes Thema! 😉
diamantenimport
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diamantenimport

 ·  #54
Zitat geschrieben von steinfroilein


Interessiert man sich mehr für Diamanten, sollte man sich evtl. die Diamanten-Fibel (Handbuch der Diamanten-Graduierung) von Verena Pagel-Theisen entscheiden.


ein tolles Buch, sehr zu empfehlen. Leider nur noch mit entsprechendem Aufschlag zu bekommen. Ich habe schon Preise von knapp 100 Euro gesehen...
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #55
In dem Thread hier geht es doch um Edelsteinkunde.... den sollte man zwischendurch wieder aufleben lassen. 😉

Ich habe letztens per Zufall ein interessantes deutschsprachiges Video gefunden, welches die verschiedenen Opal-Arten sehr gut erklärt:

https://www.youtube.com/watch?v=bc6WITol1w4

Gezeigt werden u.a.
Weißopal (White Opal)
Kristallopal (Crystal Opal)
Boulder Opal
Schwarzer Opal (Black Opal)
Dunkler Opal (Dark Opal)
Opaldoublette (Opal Doublet)
Opaltriplette (Opal Triplet)
synthetischer Opal nach Gilson
Tilo
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Tilo

 ·  #56
aktuelle Frage:
unterscheidungsmöglichkeit synth. Saphir zu echt
hab hier ein Stein mit RI Korund, von dem ich zu 99,99% überzeugt bin, daß er synth ist

gibts außer mit Mikroskop nach typischen Einschlüssen zu fanden irgendeinen anderen schnelleren Test?
im Polariskop dürften die sich doch gleich verhalten? habe keinen echten blauen Saphir in nennenswerter Größe zum Vergleich
die typischen Schlieren wie bei synth. Spinell gibts da ja leider nicht

Spektroskop habe ich nicht

und eigentlich ist es Zeitverschwendung, weil es ja kaum einen traumhaften einschlußfreien Saphir in kalibrierten 14x10 geben wird, der zudem in einen serienmäßig gegossenen Ring eingesetzt wurde und der Besitzer kein Ölscheich war

was mich an einen miniminiminihauch von Möglichkeit echt denken läßt: ist gefaßt in 750 flankiert von 8/8er und 16/16er Diamanten gleichgroßer (ja, ohne Logik gemischt)

Kundin könnte sich ja zur Ruhe setzen, wenn das Ding echt wäre
und das will ich ihr ermöglichen ;-)
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #57
Zur Ruhe setzen wohl nicht aber einen Gebrauchtwagen kaufen. Wenn der Stein Seide hätte und Merkmale das er ungebrannt ist dann vielleicht eine Eigentumswohnug. Aber die fehlen ja nach Deiner Mikroskopuntersuchung.
Manchmal findet man im Durchlicht in Clericilösung bei starker Vergrößerung doch noch signifikante Merkmale für echt oder unecht. Es gibt ja auch kristalline Züchtungen von Korund die keine gebogenen Anwachslinien haben (selten) oder helle echte Steine die oberflächlich durch Diffusionsverfahren dunkelblau geworden sind (in dem Zusammenhang Deines Ringes häufig). Das könnte man im Durchlicht gut erkennen.
Tilo
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Tilo

 ·  #58
ich habe ihn gestern abend aus dem Ring rausgenommen und kann nun erst richtig ran mit dem Mikroskop
heut nachmittag oder so
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #59
Bei der Verneuilbirne Korund Saphir ist die Farbe an der Außenhaut dunkler als im Kern. Je nachdem, wie der Stein geschliffen ist, sieht man im günstigsten Fall in der Seitenansicht des Steines einen Farbverlauf von oben nach unten; ganz krass sind syn. Korund Saphir-Steine, die im Oberteil nahezu weiß sind und die Farbe nur aus dem Unterteil kommt.
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synthetisch Korund Querschnitt einer Halbbirne von oben und seitlich.JPG
Titel: synthetisch Korund Querschnitt einer Halbbirne von oben und seitlich.JPG
Tilo
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Tilo

 ·  #60
ok, Kommando zurück
das Ding ist eine verdammte Dublette
also klappts nichtmal mit nem Matchboxauto ;-)
war im gefaßten Zustand nichtmal zu ahnen
und selbst in Wasser nicht sofort

heut nachmittag leg ich den Stein in Öl unters Mikroskop
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Die Goettgen Schmuck-Community ist umgezogen zu Gutachter und Goldschmied Heinrich Butschal. Speichere den neuen Link. Deine Beiträge, Galerien und Dein Account bleiben natürlich gleich. Wir wünschen weiterhin viel Spaß im Butschal-Schmuckforum!

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