Komisches Verhalten von Sterlingsilber

 
  • 1
  • 2
Silberfrau
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 21601
Dabei seit: 07 / 2011

Silberfrau

 ·  #1
Eine Frage an die, die gut Chemie und Physik erklären können.
Also: Wenn ich dünne Silberdrähte brauche, dann mach ich mir die normalerweise aus den übriggebliebenen Ziehspitzen von dickeren Drähten und Profilen, die ich wiederum aus Walzprofil herstelle.
Manchmal reichen die Ziehspitzen aber nicht und ich nehme gleich dünnen Draht aus der Scheideanstalt. Kost ja auch nicht mehr.
ABER: die runtergezogenen Ziehspitzen haben, ohne jemals eine Beize erblickt zu haben eine relativ helle Oberfläche nach dem letzten Glühen. Und jetzt sagt bitte nicht, dass ich die Kupferoxyde ja vorher schon alle an den Fingern hängen hatte, ein paar sicher, aber soviel auch nicht.
Der gekaufte Draht ist natürlich nach Bearbeitung und 1 maligem Ausglühen kohlschwarz.
OK, beizen. Das gibt aber eine unbeliebte Sudschicht. Und tatsächlich, manchmal verkrümelt sich das Lot über die Sudschicht,- ich vermute zumindest, das es sich bei diesen Teilen un die gebeizten handelt - selbst wenn die Fuge gefrischt ist. Verwende ich sie aber schwarz, reduziert sich das Kupferoxyd unter dem Flussmittel zu unschönen roten Flecken, die einen weiteren Glüh- und Beizvorgang notwendig machen.
Gut, daran ist noch keiner gestorben.
Ich würde aber mal einfach gerne wissen: Wieso bleiben Ziehspitzen in der weiteren Verarbeitung weiß im gegensatz zu jeglichem gekauften Silber?
Ich bitte um Nachsicht, wenn manche chemischen Ausdrücke falsch angewendet wurden.
Guestuser
 
Avatar
 

Guestuser

 ·  #2
Silberfrau, ich kann Dir leider keine Erklärung bieten, aber warum bürstest Du die Sudschicht nicht einfach mit der Messingbürste ab?
Dann sollte das Lot keinen "Fluchtweg" haben.
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35212
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #3
Silberfrau
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 21601
Dabei seit: 07 / 2011

Silberfrau

 ·  #4
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal
Hinwies: Die Spitzen haben keines gebildet deshalb lassen sie sich auch so gut löten.
Ja, genau. Soweit bin ich auch gekommen.
Zitat geschrieben von Gast

Silberfrau, ich kann Dir leider keine Erklärung bieten, aber warum bürstest Du die Sudschicht nicht einfach mit der Messingbürste ab?
Dann sollte das Lot keinen "Fluchtweg" haben.
ob das reicht? Mal schaun. Es ist dann zwar glatt, aber in dem Moment wo ich es heiß mache steht es doch wieder auf?
Freak
PostRank 9 / 11
Avatar
Beiträge: 495
Dabei seit: 01 / 2008

Freak

 ·  #5
Hallo Silberfrau,

ich kann Deine Frage überhaupt nicht beantworten, habe vielmehr eine Gegenfrage.
Du schreibst, Deine Ziehspitzen haben nie Beize gesehen. Heißt das, Du hast das Walzprofil, aus dem Du dickere Drähte etc. gemacht hast, nie geglüht? Oder nur nie abgebeizt und samt der Oxydschicht durchs Zieheisen gezogen?

Ansonsten erinnert mich das an das Verhalten von Silberblech, wenn ich eine Struktur eingewalzt habe. Das erscheint mir danach auch wesentlich strapazfähiger, trotz Löten, Beizen..

LG Sylvia
Silberfrau
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 21601
Dabei seit: 07 / 2011

Silberfrau

 ·  #6
Nicht abgebeizt.
Mir kommt aber so langsam die Vermutung, dass es eine Frage des Lieferanten ist.
Zentnersäcke Kartoffeln kauf ich wo anders als die gemischte Gemüsekiste.
Kann sein, dass das Walzprofil herstellerseitig einmal abgebeizt wurde? Das wird generell beim Glühen nicht so dunkel. aber hält das von 5,3 bis 1mm?
Der andere Hersteller arbeitet dagegen im Vakuum und muss nicht abbeizen?
Wäre doch eine Erklärung?
Früher hab ich tw 935 genommen, aber seit das Ag so teuer ist, auch wieder nur 925.
tatze-1
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 22591
Dabei seit: 01 / 2009

tatze-1

 ·  #7
da haste doch dann auch schon wieder 10 Teile mehr an Kupfer drin im 925er.

Irgendwie meine ich mich daran zu erinnern, daß man Silber nach dem Glühen immer abbeizen und kratzen sollte ;-)
Silberfrau
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 21601
Dabei seit: 07 / 2011

Silberfrau

 ·  #8
Zitat geschrieben von tatze-1
Irgendwie meine ich mich daran zu erinnern, daß man Silber nach dem Glühen immer abbeizen und kratzen sollte ;-)
Gottes Willen, dann hast du doch die Sudschicht.
Und die lötet sich ganz schlecht. Kratzen entfernt sie nicht, da musst du schon schleifen.
Es geht nicht um das Schmuckstück sondern die Materialzurichtung.
Gebeizt wird nur nach dem Löten. Und auch dann kochen manche nur in Wasser ab. Bis auf am Ende.

@ Sylvia: was meinst du mit "strapazierfähig"?
tatze-1
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 22591
Dabei seit: 01 / 2009

tatze-1

 ·  #9
Zitat geschrieben von Silberfrau
Gottes Willen, dann hast du doch die Sudschicht.
Und die lötet sich ganz schlecht.

häh? Ich hab nach dem Kratzen nie Problem mit der Löterei gehabt. Ohne Kratzen schon eher.

Genauso bei der Materialzurichtung. Wird bei mir immer automatisch nach dem Glühen gebeizt und dann gekratzt. Dann geht auch beim Drahtziehen der Draht wieder fluffiger durch die Löcher als mit der weißen Sudschicht drauf.
philomena
PostRank 9 / 11
Avatar
Beiträge: 374
Dabei seit: 04 / 2010

philomena

 ·  #10
Das "kratzen" ist das was ich mit bearbeiten mit der Messingbürste meinte.
So habe ich es auch gelernt. Glühen, beizen, Sudschicht entfernen.
Dann lötet sich das ohne Probleme,

Gruß
Kathirn
Tilo
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 31252
Dabei seit: 09 / 2006

Tilo

 ·  #11
da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich ;-) (nach Glühen löten ohne beizen/Kratzen)
Freak
PostRank 9 / 11
Avatar
Beiträge: 495
Dabei seit: 01 / 2008

Freak

 ·  #12
ad strapazierfähig:

ich habe den Eindruck es läuft weniger leicht an (jetzt mal an der in meiner Wohngegend ziemlich schwefelhaltigen Luft) und oxidiert weniger beim Löten.
Und auch angenehm: kriegt nicht schon feine Kratzer vom auch nur schief Anschauen, obwohl durchs Löten doch eigentlich weich geglüht.

Ist mir eingefallen weil Deine Ziehspitzen auch schon einiges an Druck mitgemacht haben müssen bevor Du sie zu Draht ziehst.
--
Auch ich habe gelernt die Oxidschicht zu entfernen bevor ich mich wieder mit Werkzeuge dranmache.

LG Sylvia
Silberfrau
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 21601
Dabei seit: 07 / 2011

Silberfrau

 ·  #13
Zitat geschrieben von Tilo
da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich ;-) (nach Glühen löten ohne beizen/Kratzen)
Nach dem Glühen hast du noch keine Sudschicht, ok, nur ggf. Oxyde.
So, die löst aber ein passendes Flussmittel zuverlässig und das Lot geht eine direkte Verbindung mit dem "Untergrund" also der Ag-Cu Legierung ein. Im Allgemeinen werden die zukünftigen Verbindungsstellen aber vor dem Glühen mit Flussmittel abgedeckt.
Beim Beizen und Kratzen wird entgegen euren Annahmen die Sudschicht nicht entfernt sondern nur oberflächlich verdichtet. Entfernt wird nur das Kupferoxyd, zurück bleibt der Schweizer Käse. Um wieder auf das Fleisch, die Legierung zu kommen muss man frischen oder schleifen.

Materialzurichten: Für die Zeitersparnis und die nicht gelöcherten Klamotten etc... kann ich mir locker alle 20 Jahre ein neues Zieheisen leisten, sollte das Oxyd einen Einfluss haben, was ich bisher nicht feststellen konnte.
Tilo
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 31252
Dabei seit: 09 / 2006

Tilo

 ·  #14
hmm, ich habe gerade überlegt,
widerlegen kann ich das nicht
meine Lötstellen werden meist gefrischt bzw sind eh grad frisch abgesägt/gefeilt/abgezogen

und bei Draht beize ich auch meist erstmals nach dem letzten glühen, aber vorm löten

das Flußmittel H (Brazetech) löst tatsächlich Oxid, hatte ich nie probiert
aber wie gesagt; ich schmirgele oder mach sonstwas vor jeder Lötung

bin gespannt, ob Heinrich oder Ulrich da was beitragen können/wollen
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35212
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #15
Wenn ich Sterlingsilber glühe verwandelt sich das oberflächliche Silber in Dikupferoxid Cu2O und bläht die Oberfläche auf weil es sich Platz schafft und aus dem Kristallgitter austritt.

Ätze ich das dann mit Schwefelsäure ab, erhalte ich eine poröse, milchigweisse Oberflächenschicht aus Feinsilber, darunter ein graue Schicht zerlegter und teiloxdierter Silber-Kupferkristalle und darunter den Kernbereich gut durchkristallisierter Silber-Kupferkristalle.

Die Zwischenschicht nennt der Goldschmied Blausilber.

Durch Nasskratzen wird die poröse und butterweiche Feinsilberschicht verdichtet und seidenmatt glänzend.

Das kann man dann so stehen lassen oder großflächig belöten, aber die Haltbarkeit ist durch die Schichtung etwas geringer.

Wenn man richtig feste Verbindungen will muss man durch die Blausilberschicht durchschmirgeln auch wenn man Hochglanzpolitur haben will.

Die Industrie löst das, in sie noch einmal eine glänzende Feinversilberung galvanisch aufbringt.

Der Goldschmied der das nicht will muss entweder schmirgeln oder nie an der Luft glühen sondern immer komplett das Silber in Borax einpacken.
Tilo
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 31252
Dabei seit: 09 / 2006

Tilo

 ·  #16
die Meinung zur Haltbarkeit : mehrfach glühen ohne beizen und dann beim Löten die Oxide durchs Flußmittel auflösen
im Vergleich zu gebeizt/gekratzt
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35212
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #17
Ulrich Wehpke
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 8090
Dabei seit: 08 / 2006

Ulrich Wehpke

 ·  #18
Helle Ziehspitzen? Nun, ich sehe da folgenden möglichen Zusammenhang:

Silberspitze in Ziehzangenmaul mit Hieb. Es wird gar kräftig gezottelt, geglüht und gebeizt. Danach wieder weiter gezogen. Resultat: Die Oberfläche ist Kupferverarmt, so wie Heinrich es sagte. Diese Schicht oxidiert kaum noch nach den erneuten Glühen.

Abhilfe: Nach dem Glühen die Oxide nicht abätzen, sondern mit Schmirgelpapier wegnehmen. Drei mal hin drei mal her. das ist ganz und gar nicht schwer. ;-)

Aber im Ernst, das ist wirksam und verhindert das üble Lotgeklecker auf den gesottenen Oberflächen.
Silberfrau
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 21601
Dabei seit: 07 / 2011

Silberfrau

 ·  #19
Schleifen, nicht kratzen, genau.
Zitat geschrieben von Ulrich Wehpke
Silberspitze in Ziehzangenmaul mit Hieb. Es wird gar kräftig gezottelt, geglüht und gebeizt. Danach wieder weiter gezogen. Resultat: Die Oberfläche ist Kupferverarmt, so wie Heinrich es sagte. Diese Schicht oxidiert kaum noch nach den erneuten Glühen.
Gezottelt ist gut. Nein, mit deinem Wunderöl braucht man doch nicht zotteln. Die Hiebabdrücke feil ich gegen Ende sogar weg! Geglüht und nicht gebeitzt (vielleicht in der Scheideanstalt, danach zwischen 5,3 und 1mm nicht mehr.) und wieder weiter gezogen. am Ende ist die Oberfläche immer noch kupferverarmt?

Lieber Ulrich, erklär mir doch bitte: reduziert oder löst das Flussmittel das Kupferoxyd.

@ Sylvia: Zu den strapazierfähigen Oberflächen:
Auch ich hab Bleche mit eingewalzten Strukturen auf Zuschnitt dabei, purzeln mit den unbewalzten in der gleichen Plastiktüte umeinander von Termin zu Termin.
Die glatten kriegen Kratzer, die bewalzten nicht.
Ehrlich, ich glaub, auf den bewalzten sieht mans nur nicht. sonst hab ich noch keinen Unterschied bemerkt.
Ulrich Wehpke
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 8090
Dabei seit: 08 / 2006

Ulrich Wehpke

 ·  #20
Kupfer-2-Oxid wird zu Kupfer--Oxid gewandelt. zu Kupferoxidul. welches nicht weiter in der Schmelze gelöst werden lann. Lediglich Phosphor (Problem) oder Cadmium sind in der Lage Kupeferoxidul zu killen. Da die neuen Lote Cd-frei sind, daste nun den erhöhten Schlamassel. Deine Beobachtungenbasieren auf diesem Komplex
Silberfrau
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 21601
Dabei seit: 07 / 2011

Silberfrau

 ·  #21
Lieber Ulrich, kannste bitte nochmal für Dummies, in Chemie hab ich doch immer gefehlt. 😢
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35212
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #22
1. Die Verbindung aus zwei Kupferatomen und einem Sauerstoffatom ist Cu2O. Hier liegt das Kupfer einwertig vor und jedes der beiden Kupferatome in mit je einer Valenz mit dem Sauerstoffatom verbunden. Die Verbindung ist recht stabil im Silber, leicht giftig und wir auch als Antifouling Anstrich für Schiffe verwendet. Es färbt Gläser rubinrot. Mit Ammoniak lässt es sich lösen.

2. Die Verbindung CUO ist höher mit Sauerstoff gesättigt. Hier hat jedes Kupferatom ein eigenes Sauerstoffatom gebunden. Da der Sauerstoff zwei Valenzen hat, ist auch hier das Kupfer zweiwertig mit dem Sauerstoff verbunden.
Diese Verbindung ist mit verdünnten Säuren zu lösen.

Ulrich hat mit Bindestrichen die Valenzen symbolisiert.

Der Begriff Oxydul ist ein alter Begriff für nicht vollständig Oxydiertes. Die Verbindung im ersten Absatz hat nun weniger Sauerstoff im Verhältnis zum Kupfer als die Verbindung im zweiten Absatz.

Wenn ich mich nicht irre, müsste Ulrich im ersten Satz nur die die Formeln vertauschen, dann stimmt alles. Bei Wikipedia ist das etwas unklar dargestellt.
Silberfrau
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 21601
Dabei seit: 07 / 2011

Silberfrau

 ·  #23
Soweit so klar. Was macht nun das Flussmittel?
Und soll das bedeuten, dass man keine ungebeizten Reste einschmelzen soll?
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35212
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #24
Silberfrau
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 21601
Dabei seit: 07 / 2011

Silberfrau

 ·  #25
Was macht das Flussmittel mit dem Oxyd? entfernen oder reduzieren?
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35212
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #26
Ulrich Wehpke
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 8090
Dabei seit: 08 / 2006

Ulrich Wehpke

 ·  #27
Ich weiß jetzt nicht was bei Wikipedia dazu gesagt wird. Ich bin auch kein Chemiker. Ich weiß nur, dass schwarzes Kupferoxid durch heißes Flussmittel in rotes Kupferoxid umgewandelt wird, dadurch, dass das Flussmittel sich ein Sauerstoffatom aus dem Molekül herausnimmt. Dadurch ändert sich die Farbe von schwarz nach rot. Leider ist weder Flussmittel noch eine noch so sauerstoffarme Flamme in der Lage, das restliche, noch an Kupfer gebundene Sauerstoffatom aus der Verbindung zu reißen, so dass uns diese Form des Kupferoxids auf jeden Fall erhalten bleibt. Es bildet in der Schmelze umher schwimmende Häutchen, die mit ausgegossen werden und beim späteren Walzen die Ursache für Risse und Brüche sind. Bricht man einen Walzriss auseinander und ist die Bruchstelle kupferfarben und hat einen Knitterfoliencharakter, dann ist mit absoluter Sicherheit Oxidul im Spiel. Einschmelzen des fehlerhaften Stückes ist vollkommen sinnlos, es sei denn, es wird Phosphor zugegeben, oder wie bereits von mir erwähnt, Cadmium.

Und wenn es bei Wikipedia anders steht, dann ist es eben falsch. :)
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35212
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #28
Damit bin ich einverstanden insbesondere der erste Absatz erklärt es gut.
Nur bei Wikipedia steht nicht falsch sondern nur schwer verständlich für Laien.

Bei längerem Schmelzen im Tiegel haben sich bei mir eigentlich alle Häutchen nach oben abgesetzt oder aufgelöst.

Da haben wir nur unterschiedliche Erfahrungen gemacht, vielleicht weil mein Ofen langsamer ist und daher der ganze Schmelzvorgang länger dauert oder weil ich manchmal meine Glanzzusätze zugebe.
Silberfrau
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 21601
Dabei seit: 07 / 2011

Silberfrau

 ·  #29
Wenn das Flussmittel sich ein Sauerstoffatom holt, ist das eine Reduktion.
Soweit so gut.
Kupferroter Niederschlag auf dem Silber. Das ist also ein Kupferoxyd mit nur einem Sauerstoffatom. Woher weiß ich, dass es nicht gediegenes Kupfer ist?
In diesem Zustand nicht zum Schmelzgut geben?
Sondern glühen, ohne Flussmittel, dadurch wieder oxydieren, beizen, und gut is?

Hab ich das jetzt so alles richtig verstanden?

Also wenn ich in fehlerhaften Blechen Risse gefunden habe die innen rötlich waren dachte ich ok, Hohlraum, da ist Beize reingekommen und bei der Berührung mit der Walze haben sich die Kupferatome abgesetzt.
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35212
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #30
  • 1
  • 2
Neueste Informationen
Die Goettgen Schmuck-Community ist umgezogen zu Gutachter und Goldschmied Heinrich Butschal. Speichere den neuen Link. Deine Beiträge, Galerien und Dein Account bleiben natürlich gleich. Wir wünschen weiterhin viel Spaß im Butschal-Schmuckforum!

Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0

Registrierte in diesem Topic

Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Die Statistik zeigt, wer in den letzten 5 Minuten online war. Erneuerung alle 90 Sekunden.