Hämatin

 
tatze-1
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tatze-1

 ·  #1
Hallo Ihr Steinfachleute,

heute hätte ich hier auch mal eine Frage. Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, daß vor allem im Steinkettenbereich üblicherweise mehr Hämatin verwendet wird statt Hämatit. Wieso ist das so? Gibt es nicht mehr ausreichend Hämatit, daß es mehr Sinn macht, den Stein zu rekonstruieren, und den Hämatit für Cabouchons etc. zu verwenden? Ist Hämatit an sich so teuer, daß sich die Rekonstruktion eher lohnt für derartige Steinmengen, wie sie bei Ketten gebraucht werden? Oder hat das einen ganz anderen Grund?

Vielleicht hat ja jemand von Euch eine Antwort darauf. Danke schon mal.
Bergkristall
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Bergkristall

 ·  #2
Hämatit gibt es genug auf der Welt, aber die Herstellung von Hämatinperlen -kreuzen usw. ist einfach nur billiger.

Hämatin wird gesintert, d.h. man kann alles Mögliche aus dem formbaren Ausgangmaterial herstellen, das dann gebrannt wird. Anschließend ist nur noch eine Politur fällig und schon ist das Stück fertig. Das ist viel schneller und billiger als das konventionelle Schleifen. Zudem ist das Ausgangmaterial auch noch preiswerter, da dabei nicht auf Schleifqualität bzw. Größe geachtet werden muss.

Lissy
tatze-1
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tatze-1

 ·  #3
Hm, also doch nur ein Rationalisierungsprozeß, der aufs Geld abzielt. Wobei ich von meinen eigenen Sintererfahrungen aus dem Diamantwerkzeugbereich (hab Diamantabrichter gesintert) her sagen kann, daß da doch noch so einiges an Nacharbeit ansteht, bevor man zum Polieren gehen kann.
Bergkristall
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Bergkristall

 ·  #4
Ist aber sicherlich auch dann noch deutlich weniger Arbeit, als wenn man mit einem normalen Rohstein anfängt, der auch noch mehr kostet.

Lissy
Kornelia Sch
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Kornelia Sch

 ·  #5
Wenn ich sehe, wieviel heute "Hämatit" kostet, kann ich mir nicht vorstellen, dass das alles echt sein soll.

Ich habe mir vor 30 Jahren mal eine Hämatitkette gekauft, die hat schon damals zum EK + MwSt. ein mehrfaches von dem gekostet, was man heute für "Hämatitketten" bezahlt.

Dies lässt mich sehr daran zweifeln, dass alles, was als Hämatit angeboten wird, auch tatsächlich Hämatit ist.
Edelstein
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Edelstein

 ·  #6
Was Fertigware (Ketten, Armbänder, Kreuzanhänger etc.) angeht, habe ich seit Jahren keinen echten Hämatit mehr gesehen. Wie soll das auch gehen, wenn ein Armband schon für 3,95 Euro verkauft wird? Das geht nur mit Press-/Sinterware, in die das Loch für den Faden schon mit reingebaut wird.
Mit echtem Hämatit - selbst bei sehr guter Ware - ist ein vergleichbarer Glanz übrigens kaum zu erzielen. Ich finde aber den leicht matten Effenkt viel schöner.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #7
Deswegen liegt auch stellenweise noch Hämatit bei Manchen am Lager, weil die Leute einfach nur den Preis vom "billigen" Hematine im Kopf haben. 😉

Dann wird Hämatin von Einem geschrieben und flugs schreibt der Nächste Hämatit. Und dann wundert man sich, warum Äpfel mit Birnen verglichen werden. :motz:
tatze-1
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tatze-1

 ·  #8
öhm, Ingrid, könntest Du das noch mal erläutern? Entweder bin ich noch nicht wach genug oder ich steh grad vollkommen auf dem Schlauch, um zu begreifen, was Du gerade gesagt hast - sorry :keinplan:

Hematite ist der englische Begriff für Hämatit. Also das gleiche. Und mir selber wäre es auch lieber, wenn da nicht so viel rekonstuiertes Zeug auf dem Markt rumfliegen würde, sondern lieber DER Stein.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #9
Sorry, hab's grad abgeändert. Hematine mit "n" war gemeint. Die Großhandlungen ändern immer mal die Schreibweise, so richtig schön um die Leute zu verunsichern. Verunsichern in der Weise, daß sich die Leute sicher sind, den richtigen Hämatit vor sich zu haben. Als ich neulich auf einer Hausmesse-Ausstellung war, hängten Hematine-Stränge an der Wand. Ich schaute nur nach den Preisen, um mich zu informieren und eine Dame begutachtete die Stränge und war erstaunt um die tollen Preise. Während ich noch mit meinem Mann leise diskutierte, was man mit den Hämatit-Altlagerbeständen machen soll, erzählte die Dame: jaja, es gibt sooo viele teure Anbieter auf dem Markt, aber hier wäre es richtig billig. Nach kurzem Gespräch merkten wir, daß kein Unterschied bekannt war, Hauptsache die Farbe und der Vorname Häma (dann ist es echt) und da war ich dann sehr erstaunt, um ehrlich zu sein, entsetzt.

Aber eine Rückfrage: merkt man das am Gewicht ob Hämatit oder Hämatin? Oder nur, wie Edelstein anmerkte, am leicht matten Effekt?
Nordlicht
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Nordlicht

 ·  #10
Im antiken Griechenland wurden aus Hämatit ganze Spiegelflächen poliert. Hämatit wird nicht nur Blutstein genannt, weil er beim Schleifen das Kühlwasser blutrot färbt. Es wird ihm auch schon ewig nachgesagt, dass er allgemein positiv auf das Blut des Menschen Einfluss nimmt, also auch bei Bluthochdruckproblemen oder Eisenmangelerscheinungen.

Na klar, das sind esoterische Argumente, die medizinisch nicht belegt sind, aber – nun ja – die ständig steigenden Gesundheitskosten …
Und mal ehrlich, hat das Schmuckstück, welches mit einem echten und ehrlichen Hämatit gefertigt wurde, nicht viel mehr Aussagekraft, viel mehr persönliche Nähe, natürliche und magisch-mystische Ausstrahlung? Kann man das von einem Retortenprodukt ohne historischen Hintergrund, wie Hämatin, auch behaupten?

Es gibt eben das Gute, das zu Recht teurer ist und es gibt das weniger Gute, was entsprechend billig ist! So in etwa habe ich es von H. Butschal in diesem Forum schon mal gelesen.
Wenn ein Produkt teurer ist, dann sollten auch die Argumente wertvoller sein. Oder?
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #11
Zitat geschrieben von Nordlicht
Wenn ein Produkt teurer ist, dann sollten auch die Argumente wertvoller sein. Oder?
Da bin ich voll Deiner Meinung. :super:

Nur leider wissen viele Menschen nicht den Unterschied (nun sind wir wieder bei der Deklarationspflicht). Meistens schaut man nur auf den Preis und das echte bleibt dann liegen. Wieviel Schmuck gibt es, wo manche meinen, der Stein ist echt und es ist lediglich ein Kunstprodukt oder eine Synthese?

Beim "echten" ist doch viel mehr Bezug zur Realität und somit zu Mutter Natur gegeben. Mein früherer Chef sagte immer: der Preis ist der Qualität entsprechend.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #12
ah, ok, jetzt ist der Groschen gefallen. Danke für die Erläuterung, Ingrid. Und danke an alle, die meine Weisheit weiter gefördert haben mit ihren Beitragen :super:

Zitat
Aber eine Rückfrage: merkt man das am Gewicht ob Hämatit oder Hämatin? Oder nur, wie Edelstein anmerkte, am leicht matten Effekt?

hab die Dinger noch nicht auf die Waage gelegt. Hätte jetzt im Moment auch nix da, was ich vergleichbar auf die Waage schmeißen könnte. Leicht matter Effekt? Ich habe mal ein Hämatinkugelarmband neben meine Hämatitkugelkette gelegt. Leicht matt ist Interpretationssache. Poliert ist beides toll und glänzen tuts meiner Meinung nach gleich, beim Hämatin habe ich den Eindruck, daß der einen Hauch dunkler ist als der Hämatit. Kann allerdings auch eine optische Täuschung sein. Sieht man aber nur, wenn das im direkten Vergleich nebeneinander liegt.

Ich sage meinen Kunden immer, daß das rekonstruierte Steine sind und wie die Rekonstruierung funktioniert. Die Kunden sind logischerweise erst einmal ein bißchen verunsichert, aber sie nehmen mir die Ware trotzdem ab, weil sie ihnen einfach gefällt. Lucky me ;-)

Bei Lapislazuli und Türkis habe ich manchmal den Verdacht, daß das auch bei den Schmucksteinen nicht mehr angegeben wird. Die sehen so sauber und steril aus, zu schön um wahr zu sein. Genauso die Stabilisierung von Türkis und Schaumkoralle. Bei der Schaumkoralle sieht man's ja. Beim Türkis sehe ich die Stabilisierung nicht. Vielleicht auch ein Grund, wieso ich so ungern Türkis verarbeite (mal abgesehen davon, daß mir der Stein eh nicht so wirklich gefällt).
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #13
Wenn Du Berge von echt und synthetisch liegen hast, dann siehst auch Du den Unterschied. Die Kunstprodukt-Farben sind meist irgendwie nicht "warm", bei stab., da hast Du recht, wird's a bißl problematischer.

Ist wie bei den Perser-Teppichen, die antiken haben warme Farben, die neuen Produktionen grelles Weiß, Himmelblau und stechend Rot....
pezzottait
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pezzottait

 ·  #14
Zitat geschrieben von tatze-1
... Beim Türkis sehe ich die Stabilisierung nicht. Vielleicht auch ein Grund, wieso ich so ungern Türkis verarbeite ....


Jedenfalls ein spannendes Thema; mit dem "Türkis" habe ich einmal viele Untersuchungen durchgeführt (siehe Anhang). Vielleicht sollte ich diese Methode auf Lapis und Hämatit ausdehnen. Leider fehlen mir da gesicherte Mustersteine. Zur Zeit arbeite ich mit Jadeit, wird aber noch ein Weilchen dauern, bis ich genügend Material untersucht habe.
Wenn jemand Zweifel bei seinen "Türkisen" hat, bin ich gerne bereit (gegen Ersatz der Versandkosten), sie FTIR-spektroskopisch zu untersuchen (PN).
Anhänge an diesem Beitrag
Titel: FTIR-Spektroskopie von türkisfarbenen Steinen.pdf
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #15
tatze-1
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tatze-1

 ·  #16
pezzottait, Dein pdf gucke ich mir heute abend mal genauer an. Habe gesehen, daß Du auch dieses komische Ding Gaspeit dabei hast. Den Stein hatte ich schon mal auf dem Werktisch, grausam. Schon beim Fassung bauen quasi zerbröselt. Man man man.
pezzottait
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pezzottait

 ·  #17
Zitat geschrieben von tatze-1
.... Habe gesehen, daß Du auch dieses komische Ding Gaspeit dabei hast. Den Stein hatte ich schon mal auf dem Werktisch, grausam. Schon beim Fassung bauen quasi zerbröselt. Man man man...

Kann ich mir gut vorstellen, deshalb sind viele Gaspeite auch nur als Dublette zu bekommen; auch der im pdf abgebildete ist so eine Dublette.
Bergkristall
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Bergkristall

 ·  #18
Das Problem mit Hämatit und Hämatin hat mir keine Ruhe gelassen. Als mir dann irgendwo im Netz die Behauptung begegnete, dass Hämatin beim Tragen nicht so stark zu Korrosion durch salzhaltige und saure Flüssigkeiten neigt wie Hämatit, habe ich Proben angesetzt. Ich habe Hämatit und Hämatin in fast allem gebadet, was einem im Haushalt begegnet.

Lohnend ist nur das Bad in Salzsäure (Baumarktqualität, Konzentration < 25%). Es bildet sich bei dem Hämatit sehr schnell Eisen-III-Chlorid, das an seiner charakteristischen orangen Farbe erkennbar ist. Das unten angehängte Foto zeigt einen Hämatit-Trommelstein und eine Formstück aus Hämatin nach 10 Minuten in der Salzsäure. Nach einer Stunde weist der Hämatit eine fast schon seidenmatte Oberfläche auf, der Hämatin erscheint dagegen immer noch hochglänzend.

Leider ist diese Methode nicht zerstörungsfrei. Und es sollten die einschlägigen Vorschriften zum Umgang mit der Säure beachtet werden. Aber wer es wissen will und lose Stücke zum Überprüfen herumliegen hat, kann damit recht einfach feststellen, um was es sich handelt.

Lissy
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Hämatit.jpg
Titel: Hämatit.jpg
tatze-1
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tatze-1

 ·  #19
Das ist interessant. Danke Lissy, daß Du dafür einen Stein geopfert hast.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #20
Habe evtl. weitere Erkennungmerkmale:
Hämatit ist schwach magnetisch und Hämatin ist stark magnetisch. Die Strichfarbe ist annähern gleich, wobei Hämatit eher rot bis rotbraun ist und Hämatin meines Erachtens eher braun, teils schwarz (was auf dem Foto nicht sehr gut rüberkommt). Bei einem Cabochon gleicher Größe und gleicher Höhe ist Hämatin schwerer als Hämatit.

Hämatit = Hematite = unbehandelt
schwach magnetisch
Strichfarbe rot
leichter als Hämatin

Hämatin = Hematine = behandelt bzw. rekonstruierter Hämatit
stark magnetisch
Strichfarbe braun bis braunschwarz
schwerer als Hämatit
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Hämatit schwach magnetisch..JPG
Titel: Hämatit schwach magnetisch..JPG
Hämatit schwach magnetisch.JPG
Titel: Hämatit schwach magnetisch.JPG
Hämatit Strichfarbe rot.JPG
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Hämatin stark magnetisch.JPG
Titel: Hämatin stark magnetisch.JPG
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Titel: Hämatin Strichfarbe braun.JPG
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #21
Bergkristall
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Bergkristall

 ·  #22
Ich halte den Magnettest für nicht verlässlich, da ich bei mir Hämatine habe, die sich magnetisch genau so verhalten, wie Hämatit. Der Unterschied in der Strichprobe ist so dezent, dass man am besten Vergleichsstriche hat, um eine Zuordnung zu treffen. Auch das habe ich eben mit meinen Steinen ausprobiert. Und als Test für echten Hämatit habe ich einen auskristallisierten Spekularit genommen, der ist unzweifelhaft echt.

Lis
Sparkle
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Sparkle

 ·  #23
Tja. Bezüglich Magnetismus habe ich gerade den Test gemacht und das Ergebnis sorgt für Verwirrung, denn es widerspricht der Aussage, Hämatin rek. sei stärker magnetisch als natürlicher.
Ich habe Manschettenknöpfe mit kristallisiertem, brasillianischem, echten Hämatit (Steine waren teuer). Und der reagiert nur schwach auf die Neodymmagneten.

Die gleiche Reaktion bei einer Steinkette mit dicken, fetten Hämatin rekonstr.. in Olivenform. Nur schwache Anziehung. Genauso bei kleinen Würfeln, die ich auch als Hämatin eingekauft habe.

Nun sieht man, daß eine korrekte Deklaration unumgänglich ist und ein Muß!
Bergkristall
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Bergkristall

 ·  #24
Sorry, ich habe jetzt erst den Link vom steinfroilein gesehen.

Es gibt auch noch was anderes synthetisches, das wie Hämatit aussieht. Davon habe ich auch ein paar Stück, bei denen ich aber nie auf die Idee gekommen wäre, die als Hämatin zu bezeichnen. Das Zeug ist wirklich stark magnetisch, ja sogar magnetisierbar. Hier scheint die Begriffsverwirrung also noch weiter zu gehen, weil es inzwischen noch ein anderes Produkt auf dem Synthesenmarkt gibt, was sich von dem Kunstprodukt gesinterter Hämatit unterscheidet.

Lis
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #25
Neben weichmagnetischen Ferrite gibt es auch hartmagnetische Ferrite
http://de.wikipedia.org/wiki/Ferrite
wie z. Bsp.
Strontium-Ferrite SrFe12O19
Barium-Ferrite BaFe12O19
In obigem Link (Beitrag 13.36h) ist die chemische Zusammensetzung von Hämatin / Hematine "Ba,SrFe12O19".
Das Komma davor als Aufzählung entweder Barium-Ferrite und Strontium-Ferrite oder als Gemisch Barium-Strontium-Ferrite?

https://van.physics.illinois.edu/qa/listing.php?id=357
Zitat
The so called "magnetic hematite" is a synthetic ferrite.

... demnach wäre magnetischer Hämatit = synthetisch Ferrite?

:kratz:
Bergkristall
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Bergkristall

 ·  #26
Da Ferrite keramische Werkstoffe auf der Basis von Hämatit sind, gehe ich mal davon aus, dass Ferrit der technische Name ist und Hämatin der Handelsname im Schmucksteinsegment. Und bei den Dingern gibt es halt verschiedene magnetische Eigenschaften.

Daher kann man nur sagen, wenn das Material nur schwach magnetisch ist, kann es synthetisch sein, wenn es stark magnetisch ist, dann ist es definitiv synthetisch. Die hart magnetischen Barium-Ferrite scheinen ja den Vorteil zu haben, dass sie sehr beständig gegen Umwelteinflüsse sind. Das würde erklären, warum jetzt die magnetischen Versionen auftauchen. Wobei die aber nur schlecht in Ketten verarbeitet werden können, da sich diese durch den Magnetismus sehr eigenwillig verhalten können, vor allem, wenn sie länger oder mehr als einreihig sind. Der Magnetismus fällt aber schon beim normalen Weglegen auf.

Die Summenformel würde ich so interpretieren, dass jeweils auf 12 Eisenatome ein Fremdion kommt.

Lis
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