Welche Goldschmied-Projekte für Anfänger?

 
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 ·  #1
tatze-1
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tatze-1

 ·  #2
wenn man noch gar nix kann? Dann heißt das, mit seinem Werkzeug umgehen lernen. Bei mir war das - und ich denke auch bei anderen - ein Messingblech quadratisch auf Maß feilen, das dann als Sägeübung weiterverwendet wurde.
Kornelia Sch
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Kornelia Sch

 ·  #3
Tatze, das mag sicher sinnvoll sein, wenn eine Ausbildung gemacht wird, aber einen angehenden Hobbygoldschmied würde das doch sehr frustrieren.

Einfache Stücke wie einen Freundschaftsring oder ein Motiv aus einem Blech aussägen und eine Öse dran als Anhänger. Wenn gelötet werden muss, wäre ein Goldschmiedekurs z.B. bei der VHS anzuraten.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #4
Einen Auszubildenden frustriert das wohl nicht? Hab jetzt nicht gesehen, daß Josefa konkret die Hobbyisten gemeint hätte, da dieses Unterforum für beide ist.

Wobei ich auch für Hobbyisten den Umgang mit ihrem Werkzeug zu erlernen empfehlen würde. Und das nicht in einem "teuren" Material. Sehe ich doch bei meinen Praktikanten, die nichts anderes erst mal sind als Hobbyisten, wie schwer die sich tun, einen graden Feilstrich oder Sägeschnitt zu setzen, weil es einfach ungewohnt ist.

Klar macht es mehr Spaß, wenn man ein konkretes Ziel vor Augen hat und was vorweisen kann. Ich hab ja nicht gesagt, daß man ein gefeiltes Quadrat nicht als Basis für ein Schmuckstück verwenden kann.
Kornelia Sch
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Kornelia Sch

 ·  #5
Das stimmt schon Tatze, ich habe "Einsteiger-Projekt" aber jetzt so interpretiert, dass das erste Stück gemeint ist und das sollte doch eher motivieren, weiter zu machen, schwereres in Angriff zu nehmen.

Feilübungen und das andere (für das Handwerk an sich durchaus sinnvolle und nötige) Gedöns tun das in den allermeisten Fällen eher nicht.
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 ·  #6
Einsteiger-Projekt richtet sich an Azubis und Hobbyisten.
Also wirklich der absolute Anfang sowohl bei der Werkzeugkunde als auch bei Arbeiten am Objekt.
Ich hatte eigentlich so was wie Silberfraus Kurse im Hinterkopf, wollte Euch aber antworten lassen, wie es eben Eurer Meinung und Erfahrung entspricht.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #7
Mein Einsteigerprojekt war ein Geburtstagsgeschenk für meinen Vater. Es sollte ein Gelbgoldring mit einer Weissgoldplatte werden. Das Gold dazu hat meine Mutter gegeben. Ich war 16 und noch recht unbeleckt im Goldschmieden aber mit Bastlererfahrung und die Werkstatt meines Vaters war großteils nach einem Umzug unausgepackt. Ich habe 1 Monat und viele Fehlversuche (heimlich in seiner Werkstatt) benötigt bis ich das Weißgold zu einer Platte giessen konnte, weil die Brenner zum Löten gerade noch zum Schmelzen und giessen in Sepiaguss, des Gelbgoldes gereicht hatten aber zu schwach waren für die höhere Weißgoldschmelztemperatur.
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Guestuser

 ·  #8
eine Erbskette aus Silber. Das hat mich wirklich animiert und Löten konnte ich danach auch :lol:
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 ·  #9
danke für Eure bisherigen Antworten, ich hoffe auf viele weitere Antworten.
Ich finds halt einfach wichtig, dass gerade Leute, die vielleicht noch überlegen, ob sie eine Ausbildung zum Goldschmied machen sollen, hier einen ersten Eindruck nachlesen können von wegen wie das so sein könnte. Und Hobbyisten, deren Wünsche vielleicht noch nicht ganz konkret sind, sollten natürlich auch Infos kriegen, damit sie wissen, was da gemacht werden könnte.

Natürlich sind ein Praktikum bzw. ein Kurs zum Thema unverzichtbar, aber es geht halt einfach darum, aus einem Traum etwas Greifbares zu machen mit diesem Thread hier.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #10
Also , auch wenn die Silberringworkshops bei mir ziemlich banal sind, so geben sie doch einen ersten Eindruck. Ein richtiger Goldschmiedekurs geht da natürlich noch mehr in die Tiefe. Aber auch mehrmaliges Besuchen eines Silberringworkshops bewirkt einiges an Geschicklichkeit und Erfahrung.
Meiner Meinung nach unbedingt empfehlenswert, (muss ja nicht bei mir sein) sogar bevor man sich auf einen Praktikumsplatz geschweige denn eine Lehrstelle bewirbt.
Aber man kann sich ja auch autodidaktisch ein paar Grundfähigkeiten erwerben. Auch das ist vor Antritt einer Lehre sicher nicht verkehrt.

Ich weiß nicht, wie das heutzutage ist, es gab zu meiner Zeit tatsächliuch Ausbilder, die genau das nicht wollten, mit der Begründung, der Azubi, der damals noch Lehrling hieß, sei dann "versaut". Ernsthaft. Ich hielt das schon damals für Schwachsinn. Es wurde einem auch empfohlen, bei Bewerbungen nicht zu sagen: "Ich habe schon immer gerne gebastelt" - im Nachhinein genau so ein Krampf. Wie konnte man nur auf die Idee kommen, jemand, der sich vorher nie für kreatives, händisches Werken interessiert hatte, würde einen guten Handwerker abgeben? Liegt es daran, dass wir heute im Handwerk so viele Pfuscher haben, aber dafür so viele talentierte Ingenieure?
SilberMöwe
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SilberMöwe

 ·  #11
Habe noch eine kleine Erbskette aus 925 Silber hier liegen. Ist ein recht wenig hübsches Fußkettchen...

Könnte man damit üben?
Beispielsweise die einzelnen Kettenglieder mit einem Seitenschneider trennen und anschließend wieder zusammenlöten?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #12
absolut
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Silberfrau

 ·  #13
tatze-1
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tatze-1

 ·  #14
wasn? Wenn das Kettchen als Lötübung herhalten darf, wieso nicht? Einschmelzen kann man es doch immer noch, wenns nicht eh schon zum Pflaaatsch zusammengeschmolzen ist im Eifer des Gefechts.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #15
huaaah :bounce:
Nordlicht
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Nordlicht

 ·  #16
Ich habe gerade ein mir noch nicht bekanntes Buch zur Schmuckherstellung in die Hände bekommen. (350 Tipps, Tricks und Techniken, Xuella Arnold, Sara Withers).

Dort beginnt es mit Fädeln und Knüpfen von Hals- und Armbändern. Nicht unbedingt mein Ding, aber sorgt bestimmt für erste kleine Erfolgserlebnisse.

Interessanter finde ich das zweite Kapitel: Arbeiten mit Draht. Also die Handhabung von Zangen mit verschiedenen Drahtsorten und Herstellung von Ösen, Biegeringen, Ohrhaken, Haken für Ketten usw.

Und erst dann folgen die Grundlagen der Metallverarbeitung.
frei
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frei

 ·  #17
ich lese mich jetzt erst durch die diversen Threads hier - vorher war ich zu beschäftigt damit, mich in den Foren zurechtzufinden, mich über Ausstattung und Material und deren Beschaffung zu informieren . Ich habe leider schlecht Zugang zu Kursen und Workshops - deshalb frage ich in den Foren alles, was mir in den Sinn kommt und bekomme ganz tolle Unterstützung!

Als allererstes habe ich mir auch Bücher angeschafft (Handbuch Schmuck von Anastasia Young) , dann Ende Oktober einen Art Clay Kurs besucht und seither wurschtle ich selbst durch die Gegend....

Feilen, schleifen, polieren braucht man auch beim Clay, daneben hab ich Kleinigkeiten ausgesägt, auch mal etwas gelötet, und kürzlich hab ich mich über meine ersten Schmiedeversuche gewagt. Das ist das Ergebnis:




ich war so begeistert davon, dass ich gleich weitergemacht habe - wobei das Sägen und Feilen noch sehr viel Übung brauchen wird:



und schliesslich wollte ich auch die Oberflächenbearbeitung ausprobieren:



einige Ohrringe sind dann noch entstanden, ich will das Sägen an kleinen Teilen üben...
das sind so meine Versuche ohne Kurs, die als Ansporn für jeden kompletten Neuling dienen sollen. Ich wusste im Oktober noch nicht einmal, was eine Nadelfeile ist....

ich habe mit Forenunterstützung (besondere Dank an Silberfrau!) auch einiges mit Art Clay produziert und im März kann ich dann endlich einen Goldschmiede-Grundkurs besuchen!

Was ich noch dazu sagen möchte: ich hab auch auf Anraten der Profis zuerst eine Scheibe und ein Dreieck aus Messing ausgesägt - aber es stimmt, als Hobbyist will man so schnell als möglich etwas produzieren (auch wenn man antürlich weiss, dass man noch nichts kann). Deshalb hab ich sehr bald (eigentlich sofort ;-) ) mit Silber begonnen - für einen Ring braucht man nicht viel und im schlimmsten Fall wirds eben eingeschmolzen - ist ein schönes Erfolgserlebnis!
Silberschweif
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Silberschweif

 ·  #18
Das sieht doch schon super aus.
Schöne Sägeübungen sind Mandalas oder die Blume des Lebens oder sowas in der Art suchst halt was raus was dir gefällt. Die einfachste Art ist ausdrucken und mit m prittstift auf ein Silber bLech kleben. Körnen bohren aussägen. Wichtig beim sägen ist nicht auf dem Strich zu sägen sondern kurz neben dem Strich so ist es viel leichter. Außerdem hat man dann noch etwas Material über zum feilen. Hinterher sieht das dann super aus. Dann kannst du je nach Größe einen Ohrring oder Anhänger draus machen.
frei
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frei

 ·  #19
Danke ! Das mit dem Vorlage aufkleben probiere ich demnächst aus, hab bisher nur mit dünnem Fineliner aufgezeichnet......und mit dem Feilen hab ich auch noch so meine Probleme, speziell in den Ecken - naja, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen :P
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