Was ist der Unterschied zwischen einem gegossenem Schmuckstück und aus Blechen, Drähten usw. gefertigtem Schmuck mit der Hand?

 
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Rubellit
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Rubellit

 ·  #1
Die Frage beschäftigt mich schon lange, warum sich Goldschmiede so abrackern um z.B. einen Ehering, Anhänger zu fertigen, anstatt den einfach giessen zu lassen nach einem CAD Entwurf um dann hinterher nur zu polieren, mattieren, gravieren, fassen usw.?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #2
Das ist der Unterschied zwischen Industrie und Handwerk. Und in der Zeit, wo das Schmuckstück am Computer konstruiert werden muß und dann gedruckt werden muß und dann gegossen werden muß und dann der Guß geschrubbt werden muß etc., in der Zeit hat man häufig schon 2-3 Schmuckstücke händisch hergestellt.

Und Gold- und Silberschmiede rackern sich deswegen ab, weil sie es lieben, mit ihren Händen etwas zu formen und entstehen zu sehen. So lernt man auch Prozesse, Techniken und Mechaniken zu verstehen und zu planen, trainiert sein Gehirn, komplexe Vorgaben zu bearbeiten und Lösungen zu finden.
holger 57
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holger 57

 ·  #3
... mal ganz davon abgesehen, daß es Hard- und Software auch nicht umsonst gibt.
Rubellit
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Rubellit

 ·  #4
Danke sehr, verstehe ich alles!
Gibt es denn beim Endprodukt denn qualitative Unterschiede auch beim Metall?
Bei sehr aufwendigen Sachen macht aber mit CAD, Abdruck, Guss usw. mehr Sinn oder?
holger 57
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holger 57

 ·  #5
Zitat geschrieben von Rubellit

Gibt es denn beim Endprodukt denn qualitative Unterschiede auch beim Metall?


Muss man das verstehen? - Ich begreife den Inhalt dieses Satzes nicht.
Gruß
Holger
Rubellit
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Rubellit

 ·  #6
Zitat geschrieben von holger 57

Zitat geschrieben von Rubellit

Gibt es denn beim Endprodukt denn qualitative Unterschiede auch beim Metall?


Muss man das verstehen? - Ich begreife den Inhalt dieses Satzes nicht.
Gruß
Holger


Gibt es denn beim Endprodukt, qualitative Unterschiede beim Metall?
Ist zum Beispiel das handgefertigte Stück stabiler oder instabiler, sprich bruchanfälliger als der gegossene?
holger 57
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holger 57

 ·  #7
Bin zwar kein Goldschmied, würde aber sagen, daß das so pauschal nicht beantwortet werden kann.
Entscheidend ist, wie das Teil ausgeführt wird - egal ob im Kopf und mit den Händen des Handwerkers oder mit Hilfe der computergestützten Konstruktion.
Gruß Holger
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #8
Rubellit
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Rubellit

 ·  #9
Danke Euch!
@ holger 57 deinen Satz hab ich auch nicht ganz begriffen wenn ich ehrlich bin aber ich weiss ungefähr was du meinst.
Gibt es denn ein Unterschied zwischen massiv & hohl?
Ich denke jetzt mal das bei hohl wahrscheinlich.Guss mehr Sinn macht (Siegelring z.B.)
Goldbärchen
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Goldbärchen

 ·  #10
Da gibt es sicherlich noch mehrere Gründe als:
... weil man in der Zeit des ganzen Planungs- und Programmier-Gelumpes schon längst die Ringschiene gebogen hat
... weil nicht jeder das gleiche Schmuckstück von der Stange haben möchte (Individualität)
... weil die Umrüstzeiten an Maschinen Geld und Zeit kosten
... weil nach dem Guss auch noch nachgearbeitet werden muss
... weil ein Goldschmied auch das Ergebnis noch einmal kundenspezifisch anpassen oder umarbeiten kann
... weil nicht jedes Material (Gold, Silber, Kupfer, versch. Steine) immer dieselbe Qualität hat und man z. B. einen empfindlichen Opal nicht so in die Fassung ballern kann wie einen Diamanten --> das wäre wieder die Umrüstung bei unterschiedlichen Steinen
... weil viele vielleicht gar keine Ahnung von dem Computerkram haben (wollen); sind Handwerker und keine IT-Leute

Noch wichtigere Gründe:
... weil sie Bock auf ihren Beruf haben
... weil es deren Kreativität fördert
... weil der Spaß an der Arbeit verloren gehen würde
... weil sie damit ihr Geld verdienen
... weil sie es können
tatze-1
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tatze-1

 ·  #11
Ich hatte die Tage ein Armband in Rolexoptik zum kürzen auf dem Tisch, das komplett beweglich aus dem 3D-Drucker kam. Sah gut aus, aber die 0,5mm-Verbindungsstifte sind teils schon freiwillig gebrochen. Soweit zum Thema durchgehende Stabilität.

Ich wiederhole mich gerne, aber jede Technik, jedes Medium für die passende Aufgabe. Simple Anhängerschlaufen brauche ich nicht per CAD konstruieren, drucken und gießen. Bei nicht händisch montierbaren Sachen, die damals undenkbar gewesen wären, ist so ein CAD-System schon durchaus angebracht.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #12
Rubellit
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Rubellit

 ·  #13
Super, vielen Dank Euch allen für die Mühe und sehr nützlichen Informationen.
Das mit der Arbeit an sich kann ich verstehen, das es Spass macht und es ist natürlich dadurch auch nicht von der Stange und halt mehr oder minder einzigartig und man hat dadurch ja auch Kontakt mit der Person.
Den Vorteil den ich sehe ist, das es sehr viele Vorteile bietet beim Zeitsparen zum fassen von Schmuckstücken mit sehr vielen Diamanten, vor allem ganz kleine, allerdings muss ich auch sagen dass es schon komisch aussieht ein Ring z.B. mit 100 Steinen und alle Fassungen und Steine sind nahezu identisch, fast perfekt. Ich hatte mal vor kurzen ein Moisanit Ring in Silber gekauft gehabt, mit über 100 Moisis (Steingrösse ungefähr 0,8mm) das sieht schon gewöhnungsbedürftig aus wenn man dadrsuf guckt.
Ich hatte das mal gelesen gehabt, das Güsse auch mal leicht brechen können, deswegen hatte ich auch die Frage gestellt gehabt, wollte aber gerne mal Erfahrungen hören.
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Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #14
Güsse können auch mal leicht brechen. Alles aber auch eine Frage der Qualität, beim Guss können z.B. unbemerkte oder ignorierte Gussfehler entstehen und es an diesen Stellen brechen. Bei gewalztem Material eher unwahrscheinlichz, dafür kann eine "kalte" Lötung passieren und es da wiederum brechen, oder das Metall kann überwalzt und dadurch brüchig sein. Wenn handweklich auf die Arbeit genau geschaut wird ist das Alles eher unwahrscheinlich, Wenn auf Masse produziert wird, kann vielleicht nicht mehr so genau geschaut werden.
Rubellit
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Rubellit

 ·  #15
Danke! Das sind nochmal einige andere Möglichkeiten dazu.
Beim giessen können glaube ich, ab und an mal Blasen/Hohlräume entstehen.
Durch Walzen von Platten, die ja auch gegossen wurden sind, nehme ich mal an, werden diese wahrscheinlich, wenn Sie durch den Guss entstanden seien sollten, wohl weggewalzt werden können, was wiederum bei einem gegossen Ring nicht möglich ist.
Und wenn die Ringschiene gebogen wird, wird sie ja auch noch öfters erhitzt um leichter gebogen werden zu können oder? Und ja auch noch verlötet, sodass dann mehrere Arbeitsvörgänge vorhanden sind, nach dem Plattenguss um eventuelle Blasen/holhräume die beim Guss evt. entstanden sein könnten, geschlossen werden.
Hab ich das richtig aufgefasst, aus den vielen Infomationen von Euch?
Goldbärchen
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Goldbärchen

 ·  #16
Ich behaupte mal, dass es durch den schnellen Temperaturverlust und die manchmal ungleichmäßig zügige Geschwindigkeit beim Einguss eher zu Materialfehlern kommt als beim Goldschmied mit direkter Dauerbefeuerung. Bis zum "Ziel" unten im Sand o. ä. wird das Material ja auf der Reise schon kälter und auch zähflüssiger. Ich weiß allerdings nicht wie es bei Gussschleudern/Zentrifugen oder Unterdruck so läuft. Vielleicht ist es dabei gleichmäßiger :-/
Wenn ich mir überlege, wie oft ich es schon nur beim Schmelzen und in eine Form gießen verkackt hab ^_^ Eine Millisekunde zu langsam und der letzte Tropfen klebt wieder am Rand der Schmelzschale fest.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #17
Die Behauptung kann ich nicht unterstützen.

Nach dem Legieren, ein Vorgang der immer im flüssigen Zustand erfolgt, muss das Gold ja irgendwie fest werden und dieser Prozess des Gefrierens kann auch beim Guss in eine Endform genau so gut gesteuert und kontrolliert werden wie beim Guss in eine Blechform oder Drahtform. Die Lunkerbildung wird hier erklärt: butschal/werkstatt/seminar/kapitel8.htm

Gießer lernen das und wissen wie man das einsteuern kann.

Natürlich kann man viel falsch machen, allerdings auch beim Blechguß. Das Seminar Schmuckguss ist hier nachzulesen: seminare/seminarinhalte/
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #18
Zitat geschrieben von Rubellit

Die Frage beschäftigt mich schon lange, warum sich Goldschmiede so abrackern....


Moin Rubellit, Deinen Wissensdurst in Ehren, aber bevor wir
hier nun alle beginnen zu "brepohlen", müßten wir erst x wissen,
wo wir Dich abholen können.
Bist Du aktiv im Schmuckbereich tätig?
Was iss noch von Materialkunde aus Deiner Uhrmacherlehre
vorhanden (Du hattest ja geschrieben, daß Du seit Deinem
18. Lebensjahr Probleme mit "Denken & Behalten" hast)?
Welche Goldschmiedetechniken sind Dir vertraut?
Willst Du Dich nur allgemein informieren oder geht's um
Hilfe bei nem konkreten Problem?
-
Wir ham hier ja auch die Abteilung - Hobby & Azubi-Forum:
schmuckforum/forum31.html
Da kannst Du bestimmt viele Antworten/Tipps für Dich finden.
Rubellit
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Rubellit

 ·  #19
Moin Pontikaki,
ich bin nicht im Schmuckbereich aktiv. Ich mach nur ab und an mal noch paar Entwürfe mit CAD, die sehr aufwendig und schwierig wären mit der Hand, ich hatte früher sehr viel gezeichnet, aber nur 2D.
Mit 3D hatte ich grosse Probleme das auf Papier zu bringen, denken und vorstellen ging, mit Zeichnen war eher schwierig. Ich hatte immer sehr aufwendige Sachen gemacht, das wäre mit der Hand kaum zahlbar im Verhältnis zum Material selbst wenn es Gold oder Platin wäre.
Deswegen interessiert mich der Guss, weil ich ab und an, mir mal was machen lasse, von den Dingen die ich entworfen habe. Ich wollte eigentlich mal Schmuckdesigner werden, aber mein Vater wollte das nicht.
Da ich aber gerne in dem Bereich was machen wollte, aber mein Schulabschluss für eine Ausbildung im Einzelhandel beim Juwelier nicht ausgereicht hatte, hatte ich dann eine Uhrmacherlehre in Berlin angefangen. Die Manufaktur wurde kurz vorher gegründet, bevor ich die Ausbildung begann, das Unternehmen musste sich erstmal finden und aufstellen, ausgebildet hatte der Uhrmacher der dort war, sowie der Ingenieur, vorher noch nicht. Und so kam es immer wieder zu Problemen zwischen Schule & Betrieb und Mir und Betrieb und letztendlich auch zwischen Mir und der Schule, weil in der Schule wurde noch die alte Schule gelehrt und im Betrieb das Gegenteil, wir hatten nicht eine einzige Grossuhr nach einem Jahr im Betrieb usw.. mein Uhrmachermeister hatte denn letztendlich selber privat irgendwo welche aufgetrieben, weil er vorher beim Juwelier gearbeitet und selbst sich garnicht grossartig mehr mit Grossuhren auskannte oder selbst welche zu Hause hatte. Das führte letztendlich dazu, das ich genauso wie der Goldschmied entlassen wurden, weil wir beide letztendlich überfordert waren mit der Gesamtsituation und uns Gegenseitig irgendwann nicht mehr ausstehen konnten.
Viel ist nicht mehr vorhanden, weil es schon fast 20 Jahre her ist.
Es ist ja auch so das überall was anderes geschrieben steht, oder auch andere Eingenerfahrungen gemacht wurden. Mich interessiert es so allgemein, was qualitativ besser ist, vor allem Edelmetalle.
Aus dem was Ihr alle so zu beigesteuert habt, denke ich alles was man mit der Hand machen kann sollte man mit der Hand machen lassen, nur das was zu Zeitaufwendig wäre, den Goldschmied zur Weissglut bringen könnte oder wenn man sehr viele Teile haben sollte man den Guss bevorzugen
.
Edelstahl oder Titan würde mich interessieren für Guss, weil ich schon zwischen 25-100 Teile machen lassen würde. Silber wäre mir zu teuer. Für mich geht es vor allem um stabilität, haltbarkeit, möglichst kratzfest und Anlaufunfreundlich
und das es gsnz gut zu bearbeiten geht für den Goldschmied.
Ja mit dem behalten das kommt auf die Tagesform drauf an, wie ich gelegen habe beim schlafen, ob ich zu viel Wind abbekommen habe und auch auf die Verdauung drauf an.
Ich entgifte auch sehr viel, du warst ja selber oder bist noch Heilpraktikerin, das macht auch viel aus. Da ensteht öfters mal auch Leber oder Darm qi stagnation was sich auch auf die Laune auswirkt
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 ·  #20
Zitat geschrieben von Rubellit
Gibt es denn beim Endprodukt, qualitative Unterschiede beim Metall?
Ist zum Beispiel das handgefertigte Stück stabiler oder instabiler, sprich bruchanfälliger als der gegossene?

Es gibt große Unterschiede. Stell Dir eine Ofentür (klassisch, aus Gusseisen) vor - die macht, was sie soll - sie schließt den Ofen. Wenn Du Dir aus dem gleichen Material einen Hammerkopf gießt, was denkst Du, wie lange wird er halten?

Darüber hinaus - denk mal an die Oberflächen. Ein Blech, das geschmiedet wurde, lässt sich erheblich besser polieren als sein gegossenes Gegenstück, welches bei genauer Betrachtung winzige Löcher aufweist.

Kosten (der mögliche Gewinn), handwerkliches Unvermögen oder komplizierte Designs - Dinge, die Hersteller zum Gießen bewegen.

Zitat geschrieben von Rubellit
Bei sehr aufwendigen Sachen macht aber mit CAD, Abdruck, Guss usw. mehr Sinn oder?

Definiere "sehr aufwendig".
Rubellit
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Rubellit

 ·  #21
Danke! Es spricht nahezu alles gegen Guss, das sollte wohl nur im äussersten Notfall genutzt werden oder wenn nicht anders möglich.

Vielleicht habe ich auch falsche Vorstellungen und es ist garnicht möglich. Mit ganz vielen geraden z.B.
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Was ist der Unterschied zwischen einem gegossenem Schmuckstück und aus Blechen, Drähten usw. gefertigtem Schmuck mit der Hand?
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 ·  #22
Zitat geschrieben von Rubellit

Mit ganz vielen geraden z.B.


Was sehen wir da? Wie groß ist das? Material?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #23
Zitat geschrieben von Mario Sarto

....
Darüber hinaus - denk mal an die Oberflächen. Ein Blech, das geschmiedet wurde, lässt sich erheblich besser polieren als sein gegossenes Gegenstück, welches bei genauer Betrachtung winzige Löcher aufweist.
...

Hier würde ich widersprechen. Das mit den winzigen Löchern bei mikroskopischer Betrachtung, kann passieren, muss aber nicht, wenn es ein guter Guss ist. Einen fehlerhaften Guß mit einem fehlerfrei (auch da können sich Fehler einschleichen) gewalzten Blech zu vergleichen ist unfair, dem Guß gegenüber.

Gute Güsse sind ebenfalls perfekt zu polieren und gut schmiedbar.

Natürlich ist es für den Goldschmied häufiger von Erfolg gekrönt ein Blech zu gießen und zu walzen als einen Guß in einer Wachsausschmelzform perfekt hin zu bekommen. Es gibt da einfach mehr Fehlermöglichkeiten. Daher kommt das Misstrauen und die negativen Erfahrungen mit Güssen. Zudem werden Industrieprodukte fast ausschließlich gegossen und da gibt es auch Krücken, die der Goldschmied zu Recht ungern anfaßt.
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 ·  #24
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Gute Güsse sind ebenfalls perfekt zu polieren und gut schmiedbar.

Da sind wir in den letzten 18 Jahren nicht zusammen gekommen und werden es auch in den nächsten nicht.
:-)
Rubellit
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Rubellit

 ·  #25
Zitat geschrieben von Mario Sarto


Was sehen wir da? Wie groß ist das? Material?


Anhänger oder einfach so zum Aufhängen an einer Kette und dann in die Vitrine oder so. Ich trag selber kaum noch Schmuck ich guck mir den lieber an.
Das war nur ein Beispiel wie ungefähr meine Teile so werden, zufrieden bin ich mit beiden noch nicht und hab da auch ne Zeit nicht dran gearbeitet.
Hab aber auch viele andere, die sind noch komplexer. Grösse kann ich nicht sagen, mindestens 1mm stärke, das müsste dann auf ca. 10x10cm kommen.
Material bei der Grösse Edelstahl oder Titan. Zur Not Silber.
Mich würde interessieren ob das überhaupt realisierbar ist.
Am besten bei Guss wäre dann wohl das aufzuteilen in kleinere Teile und dann verlöten oder?
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #26
Hhm, das beantwortet aber nich Marios Frage, was denn
da zu sehen iss. Soll's ein Anhänger, Brosche usw. sein?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #27
Zitat geschrieben von Mario Sarto

Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Gute Güsse sind ebenfalls perfekt zu polieren und gut schmiedbar.

Da sind wir in den letzten 18 Jahren nicht zusammen gekommen und werden es auch in den nächsten nicht.
:-)

Wenn Du willst, schicke ich Dir einen Guß und Du zeigst mir dann die kleinen Löcher nach dem Polieren. Dann höre ich auf, Dir zu widersprechen. OK? :-)
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Rubellit
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Rubellit

 ·  #28
Zitat geschrieben von pontikaki2310

Hhm, das beantwortet aber nich Marios Frage, was denn
da zu sehen iss. Soll's ein Anhänger, Brosche usw. sein?


Anhänger für Kette.
Würdest du sowas als Brosche tragen?
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 ·  #29
Zitat geschrieben von Rubellit

Am besten bei Guss wäre dann wohl das aufzuteilen in kleinere Teile und dann verlöten oder?


Bei Edelstahl oder Titan? Eher nicht, oder?
Meine Vermutung geht dahin, dass die Oberflächen wohl nicht nachträglich bearbeitet werden sollen? Quasi Guss pur?
Würde sagen - probieren macht schlau.
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 ·  #30
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Wenn Du willst, schicke ich Dir einen Guß und Du zeigst mir dann die kleinen Löcher nach dem Polieren. Dann höre ich auf, Dir zu widersprechen. OK? :-)

So machen wir das - ich freue mich. Adresse hast Du ja.
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