Gutes Buch über Schmuck/Schmuckvokabular

 
MuellerwWP
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MuellerwWP

 ·  #1
Hallo allerseits,
Nach meiner Erfahrung unterscheiden viele Menschen Ohrschmuck nach der Befestigung: Ohrclips, Ohrstecker, Ohrhänger, Klebe-Ohrringe, Magnet-Clips etc. Wenn man so von Ohrringen spricht, wird nach meiner Erfahrung meist Schmuck gemeint, der ein Ohrloch voraussetzt.

Wie würde ein Profi unterscheiden? Ich stelle die Frage, weil ich die Unterscheidung im entsprechenden Wikipedia-Artikel nicht klar genug finde, was sich dann durch den ganzen Artikel zieht. Wikipedia verlangt Quellen, die nicht kommerzieller Natur sind. Eine Suchmaske in einem Schmuckhandel oder bei mehreren Händlern wird also nicht als Quelle für Unterscheidung von Ohrschmuck-Arten akzeptiert.

Könnt Ihr mich in Richtung eines Buches stupsen, das dafür nützlich ist? Über die Unterscheidung der Arten hinaus fände ich natürlich auch die Definition von Begriffen wie Brisur etc. interessant.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #2
Moin, verstehe ich Dich richtig: Du suchst die korrekten
Bezeichnungen für die verschiedenen Ohring-Brisuren/
Mechaniken? Es geht nur um Ohrringe, ja?
Du könntest im "Brepohl - Theorie und Praxis des
Goldschmieds" nachschauen. Da gibt's in meiner Ausgabe
(12. Auflage) 5 Seiten mit Beschreibung plus Grafiken
zu dem Thema.
Oder, Du nimmst einen Furnituren-Katalog eines Gold-
schmiedebedarf-Händlers, da sind eigentlich alle
branchenüblichen Begriffe genannt und gezeigt.
Ich hab grad x in meinem "Gebr. Ott- Hanau" geschaut,
da werden über 11 Seiten alle Ohr-Teile genannt und
gezeigt.
Karen_2023
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Karen_2023

 ·  #3
Es gibt auch noch zahlreiche Unterarten, nach denen zum Beispiel hängende Ohrringe unterschieden werden – da kann ich das Buch „Der Ohrring - von der Frühzeit bis zur Gegenwart“ sehr empfehlen. Ein wundervoller Bildband!
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #4
Ich bin u.a. mit dem Fachwörterbuch für das Edelmetallgewerbe grossgeworden. Fand ich in bzw für Sachbearbeitung / Verkauf sehr gut.

https://antiquarisch.de/giaq/a…be-deutsch

Empfehlenswert ist auch das Buch
Fachwissen für Fachgeschäfte - Basiswissen für den Schmuckverkauf
https://goldschmiedebedarf.de/…s_id=29072

Dann gab es früher noch ein gelbes Fachlexikon nur mit den Begriffen von A-Z und sehr kurzer Erläuterung, dafür aber in deutsch, englisch, französisch. Den Titel weiss ich nicht mehr. War ein super Lexikon, vorallem da viele Schmuckbegriffe ja aus den französischen stammen. Hatte ich über 20 Jahre in der Schublade liegen und sehr oft auch wg Schriftverkehr / Übersetzung reingeschaut.

Goldschmiedebedarfshandlungen oder Fachverlage der Schmuck-und Uhrenindustrie (GZ Goldschmiedezeitung, U.J.S. Uhren-Juwelen Schmuck, etc ) könnten sowas azxg evtl im Sortiment / shop haben.

ein Ohrstecker "steckt", also Stift und Poussette o.ä.

ein Ohrhänger "hängt" , also Brisur o.ä.
alte Bezeichnung auch Bouton (meist mit Korallcabochon etc)

ein Ohrclip ist für ohne Ohrloch

...so zumindest früher.... heute gibt es auch Ohrclip mit zusätzlichem Stift und sehr viele neue Ohrbefestigungsmöglichkeiten ....

Von daher die Grundfrage: sucht Du eher altes Wissen (alte Bücher) oder aktuelles neues Wissen (neue Bücher, Furnituren- bzw Halbzeugkatalogbeschreibungen)? Aus geschichtlichen Hintergrund (Bildband) oder eher was für den Verkauf (Lexikon, Übersetzung)?

Goldschmiedetechnisch wäre der Brepohl zu empfehlen.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #5
Zitat geschrieben von steinfroilein

Ich bin u.a. mit dem Fachwörterbuch für das Edelmetallgewerbe grossgeworden. Fand ich in bzw für Sachbearbeitung / Verkauf sehr gut.

https://antiquarisch.de/giaq/a…be-deutsch

Ja, ich auch.
@MuellerwWP - Falls das Buch für Dich interessant ist - das
kann ich Dir gerne für 10,- € inclusive Versand zuschicken.
Einfach PN an mich senden.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #6
MuellerwWP
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MuellerwWP

 ·  #7
Also hm... genauer ging es darum, dass ich den Ohrring-Eintrag in Wikipedia erweitern wollte. Dabei fiel mir auf, dass sich die pauschale Weiterleitung von Ohrschmuck auf Ohrring sich nicht mit meinem Sprachgefühl deckt. Ich würde z.B. ein Ohr-Tattoo als Ohrschmuck bezeichnen, würde es aber nicht "tätowierter Ohrring" nennen. Ebenso würde ich in Kontexten, wo ich sauber unterscheiden will, einen Ohrclip nicht als einen Ohrring ansehen, ebenso wie einen glitzernden Aufkleber auf dem Ohr.

Warum spielt das eine Rolle? U.A. deswegen, weil Leute in der Diskussion angemerkt haben, dass die Möglichkeit von Clips zu und weiterer ohrlochfreier Methoden zur Befestigung zu wenig sichtbar ist.

Dabei fiel dann in der Diskussion mit Wikipedianern (die Nicknames lasen sich männlich) auf, dass die ein anderes Sprachgefühl haben als ich und nach Nachweisen verlangen. Webshops werden aber nicht als Quelle sehen. Dann dachte ich: Frage ich doch mal da, wo sich die Leute auskennen sollten. Das geht dann in Richtung Ohrring-Vokabular. Bücher, die die Frage klären, ob aus Sicht der Schmuckfachleute jeder Ohrschmuck ein Ohrring ist, wären auch willkommen.

So wie ich den Duden verstehe, sieht er übrigens Ohrschmuck=Ohrring.

Ich hoffe, meine Suche ist jetzt etwas klarer geworden :-).

Zitat geschrieben von pontikaki2310

Moin, verstehe ich Dich richtig: Du suchst die korrekten
Bezeichnungen für die verschiedenen Ohring-Brisuren/
Mechaniken? Es geht nur um Ohrringe, ja?
Du könntest im "Brepohl - Theorie und Praxis des
Goldschmieds" nachschauen. Da gibt's in meiner Ausgabe
(12. Auflage) 5 Seiten mit Beschreibung plus Grafiken
zu dem Thema.
Oder, Du nimmst einen Furnituren-Katalog eines Gold-
schmiedebedarf-Händlers, da sind eigentlich alle
branchenüblichen Begriffe genannt und gezeigt.
Ich hab grad x in meinem "Gebr. Ott- Hanau" geschaut,
da werden über 11 Seiten alle Ohr-Teile genannt und
gezeigt.
Tilo
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Tilo

 ·  #8
du willst also
https://de.wikipedia.org/wiki/Ohrring#Arten_von_Ohrringen
präziser machen
bzw folgendes darunter
ja, auch bei den Kreolen(Creolen) würde ich verbesserungspotenzial sehen, da Bügel ins Rohr stecken nur eine von mehreren möglichen Bügelfixierungen ist und die Klappcreolen(mit Gelenk unten) gar nicht erwähnt sind
aber mir fehlt die Energie, das vollumfänglich korrekt aufdröseln zu wollen
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #9
Also, erstmal ein löbliches Vorhaben, Bravo Wolfgang;-)
Wenn man sich damit beschäftigt, gibt's ja auch noch
einiges an Ohrschmuck, der ohne Löcher auskommt.
Und da weiß ich nicht, wie die korrekte Bezeichnung
ist. Ich lese da Ohrklammer, Ohrklemme, Ear-cuffs,

Ohrmanschette usw.:
https://drachensilber.de/collections/ohrklemme-silber
-
https://www.etsy.com/de/c/jewe…p-earrings
-
https://www.edlesgeschmeide.de…5er-Silber
-
https://mamoriginals.de/produc…6562688382
-
PS.: das Buch ist verkauft;-))
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #10
Also: Ohrschmuck ist der bei Goldschmieden /Schmuckschaffenden übliche Oberbegriff für alles was das Ohr schmückt, Tatoo und Aufkleber würde ich aber nicht dazu zählen.
Ohrring ist der beim Rest der deutschsprachigen Bevölkerung übliche Oberbegriff, die nicht von Fach sind, Übergänge sind fließend. Das ist also nicht auf Creolen beschränkt.
Vermutlich kommt der Ausdruck tatsächlich von den ringförmigen, denn das war auch die einfachste Form, auch ein Identifikationsstück z.B bei Piraten, und der Wandergeselle trug die Kosten seiner möglichen Beerdigung bei sich.
Creolen sind also die runden Reife, die direkt durchs Ohrloch gehen.
Ohrhänger ist ein dekoratives Teil, das an einem extra Haken oder einer Brisur hängt. Auch wenn der Haken direkt in das Schmuckstück übergeht und dieses eher lang ist, würde ich von Ohrhänger sprechen, oder Threader.
Clip hält nur durch klemmen bzw. Reibung. Ist ein Stift involviert, ist es kein Ohrclip sondern hat eine clipartige Sicherung.
Ohrstecker hat einen Stift, der von hinten mit einer "Mutter" gesichert wird.
Threader wird durch das Ohrloch gefädelt, dass er von selber (ohne Mutter) hält und kann auf Drahtbasis oder Kettchenbasis funktionieren. Was allerdings auch auf lange Haken zutrifft.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #11
Was ich auf jeden Fall mal direkt ändern würde, wäre, den Begriff Kreolen mit C zu schreiben. Bei Kreolen denke ich an die Volksgruppe der Kreolen, die mit den Ohrschmuck-Creolen nix zu tun haben - außer sie tragen sie selber.

Bei den Verschlußarten sollten auf jeden Fall Bilder eingefügt werden. Ich als Goldschmiedin habe eine vage Ahnung, was ein Schnappverschluß sein könnte, aber selbst die Beschreibung davon ist so besch...., daß man sich nix drunter vorstellen kann.

Belegbare Begriffsdefinierung, so wie sich die Leute in der Diskussion wünschen, gibt's meines Erachtens nicht, auf jeden Fall nicht in Printform, zumal es sicherlich regional auch unterschiedliche Begrifflichkeiten für ein und das selbe Teil gibt. Manchmal müssen sich halt auch die Akademiker mit dem common sense zufrieden geben, für den es keinen definierten Nachweis gibt, sondern der einfach in den Sprachgebrauch übergegangen ist (z.B. die Sache mit dem Schlitzohr und den Wandergesellen. Es gibt weiterhin Zünfte und die Schächte haben ihre Regeln und ihre Riten z.B. das Nageln mit dem Zimmermannsnagel auf den Tisch, um das Ohrloch zu stechen). Ich habe schon viel mit Akademikern aus Museen (Kuratoren, Museumsangestellte, studierte Restauratoren und sonstige Möchtegern-Schlauis mit Doktortitel, die auf Fachtagungen Vorträge gehalten haben) im Restaurierungsbereich gestritten über ihr angebliches Wissen (meistens kam dann die hochnäsige Frage "Ist das so?"), weil sie mich bzw. meine fast 30 Jahre Erfahrung als Handwerksmeisterin als nicht ernstzunehmend abgehandelt haben.

Reni, Threader? Du bist echt zu viel im Amibereich von Facebook unterwegs.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #12
Zitat geschrieben von tatze-1

Reni, Threader? Du bist echt zu viel im Amibereich von Facebook unterwegs.
Jaa, stimmt, wie heißt das denn auf deutsch?
Ich habe jetzt auch mal in den Wikibeitrag geschaut und das Thema Verschlüsse ist irgendwie gequirlte Kacke.
Zu den Creolen: Was ist, wenn sie direkt durchs Ohrloch gehen, aber nicht rund sind?
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Tilo
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Tilo

 ·  #13
was soll dann sein? sinds immer noch Creolen
gibts doch mittlerweile ohne ende als Klappcreolen bis hin zu stark länglich, mehrreihig verdreht, mit Steinen vorne, hinten ganz anders usw usf
tatze-1
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tatze-1

 ·  #14
Zitat geschrieben von Silberfrau

Zitat geschrieben von tatze-1

Reni, Threader? Du bist echt zu viel im Amibereich von Facebook unterwegs.
Jaa, stimmt, wie heißt das denn auf deutsch?

Einfädler, wenn du es wörtlich nimmst
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #15
Sind immer noch Creolen, gell, ja. aaaalso, Creolen müssen nicht zwingend ringförmig sein, es kommt auf die Art der Befestigung an.
Einfädler? Ich hätte eher Durchzieher gesagt. Aber das klingt auch nach was anderem.
MuellerwWP
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MuellerwWP

 ·  #16
Wild. Ich werde viel Spaß haben.
Karen_2023
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Karen_2023

 ·  #17
Zitat geschrieben von tatze-1

Zitat geschrieben von Silberfrau

Zitat geschrieben von tatze-1

Reni, Threader? Du bist echt zu viel im Amibereich von Facebook unterwegs.
Jaa, stimmt, wie heißt das denn auf deutsch?

Einfädler, wenn du es wörtlich nimmst


Ich glaube, in der Umgangssprache bezeichnet man das bei Creolen als „Bügel“, oder nicht?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #18
Je nach Creole ist es ein (Klapp)Bügel oder Stift. Bei Renis gezeigten Schmuck würde ich das schon als Haken bezeichnen. Was zeigt, daß es keine tatsächliche Definition gibt, wie was wirklich bezeichnet werden müßte.
MuellerwWP
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MuellerwWP

 ·  #19
Was macht denn diese Creolen zu Creolen anstatt zu Ohrhängern?
MuellerwWP
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MuellerwWP

 ·  #20
Das hier könnte ich wahrscheinlich auch schon zitieren :-D. Aber jetzt mache ich das in Print Form.

Zitat geschrieben von Silberfrau

Also: Ohrschmuck ist der bei Goldschmieden /Schmuckschaffenden übliche Oberbegriff für alles was das Ohr schmückt, Tatoo und Aufkleber würde ich aber nicht dazu zählen.
Ohrring ist der beim Rest der deutschsprachigen Bevölkerung übliche Oberbegriff, die nicht von Fach sind, Übergänge sind fließend. Das ist also nicht auf Creolen beschränkt.
Vermutlich kommt der Ausdruck tatsächlich von den ringförmigen, denn das war auch die einfachste Form, auch ein Identifikationsstück z.B bei Piraten, und der Wandergeselle trug die Kosten seiner möglichen Beerdigung bei sich.
Creolen sind also die runden Reife, die direkt durchs Ohrloch gehen.
Ohrhänger ist ein dekoratives Teil, das an einem extra Haken oder einer Brisur hängt. Auch wenn der Haken direkt in das Schmuckstück übergeht und dieses eher lang ist, würde ich von Ohrhänger sprechen, oder Threader.
Clip hält nur durch klemmen bzw. Reibung. Ist ein Stift involviert, ist es kein Ohrclip sondern hat eine clipartige Sicherung.
Ohrstecker hat einen Stift, der von hinten mit einer "Mutter" gesichert wird.
Threader wird durch das Ohrloch gefädelt, dass er von selber (ohne Mutter) hält und kann auf Drahtbasis oder Kettchenbasis funktionieren. Was allerdings auch auf lange Haken zutrifft.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #21
Zitat geschrieben von Karen_2023

Zitat geschrieben von tatze-1

Zitat geschrieben von Silberfrau

Zitat geschrieben von tatze-1

Reni, Threader? Du bist echt zu viel im Amibereich von Facebook unterwegs.
Jaa, stimmt, wie heißt das denn auf deutsch?

Einfädler, wenn du es wörtlich nimmst


Ich glaube, in der Umgangssprache bezeichnet man das bei Creolen als „Bügel“, oder nicht?
Threader meinte ich jetzt sowas, hat keinen Verschluss. Oder schlichtweg Haken?
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pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #22
Zitat geschrieben von MuellerwWP

Aber jetzt mache ich das in Print Form.


Werden wir Deine Ergänzungen dann bei Wikipedia lesen
können? Wie lange dauert es eigentlich bis so 'ne Änderung
erscheint? Prüft da irgend 'ne Kommision vorher den
Wahrheitsgehalt ?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #23
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #24
Sollen wir nioch mal über das unsägliche Geschwafel bezüglich der Verschlüsse drübergehen:

Brisur Mechanisches Ohrschmuckelement, das verschlossen werden kann, durch eine Feder oder durch das Einhängen eines Bügels in meist eine Gegenöse, der Ohrhaken wird meist von vorne nach hinten, in seltenen Fällen von hinten nach vorne durch das Ohrläppchen geführt.
Der Vorderverschluss, auch Kinderbrisur genannt, wird vor allem bei Ohrringen für junge Mädchen verwendet – von der Geburt bis zum Schulalter. ( das ist die von hinten nach vorne, heute kaum noch gebräuchlich.)

Steckverschluss Das Rückteil heißt Mutter, Ohrmutter, das Teil durch das Ohrläppchen heißt Stecker oder Ohrstift. Silikonstopper ist die Billigversion und wird eher bei Haken benutzt.
Bei Ohrsteckern sind Steckverschlüsse am gebräuchlichsten. Der Stecker wird durch das Ohrloch gestochen und mit einem Stecker von der anderen Seite gesichert. Der Verschluss kann mit einem Silikonstecker noch zusätzlich gesichert werden. Doppelt gemoppelt?

Schraubverschluss gibt es aber sehr selten
Eine weitere Option für Ohrstecker sind Schraubverschlüsse. Der Stecker hat bei diesem Verschluss ein Gewinde, auf welches das Gegenstück wie eine Mutter aufgeschraubt wird. Das macht diesen Verschluss sehr sicher.

Klappverschluss Siehe Brisur. Klappbrisur, Sicherheitsbrisur
Dieser Verschluss gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Verschlussarten. Der Haken wird dabei in eine Brisur eingeklappt, was das Herausfallen des Ohrrings verhindert.

Schnappverschluss gehört zu Creolen. 2 Hälften sind unten mit einem Scharnier versehen, wodurch sie auf und zu geklappt werden können. Das andere Ende ist als 2 ineninandergreifende Häkchen ausgeformt. Rundum hat so die Creole gleiche Dicke, so dass der Verschluss auch ins Ohrläppchen rutschen kann (waren meine ersten Ohrringe, ich habe mir die Löcher in Irland stechen lassen. Leider habe ich diese Art der Creolen in Deutschland noch nie gesehen) Was soll ein Damenverschluss sein, ich kenne nur Darmverschluss.
Der Schnappverschluss wird manchmal auch als Russischer, Griechischer oder Französischer Verschluss bezeichnet und ist eine Variante des Damenverschlusses. Der gesamte Verschluss ist hierbei entweder im Ohrloch oder hinter dem Ohrläppchen versteckt.

Kreolenverschluss es gibt verschiedene Verschlüsse für Creolen. Einer ist der unten beschriebene (Bitte "führt" den Stift durch das Ohrloch, und "stecht" ihn nicht!) Es gibt auch eine Klappvariante, ein durch Scharnier beweglicher Bügel wird eingefädelt und herabgeklappt, auf der Gegenseite von einer Art Klammer (Kollegen bitte helft mir!) gehalten. Da nicht jede Creole aus einem Röhrchen besteht, kann der Stift auch in eine Öse eingefädelt werden.
Bei dieser Verschlussart wird der Stift durch das Ohr gestochen und anschließend in das gegenüberliegende Röhrchen geschoben.[10]
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #25
Erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ich bitte die Kollegen um weitere Korrekturen, ich wollte mal nur den allerschlimmsten Schwachsinn korrigieren. Keine Ahnung aus welcher Sprache die KI die vorhandenen Angaben übersetzt hat. Also meine Erklärungen sind sicher nicht druckreif, aber es geht schon mal in eine verständliche Richtung. (hoffe ich) auf Wunsch würde ich versuchen, das Ganze zu ergänzen bzw in vernünftiges Deutsch zu bringen.
Louise
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Louise

 ·  #26
Dies vielleicht?
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tatze-1
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tatze-1

 ·  #27
Das dürfte der Katalog sein, aus dem sich der Wikipedia-Artikel speist.

Reni, die ganzen Erklärungen bringen ohne Bilder zur Verdeutlichung nix.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #28
Um es 90° zu kippen müsste ich Aktion machen, Aber hallo, Museum 100 Jahre alt Was hat das mit dem Jetzt zu tun?
Würd mich schon interessieren, aber ich hab Feierabend.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #29
Kleines Veto meinerseits:

Creolen sind ein eigener Bereich des Ohrschmucks. Ursprünglich als Hohl- bzw Rundcreole. Es gibt spezielle Creolenmaschinen in der Schmuckfertigung. Friedrich Zettl Birkenfeld bei Pforzheim war ein sehr bekannter Creolenhersteller. Der Kettenhersteller Friedrich Binder Mönsheim hat damals die Creolenmaschinen übernommen und stellt seitdem Creolen her

Creolen sind die mit dem dünnen Bügel die ins Rohr geschoben werden (Hohlcreole, Rundcreole aus Rohr). Verschiedene Dicken, verschiedene Durchmesser.

Creolen können mit Einhänger kombiniert werden. In den Creolen hängt ein Anhänger.

Klappcreolen sind die mit Klappmechanismus, auch mit Bügel.

Halbcreolen sind halbe Creolen, diese allerdings mit Stift und Pousette und nicht mit Bügel., daher auch Steckcreolen genannt.

Steckcreolen sind die mit Stift und Pousette

etc

Stift ist wenn gerade, mit Rillen.
Stifte gibt es in verschiedenen Stärken und verschiedenen Längen.

Die Rillen am Stift dienen dem besseren Halt der Pousetten.

Bügel bei Creolen sind leicht gebogen ohne Rillen.


Mutter, Ohrmutter heisst richtigerweise ursprünglich Poussette. Nennt man auch Flügel, Flügelmutter.

Brisur Vorderverschluss (Kinderbrisur?) hieß ursprünglich Bouton. Trugen auch gerne die älteren Damen.

Der Hauptsitz der Schmuckindustrie sitzt in der Region Pforzheim. In dem Bereich gab es früher mehrere Hersteller, die sich rein auf Kinderschmuck spezialisiert haben.

Grundsätzlich unterschieden wird in Kinderschmuck, Damenschmuck und Herrenschmuck.

Ohrschmuck betrifft alle 3 jedoch meist eher Kinder- und Damenschmuck.

Unterschieden wird wiederum in
Ohrstecker
Ohrhänger
Creolen

etc

Am besten sich im www oder persönlich informieren beim Creolenhersteller, bei Kinderschmuckhersteller und bei Ohrschmuckhersteller. Da bekommt man ggf auch die Fotorechte oder gar Einsicht in Musterbücher.

Wir hatten hier früher Usermitglied StefanS, der sich auf Musterzeichnungen spezialisierte. Wäre auch eine Idee, ihn zu kontaktieren. Da könnte man ggf die Anfragen nach Fotorechte umgehen. Wobei die Sammlung von StefanS sich nicht auf Herstellung nach 1950 bezieht, soweit ich in Erinnerung habe ....

So einen wikipedia Beitrag schreibt man nicht in wenigen Tagen. Das sollte sorgfältig recherchiert werden. Und Fotos könnten solch einen Beitrag nicht nur aufwerten sondern wären auch hilfreich zur Erklärung, da hat tanze recht.

Das wird eine immense Arbeit werden.

Hut ab, das in Angriff nehmen zu wollen.
MuellerwWP
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MuellerwWP

 ·  #30
Zitat geschrieben von Louise

Dies vielleicht?

Das habe ich. Ein tolles Buch. Das ist aber auch breit im Wikipedia-Artikel zitiert.
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