asiatisches Punktschweißgerät für Silber geeignet?

 
RWeigel
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RWeigel

 ·  #1
Hallo liebe Goldschmiede,

nutzt vielleicht jemand solch ein asiatisches Punktschweißgerät? Mich würde interessieren, ob es auch für Silber geeignet ist. Die Angaben der Online Händler sind leider unzuverlässig.

Ich hatte ca. 2008 bei K. Fischer in Pforzheim ein hochpreisiges deutsches Gerät mit Sterling Silber ausprobiert, leider ohne überzeugende Schweißergebnisse. Danach hatte ich dieses Funktionsprinzip für Silber eigentlich abgeschrieben. Inzwischen können die aktuellen deutschen Geräte das wohl recht gut. Ihr Preis ist leider immer noch sehr hoch. Ich würde in solch ein Asia Gerät investieren, es sei denn, jemand hat es bereits ausprobiert und für schlecht befunden.

Viele Grüße

Ralf
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asiatisches Punktschweißgerät für Silber geeignet?
Tilo
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Tilo

 ·  #2
ich hab ja PUK 2 oder 3 und finde die Schweißerei damit extrem unbefriedigend
einzig für Ösen an/neben hitzeempfindlichen Verschlüssen einigermaßen akzeptabel, insbesondere, wenn man wie ich in die Kontaktzange 2 Kerben gefräst hat, um die Ösen beim Schweißvorgang mehr oder weniger sachte zuzudrücken (zu viel macht zu großen Knubbel, das will ich natürlich auch nicht)
ohne sanften Druck meine ich, dass die Schweißpunkte beim Erkalten derart schrumpfen, dass eine lächerlich geringe Haltbarkeit entsteht
bis hin zu gar kein Halt bei unfassbar frustrierenden versuchen, damit (dünne) Ringschienen zu schweißen, bei denen logischerweise nie der gesamte Breich zusammengedrückt werden kann, da viel Punkte nebeneinander notwendig sind
ok, und ab und an um irgendwelche Poren zuzuschweißen, die an Objekten auftreten, die man nicht nochmal auf Lottemperatur erhitzen will, sei es, weil nach dem Löten Verrformungs-Spannung aufgebaut wurde, die beim Nachlöten zum Aufspringen führen würden, oder weil sond alles niochmal gebeizt und geschliffen/poliert werden müsste
und letztlich bei Silber eigentlich nur an Ösen und nie an massiven Gegenständen bzw an massiven nur wenn ich den gesamten gegenstand auf doch deutlich erhöhte Temperatur gebracht habe

können die neueren PUK das wirklich gut? glaub ich erst, wenn ich es sehe ;-)

hilft dir natzürlich nichts bei deiner Kaufentscheidung
RWeigel
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RWeigel

 ·  #3
Wir haben in der Firma (physikalisch-technischer Gerätebau) ein PUK 3 s professional plus. Ich habe heute mal ein paar Versuche mit Argentium gemacht. Ich habe ein bißchen Erfahrung mit konventionellem WIG Schweißen von Stahl und Edelstahl. PUK nutzt dasselbe Prinzip, Wolfram Elektrode am Minuspol, Argon als Lichtbogengas. Es entspricht grob dem “Lift TIG” handelsüblicher Schweißinverter.

Ringschiene, ca. 2mm dick, Quernaht mit Zusatzmaterial:

Auch im für Silber speziell implementierten “HF Mode” treten die früher schon erwähnten Mikrorisse auf. Ich glaube, das Schweißbad kühlt zu schnell ab. Argentium ist ja empfindlich auf schnelle Abkühlung.
Die Einstellung der Stromstärke ist knifflig. z.B. erzeugen 50% bei 30 ms Pulsdauer gerade einen akzeptabel tiefen Einbrand, die nächste Stufe brennt bereits Krater ins Silber. Ich glaube, durch den sehr schnellen Anstieg der Stromstärke dehnt sich das Argon Gas schlagartig aus und bläst die Schmelze weg. Man kann diesen Effekt auch zum Planieren nach Porenfüllung nutzen.

Einen Krater wieder auffüllen und die Oberfläche glätten, hat ganz gut funktioniert. Ob die Bindung zum Basismetall gut ist, habe ich bisher nicht getestet.

Einen dünnen Draht auf ein massives Stück Silber zu schweißen, habe ich nicht zuverlässig hinbekommen. Vielleicht fehlt die Übung.

Zwei Stückchen 0,5mm Blech an der Kante unter 90° verschweißen, hat wieder recht gut geklappt. Eigentlich so, wie ich es von Edelstahl gewöhnt bin. Aber auch hier ist die Stromeinstellung kritisch. Über die Pulslänge läßt sich der Leistungseintrag besser regeln, als über die Leistungseinstellung. Einmal aus Versehen mit der Wolfram Nadel die freie Kante des Bleches berührt = Loch im Blech.

Nach den Versuchen mit einem absoluten Profigerät (OK, inzwischen ist Lampert bei Generation 6.1 oder so, hat es also noch mal heftig weiterentwickelt) glaube ich nicht, daß ich Geld in den Asien-Klon investieren werde.

Viele Grüße

Ralf
Tilo
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Tilo

 ·  #4
eben habe ich eine Fassung auf einen Brilliring geschweißt, an dem ich wegen der Diamantsacklöcher, die sich unmöglich reinigen lassen, wenn darin Schmutz zu dunkel durchscheinender Asche verbrannt ist.
das ging mit 750 WG ganz gut
mein PUK hat ja nur 2 Pulsdauereinstellungen und die kleinste Stromstärke ist für filigrane Sachen schon zu hoch

die neueren können es wohl wirklich besser dank genauerer Einstellungsmöglichkeiten der Parameter
aber ich brauch kein besseres Gerät mehr.........
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