Zahngold

 
micma
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micma

 ·  #1
Einen guten Abend wünsche ich allen zusammen🙂
Ich habe etwas Zahngold aus der Familie, aber nicht alles ist bereits auf den Goldanteil reduziert, sondern insbesondere Zementreste (und möglicherweise Zahnreste in den Kronen?🙁) sind noch daran. Ich habe versucht, das Ganze mittels Hammer zu trennen, war aber nicht erfolgreich. Was kann ich tun, um den Zementanteil zu lösen oder wohin kann ich mich wenden?
Für die Scheideanstalt ist die Menge ja viel zu klein und so kann man das Goldgewicht nicht bestimmen.
Vielen Dank im voraus für eure Hilfe!
Lieben Gruß
Michaela
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Zahngold
Tilo
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Tilo

 ·  #2
scheint ja nicht mehr viel Zahn dranzusein
ich bearbeite das mit Hammer auf Eisenplatte/Amboss und tu das zeug dazu in Zip-beutel, damit nichts wegspringen kann
also in winzigen zipbeutel
diesen in größeren
und noch in einen 3., da die scharfen kanten die beutel/folien durchstoßen
dann ausschütten und Metall vom Staub trennen

bleibt aber immer noch das Problem, einen fairen preis zu bekommen
genaugenommen müsste der posten zusammengeschmolzen und analysiert werden
ist da auch weißes zeug dabei? das machts zusätzlich kompliziert

wenn nur gelb, dann könnte man nach dem zusammenschmelzen ganz oldscool eine tauchwiegung machen und an der dichte den feingehalt ziemlich gut feststellen
wenn aber weiß, dann ist wertentscheidend, ob platin oder palladium
und das geht nur mit sündhaft teurem RFA-Gerät

oft wird bei gelbem zahngold auf berechnungsbasis 585 ausgezahlt, auch wenns durchaus höher sein könnte
und weiß wird oft gar nicht angekauft,

theoretisch können natürlich auch alle teile einzeln mit RFA getestet werden, aber das ist ja nervig langwirig, insbesondere, wenn durchs draufkloppen noch mehr kleinteile entstehen

das zusammenschmelzen hat den zusätzlichen vorteil, dass nichtmetallische anhaftungen in schlacke abgetrennt werden

wo in deutschland liegt das zeug den jetzt?
micma
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micma

 ·  #3
Hallo Tilo, danke für deine prompte und ausführliche Antwort! Tatsächlich hatte ich das mit dem 3 Beutel, aber dann wohl zu großen, versucht und das Ganze dann zusätzlich noch in einen Stoffbeutel getan. Vielleicht war ich einfach nur zu vorsichtig? Ich war draußen und habe es auf den Betonplatten versucht.
Bei mir hat sich nicht viel bewegt. Nur die Keramik ist abgesprungen.
Ich wohne in der Region Hannover.
micma
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micma

 ·  #4
Ach so vergessen: ist nur Gelbgold
Tilo
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Tilo

 ·  #5
beton ist kein geeigneter Untergrund
eine stahlplatte wäre besser
ich als profi hab da verschiedene und mir fällt grad nicht ein, was ein Nichtprofi dafür nutzen/missbrauchen könnte
ich hab allerdings keine Idee, wer im Raum Hannover Zahngold ordentlich bezahlt
micma
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micma

 ·  #6
Eine Eisenplatte habe ich tatsächlich nicht, aber einen kleineren Amboss. Damit werde ich es noch einmal probieren. Dafür sollte die Fläche ausreichen.
Ja, das mit dem Ankäufer ist schwierig. Da werde ich mich umhören müssen.
Erst einmal vielen Dank für deine Hilfe!
Gruß Michaela
Tilo
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Tilo

 ·  #7
Amboss ist doch perfekt
blöd ist halt, wenn man den zement innerhalb einer Krone festklopft, wenn die krone nicht zerbricht
dann
gut funktioniert, die Krone praktisch hinzustellen und auf die kaufläche zu hämmern, um vorgenanntes zu vermeiden
aber immer in Tütchen
micma
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micma

 ·  #8
Ah okay, das leuchtet ein, werde ich so ausprobieren.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #9
den letzten Zement hab ich immer weggefräst
micma
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micma

 ·  #10
Ja, den hatte ich auch schon in der Hand, aber Sorge, dass ich versehentlich auch Gold wegfräse
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #11
Ich löse Zement mit Salzsäure - zumindest im Haus.
Hat jemand Erfahrung, was mit dem Gold passiert
wenn man es in Salzsäure (ohne Salpetersäure;-)
legt, bis der Zement gelöst ist?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #12
Zitat geschrieben von pontikaki2310

....
Hat jemand Erfahrung, was mit dem Gold passiert
wenn man es in Salzsäure (ohne Salpetersäure;-)
legt, bis der Zement gelöst ist?

Da passiert nichts. Außer vielleicht, dass die Oberfläche ein wenig gelber wird.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #13
Merci Heinrich, wäre das dann nich' ne gute "Lösung"
für den Zement in den Plompen. Beim Zerdeppern mit
dem Hammer besteht ja immer die Gefahr, daß man
kleine Zementteile in Fältelungen einschließt, bzw.
kleinste Teile/Stäube in's Gold hineinschmiedet - oder?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #14
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #15
Hier sollte es hin:
Wenn man es zusammenschmilzt steigen doch die restlichen Zementbröckchen nach außen, oder nicht? Ich mein Salzsäure schön und gut, da wäre mit das Brennerchen lieber. Was verpasse ich gerade?
Tilo
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Tilo

 ·  #16
genau
Brenner ist besser und ermöglicht dann eine Tauchwiegung des Klumpens
nur hat nicht jeder nen Brenner, der Zahngold schmilzt
manche scheitern ja schon an silber
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #17
Aber natürlich hat jeder Salzsäure im Haus, genau.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #18
Na, wenn nich, dann mußte ma' eben nach'n OBI hin:
https://www.obi.de/p/7856388/s…ungszwecke
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