Schiefe Fassung im neuen Ring

 
michintz
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michintz

 ·  #1
Guten Tag,
Ich benötige mal einen Rat von euch, und möchte mich schon einmal im voraus für eure Hilfe bedanken.

Ich habe zum 18. Geburtstag meiner Tochter einen Brillantring anfertigen lassen.
Die Brillanten und das meiste vom Gold habe ich mitgebracht.

Als Ich dann den Ring abgeholt habe, hat Sie ihn mir von vorne gezeigt und sofort eingepackt.
Zuhause angekommen war ich dann sehr schockiert, da man von der Seite gesehen hat das die Fassung schief war und die Ringschiene unförmig.
Siehe Bild 1
Dann habe ich mich bei ihr gemeldet und um Korrektur gebeten. Das Sie dann auch tat. Aber leider hat Sie die Fassung nicht gerade gemacht sondern hier und dort etwas geschliffen womit es etwas besser aussieht.
Nun Meine Frage würdet ihr das Ergebnis Akzeptieren, es sieht leider immer noch irgendwie Schief aus, siehe Bild 2.
Bitte helft mir, ich habe wirklich viel Geld dafür bezahlt und irgendwie sieht es nicht gut aus. Ich hoffe man kann es auf den Bildern erkennen.
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skippolino
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skippolino

 ·  #2
Traut sich keiner 😂
Jau, eindeutig schief. Würde mich auch sehr stören, wenn‘s vom Profi gemacht wurde. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp. Es wird dir wohl aber nichts anderes übrig bleiben, als dich nochmal mit der Goldschmiedin auseinanderzusetzen.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #3
Moin Michintz und herzlich willkommen im Forum.
Leider kann man das Ausmaß anhand dieser Fotos
nicht wirklich gut beurteilen - zu viel Hintergrund/Muster/
Finger/Reflexe etc.. Kannst Du bitte noch mal Fotos von
mehreren Seiten auf glattem, weißem Papier knipsen.
Vielleicht auch noch auf Karo-/Millimeter-Papier. Und
auch den Ring nicht bis zum Hals in etwas reinstecken.
Da hilft eher ein Blatt Papier zur Röhre gedreht, dann
wie ein Finger durch die Ringschiene stecken und dann
den Ring so hinstellen, daß man auch die Seite sieht.
Bis dann.......
Tilo
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Tilo

 ·  #4
ja, ist schief
zugleich würde ich aber vermuten, dass das am Finger von oben keinesfalls und schräg seitlich auch nicht wirklich zu sehen ist. erst recht nicht im Gebrauch in Bewegung

100% kann es nur durch neuanfertigung werden, was ein wirklich großer Aufwand ist/wäre. und vielleicht gar nicht gelingt, weil das Können nicht reicht

ich habe keine Ahnung , wie viel die Sache gekostet hat, wie viel Gold zugegeben wurde usw.
vielleicht wäre ein gewisser Preisnachlass/Rückzahlung eine Möglichkeit, als Vergleich die Sache vom Tisch zu bekommen und den Ring einfach nicht mehr bewusst und "mit Argusaugen" von der Seite anschauen.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #5
Mir tut das weh. Klar ist, dass man bei Handmontage nicht die Präzision erwarten kann wie bei cnc oder 3-D Druck Modellen, die mittlerweile als Standard gesehen werden. Auch ich werde nicht den ersten Stein werfen, weil auch ich bei meinen Arbeiten manchmal leichte Asymmetrien sehe.

Aber das ist schon ziemlich weit daneben und hinterher schwer zu richten. Im Grunde müsste die Weißgoldfassung herausgenommen werden, die Winkel der Ringschiene neu und steiler ausgerichtet werden und dann passen die Winkel der Weißgoldfassung nicht mehr. Die muss dann neu gemacht werden.

Ziemlich viel Arbeit.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #6
michintz
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michintz

 ·  #7
Vielen Dank für die Antworten,
Ich habe nur für das machen und +2g 585er Gold, habe ich 950€ bezahlt. Diamanten + 5g 585 Gold hatte ich mit gebracht.
War also gar nicht so günstig!

Was würdet ihr mir raten? neu machen lassen? Hier noch die verlangten Fotos!
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pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #8
Danke für die neuen Fotos. Sie bestätigen die Aussagen
von Tilo und Heinrich. Beim Tragen an der Hand wird es
kaum auffallen. Auf dem Karopapier isses gruselig.
Ein Preinachlass wäre eine faire Lösung.
michintz
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michintz

 ·  #9
Ja das Stimmt am Finger ist es jetzt nicht mehr zu sehen.
Aber das Problem es ist ein Geschenk an meiner Tochter und das sollte eigentlich Perfekt sein und dabei es geht mir garn nicht so um das Geld.
Das Problem ist ja auch, dass Sie den Ring zu einen Steinfasser geschickt hat der die Steine eingesetzt hat.( Was ja richtig ist). Sie müsste ja eigentlich alles neu machen und den Ring dann wider zum Steinfasser schicken. Oder bekommt man das Repariert ohne ohne die Diamanten raus zu nehmen?
Was würdet ihr tun, könntet ihr damit leben? Oder würdet ihr drauf bestehen es neu zu machen?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #10
skippolino
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skippolino

 ·  #11
Nee, ich würde auf keinen Fall neu machen lassen, darauf müsste sich ja die Goldschmiedin einlassen, schwierig. Auf den neuen Fotos siehts jetzt auch nicht mehr so dramatisch aus. Einen Preisnachlass hielte ich für angemessen. Gefühlsmäßig würde ich sagen 1/3, weils echt schief gegangen ist.
skippolino
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skippolino

 ·  #12
Achso, so kann man es natürlich sehen, Heinrich. Dann ist 1/3 vielleicht etwas zu hoch.
michintz
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michintz

 ·  #13
Vielen dank, für eure Hilfe. Dann werde ich die Sache beruhen lassen. Ich hätte halt gedacht das eine Goldschmiedemeisterin so etwas nicht passieren darf. Ich bin halt echt enttäuscht!

Eine Frage noch, gibt es Goldschmiede wo man den Ring hin schicken könnte, die das reparieren könnten? Was für kosten würden da etwa entstehen?

Übrigens noch mal vielen Dank,
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #14
Es ist traurig. So etwas hätte auffallen müssen und gerichtet gehört, bevor der Ring an den Fasser ging. Mir unverständlich.
Aber wie heißt es so schön, schief ist Englisch und englisch ist modern oder so ähnlich.
Stimme den Vorrednern zu.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #15
Zitat geschrieben von michintz

Vielen dank, für eure Hilfe. Dann werde ich die Sache beruhen lassen. Ich hätte halt gedacht das eine Goldschmiedemeisterin so etwas nicht passieren darf. Ich bin halt echt enttäuscht!

Eine Frage noch, gibt es Goldschmiede wo man den Ring hin schicken könnte, die das reparieren könnten? Was für kosten würden da etwa entstehen?

Übrigens noch mal vielen Dank,

Ich schätze, das wird ca. die Hälfte der bisherigen Kosten für die Anfertigung verschlingen.
michintz
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michintz

 ·  #16
Vielen Dank,
Na dann werde ich mal einen Goldschmied suchen der es macht. Ich glaube nicht das die Goldschmiedin sich nicht drauf einlassen wird, es noch mal richtig zu machen.
Hat man eigentlich Regressansprüche wenn die Arbeit so schlecht ausgeführt wird?
Bitte noch mal Antworten.
Vielen Dank
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #17
Ich fürchte das fällt unter die Rubrik "auf hoher See und vor Gericht". Gegenüber der ausführender Goldschmiede hast du alles auf deiner Seite, aber auf dem Klageweg würde ich mir nicht allzu große Hoffnungen machen.
Byte-Schmiedin
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Byte-Schmiedin

 ·  #18
"Büschn schief, hat Gott liev"...wenn ich mal meinen ehemaligen Meister zitieren darf.

Ganz ehrlich - das ist schon ein bisschen arg. Das wäre mir mindestens im zweiten Lehrjahr schon um die Ohren gehauen worden. Also, sinnbildlich.

Kaufrechtlich gesehen hat man bei Minderleistung grunsätzlich ein Anrecht auf Nachbesserung, und dieses muss der Liefernde dann auch bieten. Also - entweder nachbessern und Fassung neu machen oder Geld (anteilig) zurück. Und die erste Nachbesserung war augenscheinlich nicht hinreichend, denn das Problem ist ja nicht gelöst. Nur, hier ist die Frage ob eine komplette Neuanfertigung dann unter "nicht zumutbaren Aufwand" für den Verkäufer fällt. Der Aufwand sollte ja auch irgendwie in Relation zu der Abweichung vom Idealergebnis stehen - und da wird es dann etwas knifflig, weil der Ring ja schon fertig ist, aber eben nicht so richtig sehr gut. Ich stimme zu, dass ein gewisser Preisnachlass angemessen wäre.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__439.html

...und vielleicht noch zum Schluss, um das ganze mal etwas aufzulockern: der Ring ist trotzdem sweet. Und ein Unikat! 😉
michintz
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michintz

 ·  #19
Vielen Dank, für Hilfe, dann werde ich bzw meine Tochter damit leben Müssen. Leider.
Ein bisschen mehr Ehrgefühl hätte ich eigentlich schon von ein Goldschmiedemeister für d seine Arbeit erwartet.
Danke euch ihr Seit toll!
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