Antikes (?) Kreuz mit Rechnung - Alterseinschätzung und Verkaufswertbestimmung erbeten

 
Buffy83
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Buffy83

 ·  #1
Hallo!

Wenn ich nichts übersehen habe, sollte dies das letzte Schmuckstück sein, bei dem ich euch um eure Einschätzung bitten würde!

Dieses Kreuz wurde von Oma's Schwester (angeblich?) in den 1970er Jahren in einem Antiquitätengeschäft in Wien gekauft, Oma hatte es später von ihr geschenkt bekommen als Dankeschön, weil sie und Opa sie lange gepflegt hatten. Es liegt eine Rechnung vor, welche zumindest theoretisch laut Oma zum Kreuz gehört und in der gleichen Verpackung mit aufbewahrt wurde. Ich häng sie mit an, hab nur den Namen geschwärzt. Es steht nicht wirklich etwas Informatives drauf, nur dass es eine Anzahlung gab und eben der Name von Oma's Schwester und dem Geschäft. Leider gibt es das Geschäft nicht mehr.

Aber irgendwie gibt mir das Kreuz Rätsel auf. Es wirkt auf mich an den verzierten Rändern sehr schludrig gearbeitet, das hätte ich bei einem älteren handgearbeitetem Stück anders erwartet. Hat man ihr damals etwas als antik verkauft, das es gar nicht ist? Oder gab es auch früher durchaus nicht ganz so gut verarbeitete Schmuckstücke? (Vielleicht seh ich das auch einfach nur zu kritisch?)

Beim Material (-mix) bin ich ebenso unschlüssig. Punzen hab ich keine gefunden, mit Kaffeesatzlesen KÖNNTE an einer Stelle etwas von einer abgewetzten Punze zu erahnen sein - oder es sind einfach nur Kerben. Was meint ihr? Ich meine an einer Stelle vom Übergang zu dem granulierten, gelbgolden Rand auch etwas silbriges zu sehen, was ja eher für eine Vergoldung spricht? Die Türkise scheinen schon echte zu sein, am obersten ist leider ein Stückchen ausgebrochen.

Lässt sich das irgendwie aus der Ferne eingrenzen, ob es antik oder eine Replik aus den 70ern ist (sofern die Geschichte stimmt)? Und je nachdem zu welche Einschätzung ihr kommt, wo würdet ihr den Verkaufspreis ansetzen? Soll ich das Material auf jeden Fall testen lassen?

Mir bekannte Eckdaten:
Gewicht: 5,41g
Länge ohne Öse: ca. 4,9cm
Länge mit Öse: ca. 5,8cm
Breite: ca. 3,7cm
Durchmesser Türkise: ca. 3mm
Preis in 1977: 3800 ATS
Laut einem Währungsrechner entsprechen 3800 Schilling in 1977 einer heutigen Kaufkraft von etwa 1026€, falls das relevant ist.

Danke euch wie immer für eure Hilfe!

Alles Liebe,
Buffy
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Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #2
Der Preis sollte auf Edelmetall hinweisen, auch wenn sonstige Hinweise nur sehr vage sind. Das Metall sollte man auf jeden Fall testen lassen. Allerdings wirkt es inhomogen.
Punze würde ich an einer prominenteren Stelle erwarten.
Insofern drücke ich die Daumen, damit steht und fällt der monetäre Wert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemand nur wegen der "Schönheit" haben möchte, ideeller Wert natürlich außen vor.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #3
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #4
Inhomogen halt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und es könnte sich um gelbgebranntes Rotgold oder so handeln. Kupfer wäre vielleicht stärker angelaufen. Aber wie TE schon bemerkt, so rotzig angefertigt würde man kein "echtes" Schmuckstück erwarten. Vielleicht gehört die Rechnung nicht zum Stück oder der Händler hat am Abend eine Party gefeiert.
Buffy83
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Buffy83

 ·  #5
Danke für eure Einschätzung! Dann werd ich es mal testen lassen, aber viel Hoffnung hab ich ehrlich gesagt nicht. Ich war auch wegen den angelaufenen goldenen Stellen skeptisch, dafür sind die roten Stellen eben nicht angelaufen. Na mal schauen. Ist leider manchmal nicht so einfach mit den Geschichten die über Schmuckstücke überliefert werden. Ich werd's wohl nicht mehr rausfinden, ob die Rechnung dazugehört oder doch nicht.

Sie hatte auch ein Armband im typischen Tank-Stil der 40er Jahre bei dem ich anfangs dachte es sei Modeschmuck aus Plastik - bis ich die Punzen fand. So trügt das Laien-Bauchgefühl halt doch schnell und ich war froh alles mit der Lupe abgesucht zu haben. Da hätte sonst wer ein riesiges Schnäppchen am Flohmarkt gemacht - 52g 585er Gold für ein paar Euro. Eure Tipps und Erfahrung helfen uns Laien da wirklich extrem! DANKE!!!
Tilo
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Tilo

 ·  #6
das Kreuz ist nach Foto nicht sicher einzuschätzen
die massiven dunklen Stellen deuten auf unecht, rote unangelaufene Stellen innerhalb gelber Bereiche bzw. an kanten auf Rotgold gelb beschichtet (z.b. gebrannt)

erster Säuretest=Strichprobe könnte oben an der Kettenöse erfolgen. ist der noch positiv, dann mal eine der dunklen Stellen direkt mit der Säure betupfen
immer noch positiv, also nicht schäumend?
dann auf der Rückseite eine Stelle etwas anschaben, um sicher durch eine mögliche Beschichtung durchzukommen, und dort direkt die Säure draufzutun
schäumt sie, dann unecht
mit der STrichprobe wird man bei so abstehenden eher zarten Verzierungen oft getäuscht, weil die äußere Schicht edel ist und man aus optischen Gründen nicht zu viel von der zarten Verzierung wegschleifen will

damals waren so manche Antiquitäten teurer im Verhältnis zur Kaufkraft als heute
das trifft viele Erben von Möbeln, Porzellan, Pelzen usw
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #7
Das trifft auf gesicherte Antiquitäten zu. Hier sehe ich aber keinen signifikanten Stil.
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