Diamanten aus Urnenstaub?

 

Umfrage

Würdet Ihr z.B. Eure Oma in dieser Form am Finger tragen wollen?
Ja, ich finde nichts schlimmes dabei!
 
257 (76.95%)
Nein, das ist nichts für mich!
 
77 (23.05%)
 
0 (0%)
Stimmen insgesamt:334
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 ·  #61
Hallo Ihr,

Ich glaube als Schmuckbeschauer sollte man sich nicht zu weit aus dem Fenster hängen nur weil man angst hat keine steine mehr zu verkaufen. Diamant bleibt Diamant ob natürlich oder synthetisch (sind jedoch unterscheidbar) und von "kubischen Kohlenstoff" habe ich auch noch nichts gehört. Die Kohlenstoffatome bilden im Diamant ein tetragonales Gitter aus, das heist nicht dass das ganze aussieht wie ein Tetrapack oder ein Würfel (kubisch) zu tun. Ein Tetraeder ist ist ein Körper mit vier Ecken und vier dreieckigen Seitenflächen, im Falle des Diamanten sogar gleichsetige Dreiecke. Die in den verschiedenen Artikeln beschriebenen Steine wurden aus Kohlenstoff hergestellt -> DIAMANT.

Zu eurer eigentlichen Frage. Ich finde es eine nette Idee und würde lieber meine Mutter um den Hals tragen als irgend jemanden mit der Grabpflege beauftragen zu müssen. Und das vor allem in unserer schnelllebigen Welt, wo man Heute nicht weiß wo man Morgen vielleicht hin muss.

Viel Spass mit der weiteren Diskussion

MfG
Chemiker
Goldie
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Goldie

 ·  #62
hallo chemiker und herzlich willkommen in unserer runde :)

vielen dank für deinen einwurf. zur ansicht so mancher schmuckhändler wehre sich dem thema weil er angst hat weniger steine zu verkaufen kann ich jedenfalls für mich persönlich sagen - fällt wohl nicht ins gewicht. es wird immer eine verschwindent geringe minderheit bleiben, die solche wege geht.

vielmehr scheint es den meisten hier mitdiskutierenden "gegnern" darum gegangen zu sein, dass es wohl nicht möglich sei ausschliesslich aus der asche eines verstorbenen diesen prozess ohne weiteres anzustossen.

als chemiker kannst du da ja sicherlich deine ansicht diesbezüglich anbringen. wäre sicher interessant...

lg
martin
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 ·  #63
Hallo,

Verzeiht mir die zynischen Bemerkungen zu den Schmuckhändeln, ich wollte hier keinen defamieren. Natürlich ist es nicht möglich, die Asche eines Verstorbenen in eine Presse zu packen, zu erhitzen und damit einen Diamanten zu erhalten. Aber das behauptet ja keiner. Na meinen Informationen läuft das Ganze so ab. Aus der Asche, welche möglichst unter kontrollierten Bedingungen erhalten wurde ( wie erwähnt der größte Feind sollte das CO2 sein, also möglichst wenig Sauerstoff), wird der enthaltenen Kohlenstoff entfernt (von allen organischen Resten befreit), aufgearbeitet und dies bis zum gewünschten Reinheitsgrad. Der anschließende Prozess ist ähnlich dem industriellen Herstellungsverfahren, nur müssen hier die Prozessbedingungen dem entsprechendem Ausgangsmaterial angepasst werden. Ähnlich wie in der Natur, führen bestimmte Verunreinigungen (im sub Promillbereich) zu einer farblichen Veränderung des Steins (z.B. gelbe Diamanten). Im Großen und Ganzen, ist es ein chemisch nachvollziebarer Prozess, bei dem nicht aus Asche Diamanten werden, sondern aus dem in der Asche enthaltenem Kohlenstoff.

Vielleicht mal bei "LifeGem" nachschauen, die bieten das ganze auch für dich an. PS: Dies war keine Aufforderung eure Großmutter zu Stein zu machen. :mrgreen:

Viel Spass noch Euer Chemiker
Goldie
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Goldie

 ·  #64
Zitat geschrieben von chemiker

Vielleicht mal bei "LifeGem" nachschauen, die bieten das ganze auch für dich an...


mit denen hast du aber nicht rein zufällig etwas zu tun, oder? 😉
bis zu diesem satz hast du dich recht neutral angehört :)

lg
martin
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 ·  #65
Ne, hab ich nich! Ich sitzte hier inner Uni und beschäftige mich im Normalfall mit Laser und der Interaktion von Stoffen mit Licht. Natürlich ärgere ich mich auch mal mit Studenten rum. Das wahr halt die erste Seite die dazu von'ner Firma fand.
MfG Ch
Goldie
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Goldie

 ·  #66
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 ·  #67
Hallo,

ich habe jetzt alle Beiträge gelesen und schreibe mal, was ich dazu denke.

Man kann etwas ganz wissenschaftlich sehen oder einfach eine Möglichkeit erkennen, den Verlust eines geliebten Menschen anders zu verarbeiten.

Hierbei spielt es eigentlich auch keine Rolle ob es sich um einen Diamant oder ein anderes Schmuckstück handelt, das mit der Asche eines Verstorbenen befüllt wird. Das ist ein Weg, den sich auch Personen leisten können, die nicht in der Lage sind mal eben zwischen 4.500 und 13.000 € für einen Diamant auszugeben. :)

Leider ist auch das in Deutschland verboten, aber hier gibt es auch Wege, die das ermöglichen.
Ich selbst habe so ein Schmuckstück und bin über diese Site dazu gekommen:
weg4u.de - Urnen
admin-info: link entfernt!

Diese Site hat mir jedenfalls sehr geholfen und ich bin dankbar, dass ich diese Möglichkeit nutzen konnte.

Ich bin 2003 befragt worden und unter "Berichte" findet Ihr einen Zeitungsartikel der meine damalige Situation schildert.

Ich hoffe, ich konnte mit meinem Beitrag ein bisschen dazu beisteuern, das Ganze auch von der persönlichen Seite zu sehen.
Goldie
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Goldie

 ·  #68
hallo refra,

dein handeln kann ritterlich sein oder auch mit wirtschaftlichen interesse geprägt sein.
ich kann und will darüber nicht urteilen. aber bedenke das Erst-Postings mit Link stets einen faden Beigeschmack haben. Das wissen auch die anderen Forenbesucher und meiden solche Seiten.

mfg
administration
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #69
Ich habe mich ja bislang aus dieser Sache raus gehalten. Mir scheint, es geht hier um eine Begriffsverfälschung, wie sie besser nicht konstruiert werden kann. Ich will das mal erläutern: Asche definiere ich als unoxidierbare Rückstände eines Verbrennungsprozesses. Falls niemand etwas dagegen hat, können per Definition in Asche keinerlei Kohlenstoffrückstände sein.

Derartige Rückstände in Asche, lassen also den Rückschluss zu, dass die Verbrennung (Oxidation zu CO²) nicht stattgefunden hat. Richtig?

Folglich ist im Fall der synth Diamanten aus Leichen oder tierischen Kadavern ein weiterer Begriff falsch, bzw. unzutreffend: Verbrennung.
Vielmehr dürfte es sich um ein (kontrolliertes) RÖSTEN der Kadaver, bezw. Leichen handeln, mit dem Ziel, einen möglichst hohen Anteil an Kohlenstoff vor Oxidation zu schützen.

Es dürfte sich also mit hoher Wahrscheinlichkeit, um einen Retortenbehälter handeln, in welchem die organischen Substanzen zunächst unter Luftabschluss erhitzt werden, wobei entstehende Gase und Kondensate ableitet und gesondert verbrannt werden. Nach vollständigem Abschluss des Verkohlungsvorganges, kann der gewonnene Kohlenstoff anschließend aufbereitet (gemahlen, chem. behandelt werden) und von mineralischen Beimengungen getrennt werden Weitere Raffinationsvorgänge schließen sich an. Welche Mengen für die Verarbeitung jeweils nötig sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Rein technisch wäre es jedoch möglich, unzureichende Mengen, etwa mit Schlachtereiabfällen aufzufüllen.

Ein weiterer, interessanter Punkt meiner Betrachtung, ist der Verbleib des für die Diamantproduktion unbenötigten, überschüssigen, mit hohem Kostenaufwand gewonnenen Kohlenstoffs (etwa von sehr schweren Menschen oder Tieren). Aus wirtschaftlicher Sicht ist es unsinnig, dieses hochreine Material mit den restlichen, unbenötigten Überresten endgültig zu verbrennen, um damit eine, den allgemeinen Vorstellungen entsprechende Asche zu erzeugen. Denkt man diesen Gedanken zu Ende, könnte es durchaus im wirtschaftlichen Interesse derartiger Dienstleister liegen, mit dem kostbaren Material sparsam umzugehen, d.h. es gegebenfalls vielleicht sogar zu vermischen.

Aus dem angestrebten OMIANT, würde in diesem Fall leicht ein Katzomiant, oder auch ein Wauwauomiant. Eine ganze Menge vorstellbarer Steinsorten wären so also möglich.

Meine persönliche Meinung zu diesem Themenkomplex ist sehr einfach: Man kann leichter eine Flasche Aqua con Gaz aus Omi machen, als einen Diamanten. Und wenn man das gewonnene Kohlendioxid in Wein reindrückt, erhält man einen prickelnden, anregenden Stoff, der die liebe Verstorbene noch einmal richtig ins Bewusstsein ruft, und für den Fall, dass es sich doch mehr um einen Drachen handelte,leichter vergessen macht!
sigun
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sigun

 ·  #70
Mein persönlicher Standpunkt zu dieser Idee: ich bin echt sprachlos. :shock: :shock: :shock:

Die Idee, Menschen zu Dingen zu verarbeiten, ist für mich entschieden menschenverachtend und verletzt die Menschenwürde zutiefst.
"Geschmacklos" wäre da noch milde ausgedrückt.
Das waren einmal lebendige, atmende Menschen, die sich bewegt haben und die geredet und gelacht haben, und jetzt sollen sie als Gegenstand dienen? Noch dazu nicht einmal als - Entschuldigung an alle Leute hier, die vom Schmuck leben, aber trotzdem - nützliche, sondern als Luxusgegenstände? Per definitionem überflüssige Gegenstände?

Ich kann mich nur wiederholen: menschenverachtender geht´s nicht mehr. Tote Menschen (und tote Tiere) sind kein "Rohmaterial", das man weiter verarbeitet. Sie haben eine gewisse Würde verdient. Und ja, die ganze Idee geht für mich entschieden in Richtung Leichenschändung.
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 ·  #71
Einen Familienangehörigen nach seinem Ableben nicht zu schänden sondern unversehrt der Muttererde zurückzugeben, die von ihm aufgrund seiner Verbundenheit als solche verstanden wurde, ist nach meinem Gefühl ein herzlicher Akt des Gedenkens und der Achtung. Ich hoffe, dass ich, wenn meine Zeit irgendwann gekommen ist, auch unversehrt meine letzte Ruhe finde.

Verbrannt oder auf See bestattet zu werden finde ich grauenvoll. Aber das sehen andere für sich anders und sollte ebenso respektiert werden.

Diesen hier angeschlagenen Ton von Geschäftemacherei und deren Methodik von beiden Seiten kann ich nicht akzeptieren.
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #72
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 ·  #73
Guten Tag die Herren,
ich habe gerade mit freuden ihre Beiträge gelesen und muss ihnen sagen das es (als außenstehender) ein wenig danach aussieht als würden sie an einander vorbei reden.
Di emoralischen Gründe seihen mal daher gestellt(ich fänd mich als asche verstreut am besten aufgehoben).
Das Hauptproblem das die Leute dies machen lässt oder nicht scheint so oder so eher das Geld zu sein. Ich bin mir nicht über die Kosten im klaren aber mich zu einem Diamanten machen zu lassen oder "einfach" nur mit erde bedecken zu lassen ist keiner kosten frage würdig.
Ich muss allerdings jetzt mal eine andere Frage stellen:
Mir ist (besonders als Sohn eines Arztes) bewusst wieviel C-Atome sich in einem Menschlichen Körper finden, doch warum lassen sich dann "nur" max. 4,4 Karat daraus extrahieren?
Ein Mensch "beherbergt" doch (gebunden oder nicht...) C-Atome die sich zu mehr "formen" lassen mögen.
Zu dem Beitrag vom So, 14. Mai. 2006 06:15(user: perl-shop.ch)
Ich denke nicht das man "bleibt". Ich als Verstorbener weile definitiv nicht mehr unter den lebenden, somit ist es eher eine Frage der Verbliebenen wie sie mich "bewahren" wollen.
Als Diamant - ähnlich kostbar (UND kostenaufwendig) wie zu Lebzeiten :P
Begraben - so das jeder wann immer er möchte den Verstorbenen "besuchen" kann
Als Urne - (so genau weiss ich das gar nicht) kostengünstige Variante der Diamantenform?
Seemannsgrab - um selbst nach dem Tod noch umher zu "schwimmen"
Was Sie wollen, aber der Tod ist nicht für den Sterbenden sondern für die Hinterbliebenen. Je nach "Laune" sollte getan werden was "muss"
[stellen sie sich ihren liebsten Verstorbenen doch mal als Diamantenkette vor, das mag für einige interessant sein. Ich persönlich mag lieber Bilder und GRABsteine. Aber jeden das seine ;)]
Solang es ein natürlicher Tod ist, besteht kein Grund zur moralischen Frage. (Egal wie es sich dreht tot ist tot)
Mit freundlichen Grüßen
P.-A. W. Scholle
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #74
Zitat geschrieben von Anonymous
...
Ich muss allerdings jetzt mal eine andere Frage stellen:
Mir ist (besonders als Sohn eines Arztes) bewusst wieviel C-Atome sich in einem Menschlichen Körper finden, doch warum lassen sich dann "nur" max. 4,4 Karat daraus extrahieren?
Ein Mensch "beherbergt" doch (gebunden oder nicht...) C-Atome die sich zu mehr "formen" lassen mögen....


Kohlewasserstoff Kettenmoleküle verbrennen im wesentlichen zu H2O und CO2, das ist der Grund weshalb zum Schluß kein Kohlenstoff mehr übrig bleiben sollte. Mineralische Stoffe bleiben als Asche zurück.
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #75
Ein Zitat:


Zitat
Solang es ein natürlicher Tod ist, besteht kein Grund zur moralischen Frage. (Egal wie es sich dreht tot ist tot)


Dann könnte man die lieben Verstorbenen also ruhigen Gewissens in den Nahrungsmittelkreislauf eingliedern? So war es doch sicher nicht gemeint, oder? ;-)
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 ·  #76
ich möchte mich informieren
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #77
Goldschmied
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Goldschmied

 ·  #78
Zitat geschrieben von Emerald


""im Testlauf wurden aus einem Schwein angeblich rote, gelbe und blaue Diamanten hergestellt. So beschränkt sich die Diamantenproduktion nicht auf geliebte verstorbene Erdenbürger - Haustiere sind bei LifeGem als Kohlenstoffquelle ebenfalls gern gesehen. ""

also haben die Die Prinzen doch recht: - Du musst ein Schwein sein
auf dieser Welt :twisted:
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #79
Das ist eine Falschmeldung. Diamanten können aus Urnenstaub nicht hergestellt werden. Urnenstaub ist kohlenstoffrei. Lediglich aus den angekohlten und halb verbrannten Teilen eines Körpers, ist so etwas möglich, jedoch vollkommen blödsinnig, da es andere, wesentlich billigere Materialien gibt.

Ein Marketing-Gag, mehr nicht. Und dazu noch ein Geschmackloser!
Tilo
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Tilo

 ·  #80
in dem verlinkten spöttisch geschriebenen Heise-Artikel lese ich erstmals in dem Zusammenhang, daß das Krematorium die Sauerstoffzufuhr kontrollieren/reduzieren soll
können die das?
wie wird dann verhindert, daß statt Kohlendioxid eben Kohlenmonoxid entweicht, was letztlich zum gleichen Ergebnis führt:
ich kann mir immer noch nicht vorstellen, daß Kohlenstoff in der Asche zu finden ist
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #81
Wenn die Leichen in sauerstoffreduzierter Umgebung erhitzt werden, entsteht besagtes Monoxid. Sie veraschen dann aber auch, zu letztendlich kohlenstofffreier Asche.

Bei sauerstofffreier Umgebung verbrennen sie nicht. Das Ergebnis ist dann wohl so eine Art von Oma- oder Dackelbrikett. Ob Krematorien darauf eingerichtet sind, bezweifle ich.

Es gibt aber sicher auch noch andere und glaubhaftere Möglichkeiten, um synthetische Diamanten zu vermarkten.
butt4fame
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butt4fame

 ·  #82
Zitat geschrieben von Ulrich Wehpke

Dann könnte man die lieben Verstorbenen also ruhigen Gewissens in den Nahrungsmittelkreislauf eingliedern? So war es doch sicher nicht gemeint, oder? ;-)



vielleicht nicht so gemeint aber es ist fakt:

wenn ich "normal" bestattet werde und sich die würmer an mir satt gefressen haben bleibt von mir (natürlich wieder nach einiger zeit) nichts anderes übrig als allerkleinste teilchen!

ob diese dann irgendwann in ner hundefutter-fabrik landen oder ich nach jahrmillionen vielleicht ein "echter" diamant bin is mir persönlich dann relativ egal...
Tilo
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Tilo

 ·  #83
ich wüßte nicht, wie der Weg vom Grab in die Hundefutterfabrik gehn sollte oder deine Kohlenstoffatome in einen Bereich diffundieren sollen, wo die natürlich Entstehung von Diamanten passeirt, die sind ja aus großen Tiefen von Lava hochgespült

eigentlich gings ja darum, ob Asche für Kunstdiamanten geeignet ist und wie man das findet
butt4fame
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butt4fame

 ·  #84
Zitat geschrieben von Tilo
ich wüßte nicht, wie der Weg vom Grab in die Hundefutterfabrik gehn sollte oder deine Kohlenstoffatome in einen Bereich diffundieren sollen, wo die natürlich Entstehung von Diamanten passeirt, die sind ja aus großen Tiefen von Lava hochgespült


zu 1 du stirbst u verrottest!deine "biologische"masse wird umgesetzt (verwehsung,gefressen von würmern etc)...
ein paar jahre später wirst du immer mehr vom regen "ausgewaschen" und deine reste "sickern" auf die kuhwiese....kuh frisst (dich mit), kuh wird geschlachtet, kuh abfall wird zu hundefutter!!!
(etwas überspitzt aber absolute realität!)

zu 2 was heute in mehreren 100ten metern tiefe schlummert war vor mehreren 100ten jahren mal oben auf der erdoberfläche!!!wie käme es sonst nach unten?
Tilo
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Tilo

 ·  #85
damit meine Reste(wenn sie nicht eh eingeäschert werden)vom Friedhof zu nem landwirtschaftlich genutzen Bereich sickern, müssen sie Kilometer unter Häusern langsickern, das kann dauern, vor allem, wenn das Feld gar nicht für Kuhfutter, sondern für Treibstoffraps oder Brotgetreide verwendet wird ;-)

und wegen Diamanten: die bilden sich in 150km Tiefe, das daurt auch ne Moment, bis meine/deine Atome da unten hingespült wurden
da kannst nur auf einen Meteoriteneinschlag auf deinem Friedhof (oder dem Hund, der das Hundefutter mit deinem Kohlenstoff gefressen hat ;-) )hoffen, um zu Diamant zu werden ;-)
butt4fame
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butt4fame

 ·  #86
ich hoffe auf gar nix... :lol:

bei deiner überlegung zum friedhof gehst du fälschlicher weise davon aus das es nur friedhöfe in großstädten gibt...komm mal aufs land!
und auch in großstädten gibt es "grundwasser" welches das "dahinsickern" beschleunigt!
und die wenigsten lassen sich im bleisarg beerdigen...

mit den diamanten is es nunmal so:

wenn ich mich heut hier auf die wiese lege und ich davon ausgehe das kein mensch seine finger im spiel hat, dann lande ich unausweichlich irgendwann auch in den tiefen wo diamanten entstehen!zwangsläufig,denn; alles was heute in 100ten metern tiefe gefunden wird war vor 100ten o 1000en jahren mal an der erdoberfläche!
is nun mal so...
da brauchts keinen meteoriten, nur geduld 😉
Tilo
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Tilo

 ·  #87
extra für dich wiederhole ich es gerne
Zitat geschrieben von Tilo
Diamanten: die bilden sich in 150km Tiefe

das sind 150 000m!
butt4fame
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butt4fame

 ·  #88
ja und???

die welt is alt...

wie gesagt...ich brauche dann zwar verdammt viel zeit aber die hatten die diamanten die jetzt aus 1000en m tiefe geholt werden ja auch!
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #89
Bei dieser Betrachtung geht b4f davon aus, dass sich die Materie wohl in der Hauptsache an der Erdoberflächen befindet. Insofern ist folgende Aussage falsch: "alles was heute in 100ten metern tiefe gefunden wird war vor 100ten o 1000en jahren mal an der erdoberfläche!"

Das Gegenteil ist richtig: Alles was an der Oberfläche ist, kommt ursprünglich aus der Tiefe.

Der nächste Irrtum ist der, dass Diamanten aus Lebewesen, oder aus dem Kohlenstoff von Lebewesen entstanden sind. Kohlenstoff ist ein Element, welches sich in riesigen Mengen (ca 0,99% Anteil an der Erdkruste, in der Tiefe teilweise noch erheblich mehr) im gesamten Universum finden lässt.

Diamanten würde es folglich auch dann geben, wenn die Erde kein Leben hervorgebracht hätte. Die wichtigste Voraussetzung sind Vulkane und deren aktive Verbindung in große Tiefen.

Insofern ist die Diskussion also am Kern der Sache vorbei gelaufen. Dass man AUCH aus organisch gebundenem Kohlenstoff Diamanten (zumindest theoretisch) synthetisieren kann, ist keine Frage. Jedoch ist es absolut unmöglich, aus kohlenstoffreier Asche einen Diamanten zu erzeugen. Das wäre in etwa so, wie ohne Wasser Eiswürfel erzeugen zu wollen.
butt4fame
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butt4fame

 ·  #90
da muß ich leider widersprechen H.Wehpke!
das nur ein verschwindend geringer teil "materie" an der oberfläche sichtbar ist ist mir durchaus bewusst!

Zitat: Das Gegenteil ist richtig: Alles was an der Oberfläche ist, kommt ursprünglich aus der Tiefe.

genau darauf beziehe ich mich...die abtragung "erosion"(schreibweise unbekannt :) ist mir bekannt nur fällt mir gerade der gegenteilige begriff nicht ein...nicht abtragung sondern "auftragung"...

wäre ihr satz richtig müßte ich mich wundern wie in köln noch behausungen der römer gefunden werden können???
die haben ja nicht gebaut (damals erdoberfläche) und dann kurz vorm tod alles aus "vorsicht" zugeschüttet (unter der oberfläche) damit es jetzt 2000jahre später wieder ans licht kommt!
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