Schweißen mit dem Schmuck-Laser

 
Guestuser
 
Avatar
 

Guestuser

 ·  #1
Nicht einmal vor Traditionsberufen zB den Goldschmieden macht technischer Fortschritt halt.
Schmuck Laser eignen sich so die Hersteller gut für Schmuck Reparaturen mit Hitze empfindlichen Edelsteinen. Sie sollen zudem auch für andere Einsatzbereiche schnell und praktisch sein.
Würden die Geeks das unterschreiben?
Lohnt sich die Anschaffung eines teuren Lasers oder bin ich nach wie vor besser beraten schwere Fälle an Siro Laser Tec zu schicken? Wirklich günstiger geworden sind diese Geräte ja mit den Jahren nicht! :evil:
Merci euch, Schmiedi
Emerald
PostRank 10 / 11
Avatar
Beiträge: 871
Dabei seit: 02 / 2005

Emerald

 ·  #2
Das sind individual Entscheidungen

die Atwort kann man sich geben, wenn man weiss, wie oft der Laser zum Einsatz kommen wird.

Bei eher seltenem Gebrauch lohnt es sicher nicht

Bei täglichem Gebrauch kann man sich ja ausrechnen, wann sich die Kosten amortisiert haben.Der ersparte Arbeitsaufwand muss ebenfalss eventuell berücksichtigt werdne.

Also kann kein anderer diese Frage für dich speziell beantworten.
Guestuser
 
Avatar
 

Guestuser

 ·  #3
Soweit danke ich dir Emerald und bin einig mit dir.
Um eine individuelle Enscheidung für mich selber zu treffen interessieren mich über die von dir erwähnten Aspekte hinaus Eindrücke von Goldschmieden die bereits Alltagserfarung mit dem Laser haben. Das ist der Grund wieso ich mich an das Forum gerichtet hatte und sicherlich kein unmaßgeblicher Faktor wenn es um so viel Geld geht.
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35086
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #4
Ich sehe das als großteils wirtschaftliche Entscheidung. Wie hoch ist der Ertragsvorteil eines eigenen Gerätes gegenüber der fremden Dienstleistung.

Da sind die Parameter, eigener Stundenlohn, Fremdlohn, Versandkosten, Einarbeitungszeit, Abschreibungen zu berücksichtigen und dann mit der jährlichen Einsatzhäufigkeit gegenzurechnen.

Ich finde es gut wenn möglichst viele sich solch ein Gerät kaufen und dadurch die Preise für Fremdleisteungen sinken. ;-)

Abgesehen davon ist es für viel reparaturen und wenige Anfertigungen ein geniales Gerät. Der Spaßfaktor ist enorm, allerdings hat der PUK auch etliche Vorteile und ist erheblich billiger.
Guestuser
 
Avatar
 

Guestuser

 ·  #5
Jetzt kommen wir der Sache schon näher.
Mit dem PUK habe ich auch schon geliebäugelt. Du schreibst der Spaßfaktor sei beim Laser enorm aber auch der PUK hätte echte Vorteile dem Laser gegenüber.
Geht bitte bitte bitte etwas konkreter? Dazu kann ich noch aus deinen Aussagen schließen du schickst lieber ein richtig?
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35086
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #6
Der PUK geht bei schmalen Schlitzen etwas tiefer in der Schweissnaht als der Laser und ich hatte den Eindruck das die Bedienung einfacher ist.

Das sind reine Messebeobachtungen.

Bei dem Bedarf, den ich nicht durch löten erledigen kann lohnt sich für mich beides nicht. Das ist genau so wie mit der digitalen Modellerstellung, der Aufwand an Arbeitszeit ist so hoch das ich günstiger mit der Wachsfeile hinkomme.
Guestuser
 
Avatar
 

Guestuser

 ·  #7
Antworten wie die Feuerwehr das ist selten in Forums!
Danke soweit das hilft mir bereits. Ich werde die geplante Anschaffung nochmal überdenken und ein paar Nächte darüber schlafen.
Merci, Schmiedi
dergoldschmied
PostRank 2 / 11
Avatar
Beiträge: 23
Dabei seit: 07 / 2005

dergoldschmied

 ·  #8
ich hätte demnächst einen puk 111 zu verkaufen!! gruß gerhard
Juwelfix
Mod-Teamleiter
Avatar
Beiträge: 6728
Dabei seit: 09 / 2007

Juwelfix

 ·  #9
Hallo
Also ich habe mit beidem Arbeitserfahrung.
Wenn es nur drum geht ab und an was zu schweißen lohnt sich der Laser nicht.
Mit dem Laser arbeitet man ohne Frage schneller, genauer und effektiver.
Ich habe aber mindestens 1/2 Jahr gebraucht bis ich wirklich gut damit arbeiten konnte.
Du musst mindestens ca.800,-€ im Monat mit dem Laser verdienen, damit sich die Anschaffung lohnt. Und die Zeit haben um dich einzuarbeiten.

Das WIG-Schweißen (also mit z.B. den Puk-Geräten) ist in vielen Bereichen durchaus mit dem Laserschweißen zu vergleichen. Die Einarbeitung fand ich auch recht einfach,
der Hersteller der Puk-Geräte gibt da auch viele hilfreiche Tips. Du musst nur vollkommen anders Arbeiten als bei einer Lötung.
Ein weiterer Vorteil ist, dass es keine hinderliche Arbeitskammer gibt, wie beim Laser.
Für kleine Schweißungen ist unbedingt das Mikroskop ratsam.
Ich hoffe,das war konkret genug.
Gruß
Zirkonhead

PS
Es gibt auch noch andere Laser-Lohnarbeiter ! 😉
Guestuser
 
Avatar
 

Guestuser

 ·  #10
Hallo!

bei der Diskussion PUK versus Laser habe ich auch was beizutragen:
Habe neulich die Gelegenheit gehabt, das PUK3 zu testen (habe bislang das PUK2 gehabt) und muß sagen: der Unterschied ist gewaltig!! Meines erachtens sind die Ergebnisse nicht mehr wirklich weit vom LAser weg. Gerade wenn ich mir den Preis vin nem Laser anschaue, und das im Vergleich mit dem PUK sehe, fällt die Entscheidung ziemlich leicht... ;-)
Die Ergebnisse sind deutlich sauberer und haltbarer als bei meinem 2er Puk. Ich finde es auch gut, daß man mit dem Mikroskop arbeitet, finde es wesentlich präziser zum Arbeiten.

Tschö,
Snooky
dergoldschmied
PostRank 2 / 11
Avatar
Beiträge: 23
Dabei seit: 07 / 2005

dergoldschmied

 ·  #11
Schmiedi,
der puk tuts in den meisten fällen auch
ich hab sogar einen gebrauchten zu verkaufen
derfroehner@compuserve.de
edel_Metaller
PostRank 3 / 11
Avatar
Beiträge: 35
Dabei seit: 09 / 2007

edel_Metaller

 ·  #12
Was ein wesentlicher plus Punkt für den Laser ist, das man beide Hände frei hat. das hat noch niemand vorgebracht! Außerdem hat man ja beim PUK diesen Stift ich, durfte zwar noch nicht damit Arbeiten, aber das kann jenachdem ja schon hinderlich sein! Beim Laser brauch man ja "nur" "sichtkontakt". Und ich weiß nicht, also beim Laser hat man die Option "Schutzgas" ihr konnt ja mal darstellen wie das beim PUK ist?!

gruß Marc
Tilo
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 31102
Dabei seit: 09 / 2006

Tilo

 ·  #13
beim PUK wird natürlich auch mit schutzgas geschweißt
habs nicht, konnte aber mal zusehen
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35086
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #14
Tilo
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 31102
Dabei seit: 09 / 2006

Tilo

 ·  #15
seit wann hast du denn dieses?
eigentlich war doch PUK2 geplant?
Juwelfix
Mod-Teamleiter
Avatar
Beiträge: 6728
Dabei seit: 09 / 2007

Juwelfix

 ·  #16
Schuztgas (Argon) ist zum Wig-Schweißen ( der Puk ist ein Wig-Schweißgerät) bei allen Metallen eigentlich unverzichtbar. Es geht zwar auch ohne, die Ergebnisse sind dann allerdings nicht reproduzierbar, da kein Oxidationsschutz des Schweißbades gegeben ist.
Beim Laser ist Schutzgas nur bei Titan nötig, bei Stahl oder niedrig legierten Goldlegierungen oft vorteilhaft.
Fürs Puk gibt es einen Halter für den Griffel, der Beidhändiges arbeiten ermöglicht. Auch das Mikroskop ist sehr hilfreich, da die Lupenleucht nur etwa zweifach vergrößert. Weshalb der Hersteller keine "Zwischenlösung" ( aufsteckbare zweite Lupe ) anbietet ist für mich bis Heute nicht nachvollziehbar.
Ulrich Wehpke
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 8090
Dabei seit: 08 / 2006

Ulrich Wehpke

 ·  #17
Die Tiefe der Schweißnähte differieren tatsächlich, sie sind je nach verwendetem System unterschiedlich. An der Spitze steht das Elektronenstrahlschweißen. Die hiermit erzeugten Verbindungen sind die tiefsten überhaupt. Es erfordert jedoch eine evacuierbare Hochvacuum-Schweißkammer, sowie sehr aufwändige und sehr spezielle Schweißanlagen. Es wird aus diesem Grund ausschließlich im industriellen Bereich eingesetzt.

Auf Rang 2 rangieren Laserschweißnähte. Sie sind deutlich tiefer, als alle Elektroschweißverfahren. Der focussierbare Laserstrahl wird auf die zu schweißende Stelle gelenkt, wo er im Gegensatz zu den Elektroverfahren das Material nicht nur an der Oberfläche aufschmilzt, sondern eine wurzelähnliche Aufschmelzung noch in beachtlicher Tiefe bewirkt. So ist es z.B. ohne weiteres möglich, einen 5 mm dicken Stahl, mit einem nur 0,5 mm durchmessenden Laserimpuls vollkommen aufzuschmelzen. Will man tiefe Nähte erzeugen, müssen die Laserimpuse sehr dicht gesetzt werden, da die Schmelzbäder in der Tiefe an Durchmesser abnehmen. Nur mit überlappenden Schmelzbereichen kann man tiefreichende, homogene Nähte erzeugen.

Rang 3 nehmen die Elektroverfahren ein. Hierbei ist eine tief aufschmelzende Wirkung nicht möglich. Die Haltbarkeit wird durch öffnen der Nahtgeometrien erreicht, als etwa V-Naht, Doppel V-Naht u. dgl. Hierbei wird von unten heraus, von "der Wurzel" Material aufgetragen, bis der ausgenommene Bereich, das "V", vollkommen zugeschweißt ist. Derartige Schweißstellen haben, wenn sie fachgerecht ausgeführt wurden, die gleiche Haltbarkeit wie das Originalmetall. Je nach Zusatzmetall sind die Schweißstellen auch besser als das Grundmetall. Derartige Schweißstellen sind teuer und Aufwändig herzustellen, die Schweißer legen regelmäßig Prüfungen ab.

Bei den PUK-Geräten handelt es sich um so gen. Kondensatorschweißgeräte. Hierbei werdern ein oder mehrere Kondensatoren mit einer dosierbaren Spannung aufgeladen. Der oder die Kondensatoren entladen sich bei Kurzschluss und liefern so, die für den Schweißvorgang benötigte Energiemenge. Vorteil: Durch die genauen Beladungsmöglichkeiten, ist die Energiemenge leicht zu kontrollieren. Es kommen bei den modernen Varianten, alle techn. Rafinessen der Großgeräte zur Anwendung. Z.B. HF- Zündung des Lichtbogens, regel-u. einstellbare Amplituden, also z.B. Steiler Anstieg der Flanke bis zum Erreichen des gewünschten Wertes, mit flachem Rückseitenverlauf, oder auch umgekehrt, oder auch ein Rechteckimpuls, Glockenimpuls usw. Diese Kurven haben eine deutliche Auswirkung auf die Schweißnaht. Weiterhin kommt auch Formiergas zum Einsatz, um unerwünschten Sauerstoffzutritt zu verhindern.

Die drei genannten Bereiche, lassen sich nicht eifach miteinander vergleichen. Weder kann ein Laserschweißgerät ein Elekronenstrahl schweißgerät ersetzen, noch ein Kondensatorschweißgerät einen Schweißlaser. Für alle Aufgabenbereiche gibt es das RICHTIGE Verfahren, welches geübt und sachkundig angewendet, zu den gewünschten Ergebnissen führt. Es hat keinen Zweck, wenn man eine Baugrube für ein Hochhaus mit dem Spaten ausschachten will, oder etwa das Montageloch für eine Steckdose mit einem Bagger aus der Wand stämmen möchte!

Es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass die raffiniertesten Geräte, die modernsten Verfahren nur so viel wert sein können, wie es ihre Bedienung zulässt. Wer schweißen will, muss den richtigen Zusatzstoff nehmen. Oft ist dies nicht der gleiche Stoff, wie das zu schweißende Gut. Gerade bei der Schweißerei gilt sehr oft die alte Weisheit: Gleich und Gleich verträgt sich schlecht. Im Edelmetallbereich haben die Schweißer allerdings den Vorteil, dass es viele Materialien gibt, die mit sich selbst geschweißt werden können. Aber Goldschmiedens Material ist ja auch nicht hoch legiert. Es werden bisweilen sogar 2-Stofflegierungen verwendet, so dass es relativ selten zu intermetallischen Phasen kommt, die fast immer zerstörerische Auswirkungen haben.

Wer sich nicht ganz sicher ist, oder wer die doch recht kostspieligen Geräte nicht kaufen möchte, der ist immer besser bedient, wenn er seine Anliegen von einem Könner bearbeiten lässt. Der Besitz einer Schweißmaschine sagt erst einmal gar nichts aus. Man muss auch damit umgehen können, und das erfordert nicht nur einige Übung, sondern auch sehr viel Fachwíssen im betreffenden Bereich der Metalle. Gerade hier zeigt sich ganz schnell was Spreu und was Weizen ist! ;-)

Wir wenden Schweißlaser, Kondensatorschweißgeräte, Geräte für Widerstandsschweißungen, Lichtbogenschweißen, Diffusionsschweißen und Gasschweißen mit Ace, Propan und Wasserstoff seit Jahrzehnten an und tun dies auch für Dritte, als Lohnunternehmer. Unsere Kunden kommen gerne immer wieder, denn wir wissen was wir tun und wissen wovon wir reden.
stefan
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 1254
Dabei seit: 09 / 2006

stefan

 ·  #18
Heinrich Butschal
Moderator
Avatar
Beiträge: 35086
Dabei seit: 07 / 2005

Heinrich Butschal

 ·  #19
Ulrich Wehpke
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 8090
Dabei seit: 08 / 2006

Ulrich Wehpke

 ·  #20
dergoldschmied
PostRank 2 / 11
Avatar
Beiträge: 23
Dabei seit: 07 / 2005

dergoldschmied

 ·  #21
Puk 2 zu VERKAUFEN
Goldie
PostRank 11 / 11
Avatar
Beiträge: 4386
Dabei seit: 01 / 2005

Goldie

 ·  #22
hallo gerhard - dergoldschmied :)

mal so ein gedanke:
wäre es nicht sinnvoller in deinem eigenen thread zum PUK2 schmuckforum/ftopic4193.html die rückfragen von kaufwilligen zu beantworten anstatt in anderen themen in denen es eigentlich um hauptsächlich um schmuck-laser geht weiter den puk anzubieten?

nur so nebenbei 😉

lg
martin
Neueste Informationen
Die Goettgen Schmuck-Community ist umgezogen zu Gutachter und Goldschmied Heinrich Butschal. Speichere den neuen Link. Deine Beiträge, Galerien und Dein Account bleiben natürlich gleich. Wir wünschen weiterhin viel Spaß im Butschal-Schmuckforum!

Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0

Registrierte in diesem Topic

Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Die Statistik zeigt, wer in den letzten 5 Minuten online war. Erneuerung alle 90 Sekunden.