Sonntagsrätsel vom 04.03.2012

 
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #1
Liebe Rätselfreunde,
mir gehen langsam die rätselhaften Steine aus, über die ich einigermaßen Bescheid weiß. Daher habe ich heute etwas fotografiert, wovon ich weiß, wo es ist, aber nicht, was es ist - zumindest nicht genau.
Hier wäre ein Mineraloge gefragt, denn es hat durchaus etwas mit Stein zu tun, nicht mit einem abstrakten Gemälde aus der Arktis.
Hat jemand eine Erklärung?
stoanarrischer uhu
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gerald
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gerald

 ·  #2
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu
Liebe Rätselfreunde,
Hat jemand eine Erklärung?
stoanarrischer uhu


Also erst mal dein Foto ist Klasse...:oops:
Ich würde auu ein Stück Quarz mit Gold / Pyrid Einschlüssen tippen.

Aber ich bin Autodidakt LOL

Gerd
stefan
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stefan

 ·  #3
die eingefrorenen blasen oben links sehen eigenartig aus. könnte epoxidharz sein.
wie hart ist das material und ist die farbwiedergabe i.o.?
stefan
Tilo
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Tilo

 ·  #4
ich denke eher an Glas, wenn ich das Teil sehe
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #5
Hier noch ein Bild mit anderer Beleuchtung. Die Härte ist höher als die von Glas. Leider ist das Bild nicht so ganz scharf.
uhu
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Adrian Weber
 
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Adrian Weber

 ·  #6
...
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #7
Ja, Wasser ist auch drin, nicht nur ein eingefrorener Goldfisch - wie schon vermutet wurde.
uhu
stefan
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stefan

 ·  #8
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #9
Ja mir ist an der fast waagrechten Linie aufgefallen das unterhalb die Brechungen weicher sind also oberhalb.
Der Stein liegt also in einer Flüssigkeit, möglicherweise Wasser.

Wenn es Wasser ist, schätze ich anhand der Unterschiede das die Lichtrechung des Kristalls bei ca 1,5 +- 0,2 liegen sollte.

Das grenzt die Möglichkeiten ein.

Könnte es Gletschereis in einem Glasgefäß sein?
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #10
Tut mir Leid, dass ich mit meiner flapsigen Bemerkung "Wasser ist auch drin" für Verwirrung gesorgt habe. In einem der Einschlüsse habe ich eine bewegliche, runde Blase entdeckt und daraus geschlossen, dass diese in Wasser schwimmen könne, welches in dem Einschluss vorhanden sein sollte.
Das Objekt ist ganz einfach mit meiner Pocket- Digitalkamera geknippst, so wie ich die Bilder von meinen Steinen immer gemacht habe. Ich brauchte nur nicht so stark zu vergrößern.
uhu
Tilo
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Tilo

 ·  #11
seit wann ist bei Eis
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu
Die Härte höher als die von Glas.
?
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #12
Wo wir draufschaun ist eigentlich die Unterseite von etwas. Da hat sich nämlich schon gelber Dreck angesammelt oder Rost.
Es ist ein Stein wo du nicht wusstest was du damit machen solltest, und den du zur Dekoration in dein Aquarium gelegt hast. Durch dessen Glas du ihn fotografiert hast.
Mazur
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Mazur

 ·  #13
Könnte es sich um Charoit handeln?
stefan
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stefan

 ·  #14
charoid kenne ich als agregat, polikristallin, opak. das hier sieht eher amorph wie glas oder zumindest teilkristallin wie glaskeramik aus. wenn die farbe nur nicht so wäre! die bruchflächen und die weißlich-gelben bereiche erinnern mich sehr an weißen opal.
uhu, kannst du nicht mal das ganze ding fotografieren, nicht nur ein detail?
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #15
Wenn ich euch das ganze Ding zeige, wisst ihr sofort, was das ganze Ding ist, aber vermutlich auch nicht so richtig, was in dem Ausschnitt zu sehen ist. Dass Rost zu sehen ist, stimmt- alle anderen Vermutungen nicht.
uhu
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #16
Ich habe kein Aquarium.
uhu
tatze-1
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tatze-1

 ·  #17
werden wir doch einfach mal konkret. Die Farbe von dem dunklen Bild erinnert mich irre an Amethyst. Sehe ich hier vielleicht einen Ametrinkristall?
stefan
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stefan

 ·  #18
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu
... über die ich einigermaßen Bescheid weiß. ...heute etwas fotografiert, ... ich weiß, wo es ist, aber nicht, was es ist...
... etwas mit Stein zu tun,...
Hat jemand eine Erklärung?


wenn du uns schon das ganze nicht zeigen willst, dann sag uns wenigstens wo du es fotografiert hast. ist es synthetisch??? dem ausschnitt und der schärfentiefe nach muss es schon recht groß sein. (bis faustgroß)
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #19
Also liegt es normal auf einer Eisenplatte.
Ich denke, das Bild geht durch 2 Ebenen.
Die Reflexe, Schneeflocken, vielleicht sogar die Einschlüsse auf der vorderen, die kristalline oder amorfe Struktur dahinter.
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #20
Liebe Rätselfreunde!
Es sind mittlerweile so viel Stichworte gefallen, dass es Zeit wird, das Bild zu erklären-so weit es mir möglich ist.
Es ist tatsächlich ein fast faustgroßer Amethyst - Doppelender aus Namibia. Er war unter einer Partie Schleifmaterial. Ein Teil des Kristalles ist klar durchsichtig und von sehr guter Farbe. Ich habe es aber nicht übers Herz gebracht, ihn zu zerschneiden. Zu sehen sind eigenartige Einschlüsse. Zum Teil sehen sie aus wie Negativkristalle. Auch Libellen (Gasblasen in Flüssigkeit) sind zu finden. Auf mich wirkt es, als sei ein Skelettquarz mit einer sauberen Quarzschicht geheilt worden. Wie schon gesagt, etwas für einen Mineralogen. Ein spezialisierter Mineralienfotograf könnte sicher eindrucksvolle Bilder zaubern,,,,,
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #21
hier noch das Bild
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stefan
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stefan

 ·  #22
da war tatze am nächsten dran !? feuerstein und opal sind auch schon chemisch sehr nah dran gewesen? und wenn ich nur die streifige fläche aus der ferne betrachte, kann ich auch die tscharoid streifen sehen.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #23
Aha Skelettquarz. Musste ich erst mal guggeln was das ist. Aber ist nicht so gruselig wie ich befürchtet habe.
Wie ist der verheilt? Umschlossen und auf eine gerade Aussenform gebracht?
Ich will doch immer was lernen.
Und welcher Teil ist klar durchsichtig und von guter Farbe? Amethyst hat doch ne gute Farbe wenn er ziemlich dunkel ist?

Tatze hat mal wieder 100 Punkte!: ....................
....................................................................
............
Edelstein
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Edelstein

 ·  #24
diesen Stein würde ich nicht zerschneiden sondern entlang seiner natürlichen Kanten glattschleifen und polieren, damit man möglichst gut die Einschlüsse und die natürlichen, vermutlich verheilten Bruchkanten sehen kann. Das Ergebnis dann als Anhänger mit wenig Metall fassen.
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 ·  #25
Ich lese hier schon lange mit, jetzt kann ich endlich auch mal was zu sagen. :lol:

Die verheilten Skelettquarze gibt es in Namibia im Bereich Erongo/Brandberg öfter. Ich habe auch einen in meiner Sammlung. Die Flüssigkeitseinschlüsse sind häufig durch hohen Druck verflüssigtes CO2. In meinem Amethyst war in einem Einschluss der Druck so hoch, dass er explodiert ist (aber schon bei einem Vorbesitzer, glücklicherweise nicht in meiner Glasvitrine). Nach der Fachliteratur soll das bei dieser Art von Kristallen gar nicht mal so selten sein. Manche von den Stücken sollen sogar schon geplatzt sein, wenn sie einfach in die Sonne gelegt wurden. Ich wäre daher beim eventuellen Schleifen sehr vorsichtig, sonst könnte es eine böse Überraschung geben.

Lissy
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Silberfrau

 ·  #26
Uuuuh, doch gruselig!
Ich habe was von Fensterquarzen gelesen, ist es das?
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #27
An alle Rätselfreunde!
Erst einmal Danke fürs Mitmachen.
Bei den Begriffen Skelettquarz und Fensterquarz scheint einige Verwirrung zu herrschen. Z.B. werden angelöste Quarze auch als Skelettquarze bezeichnet, obwohl das ja von der Entstehung her ein Widerspruch ist. Haben wir denn keinen im Club, der uns mal kompetent sagen kann, was auf dem Bild zu sehen ist? @Edelstein: der Kristall wiegt immerhin 331 Gramm. Meine Frau möchte ihn nicht am Hals mit sich herum schleppen.
Frohes Schaffen!
stoanarrischer uhu
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 ·  #28
Hallo zusammen,

ich habe mir gerade zur Sicherheit die Quarz-Monographie von Rudolf Rykart zur Hand genommen. Das ist quasi die Bibel der Quarzsammler/innen. Ergebnis - ist beides dasselbe. In übersättigten Lösungen kann es zu voreilendem Kantenwachstum kommen. Das dadurch entstehende "Skelett" bildet dann die "Fenster". Und die können bei optimalen Wachstumbedingungen dann wieder geschlossen werden.

Da bei angelösten Quarzen als erstes die Kanten abgetragen werden, die Fehlstelle hier aber in der Mitte einer Kristallfläche liegt, gehe ich ganz fest von einem Skelett- bzw Fensterquarz aus.

Einen superschönen Tag noch

Lissy
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #29
Hallo Lissy!
Vielen Dank für den Beitrag. Deine Erklärung ist nachvollziehbar. Wahrscheinlich wollen die Strahler, die ich kennen gelernt habe, ihre angelösten Kristalle aufwerten, indem sie diese als Skelettquarze bezeichnen. Da habe ich nämlich keine Fenster gesehen.
Gruß:uhu
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 ·  #30
Hallo Uhu,

ich glaube nicht, dass eine Aufwertung dahinter stecken muss. Wobei die meisten Strahler, die ich kenne, Meister ihres Fachs sind und die verkaufsfördernden Wachstumsanomalien bei Quarzen, die Deppen wie ich sammeln, sehr gut kennen.

Wenn jemand etwas ahnungsloser ist und schon mal was von einem Skelettquarz gehört hat und dann einen weitgehend aufgelösten in der Hand hat, dann kann man schon mal denken, dass sozusagen das Fleisch von dem Kristall heruntergelöst wurde. Also ist das Stabilere, das Skelett übriggeblieben. Kristallografisch nicht sauber, aber erklärbar.

Übrigens finde ich die bis auf einen Rest aufgelösten Quarze meist bildschön. Vor allem, wenn klare Quarze so weit heruntergelöst sind, das nur noch gerundete Brocken übrig sind. Die funkeln dann himmlisch.

Alles Gute

Lissy
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