Holundermark für Schmuck- und Uhrenkleinteile

 
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 ·  #1
hi

ich hab in einem Buch gelesen, dass man in früheren Zeiten Holundermark-Scheiben für die Fixierung von Kleinteilen von Schmuck und Uhren verwendet hat. Also, damit man das nicht mal versehentlich mit dem Ärmel vom Tisch wischt oder so. Wann diese früheren Zeiten waren, stand da aber nicht dabei. Nur dass man irgendwann für diesen Zweck dann Styropor-Stücke verwendet hat.

stimmt das so?
hat einer von Euch schon mal diese Holundermark-Scheiben benutzt?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #2
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 ·  #3
Wurde auch benutzt um ueberschuessiges Oel vom Oeler abzutupfen.

Zur Fixierung von Kleinteilen ist mir neu. Vielleicht in vor-Rodico Zeiten.

Karlo
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 ·  #4
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 ·  #5
Erklaerung hast ja schon gefunden.
Bei den Bueromaschinenmechanikern nannte sich das Typputz. :-)
Der Farbbanddreck von den Typenhebeln wurde einfach weggeknetet.


Karlo
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 ·  #6
philomena
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philomena

 ·  #7
Ist das nicht dieser Knetradiergummi, den die Graphiker auch benutzen (oder besser benutzt haben vor der PC-Ära)?
Oder ist das nochmal was ganz anderes?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #8
kommt mir auch wie knetradiergummi vor
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 ·  #9
Ich weiss nicht was die Graphiker da hatten, aber radieren geht ganz gut.
Gerade probiert.

Karlo
tatze-1
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tatze-1

 ·  #10
dann wird das wohl das selbe sein. Gibts in grau und in bunt und man kann daraus viele lustige Figuren formen :D
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 ·  #11
Das ist sowieso lustig, in den verschiedensten Branchen heisst das Zeug jeweils anders, aber wer es herstellt bleibt im dunkeln.

Karlo
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #12
Holundermarkscheiben werden/wurden für die Reinigung von Kleinuhrzapfen verwendet. Sie dienten ebenfalls der Reinigung verölter Schraubendreher, Als formstabile Transportverpackung sind dieseNaturprodukte nicht zu schlagen. Besonders empfindliche und wertvolle Uhrenteile wurden und werden in mit Holundermark ausgelegte Döschen gedrückt. Da passiert nix mehr. Dann kam der Deckel drau. Ist auch rostbremsend.

Von einigen guten, älteren Uhrmachern (also von solchen, die noch wissen) erhalten wir zerbrochene, empfindliche Kleinuhrteile zur Reparatur in derartigen Holunder - Form- Behältern. Das hat den Vorteil, dass a) die Teile beim Versand nicht verrutschen können, b) die Form und Position im Holundermark messerscharf erhalten bleibt. Da kommen dann keinerlei Unklarheiten mehr auf.

Ist die Fläche mit eingedrückten Teilen voll, wird einfach eine Scheibe abgeschnitten, oder die Rückseite benutzt. Und noch was: Ich hab auch den Begriff Styropor gelesen. Kannze echt vergessen. Aber komplett! Das ist gar kein Vergleich.

Beim Schweißen von dünnen Teilen fixieren wir diese in HM und schweißen dann die Bruchstelle. Es gibt nichts Besseres. Da qualmt nichts, es schmilzt nichts, da wird nichts weich wenn es warm wird, alles bleibt sauber - die Reihe lässt sich fortsetzen.
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 ·  #13
so einen Knetradiergummi hatte ich auch mal. :)

Wenn dieses Holundermark so gut ist und noch dazu nachwachsendes Material, dann sollten wir vielleicht dafür sorgen, dass es den Leuten im Gedächtnis bleibt :)
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #14
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 ·  #15
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #16
Aber mal ganz ehrlich und ohne Quatsch, was bei mir ja seltener vorkommt: Ich kenne keinen Uhrmacher, der nicht Holundermark auf dem Werkbrett stehen hat. Mag sein, dass sich in den letzten Jahren die synthetische Kaugummimasse mit den vielen Namen für verschiedene Prozesse durchgesetzt hat, etwa Fingerabdrücke wegnehmen usw, mag auch sein, dass sich der ein-oder andere Kollege an den Schmierakel aus Öl und Knete gewöhnt hat, aber noch einmal: Ohne Holundermark geht ab einer Taschenuhr und kleiner bei den meisten Uhrmachern auch heute noch wenig. Und die wissen warum.

Dass man es als ideale Formverpackung nutzen kann, ist wieder eine andere Sache. Wichtig ist der Reinigungseffekt und das auch heute noch.
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 ·  #17
Genau . Hab ich gerade gelernt !
sedge
 
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sedge

 ·  #18
Rodico, Knetmasse, um Fingerabdrücke von Platinen zu entfernen.
Wurde schon geschrieben, um Zapfen zu reinigen.
sedge
 
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sedge

 ·  #19
Code
[i]Rodico[/i], Knetmasse, ... 

Ups, wurde ja schon geschrieben, hab ich überlesen, sorry.
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