Unbekannter Stempel aus Mexiko

 
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 ·  #1
Hallo,
ich habe zwei Ringe geschenkt bekommen, welche vor ca. 25 Jahren in einem Auktionshaus in Mexiko City gekauft wurden.
Jeder Ring ist golden und hat einen Stein.
Der Stempel ist bei beiden der Gleiche.
Kann mir jemand was zu diesem Stempel sagen?
Ich bedanke mich für die Hilfe!
Schöne Grüße
Eva
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Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #2
Hallo Eva,
diejenigen, die antworten, möchten auch von dem Forum profitieren, denn sie tun es ohne Honorar. Daher bin ich zum Beispiel daran interessiert wie das Schmuckstück im Ganzen auch die Unterseiten aussehen und woher es kommt (das ist ja schon beantworet) und wie viel es gekostet hat. Solche Fotos nur vom Stempel sich wie der Blick durch ein Schlüsselloch. Ich bitte daher auch um mehr Bilder. schmuckforum/ftopic25069.html

Bisher kann ich nur den 10 Karatstempel erkennen.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #3
Wird wahrscheinlich Herstellerpunze, 10 Karat und Mex(ico) sein
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 ·  #4
Vielen lieben Dank für die Antworten.
Infos zu den Ringen habe ich leider nicht viel. Kauf 1994 in Auktionshaus in Mexiko, Preis unbekannt, Gewicht beider Ringe ca. 3 Gramm.
Bilder habe ich noch ein paar hochgeladen.
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Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #5
Tilo
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Tilo

 ·  #6
10karätiges Gold (417er) MEX und ein Herstellerstempel, der ohne Bedeutung ist und deshalb hierzulande unbekannt
tatze-1
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tatze-1

 ·  #7
hm, das selbe, was ich schrieb, nur anders formuliert.
Tilo
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Tilo

 ·  #8
nicht jeder kann mit 10karat was anfangen
hierzulande ist doch hauptsächlich 333 und allenfalls 585 bekannt
deshalb habe ich die 10 karat übersetzt
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #9
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #10
Eva, hat man Dir gesagt um welche Steine es sich
bei den Ringen handelt?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #11
Da heutzutage ausreichend Menschen gerne ihren Schmuck in den USA bestellen, sollte 10K inzwischen durchaus bekannt sein.
Brettwerk
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Brettwerk

 ·  #12
Zitat geschrieben von tatze-1

Da heutzutage ausreichend Menschen gerne ihren Schmuck in den USA bestellen, sollte 10K inzwischen durchaus bekannt sein.


"Sollte" ist ja erstmal eine normative Vermutung - Klugscheissmodus aus - mir war z.B. nicht bekannt, dass das eine gängige Legierung in den USA ist.
Was mich zu der Frage bringt: kann man eigentlich irgendwo nachlesen, wie es zu den unterschiedlichen Normierungen bei Feingehalten gekommen ist? Mir fällt jetzt erst auf, dass mir 333 und 750 z.B. plausibel im Dezimalsystem erscheinen, aber schon bei 585 hört es auf. Hat das System mit 24K = Feingold irgendwelche historischen Gründe?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #13
Tilo
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Tilo

 ·  #14
bei den Steinen geh ich wegen optik, Goldgehalt und Verarbeitungsqualität von Zirkonia aus
Tilo
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Tilo

 ·  #15
Brettwerk
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Brettwerk

 ·  #16
Ja, genau. 12er-Systeme hat es wohl in verschiedenen Kulturen gegeben, bis sich das Dezimalsystem irgendwann durchgesetzt hat, na ja, Reste kann man noch in angelsächsischen Ländern besichtigen. Aber abgesehen von der Funktion der Wertermittlung bzw. -festlegung - auf physikalische Eigenschaften bei der Verarbeitung ist das vermutlich nicht zurückzuführen?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #17
Die Normierungen sind in Deutschland im Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren, kurz Stempelgesetz verankert, das seit 1884 gilt. Du kannst im 2. Band der Technisch-wissenschaftlichen Grundlagen des Goldschmiedens auf S. 149 (in meiner Ausgabe ist das die Seite) die Rechtlichen Grundlagen nachlesen und damit einen Abriß über die Geschichte des Stempelns. Kurzversion ist:

- bereits im Altertum haben Metallkünstler begonnen, ihre Waren mit Herstellerzeichen zu versehen
- Die ältesten schriftlichen Berichte über eine Stempelung in Deutschland stammen von einer Goldschmiedeordnung von 1289 in Erfurt.
- Erste Ordnung in Pforzheim ist von 1564 überliefert.
- Bis ins 19. Jhdt. hinein waren alle Gold- und Silberwaren punzierungspflichtig und unterlagen der Kontrolle der Schaumeister der Zünfte etc.
- Die Gründung der Schmuckindustrie 1871 war Anlaß zur Verabschiedung des Stempelgesetzes 1884

Die Geschichte des Karat steht bei Tante Wiki:

https://de.wikipedia.org/wiki/Karat_(Feingehalt)

Und leitet sich vom Edelsteingewicht Karat ab. Das leitet sich vom Wort Keration ab, das für das Gewicht für ein Samenkorn des Johannisbrotbaums verwendet wurde. 1 Samenkorn wiegt etwa 0,2g

https://de.wikipedia.org/wiki/Metrisches_Karat
https://de.wikipedia.org/wiki/Keration

Die meisten Länder haben ihre eigenen Stempelgesetze und damit auch ihre eigenen festgelegten Feingehalte. Daß in Amerika gerne Karat verwendet wird, liegt vermutlich an der Völkerwanderung von Großbritannien nach Amerika.

Hier das Ganze nochmal auf Englisch:

https://en.wikipedia.org/wiki/Fineness#Etymology

https://www.etymonline.com/word/carat

https://www.britannica.com/technology/karat
Brettwerk
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Brettwerk

 ·  #18
hier wird man nicht dümmer - Danke für die Hinweise!
tatze-1
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tatze-1

 ·  #19
Wäre ja noch schöner. Sollte normalerweise zumindest im Groben Basiswissen des Goldschmieds sein. Ich hab das - zwar nicht ganz so detailliert - in der Lehre mal gelernt.
MaJa
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MaJa

 ·  #20
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Ich vermute historische Gründe. 14 Karat ist genau genommen 583,3 periodisch und wurde wohl mal einfach aufgerundet. In Russland gibt es zum Beispiel 583.


Die ganzen osteuropäischen Länder haben in den 1990ern alle nach und nach umgestellt (so ca. um 1993-1996) auf die westlichen Legierungen, d.h. 585 für 14K.
Der Vollständigkeit halber: Jugoslawien war früher dran und hat das irgendwann Anfang der 1980er gemacht.

Wenn wir schon bei "exotischen" Legierungen sind: in Großbritannien gab es bis 1931 noch die "Commonwealth Legierungen" mit 12K und 15K. Die Legierung von 9K gehörte auch dazu, wurde aber beibehalten.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #21
Zitat geschrieben von MaJa

Die Legierung von 9K gehörte auch dazu, wurde aber beibehalten.

und ist heute so ziemlich der Standard, der 333er abgelöst hat.
Tilo
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Tilo

 ·  #22
in welchem Land ist 375 Standard, der 333 abgelöst hat?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #23
Deutschland
Tilo
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Tilo

 ·  #24
ach so, das hab ich wohl verpasst
bei Lieferanten wie z.B. Fröhlich/Flume
Jeddeloh und noch so manch anderen ebenfalls noch nicht angekommen

(wobei ich im Verkauf zusehe, 585 als Standard zu etablieren, auch wenns leider nicht immer gelingt, aber immer öfter)
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