Gefälschte Creolen von Chopard?

 
Pepper112012
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Pepper112012

 ·  #1
Hallo und guten Abend, ich habe im letzten Jahr bei einer Auktion Creolen ersteigert, gestempelt 750 Gold, Chopard, eine Nummer. Die Auktion von der Scheideanstalt Karlsruhe, die Ohrringe wurden als Ohrringe Chopard mit Moissanit Steinen, 18 Karat Gelbgold angeboten.
Nach Recherche ist es nicht üblich, Chopard arbeitet Schmuck nur mit echten Diamanten. Moissanit ist auch kein gezüchteter Diamant, wird chemisch hergestellt im Labor, aber als Ersatz für Diamanten verarbeitet.
Handelt es sich nun wahrscheinlich um eine Fälschung? Ich wollte die Creolen gerne weiter verkaufen
Danke für Ihre Mühe
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Gefälschte Creolen von Chopard?
Raustland
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Raustland

 ·  #2
Du solltes prüfen lassen was es wirklich für Steine sind, denn daß es sich hier um Moisanit handelt, halte für fast ausgeschlossen.
Pepper112012
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Pepper112012

 ·  #3
Guten Morgen, aber die Scheideanstalt prüft das Gold immer , auch die Steine. Sie verkaufen die guten Stücke über Auktion. Der Rest wird , so denke ich, eingeschmolzen. Die Creolen wiegen 5 Gramm, ich habe 380 Euro dafür bezahlt.
Auf Nachfrage dort wurde mir gesagt, dass der Schmuck mit Röntgenfloureszenzgeräten geprüft wird, ich bin in so etwas nicht bewandert.
Sollte ich zu einem guten Juwellier gehen?
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #4
Auf dem Foto kommt mir das Gold abgerubbelt vor, könnte allerdings auch Weißgold drunter sein.
Ziselierhammer
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Ziselierhammer

 ·  #5
Zitat geschrieben von Pepper112012

Sollte ich zu einem guten Juwellier gehen?


Ja.
Besser noch zu einem Goldschmied oder einem Juwelier mit angegliederter Goldschmiedewerkstatt.
Die können das direkt vor Ort prüfen.
Tilo
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Tilo

 ·  #6
sollte von Karl Scheufele GmbH & Co. KG hergestellt worden sein
https://chopard-ks.de/
vielleicht da mal mit den Bildern anfragen, ob authentisch und was da für Steine enthalten sein müssten
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #7
Der Stempel LUC scheint identisch zu sein mit Louis-Ulysse Chopard, allerdings kenne ich die Punze LUC nur aus dem Uhrenbereich.

Chopard selbst punzt Schmuck mit dem Logo Schriftzug Chopard.

Ich würde ebenfalls empfehlen, die Firma Scheufele in Birkenfeld bei Pforzheim anzuschreiben.

Sollte es sich um ein Modell des Hauses Chopard handeln, bekommst Du dort sicherlich noch weitere Details, auch zu den Besatzsteinen (vorausgesetzt, die wurden von Vorbesitzen nicht aufgefasstund ausgetauscht).

Ich kenne die Firma und weiss, dass sie bei Anfragen sehr freundlich reagieren und bereitwillig Auskunft erteilen.

Viel Glück.


Vielleicht gibst Du hier im Forum kurz Bescheid, wie die Rückantwort der Herstellerfirma lautete und aus welchem Jahr die Punze ist, das würde mich interessieren.
Pepper112012
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Pepper112012

 ·  #8
Guten Morgen,
aber die Scheideanstalt prüft das Gold immer , auch die Steine. Sie verkaufen die guten Stücke über Auktion. Der Rest wird , so denke ich, eingeschmolzen. Die Creolen wiegen 5 Gramm, ich habe 380 Euro dafür bezahlt.
Auf Nachfrage dort, nicht wegen diesem Stück, wurde mir gesagt, dass alle Stücke mit der Röntgenfloureszenzmethode 3 mal geprüft werden, bevor diese in Auktion gehen.
Und die Angabe war mit Moissanit, Gg 750, 5 Gramm, Chopard Creole.
Ich wollte nur gerne wissen, ob jemand weiß, ob Chopard auch mit solchen Steinen Schmuck herstellt. Könnte ich die Ohrringe prüfen lassen bei Herrn Butschal? Gegen Bezahlung.
Freundliche Grüße
Raustland
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Raustland

 ·  #9
Mag alles sein, aber mir wäre nicht bekannt das Chopard mit Moissanit gearbeitet hätte und ich glaube da gibt es schlicht einen Deklarationsfehler und es sind Diamanten.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #10
Zitat geschrieben von Pepper112012

Könnte ich die Ohrringe prüfen lassen bei Herrn Butschal? Gegen Bezahlung.
Freundliche Grüße


Er wird sich sicherlich hier auch noch zu Wort melden, aber Du kannst ihn auch direkt kontaktieren über schmuckforum/profile57.html oder über das Impressum der Website.
Pepper112012
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Pepper112012

 ·  #11
Vielen Dank für eure Tipps, und einen schönen Tag noch.
Freundliche Grüße
Pepper112012
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Pepper112012

 ·  #12
Zitat geschrieben von Silberfrau

Auf dem Foto kommt mir das Gold abgerubbelt vor, könnte allerdings auch Weißgold drunter sein.


Die Ohrringe sind nicht hochglanz, mattiert. Und ich vermute etwa aus den 80-igern. Außerdem vergrößert sieht man bei getragenem Schmuck immer Spuren. Ohrschmuck wird strapaziert. An der Goldlegierung habe ich eigentlich keine Zweifel.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #13
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #14
Und nicht jeder der ein solches Gerät besitzt weiß es auch korrekt zu handhaben, z.B. Fa. Hafner. :lol:
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #15
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #16
Zitat geschrieben von Pepper112012

Zitat geschrieben von Silberfrau

Auf dem Foto kommt mir das Gold abgerubbelt vor, könnte allerdings auch Weißgold drunter sein.


Die Ohrringe sind nicht hochglanz, mattiert. Und ich vermute etwa aus den 80-igern. Außerdem vergrößert sieht man bei getragenem Schmuck immer Spuren. Ohrschmuck wird strapaziert. An der Goldlegierung habe ich eigentlich keine Zweifel.


Moin, für mich ist es nicht nur die ungewöhnliche Mattierung - das könnte ja mattiert worden sein um vorhandene Tragespuren zu "verstecken" - neh, für mich ist es die grottenschlechte Verarbeitung, wie man sie von Chopard nicht kennt, und die meinen Verdacht auf eine Fälschung begründet.
Dieses schartige Ende am Übergang zum Steinbesatz und die Fassungen gehen nicht füllend bis zu Gold.... boaah (s.Foto unten)
Das ist hier doch ganz anders gelöst:
https://www.schloss-ahlden.de/…smir-41569

Dann - wie Ingrid bereits sagte - auf den Chopard Stücken ist die Stempelung/Gravur in Schreibschrift/Firmenschriftzug - so ein Blockschrift-Ding habe ich nirgendwo gefunden.
Eher sieht die Kennzeichnung von echtem Chopardschmuck so aus - mit allen Angaben/Typenbezeichnungen - 4. Bild von oben:
https://www.******/R1520H1.htm
Oder auch hier seitlich bzw. innen graviert:
https://aarpp.de/shop/chopard-…en-ca-1ct/
-
https://www.etsy.com/de/listin…t-ohrringe

Daß das Gold von der Scheideanstalt geprüft wurde,
und es vermutlich auch 750er sein wird, ist keine Frage.
Aber die Authentizität und den Steinbesatz haben die
vermutlich nicht geprüft.
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pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #17
https://www.******/R1520H1.htm
Dieser link funzt nicht - hier der Stempel:
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Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #18
Pepper112012
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Pepper112012

 ·  #19
Es sind eben Schmuckstücke, die zum Einschmelzen vom Besitzer weggegeben werden.
Und das Herz ist ein neues Schmuckstück. Aus den letzen Jahren.
Warum schreiben Sie eigentlich so verächtlich über andere Menschen, wie z.B. die Arbeit derer, die in der Scheideansralt arbeiten. ich glaube, dass dort auch Schmuck aus Pfändungen landet, es sind auch Stücke für mehrere tausend Euro dabei. Kann ich mir aber leider nicht leisten. Mir haben die einfach gefallen.
Aber loswerden kann ich die Ohrringe wohl nicht mehr. Außer der Stempel wird herausgenommen.
Schade…
Jetzt wird gerade so ein Ring Herzform mit Diamant in hinter Glas angeboten. Aber diese Diamanten haben in der Größe, nimmt man sie heraus, auch nicht viel Wert.
Aber trotzdem bedanke ich mich, dass sie sich mit meinem Anliegen beschäftigt haben und ich Antworten bekam.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #20
Zitat geschrieben von Pepper112012

Warum schreiben Sie eigentlich so verächtlich über andere Menschen, wie z.B. die Arbeit derer, die in der Scheideansralt arbeiten.


:o Huch, wen meinst Du denn jetzt....mich?
Wer schrieb denn hier was verächliches? Wir alle haben
versucht die Elemente, die für eine Chopard-Fälschung
sprechen, für einen Laien verständlich darzulegen.
:-(
Rammler
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Rammler

 ·  #21
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Und wenn man beim Prüfen mit einem Stifttester für Diamant/Moissanit nur kurz abrutscht von einem kleinen Stein und aufs Metall kommt, dann zeigt er Moissanit an, auch wenn es Diamanten sind.


Genau das war auch mein erster Gedanke.
Pepper112012
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Pepper112012

 ·  #22
Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten,
die Intoleranz nicht zu tolerieren. (Karl Popper (1902–1994)

- Marion Ongyert -
- Goldschmiedin -

Genau dieser Spruch passt hier nicht. Sie sollten die flapsige Sprache lassen.
Tilo
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Tilo

 ·  #23
ich würde keinesfalls einfach so Fälschung behaupten, nur weil andere Stücke aus anderen jahren etwas anders verarbeitet waren

ich halte immer noch original chopard mit Diamanten für möglich

und bleibe bei meinem Hinweis, mal beim Hersteller fragen
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #24
Zitat geschrieben von Pepper112012

Sie sollten die flapsige Sprache lassen.
-
Jetzt wird gerade so ein Ring Herzform mit Diamant in hinter Glas angeboten.

Ich bin gerne bereit über die sachlichen Inhalte meiner
Äußerungen bezüglich der Ohrringe zu diskutieren, eine
Debatte der mir eigentümlichen Ausdrucksweise ist im
Rahmen dieses Forums nicht zielführend.
Meine Einwertung/Bedenken an der Authentizität des
Ohrschmucks gründete sich auf meine Tätigkeit als Einkäuferin
eines renomierten Juweliers (Jacobi Stuttgart) in 1971, als
ich - u.a. verantwortlich für den Ankauf von Chopard-Schmuck -
ausreichend Gelegenheit hatte, mich von der handwerklichen
Qualität des Hauses Chopard zu überzeugen. Selbige kann ich
leider bei Deinen Ohrringen nicht erkennen.
-
Bezüglich der "Brillis" hinter Glas - die Linie heißt "Happy
Diamonds" - wenn der Ring ein Original ist...zugreifen.
Stücke aus dieser ikonographischen Produktlinie lassen
sich gewinnbringend veräußern. Da wären dann die 40,- €
"Miese" aus dem Goldwert-Verlust-Ankauf der Ohrringe
rentabilisiert.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #25
Zitat geschrieben von Pepper112012

Zitat geschrieben von Silberfrau

Auf dem Foto kommt mir das Gold abgerubbelt vor, könnte allerdings auch Weißgold drunter sein.


Die Ohrringe sind nicht hochglanz, mattiert. Und ich vermute etwa aus den 80-igern. Außerdem vergrößert sieht man bei getragenem Schmuck immer Spuren. Ohrschmuck wird strapaziert. An der Goldlegierung habe ich eigentlich keine Zweifel.
Wenn gelb gewollt war sollte in gelb gearbeitet worden sein, nicht in 750 weiß.
Tilo
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Tilo

 ·  #26
kann auch Lichtreflektion sein

aber
die strenge Namensgravur ist seltsam
das Design eher untypisch beliebig
die Fassarbeit wirklich nicht so 100% überzeugend

hatte ich schon erwähnt, dass man mal beim Hersteller fragen könnte, um hier nicht weiter spekulieren zu müssen?
Rub
 
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Rub

 ·  #27
Es kann durchaus sein das die Steine alle keine Fluoreszenz aufweisen. Am besten wie andere das auch schon geschrieben haben, nochmal von jemanden prüfen lassen. Man darf bei Scheideanstalten nicht vergessen was für eine Masse die bearbeiten müssen beim Ankauf, das ist eher die huschi fuschi Nummer.
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