Medaillon aus Neusilber mit Glas?

 
Sinful
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Sinful

 ·  #1
Liebe Experten, ein wundervolles Forum habt ihr hier. Es ist so sinnlich in das Thema einzutauchen, auch wenn man sich mittlerweile nicht mal mehr traut einen Amethysten zu erkennen.
Folgendes mysteriöses Medaillon ohne Kette habe ich am Flohmarkt gefunden und 38€ dafür bezahlt. Als ich den unteren fehlenden Stein beim Goldschmied ersetzen lassen wollte (da kam dann nur ein kleinerer Simili rein), meinte er es sei Neusilber mit Glassteinen. Leider finde ich auch nach mehrmaligem Suchen keine Punze für das Metall. Aber das die Steine so grell blau leuchten und dennoch ein dunkelbraunen bzw lila Schimmer haben finde ich für Glas seltsam. Generell wirkt der Anhänger auch ziemlich alt. Die kleinen Steine können auch kaum verdreckt sein, da sie geschlossen gefasst sind, oder? Und foliert wirkt der große auch nicht, wenn man seitlich zwischen Aufbau und Medaillon blickt, weil er offen gefasst ist. Unter der UV-Lampe sieht man jedenfalls nix, was auf synthetischen Spinell hinweisen könnte. Vielleicht habt ihr ja schon mal sowas ähnliches gesehen, ich bin in dieser Abteilung erst auf Seite 29 und hatte noch nichts vergleichbares gesehen. Zudem hänge ich ein Foto des inliegenden Fotos an, evtl hilft das für die zeitliche Zuordnung. Über eine Bewertung für einen Verkaufspreis und sonstige Informationen würde ich mich freuen.
Viele Grüße, Sinful
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Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #2
Sinful
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Sinful

 ·  #3
Von denen hab ich hier tatsächlich schon gelesen, aber ich hatte das so verstanden, dass die wie ein Mystic Topas in mehreren Farben schimmern (grün, blau, rot, weiß) oder so. Sehen die dann von unten auch so aus wie ein Mystic Topas oder erkennt man diese Bedampfung irgendwie? Vom Zeitalter kann man das Schmuckstück nicht einordnen? Ist das was serienmäßiges oder eher Einzelstück? Mich verwundern diese Krappen um den großen Stein! Sind sehr verspielt oder?
Sinful
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Sinful

 ·  #4
Ich hab so viele Bilder gemacht und doch wieder nicht alles wichtige angehängt... Sorry.
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pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #5
Auf der Rückseite des Anhängers kann man
deutlich Hinweise auf Gusstechnik - also Serien-
produktion erkennen.
Das Alter des Fotos sagt nix über das Alter des
Medaillons - da kann z.B. die Enkelin ein uuuraltes
Foto vom Opa eingesetzt haben.
Ich würde den Herstellungszeitraum des Stücks in
die letzten 50 Jahre bis heute einordnen.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #6
Zitat geschrieben von Sinful

Von denen hab ich hier tatsächlich schon gelesen, aber ich hatte das so verstanden, dass die wie ein Mystic Topas in mehreren Farben schimmern (grün, blau, rot, weiß) oder so. Sehen die dann von unten auch so aus wie ein Mystic Topas oder erkennt man diese Bedampfung irgendwie?

Die Bedampfung geht rundrum, ist aber bedingt beständig. Erkennbar eigentlich recht einfach, weil es dieses Geschiller wie beim Mystic Topas oder den Aurora Crystals in der Natur gar nicht gibt. Hier kannst du mal anschauen, was es alles für Möglichkeiten heute gibt:
https://azotic.us/
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #7
Varvara
 
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Varvara

 ·  #8
Leute ! Es ist doch eine der bekanntesten Glass Arten der Saphiret heißt. Die sind sehr selten und dadurch sehr teuer. Das Rezept wurde verloren während des zweiten Weltkrieges.
Varvara
 
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Varvara

 ·  #9
Dieser Medalion es wirklich sehr alt. Es ist Silber und kommt aus der Viktorianischen Zeit (1900-1918). Es wird auch Memory Schmuck genannt, wenn man Fotos von geliebten einfügt (meistens von Geliebten oder verstorbenen). Uber den Glass hab ich schon oben geschrieben. Sie haben ein Jackpot gewonnen man kann so sagen, fur sehr guten Preis.
Tilo
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Tilo

 ·  #10
frangipani
 
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frangipani

 ·  #11
auch gegoogelt und durchaus vorstellbar.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #12
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #13
Moin Vavara, die Herstellung von Saphiret-Glass wurde
nicht eingestellt, weil das Rezept verloren ging, sondern
weil das Herstellungsverfahren mittels echtem Gold im
Glassfluß zu teuer wurde.
Es gab aber nach dem 2. Weltkrieg eine Bewegung im
Modeschmuck-Sektor diese Glasart mit nicht soo edlen
Zutaten zu immitieren, und nannte sie dann Sapharine.
Wurde sogar vom Hause Dior für Modeschmuck verwendet.
Es bleibt aber behandeltes Glas - so wie oben zu sehen.
Ich weiß jetzt nicht, woher Du anhand der Fotos die
Überzeugung gewinnen konntest, daß es sich hier um
Silber und ein Original aus der "Viktorianischen Zeit"
handelt. Die wäre von 1837 bis ca. 1901 - der von Dir
genannte Zeitraum entspräche dann eher dem Jugendstil/
Art Déco.
Keines der sichtbaren Produktionsmerkmale (Gußtechnik/
Verwendung von industriellen Bijouteriehalbfabrikaten)
lässt Deine Vermutung/Behauptung realistisch erscheinen.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #14
Behandeltes, bedampftes, beschichtetes Glas ja.

"Rhinestone" nein.
Rhinestones sind gepresstes Glas wo Farbschlieren mit eingebacken werden.
schmuckforum/ftopic9021.html

Thema Glasstein: auch D. Swarovski entstammt der Gablonzer Glasindustrie (Jablonec nad Nisou = Gablonz an der Neiße) und ist für seine farbigen und auch schillernden geschliffene Steine bekannt. Nicht selten war die Katalog-Farbpalette mehrere Seiten lang. Die einzelnen Farben haben und hatten alle ihre "Fantasie"namen.
Beispiel
https://www.alliumblue.com/ima…202023.pdf wobei ich aktuell noch Moonstone Shim und Opal Shim kenne. Jedes Jahr kommen weitere Farben dazu und ältere dagegen fliegen aus dem Sortiment.

Später hatte dann die bekannte österreichische Firma übrigens auch in D - Kaufbeuren-Neugablonz eine Vertriebsstelle, die bis dato noch in der Hüttenstrasse ansässig ist.

Früher waren die Farben übrigens bedampft, dann aber beschichtet (in einem Verfahren, wie im Azotic-Link, das auch die Oberfläche durchdringt aber nicht bis zum Kern vordringt).


Interessanter Link über "saphiret", der aber zumindest bei mir eine Frage aufwirft.

Mich würde interessieren, war damals der Name dieser Glasstein Farbe "saphiret" bzw "sapharine" und / oder wer war der mysteriöse deutsche Hersteller der nur in 2 online-Magazinen 2020 und 2021 erwähnt wird?

Könnte es nicht auch sein, daß dies der/die Farbname/n der damaligen Farbpalette war?

Wäre es ein Handesname gewesen, gäbe es doch eine Auflistung im Blue Book, oder ältere Berichte der DGemG, ÖGemG, GIA oder anderen Instituten, oder nicht?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #15
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #16
Zitat geschrieben von steinfroilein

...wer war der mysteriöse deutsche Hersteller der nur in 2 online-Magazinen 2020 und 2021 erwähnt wird?

Könnte es nicht auch sein, daß dies der/die Farbname/n der damaligen Farbpalette war?

Wäre es ein Handesname gewesen, gäbe es doch eine Auflistung im Blue Book, oder ältere Berichte der DGemG, ÖGemG, GIA oder anderen Instituten, oder nicht?


Moin Ingrid, eventuell müßtest Du da eher
in alten tschechischen Firmen-Verzeichnissen
rumsuchen.
Meine Mutter hatte auch Broschen aus Saphiret
und ich hatte mich damals x damit beschäftigt
aber das war vor der Internet-Zeit.
Heute findet man viel mehr dazu:
https://www.costumejewelrycoll…ret-glass/
-
https://www.ebay.com/shop/saphiret-glass?_nkw=saphiret+glass
-
Unglaublich was für Preise für'n Modeschmuck-Anhänger
- der aus ner kaputten Brosche gefriemelt ist - gefragt
werden:
https://www.etsy.com/de/listin…rglas-herz
-
https://gem.app/search?terms=A…iret%20pin
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #17
Sinful
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Sinful

 ·  #18
Ich hab jetzt auch mal etwas gegoogelt und bin recht begeistert, was da raus kam, wenn es auch nicht viel war.
@ varvara Danke für die Info, hatte ich vorher bei meinen Recherchen nix dazu gefunden. Manche der verkauften Steine sind unten noch goldfoliert, wie solche Simili. Das muss aber bei dieser Technik eigentlich nicht sein, oder? Das Gold wurde ja ins Glas mit eingearbeitet. Würdet ihr sagen dass ich da einen Saphiret oder einen Sappharine habe, wenn man das nicht als Farbunterscheidung bezeichnet? Wieviel kann man dann dafür verlangen? Die Preise im Internet sind ja für mich horrend für Glas! Und es ist bei mir ja wahrscheinlich auch Neusilber!
Alyss
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Alyss

 ·  #19
Bei dir sind die Steine in geschlossener Fassung. Auch vom Vergleich mit den gezeigten Schmuckstücken in den verlinkten Artikeln und der Machart des Anhängers her, denke ich, dass du die echten Saphiret-Steine hast. Freu dich!
Sinful
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Sinful

 ·  #20
Der Haptstein ist nicht geschlossen gefasst, deswegen meine Vermutung.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #21
Ich hab weiterhin Bedenken bezüglich der Aussage der Autoren (Links), scheine aber mit meiner Meinung alleine da zu stehen.

Glassteine sind Glasflusstechnik. Hier "Gold" einzuarbeiten fehlen mir eindeutig(ere) Nachweise direkt von Herstellerkreisen, Fachpublikationen, Schmuckgutachtern o.ä.

Auch beim Goldfluss (Braunfluss) hat man nicht "Gold" eingearbeitet sondern Kupfer, Chrom oder andere metallische Elemente.

Goldfoiled also goldfolierte Simili waren und sind auch nicht goldbeschichtet, sondern goldfarben im Gegensatz zu silverfoiled silberfolierten (silberfarbenen) Simili. Eine kurze Zeit lang lang es auch platiniumfoiled ....

Das Schmucklexikon der Gablonzer Industrie sagt hierzu "Verspiegelung".
Zitat
Rückseitige spiegelnde Beschichtung eines Schmucksteins, um ein stärkeres Feuer zu erzeugen. Es gibt grundsätzlich zwei Arten der Verspiegelung: Bei der chemischen Verspiegelung wird Silbernitrat (sog. Similisierung) oder die Metallisierung durch eine Vakuumbedampfung.


Die Fassarten von Glassteinen sind seit jeher unterschiedlich. Die vorherrschende Meinung, Simili seien nur zum Kleben ist nicht zutreffend. So erklärt auch die Gablonzer Industrie das "Similisieren":
Zitat
Anbringen einer chemischen Verspiegelung auf der Rückseite eines Glasschmucksteins. Da der Spiegel äußerst kratzempfindlich ist erhält der Spiegel als Schutz einen goldfarbenen Lacküberzug.


Quellennachweis https://www.gablonzer-industri…stletter=V

Deswegen gab und gibt es unfolierte Glassteine und auch folierte.

Dass in diesen Saphiret "Gold" (im Glassfluss) eingearbeitet wurde, müsste doch in mehr (älteren) Publikationen erscheinen und nicht erst 2019, 2020, oder nicht? Müsste man solch einen Stein nicht erst mal genauer untersuchen?

Momentan zweifle ich nicht die Farbe / Name Saphiret (Handelsname?) an, sondern die Aussage 'sehr selten da Gold eingearbeitet, was zu teuer wurde und sich nicht mehr lohnte'.

Kleine Rückfrage trotzdem: der grosse Hauptstein ist nicht foliert, und die Kleinen?
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #22
Ich weiß nicht wie man herausbekommt wie hoch der
Goldpreis um 1850 herum war - aber denkbar wäre es doch,
daß erstmal die benötigten Goldmengen im Glasfluß soo gering
waren aber dann doch zu hoch für 'ne Glassteinproduktion
wurden.

Ich habe versucht irgendwo im Netz etwas über die Rezeptur
des Saphirits zu finden ....aber nix;-(

Anders als bei dem Goldfluss/Braunfluss oder beim Danziger
Goldwasser, geht bei Saphiret ja nicht um'n sichtbares
Goldflimmern, vielleicht genügten da homöopathische Mengen
um dieses Braunblaugrauleuchten hervorzurufen....... :-/
Hier noch x die Übersetzung des Beitrags:
"Die Rarität des Steins ist auf die hohen Produktionskosten
zurückzuführen, die er brauchte.
Schließlich würde der Goldpreis zu hoch werden, um die
Produktion von Saphiret fortzusetzen und profitabel zu bleiben,
und so wurde die Produktion des Steins gestoppt.
Dies ist einer der Hauptgründe, warum saphiret für Sammler
heute so wünschenswert ist, da eine begrenzte Menge im
Umlauf ist.
Trotz seiner relativ kurzen Produktionszeit scheint es endlose
Designvariationen zu geben, wenn es um das Glas geht."
(Clarice Jewellery 2020)
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #23
Glas /Emaille wird durch Goldbeteiligung blutrot / weinrot / dunkelrot. Daher sind rote Gläser in der Tat deutlich teurer, und auch das Goldhaltige Emaille ist teurer, als ein rot, wo die Farbe durch Dotierung eines anderen Metalles bewirkt wird.
Aber halt wie gesagt ROT, nicht lilablassblau.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #24
Zitat übersetzt aus dem Link
Zitat
Es gibt nicht viele Informationen über diese Steine. Ich habe versucht, so viel wie möglich über sie zu erfahren. Mit diesem Artikel möchte ich meine Erkenntnisse teilen. Sollte jemand der Meinung sein, dass diese Informationen falsch sind, kontaktieren Sie mich bitte, damit ich sie korrigieren kann.

Saphiret (übersetzt mit Saphir Glas) wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Gablonz, Tschechoslowakei, hergestellt, indem geschmolzenes Gold mit saphirfarbenem Glas vermischt wurde. Das Ergebnis war ein Glas, das ziegelrot oder braun aussah, aber an der Oberfläche blau reflektierte. Da es sich um Glas handelt, sind diese Steine selten in Edelmetallfunden (??? vermutlich der Übersetzung geschuldet) zu finden. Alle Stücke, die ich besaß, sind aus Messing oder Gold...
Genau auf diese übersetzte Passage der Autorin möchte ich Bezug nehmen.

Dazu schreibt Marion:
Zitat geschrieben von pontikaki2310
Ich habe versucht irgendwo im Netz etwas über die Rezeptur
des Saphirits zu finden ....aber nix;-(

Gerade das macht mich stutzig.

Nicht mal im CIBJO Blue Book, bei der GIA, der DGemG, der ÖGemG oder bei gemology online oder chemie.de wird "saphiret" als Handelsname bzw das Verfahren dessen erwähnt.

Ich hab beide Links mehrmals durchgelesen. Bei der Gablonzer Industrie (Schmucklexikon) finde ich zumindest bislang keine Hinweise auf ein solch beschriebenes (bzw laienhaft angedeutetes) Verfahren.

Verkäufer (ebay, etsy, pinterest, instagram) beschreiben die "Herstellung von 1880 bis 1960", also doch nicht so selten? Das (Rarität, begrenzte Menge) ist doch ein Widerspruch zum Link-Artikel.

"Endlose Designvariationen" meint Grössen, Formen und Schliffe? Na, da sind wir doch wieder im typischen Schliffprogramm der Gablonzer Industrie, oder nicht?

Falls es sich wirklich ein "goldanteiliges" Verfahren (geschmolzenes Gold mit saphirfarbenem Glas vermischt) handelt, dann müsste doch irgendwo auch nachzulesen sein, wie genau, von wem (patentiert?) und wie lange im Einsatz.
Sinful
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Sinful

 ·  #25
Kleine Rückfrage trotzdem: der grosse Hauptstein ist nicht foliert, und die Kleinen?
[/quote]

Die kleinen sind ja geschlossen gefasst, deswegen kann ich das nicht sagen. Aber in den anderen Online-Angeboten sind die wenigsten foliert.
Alyss
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Alyss

 ·  #26
Ich habe einen Artikel gefunden, den ich nicht verlinken kann, da auf Facebook erschienen und das habe ich nicht. Dort heisst es, dass nach einem "Munich Agreement" 1938 die Glassstudios in Gablonz zerstört wurden und damit auch die Rezepte für etliche Glassorten. Später habe man versucht, dass nachzuschöpfen, was aber nur zu einem Abklatsch geführt habe. Der Ersteller des Artikels heisst Museum of alternative jewellery.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #27
Es wurde schon oben erwähnt aber nicht zur Kenntnis genommen. Gold in feinster Verteilung in Flüssigkeiten oder Glas ergibt ein wunderschönes, intensives Rot.


Wenn also ein Glasstein nicht rot ist, braucht man über eine eventuelle Dotierung mit Gold gar nicht mehr nachzudenken.

Es stimmt nicht alles was man im Internet findet. Selbst in Fachbüchern ist einiges über Jahrzehnte und Jahrhunderte falsch und falsch abgeschrieben worden.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #28
Die Grundfarbe des Glassteins ist ja rot, aber eher ziegelrot, was nicht der Farbe der Goldgläser entspricht.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #29
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #30
Zitat geschrieben von Silberfrau

Die Grundfarbe des Glassteins ist ja rot, aber eher ziegelrot, was nicht der Farbe der Goldgläser entspricht.

Zitat geschrieben von steinfroilein

Falls es sich wirklich ein "goldanteiliges" Verfahren (geschmolzenes Gold mit saphirfarbenem Glas vermischt) handelt, dann müsste doch irgendwo auch nachzulesen sein, wie genau, von wem (patentiert?) und wie lange im Einsatz.

Moin, wenn ich's richtig verstehe war die Grundfarbe
der Glasmasse für Saphiret Saphirblau und bekam
durch die Goldbeimengung dieses besondere Farbspiel.
Was diese Gablonzer Manufaktur außer Gold da noch
mit reinmischte, weiß ja heute scheinbar niemand.
Ich konnte auch nicht herausfinden, ob es im 19.Jahr-
hundert dort nur einen Hersteller für Saphiret gab,
oder ob halb Gablonz dazu in der Lage war. Möglicherweise
wurde die Rezeptur streng geheimgehalten?
Wer hat Zugang - auch sprachlich - zu Original tschechischen
Archiven?

Zitat geschrieben von steinfroilein

Nicht mal im CIBJO Blue Book, bei der GIA, der DGemG, der ÖGemG oder bei gemology online oder chemie.de wird "saphiret" als Handelsname bzw das Verfahren dessen erwähnt.

Es erstaunt mich, daß Du vermutest, daß die von Dir
genannten Institutionen sich mit Modeschmuck-Glasware
beschäftigt haben könnten. Ist das für die "hohen Häuser"
nicht unter ihrem Niveau?

Zitat geschrieben von steinfroilein

Verkäufer (ebay, etsy, pinterest, instagram) beschreiben die "Herstellung von 1880 bis 1960", also doch nicht so selten? Das (Rarität, begrenzte Menge) ist doch ein Widerspruch zum Link-Artikel.

Naja, abgesehen von dem häufigen und durch ständiges
Kopieren bis zur Wahrheit tradierten "Gebrabbel aus dem
Tal der Ahnungslosen"; muß man da doch wohl von der
raren und zeitlich begrenzten Produktion von Saphiret im
19.Jhrdt. unter Verwendung von Gold und den späteren
"unedlen" Sapharin-Produkten unterscheiden.
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