Zinnpolierscheibe abrichten

 
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #1
Meine Zinnpolierscheibe war holprig geworden. Vor Jahren hatte ich einen 90°Adapter gebastelt Mit dessen Hilfe und einem Stahlnagel konnte ich die neue Scheibe in Form halten. Durch den langen Gebrauch war aber die diamantimprägnierte Schicht so widerstandsfähig geworden, dass der Stahlnagel keine befriedigende Wirkung mehr zeigte. Da kam mir die Idee statt des Nagels einen Diamant-Kronenbohrer zu verwenden. Der hat ordentlich was weg geschrubbt. Die raue Oberfläche habe ich dann mit einem Achat geglättet. In den Achat ist eine Rille eingeschliffen, deren Kanten wie ein Hobel wirkt. Die Scheibe ist nun wieder plan und arbeitet besser als je zuvor.
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kristaller
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kristaller

 ·  #2
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu

Meine Zinnpolierscheibe war holprig geworden. Vor Jahren hatte ich einen 90°Adapter gebastelt Mit dessen Hilfe und einem Stahlnagel konnte ich die neue Scheibe in Form halten. Durch den langen Gebrauch war aber die diamantimprägnierte Schicht so widerstandsfähig geworden, dass der Stahlnagel keine befriedigende Wirkung mehr zeigte. Da kam mir die Idee statt des Nagels einen Diamant-Kronenbohrer zu verwenden. Der hat ordentlich was weg geschrubbt. Die raue Oberfläche habe ich dann mit einem Achat geglättet. In den Achat ist eine Rille eingeschliffen, deren Kanten wie ein Hobel wirkt. Die Scheibe ist nun wieder plan und arbeitet besser als je zuvor.

Hallo uhu,
ist ja eine interessante Lösung !
Wäre dieses Verfahren, - oder in abgewandelter Form auch für andere Polierscheiben vorstellbar ?

Gruß Kristaller


stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #3
Meine Zinkscheibe habe ich auch so bearbeitet. Sollte eigentlich universell gehen...
kristaller
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kristaller

 ·  #4
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu

Meine Zinkscheibe habe ich auch so bearbeitet. Sollte eigentlich universell gehen...

@ uhu,
habe fürs Polieren härterer Steine auch eine Cu-Scheibe, die mittlerweile ziemlich ramponiert ist.
Könnte man dieses Verfahren eventuell auch dort einsetzen, - oder besser gleich auf die Drehbank damit ?
Gruß Kristaller
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #5
Schau mal:
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kristaller
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kristaller

 ·  #6
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu

Schau mal.

@ uhu, die Cu-Scheibe im oberen Bild sieht meiner sehr ähnlich !
Wenn das untere Bild diese Scheibe nach der "Behandlung" darstellt, ist diese Methode doch recht erfolgreich.
Was hast Du in diesem Fall als Hobel beim 90 Grad - Adapter verwendet ?
War sonst noch irgendeine Nachbehandlung der Oberfläche ("Feinschliff") erforderlich ?
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #7
Ich habe die Kupferscheibe mit dem gleichen Werkzeug und in gleicher Weise wie die Zinnscheibe behandelt. Das Abziehen dauert nur länger, weil das Kupfer ja viel härter ist.
kristaller
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kristaller

 ·  #8
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu

Ich habe die Kupferscheibe mit dem gleichen Werkzeug und in gleicher Weise wie die Zinnscheibe behandelt. Das Abziehen dauert nur länger, weil das Kupfer ja viel härter ist.

@ uhu, Danke für diese Hinweise 👍
Kannst Du für die oben beschriebene Cu-Scheiben- Behandlung
auch zur empfohlenen Drehzahl und zum Anpressdruck etwas sagen, womit gute Ergebnisse erzielt werden können ?
Ich selbst habe schon einige Male versucht, die rotierende Cu-Scheibe mit manuell aufgedrückten Cutterklingen (Teppichmesser) zu glätten. - Dabei wurden wohl feine Cu-Späne abgetragen, aber zur gewünschten gleichmäßigen Glättung der Oberfläche hat es leider nicht geführt ........
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #9
Das "Abdrehen" kann nur funktionieren, wenn das Drehwerkzeug ordentlich geführt wird und einen Tiefenstop hat. Freihändig klappt das nicht. Drehzahl und Druck muss man ausprobieren. Abdrehen mit einer ordentlichen Drehbank wäre die bessere Wahl. Obige Methode ist ein Notbehelf.
kristaller
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kristaller

 ·  #10
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu

Das "Abdrehen" kann nur funktionieren, wenn das Drehwerkzeug ordentlich geführt wird und einen Tiefenstop hat. Freihändig klappt das nicht. Drehzahl und Druck muss man ausprobieren. Abdrehen mit einer ordentlichen Drehbank wäre die bessere Wahl. Obige Methode ist ein Notbehelf.
@uhu,
Danke für Deine Einschätzung und Erfahrungsberichte. - Alleine mit Bordmitteln ist's halt schwierig .........
Gruß Kristaller
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