Moin Guestuser, bitte zeige das ganze Stück und
nicht nur den Stempel.
Es handelt sich scheinbar um ein nach Russland
eingeführtes Schmuckstück bzw. Uhr oder ein Gerät
aus 14karätigen/585er Gold.
Wie ich diesem Artikel glaube entnehmen zu können,
wollen die russischen Behörden für eingeführtes Gold
(evtl. nur aus der Schweiz?) einen QR-Code zusätzlich
zum Stempel einführen - resp. handhaben das bereits
seit 2019 so (ungefähr zur Hälfte runterrödeln):
https://www.fhs.swiss/file/6/RA_2020_francais_web_LR.pdf
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Jetzt hab ich auch noch etwas diesbezügliches aus dem
Jahr 2019 gefunden:
"Russland
Schweizer Uhren ohne QR-Code
Befreiung von der zusätzlichen Kennzeichnung
Die FH hat sich seit über zwei Jahren unermüdlich mit den russischen Behörden für eine Befreiung von Schweizer Uhren von der Kennzeichnungspflicht eingesetzt.
Diese betrifft Uhren aus Edelmetallen (Lasermarkierung eines QR-Codes).
Ziel des Gesetzes, das 2020 in Kraft treten soll, ist die Identifizierung und Rückverfolgbarkeit aller auf dem russischen Markt angebotenen Artikel, unabhängig davon, ob sie lokal hergestellt oder importiert wurden.
Neben den Grundsätzen der Verwaltungsvereinfachung, der
Anwendung der WTO-Regeln zu Handelshemmnissen und der
Bestehensmöglichkeit der Herstellermarke in der Schweiz hob die FH
insbesondere die Bestimmungen des bilateralen Abkommens
über die gegenseitige Anerkennung von amtlichen Kennzeichen auf Uhren aus Edelmetallen hervor, das 2013 in Kraft trat.
Das von der Schweiz im Rahmen des Beitrittsverfahrens Russlands zur WTO ausgehandelte Abkommen sieht ausdrücklich vor, dass die Vertragsparteien auf ihr Recht auf zusätzliche Prüfungen, Analysen oder Kennzeichnungen von Uhren in seinem Geltungsbereich verzichten.
Die Entscheidung hatte sich lange hingezogen, fiel aber schließlich im Frühsommer 2019 während eines Besuchs von Staatssekretärin Ineichen-Fleisch in Moskau, an dem die FH teilnahm. Vizeminister Oreschkin bestätigte die Ausnahmeregelung für gekennzeichnete Schweizer Uhren in Gesprächen mit dem Minister für wirtschaftliche Entwicklung. Die Entscheidung wurde später schriftlich mitgeteilt. Die Schweiz ist das einzige Land, dem eine Ausnahmeregelung von der bevorstehenden russischen Verordnung gewährt wurde, und diese wurde offensichtlich nicht als Gefälligkeit gewährt. So selbstverständlich und logisch dies auch erscheinen mag, war es in der Praxis keine Selbstverständlichkeit, daher die intensiven Bemühungen der FH, die berechtigten Interessen der Branche zu schützen. Da Schmuckwaren nicht von der Ausnahmeregelung erfasst werden, hat sich die FH für ein möglichst einfaches Verfahren ausgesprochen, das die Produktintegrität priorisiert, beispielsweise durch die Zulassung einer obligatorischen Kennzeichnung auf Etiketten. Eurasische Wirtschaftsunion
Im Jahr 2018 verabschiedete die Eurasische Wirtschaftsunion – Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Russland – eine Verordnung zur Begrenzung der Verwendung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (EAWU 037/2016, auch bekannt als EEU-RoHS). Aus internen Gründen wurde das Inkrafttreten der Verordnung auf den 1. März 2020 verschoben. Die aktuellen Bestimmungen der EEU-RoHS sind in mindestens zwei Bereichen problematisch: erstens hinsichtlich ihres Anwendungsbereichs und zweitens hinsichtlich ihrer administrativen Formalitäten, die deutlich strenger sind als beispielsweise die derzeit in der Europäischen Union geltenden. In der Praxis bestehen weiterhin Interpretationsunterschiede bei Produktdefinitionen und -klassifizierungen, und es herrscht daher Unklarheit darüber, ob elektronische Uhren unter die neue Verordnung fallen. Folglich bestehen ähnliche Unsicherheiten hinsichtlich der explizit betroffenen Produktkategorien. Auf administrativer Ebene sieht die eurasische Gesetzgebung unter anderem die Pflicht für Hersteller vor, ihre Konformitätszertifikate zu registrieren. Dies ist außergewöhnlich, da es in keinem anderen Land mit vergleichbaren Regelungen vorgeschrieben ist, ganz abgesehen von den zusätzlichen Kosten und administrativen Verzögerungen, die dadurch entstehen würden und dem gesamten Sektor schaden würden."