Es handelte sich um eine relativ große Facette eines Rechtecks im Unterteil, glaube nicht, dass durch eine minimale Verdrehehung der Facette eine Besserung eintritt, an den Zwillingslamellen ändert sich dann nichts, wobei ich gar nicht weiß ob es daran lag. Alle anderen Facetten waren ja auch schwierig, es hat Stunden gebraucht und am Ende letztlich wieder ein Mißerfolg.
Es scheint auch so, als ob die Adhäsion kleine Partikel aus der Fläche reißt die dann eine Furche hinter dem Krater ziehen, das ist das kleiner Übel (kriegt man weg). Genauso oft treten aber auch Kratzer auf die von der Kante über die gesamte Oberfläche reichen (das größere Übel, poliert man einen weg kommen 2 neue). Das Frustrierende daran ist, dass ich keine Gesetzmäßigkeiten erkennen kann wann was passiert. Zum Beispiel: bei einer schräg zur Oberfläche liegenden Spaltebene könnte man bei falscher Schleifrichtung (Dekompression) annehmen, dass Partikel herausgerissen werden, man ändert also die Richtung und müsste eine Kompression haben, es passiert aber genau das gleiche, meistens sogar schlimmeres. Ebenso verhält es sich mit vielen anderen Variabelen.
Manchmal klappt es, ich weiß aber nicht warum.
Kann sein dass es möglich ist, einen Stein mit winzigen Facetten (Portugieser) kratzerfrei zu polieren. Bei anderen Schliffformen mit großen Facetten hab ich solange Zweifel bis ich einen gesehen habe (mit der eigenen Lupe nicht vom Foto) .
Letztendlich hoffe ich, dass ich unrecht habe