Fauxbergé: Forgery, Fakery and Fabergé

 
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #1
Habt ihr schon mal von Fauxbergé gehört?

Diesen Begriff gibt es im englischsprachigen Wikipedia
https://en.wikipedia.org/wiki/Fauxberg%C3%A9
Zitat
Fauxbergé ist ein Begriff, der allgemein Gegenstände beschreibt, die eine höhere Qualität oder einen höheren Status vortäuschen. Im Speziellen bezieht er sich auf das Haus Fabergé, ein russisches Juwelierhaus, das 1842 in Sankt Petersburg gegründet und 1918 von den Bolschewiki verstaatlicht wurde. Erstmals erwähnt wurde der Begriff in einem Artikel des Auktionators und Fabergé-Autors Erzherzog Géza von Österreich mit dem Titel „Fauxbergé“, der 1994 in der Zeitschrift „Art and Auction“ erschien.Er verwendete ihn auch während der Ausstellung „Fabergé in America“ im Jahr 1996 sowie in nachfolgenden Ausstellungen.

Heute gehört der Begriff zum Fachvokabular im Bereich Fabergé. Der Begriff wird verwendet, um auf Gegenstände hinzuweisen, die Kopien, Fälschungen oder Nachahmungen historischer Fabergé-Produkte aus der Zeit zwischen 1885 und 1917 darstellen.


Letztens wurden Fabergé Fälschungen angesprochen. Dazu erscheint auf der Seite, die auch MaJa verlinkte, mittlerweile ein interessanter Beitrag, auf den mich Heinrichs Frau letztens hinwies.

Da soll bald ein Buch dazu erscheinen:
Fauxbergé: Forgery, Fakery and Fabergé
Zitat
Dies Kapitel zeigt die Geschichte der Fabergé-Fälschungen.
Es wird angenommen, dass die ersten Fabergé-Fälschungen in den 1930er Jahren sowohl in der UdSSR als auch in den Vereinigten Staaten hergestellt
wurden. Fälschungen nahmen an Tempo zu, nachdem 1949 die ersten
Farbfotografien von Fabergé-Werken veröffentlicht wurden.

Auszüge aus dem Buch werden in den kommenden Wochen auf der RUZHNIKOV-Website erscheinen.

FAUXBERGÉ ! Fälschung, Fakery & Fabergé wird sicherlich ein must have für interessierte Sammler sein; illustriert mit Dutzenden von gefälschten und authentischen Fabergé-Kunstwerken – und fachkundigem Rat, wie man sie auseinanderhält.

Danke an Ursula für den wirklich interessanten Link.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #2
Geza von Habsburg hatte in Kooperation mit Johannes, Prinz von Hohenzollern vor vielen Jahren in München in der Hypo Kunsthalle zwei große Fabergé Ausstellungen organisiert und dazu dann Vorträge über Feinheiten der Erkennung der teilweise hochwertigen Fälschungen, Adaptionen und Stilentwicklungen gehalten. Bei der ersten Ausstellung waren die Vorsichtsmaßnahmen so streng, dass circa alle 10 Minuten der Alarm ausgelöst wurde. Ein paar Mal bestimmt auch von mir, weil ich zu Nahe an die Vitrinen heran ging. Aber beim zweiten Mal hatte ich mir eine Operationsbrille gekauft und konnte so auf 30 cm alles scharf und stark vergrößert in den Vitrinen sehen.
Geza von Habsburg hatte wohl die meisten Fabergé Stücke in der Hand gehabt und untersucht und galt als der weltweit beste Fabergé Experte.
Ich Chicago hatten in der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts Exilrussen eine richtiggehende Fabrik für Kopien aufgebaut und mir hatte in den 80er Jahren ein Russe einen Satz Stempel gezeigt, der alle Varianten der Stempel von Fabergés Meisterstempeln enthielt. Damit wurden dann Kopien und freie Stiladaptionen auch aus teilweise antiken Objekten angepasst und punziert. Kurz danach ist er verschwunden.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #3
Zitat geschrieben von steinfroilein

Habt ihr schon mal von Fauxbergé gehört?


Ja, zu diesem Begriff hatten wir schon einige interessante
Beiträge in der Vergangenheit - z.B.:
schmuckforum/ftopic32426.html
-
schmuckforum/ftopic30278.html
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #4
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

...und mir hatte in den 80er Jahren ein Russe einen Satz Stempel gezeigt, der alle Varianten der Stempel von Fabergés Meisterstempeln enthielt. Damit wurden dann Kopien und freie Stiladaptionen auch aus teilweise antiken Objekten angepasst und punziert. Kurz danach ist er verschwunden.


Dass die Stempel verwendet wurden, ist schon der Hammer. Die schreckten wohl vor nichts zurück.

Im Link (Buchauszug) werden u.a. auch die Namen der Fälscher genannt. Kann man nur hoffen, dass die hochpreisigen Antiquitätenhändler dies lesen und den Unterschied echt/fake sehen.
Benzer
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Benzer

 ·  #5
Ich finde die Materie interessant obwohl erschreckend.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #6
Benzer
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Benzer

 ·  #7
Danke
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