Wo kann man einen Turmalin verkaufen

 
Schalaifer
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Schalaifer

 ·  #1
Halli Hallo zusammen,

Ich habe einen Verdelith Turmalin.
12,75 Carat
Da ist meine Frage, wo man diesen verkaufen kann.
Dies wurde nach Prüfung bei einem Gemologen erfolgen. Bisher ist da meine Suche noch nicht ganz so weit. Ging eher darum rauszufinden, ob dieser echt ist oder nicht. Wahrscheinlich ist er es.
Er stammt aus einem 750 Gold Ring.
Habe den rausgenommen da bei einem Verkauf nur der Stein von Bedeutung ist.
Habe mal paar Bilder hochgeladen, mit UV Licht, ohne Licht und eins mit Blitzlicht.
Es ist kein maschinell geschliffener Stein. Das sieht man unter Lupen, er ist klar und ändert seine Farbe von Minzgrün, gelb, leichtblau und klar.
Ich bedanke mich vorab für eure Hilfe.
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Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #2
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #3
Sicher, dass es ein Verdelith ist und evtl kein Tsavorit?

Ich würde zuerst klären lassen, um was genau es sich handelt.
Schalaifer
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Schalaifer

 ·  #4
Wenn es ein Tsavorit wäre, dann müsste der unter einem Chelsea Filter ja rot leuchten... Oder ist es nicht so?
Also hab den damit nicht getestet, da ich keinen habe, aber aufgrund dessen das ein Chrom Turmalin in der Gewichtsklasse eigentlich fast nicht gibt, wäre der Stein ja dann bei mehreren 10k € wert.
Bei einem Tsavorit, kannte ich bis eben auch nicht. Habe ich erlesen des selbst Steine bei 3-5 Carat schon sehr groß und selten sind, wozu der dann mit dem Gewicht die Oberliga anführen würde und noch teurer als ein Chromturmalin wäre.
Das Schmuckstück gibt es noch. Aber sind aktuell getrennt. Auf dem Bild ist er noch in gefasst im Ring. Bei dem Verkauf mit dem Ring würde die Ringgröße auch etwas mit ausmachen, wobei man die ja auch ändern lassen kann.
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Schalaifer
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Schalaifer

 ·  #5
Was ich auch wissen wollte, habe gelesen der Turmalin härter ist als Glas, und wenn man den Stein an Glas bewegt es Kratzer im Glas gibt. Habe aber das bedenken, das dadurch evtl Facetten brechen könnten. Ist der Gedanken berechtigt?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #6
Vom Foto her hätte ich persönlich erst mal spontan auf Peridot getippt, denn die Farbe entspricht eher Peridot auf meinem Bildschirm. Vom Blitzlichtfoto könnte man evtl. noch Chromdiopsid in den Ring werfen. Faktisch ist erst mal eine Refraktometeruntersuchung unerläßlich.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #7
Bei Ausfassware schränkt sich der Kreis der Kaufinteressenten u.U. deutlich ein.

Habe vergessen zu erwähnen, dass Du bei einem ausgefassten Stein mit Wertverlust rechnen mußt. Es dürfen durch das Ausfassen keine Beschädigungen entstanden sein. Daher die Rondiste prüfen und nochmals lupen. Beim Verkauf solltest Du angeben, dass es sich um einen ausgefassten Stein handelt. Es kann nämlich vorkommen, dass beim Ausfassen durch den Druck Spannungen entstehen, die sich beim wieder Einfassen negativ auswirken und im schlimmsten Fall der Stein beschädigt wird.

Ausfassen wertvoller Edelsteine sollte daher immer einem Profi vorbehalten sein.

Um rauszufinden ob echt oder nicht und welcher Farbstein überhaupt, brauchst Du entweder einen Refraktometer für RI messen oder eine Ermittlung Dichte oder Härte.

Härte messen bedeutet ritzen, das ist leider u.U. sichtbar, gibt aber keinen Facettenbruch. RI messen und Dichte messen dagegen gibt keine Beschädigungen am Stein ab.

Statt eines Gemmologen könnte Dir auch ein Goldschmied oder Juwelier helfen, rauszufinden um welchen Stein es sich handelt. Es gibt nicht nur Glas oder andere künstliche Steine, auch Synthesen, alternativ zu natürlichen Edelsteinen.

Für den Wert ist zudem Reinheit und Schliff wichtig. Dazu bräuchte es Nahaufnahmen bzw Makrofotos (direkte Draufsicht Oberteil und Unterteil sowie Seitenansicht Rondiste). L Br H in mm ist ebenso wichtig um die Proportion zu dokumentieren.

Bevor Du daher überlegst, "wo" Du einen Stein verkaufst, mußt Du erst entsprechende Vorarbeit leisten:
gemmologisch püfen: Steinart / Material / Mineral / Varietät
Messen: Proportion: Länge, Breite, Höhe in mm
Wiegen: Gewicht in ct (12,75ct)
Lupen: Unversehrtheit (Ausfassware), Schliff, Reinheit, Farbqualität

Ich hätte an Deiner Stelle zuerst versucht, den Ring mit Stein im gefassten Zustand zu verkaufen....

Wie hast Du denn den Stein ausgefasst?
War er in einer Zargen- oder in einer Krappenfassung?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #8
Zitat geschrieben von steinfroilein

War er in einer Zargen- oder in einer Krappenfassung?

das Foddo zeigt Krappen
Schalaifer
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Schalaifer

 ·  #9
Ich Versuche aktuell nur einen Schritt weiter zu denken um nach dem prüfen schneller entscheiden zu können.
Er war mit 4 Krappen gefasst, habe zwei leicht nach aussen gedrückt und er kam raus.
Fest einsetzen lassen kann ich den auch bei einem Schmuckschmied aus dem Freundeskreis. 😁
Er selbst vermutet auch Turmalin, aber sagt es muss von einem Gemologen bestimmt und zertifiziert werden.
Geprüft soll er werden bei einem Gemologen in Idar Oberstein. Aber das mach ich erst wenn ich mir fast 90% sicher bin was ich da an Stein habe.
Habe letzte Woche bei einigen Juwelieren und Goldschmieden mal.gefraht, aber das kann anscheinend keiner von denen da die irgendwie nur auf Diamanten aus sind 😵💫
Wie es mit dem Stein weiter geht, Teile ich hier nach weiteren Tests gerne mit.
Danke an alle die hierauf etwas geantwortet haben. 🙌
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #10
Die Fotos sind zu unterschiedlich.

Auf einem Foto eher peridotfarben, auf dem anderen eher tsavoritfarben. Turmalin wäre auf Anhieb nicht meine erste Wahl gewesen, Glas schliesse ich aus. UV täuscht auch etwas. Geh mal mit der UV Lampe auf die Seite, von wo Du fotografierst.

Gehe auch bitte in ein Zimmer mit nicht zu direkter Sonneneinstrahlung aber trotzdem hell genug. Kein Kunstlicht verwenden.

Und geh bitte mit dem Handy näher an den Stein. Entweder zoomen oder Makrofunktion nutzen.

Maße nicht vergessen. In Verbindung mit dem Gewicht könnte dies auch zur Identifizierung helfen.

Magst uns das noch mitteilen bitte?

Das Ringfoto sah ich erst nach dem Absenden. Sieht aber sehr hübsch aus im gefassten Zustand. Was weisst Du über das Schmuckstück im Ganzen? Geerbt? Flohmarktfund?

.
Tilo
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Tilo

 ·  #11
auf gar keinen fall versuchen, die Härte zu testen! das wird nichts bringen, denn härter akls Glas sind sehr viele Edelsteine
dennoch sind beim Versuch Schäden durch Spaltbarkeit beim Edelstein möglich und ich stimme Steinfroilein diesbezüglich nicht zu

ich finde, Refraktometer sollte Grundausstattung bei Goldschmieden sein, aber die Kollegen sehn das wohl überwigend nicht so
wegen einem Stein anzuschaffen lohnt nicht
Feinwaage schon vorhanden? `kostet ja ungeeicht nicht viel. manche kann man sogar kalibrieren, man kann sie mit Euromünzen prüfen usw und dann Tauchwiegung zur Dichtebestimmung machen: tictacbehälter mit Wasser drauf (wegen Gewichtslimit der meisten kleinen Waagen) und Stein reinhalten an wirklich feiner Pinzette (deren Effekt man ja sogar wegtarieren könnte) oder sehr sehr dünnem faden oder sehr sehr feinem Draht (Haar)

oder ne Konstruktion bauen, wo der Behälter größer ist und darin an "Galgen" ohne Gefäßkontakt eine Steinaufnahmeschale hängt

oder der "Galgen" steht auf der Waage und der Wasserbehälter ist unabgängig davon fixiert, dann drückt nicht der Wasserbehälter auf die Waage, sondern der "Galgen"
tatze-1
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tatze-1

 ·  #12
Zitat geschrieben von Tilo

ich finde, Refraktometer sollte Grundausstattung bei Goldschmieden sein, aber die Kollegen sehn das wohl überwigend nicht so

wenn sie damit eh nicht umgehen können, warum sollten sie? So in Ding schafft sich nur jemand an, der in Edelsteinbestimmung kundig ist und nicht im Edelsteinkundeunterricht geschlafen hat.
Tilo
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Tilo

 ·  #13
ok, ich dachte, der Umgang damit war ein Thema in der Lehre (gibts im bundesdeutschen Goldschmiedelehrlingsausbildung auch zentralisierten Unterricht außerhalb der logischerweise nicht in allem kompetent sein könnenden Ausbildungsbetriebe?)
tatze-1
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tatze-1

 ·  #14
Edelsteinkunde gibt's. Fraglich ist, wie intensiv der Unterricht ist und wie hoch das Interesse der Lehrlinge, das weiter zu verfolgen. Ich vermute mal, die Meisterschulen haben auch noch Edelsteinkunde, auch hier die Frage, wie intensiv das Thema behandelt wurde. Ich darf nicht von mir auf die duale Ausbildung schließen, da ich in der Goldschmiedeschule einen ausgezeichneten Unterricht erfahren habe mit Laborarbeit und daher entsprechendes Wissen aufbauen konnte.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #15
Die Basis wird in der Lehre schon vermittelt, aber bis zur Beurteilungsreife muss man viel selber üben. Anke kann es, ich habe schon immer zu krumme Augen dafür gehabt.
Narürlich schließe ich mich dem Rat an, den Stein zunächst mal von einer kompetenten Person per Refraktometer bestimmen zu lassen
Rub
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Rub

 ·  #16
@Steinfroilein Ein Tsavorit in der Grösse??? Unter langweiligem UV Licht braucht man bei vielen Edelsteinen schwarzen Untergrund oder mit Pinzette anheben.
Schalaifer
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Schalaifer

 ·  #17
Zum einem zu der Größe, siehe angehängte Bilder.
Zum anderen, wurde mir der Ring für einen schmalen Taler angeboten vor ca zwei Jahren. Ich kaufe regelmäßig Schmuck wenn die Preise nah beim Goldkurs ist. Sollte ich mal 100-200€ mehr zahlen, dann ist es so. Aber bisher bin ich damit gut gefahren. Solang kein Nachweis ist um welchen Stein es sich genau handelt, kann ich nur als Spekulationsobjekt kaufen. Da ist es dann die Entscheidung vom Verkäufer ob er dies mitmacht oder nicht.
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Tilo
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Tilo

 ·  #18
bei den Maßen scheint mir das Gewicht von über 12ct rätselhaft hoch
wie schon geschrieben:
Dichtebestimmung und/oder Lichtbrechung
nur nach Optik bestimmen geht nicht
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #19
Nur mal so als Vergleich die ca Durchschnittsgewichte antik 15 x 12 x 7 mm:
Verdelith (grüner Turmalin) 11,5 - 12,5 ct
Peridot 12,6 - 13,7 ct
Chromdiopsid 12,4 - 13,5 ct
Tsavorit (grüner Granat) 13,7 - 14,8 ct

15x12mm antik ist ein typisches Maß Handelsware (Toleranz 3/10), da wäre Tsavorit in der Tat auszuschließen.

Höhe 7mm ist als Proportion eher niedrig/flach, aber rohsteinbedingt kein Indikator für oder gegen die anderen Grünvarianten.

Da früher leider aber auch Doubletten und Soudee im Grünbereich gerade bei grossen Steingrössen üblich waren, würde ich den Gang zum Gemmologen anraten. Nur das bringt letztendlich Gewissheit. Das sind wir uns alle einig.

Da ein Verkauf angedacht ist, mit Zertifikat / Gutachten sowieso die einzige Möglichkeit...

Wir würden uns freuen, wenn Du uns berichtest, was das Gutachten in Idar - Oberstein ergibt.
Schalaifer
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Schalaifer

 ·  #20
Also ich habe da jemand gefunden wo Gemologen ist und die ganzen Test machen kann welche international anerkannt sind. Allerdings ist der noch im Urlaub.
Habe eben mal die Dichte bestimmt mithilfe von Wasser, und es sind 3,984.
Kann natürlich auch etwas abweichen da der Stein quasi am seidenen Faden hing.
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RWeigel
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RWeigel

 ·  #21
Mich stimmen Machart des Rings und der Fassung nachdenklich. Würde man einen sehr hochwertigen Stein so exponiert fassen? Mit 4 recht nachgiebigen Krappen? Anfällig für Schläge von der Seite?

Ich möchte mal noch grünen synthetischen Saphir als Kandidat in die Runde werfen. Die Dichte könnte passen. Ich hänge mal ein Bild von einer kleinen grünen halbierte Birne von Djeva an.

Viele Grüße

Ralf
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steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #22
Ralf, das könnte tatsächlich mit der Dichte hinkommen.

Verdelith 3,06–3,25 g/cm³
Peridot 3,27–3,37 g/cm³
Chromdiopsid 3,22–3,38 g/cm³
Tsavorit 3,57–3,73 g/cm³
Synthetischer Spinell ca. 3,58–3,61 g/cm³
Synthetischer Korund ca. 3,98–4,02 g/cm³

Ist aber alles Rätselraten, wenn die Dichte ggf nicht richtig berechnet wurde.
Tilo
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Tilo

 ·  #23
ja, so hatte ich das heut nacht auch schon im Steingewichtsrechner erhalten, (bzw. tendenziell sogar Dichte noch etwas über Korund) nur ist dieses grün halt selten als Korund
https://dendritics.com/carat-weight/
natürlich eh
und auch synthetisch eher ungewöhnlich und dann noch in einem handgearbeiteten 750 Ring, den ich stilistisch nicht nahöstlich oder nordafrikanisch ansehen würde (bei den Herkunftsbereichen würde mich bunter "Glasstein" in 750 nicht wundern)

die exponierte Fassart ist seltsamerweise gar nicht so selten, habe einen Aquaring im Bestand, der fast genau so gefasst war. die Krappen habe ich kaputtgemacht, um den Aqua zum Nachschleifen sicher ohne weitere Beschädigungen zu entnehmen
Schalaifer
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Schalaifer

 ·  #24
Ich konnte es nicht lassen mich noch genauer reinzuarbeiten in den Ring. Habe damit einer 6fach Lupe noch versteckt eine Punze gefunden.
Dies hat wahrscheinlich das ganze gelöst.

Laut KI

Der zusätzliche Stempel „13 VA“ ist ein fantastischer Fund, der das Rätsel um diesen Ring fast vollständig löst und die Vermutung einer Laborsynthese untermauert.Es handelt sich hierbei um eine offizielle, historische Meisterpunze (Herstellerzeichen) aus Italien.Die Entschlüsselung von "13 VA"Italien nutzt seit den 1930er-Jahren ein streng kontrolliertes, gesetzliches Punzierungssystem für Edelmetalle. Ein solcher Stempel setzt sich immer aus einer fortlaufenden Nummer und dem Kürzel der jeweiligen Provinz zusammen:VA: Steht für die Provinz Varese in der Region Lombardei (Norditalien). Varese und das nahegelegene Mailand waren historisch bedeutende Zentren für die italienische Schmuckindustrie.13: Ist die offizielle Registrierungsnummer des Goldschmiedebetriebs in dieser Provinz. Die Nummer 13 wurde an ein sehr frühes, traditionsreiches Traditionsatelier vergeben.Was bedeutet das für das Alter des Rings?Aufgrund der Schreibweise (Zahl gefolgt von den Buchstaben direkt nebeneinander, oft in einer asymmetrischen oder leicht abgerundeten Form) lässt sich die Entstehung des Rings exakt auf den Zeitraum zwischen 1935 und 1968 datieren. Im Jahr 1968 wurde das italienische Gesetz reformiert, und die Punzen mussten fortan zwingend einen kleinen Stern (* 13 VA) vor der Nummer tragen.Stilistisch handelt es sich bei dem Ring also um ein typisches Stück des italienischen Neohistorismus (Retro-Stil). Nach der Weltwirtschaftskrise und während der Mid-Century-Ära fertigten die Meister in Varese extrem gerne schwere, prunkvolle Ringe aus hochkarätigem 750er Gold, die bewusst so designt waren, dass sie wie königlicher Barock- oder Vierte-Jahrhundertwende-Schmuck aussahen.Das finale Fazit für Ihren grünen SaphirDurch die Datierung auf ca. 1935–1960 schließt sich der Kreis perfekt:Bestätigung der Synthese: In den 1940er- und 1950er-Jahren war das Verneuil-Verfahren (Flammenschmelze) absolut perfektioniert. Es war die absolute Blütezeit für opulente Cocktailringe mit riesigen, makellosen, im Labor gezüchteten Edelsteinen. Einen echten, fehlerfreien grünen Saphir mit 12,75 Karat hätte sich auch damals kaum jemand leisten können – die perfekte Laborsynthese passte dagegen perfekt in das Budget für gehobenen, modischen Prunkschmuck dieser Epoche.Der Gesamtwert: Auch wenn der Stein eine Synthese ist (Wert ca. 50–100 Euro), haben Sie hier kein billiges Imitat vor sich. Es ist ein echtes italienisches Vintage-Schmuckstück aus massivem 18-Karat-Gold mit einer meisterhaften, historischen Durchbrucharbeit aus Varese.

Natürlich auch wenn es sehr wahrscheinlich ein synthetischer Stein ist, finde ich das gesamte doch sehr schön.

Es war bis jetzt spannend dann euch sehr nah an das ganze rangekommen zu sein. Werde aber trotzdem mal einen Schmied mit Lupe drüber schaun lassen, um Gewissheit zu erhalten was das nun genau ist. 😀
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #25
Die Lupe heißt Refraktometer und der Schmied heißt Gemmologe.
Auch wenn wir kein Bild des Stempels sehen, Raute ist Italien, jawoll. Es ist doch in Rautenform?
Tilo
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Tilo

 ·  #26
die Raute war meines Wissens (nach kurzer Recherche, ohne mehrere Quellen zu suchen) auch erst ab 1968 vorgeschrieben für Gold wie die standardisierte Herstellerangabe mit Stern, die hier beim Ring evtl. ohne Stern, also vor 68 ist
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Guestuser

 ·  #27
Auf dem einem Bild ist meine Lupe 😁
Auf dem anderen habe ich versucht den Stempel mal zu fotografieren, besser kriege ich das nicht hin.
Rechts die Raute mit 13 VA
Und links die 750 Punze
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Tilo
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Tilo

 ·  #28
wie wiiird sowas bei Arbeitszeugnissen formuliert?
er hat sich stets bemüht ;-)

aber die Stempel sind nicht relevant für die Bestimmung des Steins
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #29
Neueste Informationen
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