Herkunft von zwei Ringen

 
Christina P
 
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Christina P

 ·  #1
Ich bin Teil des International Cold Case Analysis Project, einer Initiative, die weltweit Strafverfolgungsbehörden, Wissenschaft und NGOs miteinander vernetzt, um bei der Aufklärung lange ungelöster Fälle zu helfen.

Aktuell versuchen wir, eine unbekannte männliche Leiche aus den frühen 90ern zu identifizieren. Er trug zwei markante Ringe. Können Sie mir Anhaltspunkte über die Herkunft dieser Ringe liefern?

Ich habe Fotos der beiden Ringe beigefügt. Da diese Information öffentlich zugänglich ist, bin ich befugt, externe Expertinnen und Experten zu konsultieren.

Für jeden Hinweis oder jede Orientierungshilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Christina Papst
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Herkunft von zwei Ringen
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #2
Moin, weiß jemand wie man die Bilder öffnen kann?
-
Die Organisation ist jedenfalls seriös und kein Spam:
"Das International Cold Case Analysis Project (ICCAP)
ist ein weltweites Kooperationsprojekt zur Aufklärung
ungelöster Kriminalfälle (Cold Cases) wie vermissten,
ermordeten oder nicht identifizierten Personen.
Initiatoren & Partner: Das Projekt steht unter dem Dach
von AMBER Alert Europe sowie dem Police Expert
Network on Missing Persons (PEN-MP) und wurde u. a.
in Zusammenarbeit mit der Polizeiakademie Niedersachsen
und der Organisation Locate International ins Leben gerufen."
Tilo
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Tilo

 ·  #3
ich sehe nur das Punzenbild
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #4
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #5
Zitat geschrieben von Guestuser

Ich habe Fotos der beiden Ringe beigefügt. Da diese Information öffentlich zugänglich ist, bin ich befugt, externe Expertinnen und Experten zu konsultieren.

Für jeden Hinweis oder jede Orientierungshilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Christina Papst

Gerne würden wir aus der Community unsere Expertise einbringen, um Hinweise auf die Herkunft, Epoche oder die Punzierungen der beiden Ringe zu liefern.

Leider gibt es ein technisches Problem: Die Bilddateien wurden beim Upload offenbar beschädigt oder nicht korrekt auf den Server übertragen. Weder die Forenmitglieder noch die Administration können die Fotos derzeit sehen oder herunterladen – es wird lediglich ein fehlerhafter Platzhalter angezeigt.

Da Frau Papst hier als Gast geschrieben hat, können wir sie leider nicht direkt per Privatnachricht kontaktieren.

Besteht die Möglichkeit, die Fotos noch einmal neu einzustellen oder extern zu verlinken (beispielsweise wie im Fall "Gentleman")?

Ohne das Bildmaterial läuft dieser wertvolle Aufruf leider komplett ins Leere.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #6
Moin, ich habe jetzt mit der Organisation bzw. mit Herrn
Bettels - 'nem Kollegen von Frau Papst - gesprochen.
Frau Papst gibt es und er wird sie eventuell noch heute
treffen, und sie bitten nochmal Kontakt zu uns aufzunehmen
und die Fotos hochzuladen..........
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Herkunft von zwei Ringen
Christina P
 
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Christina P

 ·  #7
Hallo,

vielen Dank für eure Mühe schon im Vorhinein.
Ich bitte um Entschuldigung für die Fotos, da dürfte beim Hochladen etwas schiefgelaufen sein.
Anbei ein Foto der beiden Ringe.

Vielen Dank und liebe Grüße
Christina
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Christina P

 ·  #8
Bei der Punze in meinem ersten Bild handelt es sich um die Punze des Siegelrings.
Sie dürfte die Nummer 42 darstelle.
Liebe Grüße und Danke für eure Mühe
Christina
Tilo
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Tilo

 ·  #9
ich halte beide Ringe für nichtdeutsch
d.h.: den Verkäufer wird man hierzulande nach meiner Vermutung eher nicht finden.
bleibt noch der Service, also Reparatur oder Größenänderung
nur: der Kundenkontakt ist mindestens 30 Jahre her. und dann soll man noch den Kundennamen wissen?
das hätte damals ein sehr besonderer Kunde sein müssen, damit man sich daran noch 30 Jahre lang oder länger erinnert.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #10
Moin Christina, und Merci für das neue Foto.
Gibt es weitere Punzen im Inneren der Ringe?
Stilistisch sehe ich das wie Tilo - eher Türkei/
Naher Osten. Möglicherweise stammt der Ringträger
auch aus dieser Region, da "normalerweise" solche
Ringe - und dann auch noch 2 Stück - von, in
Deutschland ansässigen, Männern nicht getragen
werden.
Crissi-36
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Crissi-36

 ·  #11
Hallo,

Ich habe mal vermutet, dass es sich bei der Gravur auf der linken Seite des Siegelringes um eine Sonnenblume handeln könnte. Und daher das "C" die Initiale des Nachnamens sein könnte, der in der Landessprache "Sonnenblume" bedeutet.
Ich habe mal auf der Seite für Übersetzungen "Deepl" in verschiedenen Sprachen nach dem Wort "Sonnenblume" gesucht.
In belarussisch sowie in ukrainisch beginnt das Wort "Sonnenblume" mit einem "C".

Vielleicht kann das etwas weiterhelfen.

Herzliche Grüsse aus Südfrankreich
Christina L.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #12
Dem Stil nach käme auch "fahrendes Volk" in Frage.
Crissi-36
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Crissi-36

 ·  #13
Hallo erneut :) ,

ich konnte jetzt auch eine Internetseite zu diesem Fall finden. Dort wird auch eine Kontakt-Emailadresse angegeben. Vielleicht kann man dort nach weiteren Photos der Ringe und vor allem der Punzen fragen.
Vielleicht hilft auch schon die Beschreibung des Falles dem Einen oder Anderen bei der örtlichen Bestimmung der Ringe. :)
Hier der Link:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56836/4831385

Herzliche Grüsse
Christina L / Crissi-36
Tilo
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Tilo

 ·  #14
ich fasse den verlinkten Text mal zusammen: gesucht wird die Identität eines erst seit kurzem in Deutschland weilenden Osteuropäers aus dem Stadtstreicherumfeld

der hatte wohl eher wenig namentlichen Kontakt mit deutschen Goldschmieden
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #15
Bei kyrillischer Herkunft: könnte es ein С (= S) sein. Das könnte ein Hinweis zum möglichen Familiennamen beginnend mit S sein.

Wurden die Ringe auf ihren Goldanteil geprüft? Welche Stempel hat der andere Ring? Bei 42 könnte es sich auch um einen sogenannten zerschlagenen Stempel handeln. 842 ? 84 wäre bei einem älteren Ring eine russische Silberpunze (84 Zolotnik). Vergoldet?

Bei Schmuck steht nur wertmässig der Legierungsstempel im Vordergrund. Für die Herkunft wichtig sind eher die Zusstzstempel. Diese sollte man sich genauer unter die Lupe nehmen.

Ich würde die Ringe dem osmanisch-balkanischen Kulturraum einordnen – also ehemaliges Jugoslawien (Kosovo, Mazedonien, Bosnien/Serbien), aber auch Türkei bzw. weitere Regionen mit osmanischer Goldschmiedetradition könnten in Frage kommen. Da wären dann ggf die Zusatzstempel interessant. Vielleicht gibt es hierzu weitere Nahaufnahmen?

Der Ringstein könnte synthetisch Korund Rubin sein. Wurde dieser auf echt/synthetisch geprüft?

Markant daher ja, aber für andere Kulturen, Religionen nicht unüblich. Auch nicht 2 Ringe gleichzeitig tragend.

Ich vermute vererbter Schmuck. In der Familientradition gibt man Siegelgringe bzw Monogrammringe weiter. Ggf handelte es sich um jmd, der den Wirren in seinem Heimatland entflohen ist. Was vor und um die 90er durchaus vorkam.

Vlt sogar auch jmd mit jüdischen Wurzeln. Da wären solch "markante" Ringe auch nicht unüblich.

Ich würde mir wünschen, dass Fälle dieser Art aufgelöst werden. Es sind Söhne, die vlt noch Vater und Mutter und andere Verwandten haben. Und nichts ist schlimmer, als die Ungewissheit.
Crissi-36
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Crissi-36

 ·  #16
Ein erneutes Hallo,

ich habe nochmals zu diesem Fall recherchiert und folgende öffentlich Zugänglichen Informationen zu den Ringen gefunden:
1. Die Ringe trug er nicht, sie waren in ein Tuch gewickelt in einer Jackentasche.
2. Zu dem Ring mit Stein: er soll 585er Gold mit synthetischem Rubin sein. Damals geschätzt auf 900-2000 DM
3. Zu dem Siegelring: er soll aus 750er Gold sein. Damals geschätzt auf 400 DM
4. Eines dieser beiden Ringmodelle soll es noch in einem russischen Onlineshop zu Kaufen geben. (welches?)

Infos aus der Sendung Aktenzeichen XY vom 10.02.2021
Gruss Christina / Crissi-36
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #17
Zitat geschrieben von Crissi-36

1. Die Ringe trug er nicht, sie waren in ein Tuch gewickelt in einer Jackentasche.


Tjaaa, damit dürfte der Versuch, sich dem Toten über
die "Familienjuwelen" anzunähern, sinnlos sein.
Die "Klunker" kann er iiirgendwo gestohlen/gefunden haben
und sie haben dann keinerlei Beziehung zu seiner Person.
Crissi-36
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Crissi-36

 ·  #18
Hallo "Ponti",

klar ist es unsicher, ob ihm die Ringe gehörten. Aber ausschliessen sollte man es nicht. Es könnten ihm wichtige Erinnerungsstücke oder ein "Notgroschen" gewesen sein, die er lieber versteckt bei sich trug. Vorallem falls es sich um den vermissten "Stadtstreicher" handeln sollte. Da war der sicherste Ort wohl die Jackentasche.

Damals soll der Fall für viel Aufregung gesorgt haben. Es gab viele Zeitungsberichte mit Fotos. Sicherlich auch von den Ringen. Wären die Ringe in Deutschland gestohlen worden, hätte sich der rechtmässige Besitzer sicherlich gemeldet, denke ich.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #19
Zitat geschrieben von Crissi-36
2. Zu dem Ring mit Stein: er soll 585er Gold mit synthetischem Rubin sein. Damals geschätzt auf 900-2000 DM
3. Zu dem Siegelring: er soll aus 750er Gold sein. Damals geschätzt auf 400 DM
Gut, dass das recherchiert werden konnte. Diese Info hätte Frau Papst in diesem Thread von Anfang an bereitstellen können. Auch, dass sie nicht getragen, sondern nur mit sich geführt waren.
Zitat geschrieben von steinfroilein
Bei Schmuck steht nur wertmässig der Legierungsstempel im Vordergrund. Für die Herkunft wichtig sind eher die Zusstzstempel. Diese sollte man sich genauer unter die Lupe nehmen.
....
Da wären dann ggf die Zusatzstempel interessant. Vielleicht gibt es hierzu weitere Nahaufnahmen?

Da die Ringe aber lediglich "mit sich geführt" waren, ist das leider kein Hinweis darauf, wem die Ringe gehören. Von NichtTragenWollenUmNichtAufzufallen über Zahlungsmittel bis hin zu Diebesgut ist alles möglich.

Ob sich daher eine Spur aufgrund der Ringe aufnehmen ließe, ist fraglich.

Kreuzt sich mit Euren Beiträgen, aber ich lass es trotzdem so stehen.

Um auf den Kern zurückzukommen: wenn es nur alleine um die Ringe geht, egal ob dem Opfer gehörend oder dass sich jmd erinnert, ihm dies als Zahlungsmittel gegeben zu haben oder sich jmd meldet, dass ihm diese gestohlen wurden, kommt niemand weiter.

Geklärt werden können unsererseits nur die Stempel in Nahaufnahme, damit man die Details sieht.

Vielleicht meldet sich Frau Christina Papst noch mit Nahaufnahmen vorhandener Zusatzstempel. Auf dem einen Foto ist nur schwer etwas zu erkennen ....
MaJa
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MaJa

 ·  #20
Ohne jetzt selbst gesucht zu haben, vermute ich, dass es eher den Ring mit dem synthetischen Rubin noch zu kaufen gibt. Auf dem Foto oben sieht der Ring auch sehr neu aus, er hat kaum/keine Tragespuren.
In den Ostblockländern war es vor dem Fall der Mauer/Untergang der UdSSR für Privatpersonen schwierig Goldschmuck zu erwerben, das Edelmetall wurde für Devisen gebraucht, bzw. der Goldschmuck wurde gegen harte Devisen verkauft. Ausnahme war wohl das ehemalige Jugoslavien, da war es einfacher.
1991 waren 2.000 DEM viel Geld, die Ringe waren da schon ein anständiger Notgroschen/Startgeld für ein Leben in Deutschland. Ohne genaue Bilder der Punzen kann man die Ringe aber nicht auf ein Land eingrenzen.
Es ist aber auch nicht gesagt, dass die Ringe direkt mit dem Toten zusammenhängen bzw. dass man vom Herstellungsland auf das Heimatland des Opfers schließen kann. Die Ringe könnten auf der Reise nach Deutschland erworben worden sein (gekauft, erspielt,...).
Crissi-36
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Crissi-36

 ·  #21
Hallo "steinfroilein",

man sollte der Person, die für die Fotos zuständig ist die Anleitung zur Schmuckfotografie zukommen lassen, lach.

Auf jeden Fall sehe ich nur die eventuellen Hinweise von den Punzen, soweit vorhanden, gut fotografiert und gut lesbar.

Ansonsten: in welchem russischen Onlineshop wurde das Ringmodell (welches?) angeboten? Dies wäre eine Spur zum Hersteller.
Dieser Ring wurde damals bei einem Händler gekauft.
Wieviele Händler und an welchen Orten/Läden wurde das Modell (welcher Ring?) verkauft?
Russland? Ukraine? Innerhalb der Sowjetunion? Dies kann wohl nur polizeilich recherchiert werden.

Wenn ich bei "Deepl" den Namen des eventuellen Opfers, dem "Stadtstreicher", eingebe, kommt als Übersetzung des Namens sofort
die ukrainische Übersetzung in kyrillischer Schrift. Ob dieses Ergebnis sonderlich verlässlich ist, kann ich nicht sagen.

Ausser einer hoffentlich möglichen Punzenanalyse können wir wohl nur Gedanken, Ideen und "Geistesblitze" hier austauschen, die eventuell vom "Cold Case" Team gelesen werden und Hinweise auf neue Spuren geben.
Tilo
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Tilo

 ·  #22
wenn ich obdachlos wäre, würd ich so wertvolle Besitztümer auch nicht ständig zur Schau stellen
wie auch immer: die Ringe waren nach über 30 Jahren eh nur eine sehr sehr schwache Möglichkeit, den Besitzer zu identifizieren
MaJa
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MaJa

 ·  #23
Wer weiß, wer den Ring irgendwo in Osteuropa vor 35 Jahren hergestellt hat, der heutige Verkäufer muss nicht auch Hersteller sein bzw. kann hier auch Restware, die er aus irgendeiner Geschäftsauflösung hat, verkaufen. Ggf ist es auch nur ein ähnliches Modell; selbst wenn man den Hersteller des im Internet angebotenen Rings hätte, heißt das nicht, dass er auch diesen Ring hier hergestellt hat bzw. dass man noch herausfinden kann, wie und wo der Ring damals vertrieben wurde. Es ist ein Serienprodukt und kein Unikat. Und falls der alternative Ring ggf. auch über Wildberries oder Ozon angeboten wird/wurde, dann hat sich das Ganze vielleicht zwischenzeitlich auch schon erledigt…
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man über die Ringe weiterkommt.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #24
Ein Versuch, wenigstens die Ringstempel zu identifizieren, ist es dennoch wert, denke ich.

Zur Punze: ich erkenne keine 42, wohl aber einen verschlagenen Stempel.

Und den gilt es, aufzulösen. Daher die Bitte um besser beleuchtete Nahaufnahmen.

Bis dahin kann man nur mutmaßen:
Zeichen 1 nicht erkennbar, ggf ein unterer Bogen.

Zeichen 2 ein kleiner, runder Eindruck (wie ein Punkt oder der rechte Teil einer abgebrochenen Ziffer), ähnelnd einer 4.

Zeichen 3: eine klar geschwungene Ziffer 2 mit einem ausgeprägten Fuß und einem Serif am oberen Bogen.

Untere Zeile, Fragment links ein vertikaler Balken, der als Ziffer 1 erkennbar sein könnte. Rechts daneben eine geschlossene, ovale Form. Diese könnte entweder als Ziffer 0 (Null) oder als der Buchstabe O (bzw. kyrillisch О) gelesen werden.

Diese Zeichen könnten bei Berücksichtigung des Materials (750er Gold) auf ein dreiteiliges sowjetisches Herstellercodierungs-System (Imennik) hindeuten:
1. Das Herstellungsjahr: ein linker Abdruck (Punkt) und eine rechte Ziffer 2, was auf die sowjetische Jahreskennung .2 hindeuten könnte. Der Punkt wurde ab 1979 vorgeschrieben, um das Jahrzehnt zu bestimmen. Zusammen mit der Ziffer 2 steht diese Kombination im System der UdSSR für das Jahr 1982. Sollte das Zeichen 2 fehl interpretiert sein, müsste als neuer Ansatz die alte Punzierungsvorschrift von vor 1979 herhalten...
2. Die Hersteller-Zuordnung: liest man eine Ziffer 1 und die runde Form als O (kyrillisch О), deutete dies auf die Betriebsstätte hin. Der Buchstabe О wäre das offizielle Kürzel für den Standort Odessa (russisch: Одесский ювелирный завод). Die führende 1 steht im sowjetischen System oft für die erste Werkstattlinie bzw. das Hauptkontingent des Großbetriebs.

Der Siegelring könnte demnach (vorausgesetzt der zerschlagene Stempel wurde richtig gedeutet) ein sowjetischer Herren-Siegelring, hergestellt im Jahr 1982 in der Staatlichen Juwelierfabrik in Odessa (Ukraine, damals UdSSR) aus 18-karätigem Gold (750er Feingehalt) sein. Im Zuge der Privatisierungswellen wurde jedoch die Fabrik in die Aktiengesellschaft „Aurum“ (ЗАО «Аурум») umgewandelt. Die Produktion wurde im Jahr 2009 komplett eingestellt, das Unternehmen ging in die Insolvenz.

Vielleicht mögen bei der Interpretation der Stempel die User nochmals drüber sehen, die sich mit russischen Stempeln besser auskennen als ich. Tilo? Markus?

Die Frage wäre aber auch, ob bei der 750 ein weiterer Stempel vorhanden wäre. Denn aus den Zeichen 1(?) und Zeichen 2 (Punkt, ähnlich 4) und Zeichen 3 (klar die Zahl 2) sowie aus zweiter Zeile möglich 1 und möglich 0/O ist die Legierung 750 Gold nicht herauszulesen. Auch hier ist der Input von Frau Papst gefragt.

Soweit zum Siegelring.

Zum Rubinring wurden überhaupt keine Stempel veröffentlicht. Hier wäre interessant, ob 585 oder 583 gestempelt und welche weitere Punzen vorliegen.

Woher jmd stammt oder seßhaft war, heißt noch lange nicht, dass dort auch der Schmuck hergestellt wurde. Wenn, dann kann nur die Herkunft der Ringe identifiziert werden.

Zu guter letzt, auch wenn manch einer wie Crissi schmunzelt, ja, die Anleitung wäre ratsam zu lesen. Es sollten von Anfang an so viel wie möglich gut ausbelichtete Fotos / Nahaufnahmen zur Verfügung gestellt werden. Plus aller bislang bereits vorliegenden Informationen. Dass User erst selbst recherchieren, dass den Ermittlern bekannt ist, dass es sich um einen 585 Gold Ring mit synthetisch Korund Rubin und um einen 750 Gold Siegelring handelt, ist leider etwas Zeitverschwendung. So wäre ich auch nicht durch die fehlgeleitete 42 auf 84.2 gekommen.

Mehr Input von Frau Papst wäre wünschenswert. Bis dahin ist leider alles nur Rätselraterei.
Tilo
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Tilo

 ·  #25
dein Einsatz in Ehren, aber was soll das bringen? das sind 2 Serienringe aus Ausland und von vor mindestens 30 Jahren. selbst wenn das nicht so lange her wäre, wäre der Besitzer anhand der Ringe nur schwerlich zu ermitteln
MaJa
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MaJa

 ·  #26
Bitte nicht aus gutem Willen, Hilfsbereitschaft oder Verzweiflung mehr in die Punzenreste reininterpretieren als man wirklich erkennen kann.
Der Punzenüberrest auf dem Bild oben ist höchstwahrscheinlich nicht sowjetisch. In der UdSSR wurde idR außen auf den Ringschiene punziert, seltener innen. Die sowjetischen Herstellerpunzen sind alle in einer Kartusche, idR rechteckig oder unregelmäßig fünfeckig (rechteckig mit einer Spitze nach rechts) und mit erhabenen Buchstaben, nur ganz selten sind die Buchstaben eingeschlagen, aber auch dann in einer Kartusche. Es fehlt in jedem Fall die Feingehaltspunze mit dem Stern inkl. Hammer und Sichel bzw. bei viel älteren Stücken dem Arbeiterkopf.
Augenscheinlich sind die Ringe vom Stil her eher osteuropäischer Herkunft, irgendwann hergestellt vor grob 35-45 Jahren. Mehr kann man nicht sagen. Ich glaube auch nicht, dass es bessere Bilder von den Punzen bzw es weitere besser lesbare Punzen gibt, denn auch eine Kripo kann die identifizieren. Dann wäre auch schon die Information über das Fabrikationsland da und bekannt. Da es das alles nicht gibt, haben wir nur zwei (wahrscheinlich osteuropäische) Serienringe, die bei einem Mordopfer gefunden wurden. Was man aber sagen kann ist, das er höchst wahrscheinlich nicht wegen der Ringe ermordet wurde.
Alles in allem ein trauriges Schicksal
Christina P
 
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Christina P

 ·  #27
Hallo an alle,

vielen Dank für eure Bemühungen.
Es tut mir leid, keine besser ausgeleuchteten Fotos hochladen zu können.
Ich habe keinen Zugriff auf die Ringe, und kann daher selbst keine neuen Fotos anfertigen.
Anbei noch einmal die Innenseite des Siegelringes, aber weniger verpixelt.
Vielen Dank für eure Recherchen.
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