Nickelallergie bei 925-Silber?!

 
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Margit
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Margit

 ·  #1
Liebe Leute,

dass ich eine Nickelallergie, bzw. eine Allergie auf Modeschmuck und sowas habe, weiß ich, seit ich ein Kind bin, und meine Haut mit roten, stark juckenden Pusteln übersäht war, nachdem ich einen Tag mein erstes Modeschmuck-Teil getragen habe.

Ich liebe jedoch Schmuck, und bin deswegen auf die Variante "nur Echtes" umgestiegen.

Ich ersteiger' sehr viel antiken Schmuck auf ebay, und musste leider erkennen, dass ich bei 800er und 835er Silber die selben Reaktionen bekam, wie früher bei Modeschmuck.
Folgerichtig hab' ich also nur noch Sterling/925er-Silber Sachen gekauft.

Und promt musste ich letztens feststellen, dass ich bei einem sündteueren, massiven TIFFANY-Silberarmreif wieder über und über allergische Hautreaktionen hatte!!!

An was kann das liegen? Der Armreif ist 925-punziert, auch mit Tiffany & Co, wirkt eigentlich wirklich sehr echt auf mich...
Vertrage ich nun auch dieses sehr reine Silber nicht mehr???!! :shock:

Bitte um Ratschläge!

Vielen Dank,

Margit
tatze-1
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tatze-1

 ·  #2
Zitat geschrieben von Margit

An was kann das liegen? Der Armreif ist 925-punziert, auch mit Tiffany & Co, wirkt eigentlich wirklich sehr echt auf mich...
Vertrage ich nun auch dieses sehr reine Silber nicht mehr???!! :shock:


Das kann sein, daß dieses Sterling Silber von Tiffany mit einem bißchen Nickel legiert ist (verbessert die Verarbeitungseigenschaften vom Silber), wenn der Schmuck ursprünglich nicht für den deutschen Markt vorgesehen war. Jeglicher Schmuck, der für den deutschen Verkaufsmarkt vorgesehen ist, muß meines Wissens unserer Bedarfsgegenständeverordnung entsprechen, dementsprechend auch in Hinsicht der Nickelabgabe im direkten Hautkontakt.

Demnach ist Dir und anderen Nickelallergikern zu empfehlen, derartige Einkäufe übers Internet, wo die Herkunft des Schmucks echt fraglich ist, zu vermeiden und lieber zu den lokalen Schmuckverkäufern zu gehen, die notfalls eine Zutatenliste des Schmuckherstellers anfordern können.
Juwelfix
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Juwelfix

 ·  #3
Ich kann tatze nur zustimmen, bei den Online-Auktionshäusern gibt es leider viele Anbieter, die Schmuck aus fraglichen Quellen verkaufen. In schlimmsten Fall kauft man dann sogar unechten Schmuck, oder eben Legierungen, die auf dem europäischen Markt eben nicht gehandelt werden dürften.
Gerade auch bei den großen Namen sind sehr viele Fälschungen dort zu finden.

Vorausgesetzt, das Schmuckstück ist aus Silber, könnte eine galvanische Beschichtung mit dem Edelmetall Rhodium bei allergischen Reaktionen abhilfe schaffen. Hierbei sollte möglichst die stärkste Auflage mit ca. 1 Mikron gewählt werden. Ganz sicher geht man mit einer Unterbeschichtung. Hier wäre eine 5 Mikron Goldplattierung mit einem Nickelfreien Bad empfehlenswert.

Edit:
wenn du auch die Fragestellerin, mit dem Silber schwärzen bist, fällt die Rhodium Beschichtung flach. Dann gibt es nämlich auch keine Patina mehr.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #4
Zitat geschrieben von Margit
....
Ich liebe jedoch Schmuck, und bin deswegen auf die Variante "nur Echtes" umgestiegen.

Ich ersteiger' sehr viel antiken Schmuck auf ebay, ...

Man kann es noch kürzer zusammenfassen:
Die zwei Sätze passen nicht zusammen, ausser Du willst Versuchskaninchen spielen.

Billiger Mode- und Silberschmuck ist früher häufig untervernickelt worden auch bei Weissgold wurde das früher meist getan. Drüber ist dann eine zweite Galvanikschicht aufgetragen worden, z.B. Silber oder Rhodium.
Diese Schmuckstücke kommen be Ebay jetzt ein zweites oder bei manchen Importen auch neu auf den Markt.

Wenn die oberste Schicht abgerieben oder beschädigt ist, dann liegt die blanke Nickelschicht auf der Haut und verursacht Allergien.

Der gestempelte Feinghalt hat darauf keinen Einfluss.
Margit
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Margit

 ·  #5
Liebe/r tatze, Zirkonhead und Heinrich Butschal,

Vielen Dank für Eure Antworten.
Doch nun haben sich mir noch ein paar Fragen mehr aufgeworfen:

1)
Zitat
Das kann sein, daß dieses Sterling Silber von Tiffany mit einem bißchen Nickel legiert ist (verbessert die Verarbeitungseigenschaften vom Silber), wenn der Schmuck ursprünglich nicht für den deutschen Markt vorgesehen war.


Ja, das könnte sein. Aber sind/waren in Rest-EU-Europa lockerer Bestimmungen als in Deutschland?
In dem Reifen steht innen punziert:
Code
1997 TIFFANY & Co. 925

und im beigelegten Tiffany & Co-Polishing Tuch steht "Made in England". Habe diesen Armreifen auch in Englang (gebraucht/ebay) gekauft.

Sagt Euch das Datum/Herkunft was bezüglich Nickel im 925er-Silber?

2)
Diese Fragestellung ist sehr wichtig für mich! Denn ich kaufe - wie erwähnt - ständig Schmuck, und eben am liebsten sogenannten "Antiken" Schmuck - also Entwürfe von den vorigen Jahrhunderten genauso wie 60er/70er-Jahre Stücke. Die sind dann eh meistens aus 800er Silber, welche ich augrund meines Wissens um meine Nickelallergie sowieso nicht mehr kaufen kann. (Und offensichtlich indische oder außereuropäischen Silberschmuck kaufe ich grundsätzlich nicht, weil ich weiß, dass das minderwertige Silberlegierungen sind).

Aber ich dachte immer, dass es 925er Silber GERADE für NickelallergikerInnen gibt - weil da eben KEIN Nickel dabei ist???!!!

3)
Zitat
Vorausgesetzt, das Schmuckstück ist aus Silber, könnte eine galvanische Beschichtung mit dem Edelmetall Rhodium bei allergischen Reaktionen abhilfe schaffen.

Super Tip!
- Wieviel kostet das, wenn ich da gleich ein paar Armreifen und Ringe zum Juwelier bringe?
- Und kann man dabei eine bereits vorhandene, und auch gewollte Schwärzung beibehalten (also unter der Rhodinium-Schicht "abdichten")? Oder muss der Schmuck da vorher auf Hochglanz gereinigt sein?
- Und kann man das auch für Schmuck mit Steinen machen?
- Und eventuell auch bei 800 oder 835 Silber?

4)
Zitat
Billiger Mode- und Silberschmuck ist früher häufig untervernickelt worden auch bei Weissgold wurde das früher meist getan. Drüber ist dann eine zweite Galvanikschicht aufgetragen worden, z.B. Silber oder Rhodium. [...] Wenn die oberste Schicht abgerieben oder beschädigt ist, dann liegt die blanke Nickelschicht auf der Haut und verursacht Allergien.

Hmmmm, interessant.
Wenn ich das richtig verstehe, kann es also auch bei 925er-Stücken sein, dass diese "untervernickelt" sind, und eben nur die OBERSTE Schicht 925er Silber ist (trotzdem die Punze 925 ist!), die Schicht aber schon abgerieben ist, und deswegen das minderwertige, nickelhaltige Silber durchkommt?

Ich wäre Euch sehr sehr dankbar, wenn Ihr mir nochmal antworten könntet!

Liebe Grüße,

Margit
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #6
Aus vielerlei Gründen wurde früher oft und heute seltener, aber immer noch bei Billigschmuck üblich, echtes Silber das zu recht gestempelt ist, galvanisch vernickelt und darüber rhodiniert. Das dient als Anlaufschutz.

Wenn solch ein Schmuck getragen wird, reibt sich das Rhodium stellenweise nach einiger Zeit ab und das blanke Nickel liegt dann auf der Haut und verursacht bei empfindlichen Menschen Allergien.

Echte Legierungen mit Nickelanteil sind dagegen meist harmlos weil die Nickelatome in einem Kristallgitter eingebunden sind und das Kristallgitter ganz andere Eigenschaften haben kann.
Das ist vergleichbar mit den Unterschieden zwischen einem Element und einer chemischen Verbindung.
Edelstein
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Edelstein

 ·  #7
Zur Veranschaulichung noch ein anderes Beispiel aus der Chemie: Die Elemente Natrium und Chlor in reiner Form bringen einen Menschen um. In ihrer Verbindung sind sie lebenswichtig für den Menschen: NaCl = Kochsalz.
Chlor, das zur Desinfektion in Schwimmbädern dem Wasser zugesetzt wird, kannst du wiederum mit einer galvanischen Beschichtung vergleichen: Viele Badbesucher reagieren auf das Chlor mit roten Augen.
esefania
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esefania

 ·  #8
Was Ihr hier alle außer acht laßt, es könnte auch sein daß Du auf das Kupfer allergisch reagierst, ich hatte auch schon ein paarmal Kunden die auf mein selbstlegiertes Silber reagiert haben,garantier Nickelfrei.
Bei Ringen gibt es da eine etwas ungoldschmiedische Lösung die allerdings gut hilft:
einfach durchsichtigen Nagellack in den Ring pinseln und schon ist Ruhe, das habe ich übrigens auch von einem allergischen Kunden. Damit kannst Du dann auch die Patina (Schwärze) erhalten.
Bei einem Armreif wird das allerdings etwas schwierig, aber vielleicht könnte man den ja nur innen rhodinieren, das tut dann der Patina auch keinen Abbruch.
Margit
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Margit

 ·  #9
Liebe Esefania,

zwei Jahre "danach" möchte ich mich in der Angelegenheit nochmal melden. Inzwischen war ich beim fachkundigen Goldschmied, der mir gesagt hat, dass in dem Fall rhodinieren gar nichts bringt, weil trotz Rhodinierung immer noch das unverträgliche Metall durchtreten würde: Er meinte, man darf sich eine Rhodinierung nicht als das darunter abdeckende "Schutzschicht" vorstellen.
Außerdem wäre es bei Armreifen dieser Größe enorm teuer!

Ich hab' also einfach Deinen Tipp aufgegriffen, und mit einem qualitativen, ziemlich flüssigen, durchsichtigen Nagellack das Innere des Armreifens ausgepinselt (was besser ging, als erwartet). Bisher habe ich die guten Stücke einmal getragen, und hatte keinerlei Probleme mehr damit; mal sehen, wie es wird, wenn ich wieder mehr schwitze drunter...

Liebe Grüße & danke an Dich und an alle, die hier geschrieben haben,

Margit
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Guestuser

 ·  #10
Liebe Margit,
wie du habe auch eine Nickel Allergie ...leider :(denn auch ich trage sehr gerne schmuck und wollte nicht darauf verzichten. Als ich mich damals testen ließ sagte mir meine Hautärztin ich kann nie wieder Modeschmuck tragen... je nachdem wie stark die Allergie ist kann man hochwertiges Silber (also im 900er Bereich) und Gold tragen, es kann aber auch sein das sich noch ein weinig Nickel darin befindet . Bei manchen so wie bei dir anscheinend und bei mir auch ist die Haut so empfindlich das sie selbst darauf anschlägt. Mir wurde damals geraten Titan/Chirurgenstahl schmuck zu kaufen da dieser nickelfrei ist. Ich muss dich allerdings warnen das man erstens eine nicht sehr große Auswahl hat und man zweitens auch mal etwas tiefer ins Portemonnaie greifen muss ;)


LG Leah
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #11
Hallo Lea,

das Thema wird immer wieder gern diskutiert. Nur zur Aufklärung: Es ist nicht entscheidend ob in einer Legierung Nickel enthalten ist (Chirurgenstahl, der keine Allergien auslöst ist auch mit Nickel legiert) sondern ob die Legierung Nickel an die Haut abgibt. Nickel, das ordentlich in Legierungen gebunden ist nämlich nicht allergieauslösend.

Bei dem billigen Modeschmuck ist früher fast immer eine galvanische Nickelschicht aufgetragen worden unter der Vergoldung oder Versilberung. Und die ist, wenn sie zum Vorschein kommt stark allergieauslösend bei entsprechend empfindlichen Menschen.

Und diese galvanische Nickelschicht lässt sich auch mit dem Magneten testen.
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #12
Also: Da es ja offenbar eine ganze Menge derartiger Probleme gibt, möchte ich hier mal ein spezielles Forumuser-Angebot abgeben:

Bei vernickeltem Silberschmuck kann ich Euch die Vernickelung entfernen. Das "nackte" Teil muss dann allerdings aufgearbeitet und poliert werden, da unter der Nickelschicht immer fast unbearbeitetes Material zum Vorschein kommt. Danach erhalten die Teile eine Palladiumauflage und können danach entweder rhodiniert, vergoldet oder versilbert werden. Evtl. noch vorhandene Nickelreste werden so zuverlässig unschädlich gemacht.

Mit einer derartigen Behandlung ist fast immer ein Ende der Beschwerden verbunden. Ich kann das allerdings nicht verschenken, was es kostet ist vom Einzelfall abhängig. Kommt auf die Dicke der Nickelschicht an, auf die Oberflächengröße des Schnuckstückes und auf die gewünschte neue Beschichtung. Preisangabe also erst dann, wenn ich das Teil in der Hand hatte.

Ich hab so etwas schon bei zig Teilen gemacht, bis auf zwei Fälle war es dann auch gut. Die beiden "Reklamationen" ergaben bei einer ärztlichen Untersuchung, dass die eine Trägerin sogar auf Gold und Platin allergisch war. Wir haben ihr mit Titan helfen können. Stifte für Titan-Stecker hab ich auch, aber keine Muttern mehr. Das war aber auch wirklich ein Extremfall. Die andere Dame hatte sich beschwert dass sie immer noch Hautreizungen hätte, hat mir das Teil damals aber nicht zurück gebracht. Mittlerweile trägt sie den Armreifen zu meinem Estaunen aber ohne weitere Beschwerden.

Ich schreibe das hier aus "karitativen Gründen", also um den Mädels zu helfen. Verdienen kann ich damit eh nix, denn der Aufwand ist nicht ganz ohne. Auch muss man ziemlich genau wissen was man tut und braucht einen Haufen Sachen.
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #13
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #14
kaa
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kaa

 ·  #15
Die Erklärung find ich auch gut geschrieben, was mir nicht gefällt, ist der Schlussabsatz mit der Aussage, es muss nicht immer das Billigste sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Nickelbeschichtung am Preis festmachen kann. Außerdem wirds ja glaub nicht mehr gemacht, sondern im älteren Schmuck anzutreffen.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #16
Die Nickelglanzbeschichtung unter Vergoldung oder Versilberung sparte in der Herstellung Geld, bei sehr günstigem Schmuck war sie deshalb üblich. Teilweise heute noch. Deshalb Vorsicht bei Modeschmuck der in der Struktur übermäßig künstlich glänzt.

Sogar bei hochwertigem Weissgoldschmuck wurde sie eine Zeitlang angewandt weil die Rhodiumbeschichtung darauf besser und länger haftet.
Juwelfix
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Juwelfix

 ·  #17
Dass die Rhodium-Schicht mit Unternickelung besser und länger hält, halte ich für ein Märchen.
Das wurde wohl ehr gemacht um das , früher mal, extrem teure Rhodium einzusparen.
Später, heute seltener, wurden dazu Schichtkombinationen mit Palladium Unterschichten benutzt.
Auch dabei ging es rein darum, nicht so viel Rhodium zu verwenden.

Aber wie schon geschrieben, findet sich auch heute noch neuer Modeschmuck, bei dem Nickelschichten eingesetzt werden.
Was kümmert die Asiaten so ein Verbot in der EU, und es gibt eben auch den ein oder anderen Händler, der das aus, sagen wir mal, Unwissenheit, dann hier auf den Markt bringt.
Tilo
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Tilo

 ·  #18
ich bekomme immer mal sogar sehr jungen Silberschmuck mit Nickel drauf ins Altmaterial
betrifft sowohl rhodinerte als auch vergoldete
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #19
Zitat geschrieben von Zirkonhead
Dass die Rhodium-Schicht mit Unternickelung besser und länger hält, halte ich für ein Märchen.
Das wurde wohl ehr gemacht um das , früher mal, extrem teure Rhodium einzusparen....

Auch den Spareffekt als Argument kenne ich aus den 70ern.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #20
Zitat geschrieben von Tilo
ich bekomme immer mal sogar sehr jungen Silberschmuck mit Nickel drauf ins Altmaterial
betrifft sowohl rhodinerte als auch vergoldete

Zitat geschrieben von Heinrich Butschal
Auch den Spareffekt als Argument kenne ich aus den 70ern.
Weiß zufällig jemand, wie sich das bei dem sogenannten "Gold filled" verhält?
Tilo
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Tilo

 ·  #21
ich glaube nicht, daß man dafür eine allgemeingültige Aussage treffen kann
ist halt letztlich vergoldet
darunter wird man auch da vermutlich je nach Skrupellosigkeit des Herstellers alles finden können, was die Produktion einfacher und günstiger macht
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #22
Dann geb ich das mal so weiter..."ist häufig" ...oder "nicht selten"..."lass dir bestätigen, dass nicht" ...usw
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #23
Hallo Kaa,

,
Zitat
... was mir nicht gefällt, ist der Schlussabsatz mit der Aussage, es muss nicht immer das Billigste sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Nickelbeschichtung am Preis festmachen kann.


Aber natürlich ist es so. Es wurde und wird vernickelt, um Kosten zu sparen! Und dies unter skrupelloser Einbeziehung der gesundheitlichen Gefahren für die späteren Träger! Den Preis eines untervernickelten Schmuckstücks macht man aum Vorhandensein dieser fest, aber nicht die Nickelsauerei am Preis!
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Guestuser

 ·  #24
Ich habe zum Glück keine Nickelallergie, allerdings finde ich ziemlich interessant zu wissen das man früher sogar Silber- und Weissgoldschmuck vernickelt hat.

Kann man sich denn sicher sein das wirklich kein Nickel im Modeschmuck ist wenn da extra nickelfrei draufsteht? Ich meine Schmuck den man im Geschäft kauft oder in seriösen Onlineshops.

Irgendwo habe ich mal gelesen das Modeschmuck dann trotzdem Nickel enthält der dann irgendwann durch kommt wenn der Modeschmuck schon ziemlich abgewetzt ist.
Juwelfix
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Juwelfix

 ·  #25
Man kann es selber prüfen.
Nickelbeschichtungen sind magnetisch, wenn also der Modeschmuck auf den Magneten reagiert, ist mit großer Wahrscheinlichkeit Nickel vorhanden.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #26
Tilo
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Tilo

 ·  #27
da der Nickelabgabetest vermutlich neuen intakten Schmuckstücken gemacht wird, könnte es vielleicht sein, daß dem Gesetz so genüge getan wird, obwohl nach einigem Gebrauch doch Nickel abgegeben wird?
zum Testen aber nicht einen schwachen Kühlschrankmagnet benutzen, sondern einen starken, also aus ner defekten Festplatte oder eine halbe Magnetschließe
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #28
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #29
Besonders fatal ist es, wenn eine derartige Nickelauflage mit elektrisch positiven Metallen beschichtet ist. Dazu gehören in erster Linie Gold und Silber. Ist dies der Fall, löst sich der Nickelanteil durch die entstehende Elektrolyse auf, und es entstehen diese gefürchtete Nickelsalze, die Hauptauslöser der so gen. Nickelallergien. Übrigens treten diese sehr häufig zusammen mit einer Allergie gegen Zink auf, was die Empfindlichkeit auch auf Messing und Neusilber erweitert.

Ein gutes Mittel zur Ekennung derartiger ickelauflagen, ist tatsächlich ein kleiner Hochleistungsmagnet. Man bindet das zu prüfende Schmuckstück an einen dünnen Faden und hängt es auf. Wenn es dann ganz ruhig hängt, nähert man sich dem Teil mit einem sehr starken Magneten. Wird das aufgehängte Teil davon beeinflusst, ist davon auszugehen, dass es sich um Nickel im Schmuckstück handelt. In diesem Fall: Finger weg!
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #30
Wenn man die Dinger farblos lackert, geben sogar Reinnickelstücke kein Nickel ab. Für den Test reicht das immer!

Testen kann man das aber auch selbst. Das zu testende Schmuckstück wird an einem dünnen Faden angebunden und aufgehängt, so dass es frei schwingen kann. Wenn es ruhig hängt, nähert man sich mit einem starken Magneten, wie er in den Magnetschlössern verwendet wird. Wird dieser vom Magneten beeinflusst, dann in mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Nickel mit im Spiel.
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