Der Goldschmiede-Beruf

 
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Ruby
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Ruby

 ·  #1
Hallo alle miteinander!

In unserem großen, 4-teiligen Fachbeitrag zum Beruf Goldschmied in unserem Schmuckjournal, habe ich umfassende Informationen rund um die Ausbildung zum Goldschmied zusammen gestellt:

1) Notwendige Vorraussetzungen um eine Godschmiedeausbildung anzutreten und Infos über das Duale System der Goldschmiede-Lehre
2) Welche Fachrichtungen ein Goldschmied einschlagen kann, sowie Alternativen zur Ausbildung im Dualen System
3) Ausbildungsvergütungen, was einen als Geselle erwartet sowie das Thema Arbeitssicherheit
4) Sämtliche Tätigkeiten die ein junger Goldschmied erlernen muß
Bitte auf den jeweiligen Link klicken um zum Beitrag im Journal zu gelangen.

Da sich bestimmt Fragen ergeben und auch andere Erfahrungen und Meinungen interessant sein werden,
kann hier in diesem Thread munter zum Beruf Goldschmied, bzw. zur Goldschmiedelehre diskutiert werden.

Bitte beachten:
Fragen zu einzelnen Fachwörtern bitte nicht in diesem Faden stellen, sondern hier im Goldschmiede-Forum für jeden Begriff einen seperaten Faden eröffnen - insofern noch keiner zum Begriff existiert! Das ermöglicht eine sinnvolle Eröterung der Fachwelt eines Goldschmiedes.

Herzlichen Dank und nun viel Freude beim Informationsaustausch...

Eure Bettina
Rubinstein
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Rubinstein

 ·  #2
Hallo "Nick-Namensvetterin",

guter Artikel!
Bin schon auf die weiteren Teile gespannt!
Wo sich bei mir ein paar Fragezeichen bilden: Du schreibst als Goldschmied muss man ein Gefühl für Farben haben.
Wo zeigt sich denn, dass Goldschmiede und Goldschmiedinnen kein Gefühl für Farben haben?

lg,
Rubi
Ruby
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Ruby

 ·  #3
Hallo Rubi!

Lieben Dank für Dein Lob! Schön, dass Du so interessiert meinen Artikel gelesen hast.

Als Goldschmied ist man Farbtechnisch hauptsächlich bei Edelsteinkombinationen gefordert. Bei manch einen Schmuckstück mit unterschiedlichen Steinen ziehts mir beim Anblick die Zehennägel auf. Aber ist ja oft auch Geschmackssache 😉

Da ich als Goldschmiedin oft Kundenwünsche auf Papier bringen muß, ist ein Gefühl für Farben auf alle Fälle von Vorteil. Man will ja was ordentliches Vorlegen können. Der Kunde entschließt sich schließlich oft anhand der Zeichnung für das Schmuckstück.

Ich hoffe, ich konnte Dir Deine Frage beantworten.

Liebe Grüße Ruby
lula
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lula

 ·  #4
Hallo Bettina,

Danke, für den interessanten Bericht, werde ich gleich mal meiner Tochter ausdrucken, die ist nämlich schwer am Berufe überlegen und Goldschmiedin ist bei der langen Liste dabei.
Weiß zufällig wer, ob die Ausbildung in Österreich ähnlich ist?
Wieviele Ausbildungsbetriebe gibt es noch?
Da wir sehr grenznah leben (huhu, ihr lieben Bayern) gehen aber schon immer mehr Salzburger und Salzburgerin zu Ausbildung und auch zur Berufsausübung nach Bayern, von Gymnasiallehrern von Altötting bis Chiemsee, aber eben auch Lehrlinge.

lg,

Lula
Ruby
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Ruby

 ·  #5
Hallo Lula!

Tut mir leid. Da kann ich Dir leider auch nicht weiterhelfen. In Österreich kenne ich mich zu wenig aus.

Aber vielleicht findet sich ja jemand, der dir auf den Gebiet Infomationen liefern kann!?

Liebe Grüße Ruby
.oOMoritzOo.
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.oOMoritzOo.

 ·  #6
Finde den Beitrag ebenfalls hervorragend gelungen und manch einer der Österreicher im Forum wird dich hoffentlich unterstützen!
Auf auf! Laßt Ruby nicht alles alleine machen! Just my 2 Cents
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 ·  #7
Hallo Bettina,

auf der Suche nach Informationen über die Ausbildung zum Goldschmied bin ich zufällig auf diese Homepage und auf den Artikel "Goldschmied - Teil 1: Die Ausbildung und was einen erwartet" gestoßen. Da ich dieses Jahr das Abitur gemacht habe und zunächst studieren wollte, bin ich nun leider etwas spät dran. Ich denke mal, dass wohl kaum noch Ausbildungsplätze vorhanden sind. Trotzdem würde ich Sie bitten, mir über die "Berufsschule in München in der Luisenstraße", von der im Artikel die Rede ist, und über mögliche Ausbildungsstellen, Informationen zu geben, denn es wäre für mich durchaus möglich, erst nächstes Jahr zu beginnen.
(Habe bereits mit einem Kollegen von Ihnen Kontakt aufgenommen, der mich an Sie verwiesen hat, ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen!)

lg, Carolin
Ruby
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Ruby

 ·  #8
Hallo Carolin!

Schön, dass Du Interesse für unseren Beruf zeigst. Aber recht viel Hoffnung, dass Du eine Lehrstelle bekommst, kann ich Dir leider momentan nicht machen. Immer weniger Betriebe bilden aus und die meisten werden Ihre Lehrstellen schon besetzt haben. Frag doch mal bei der Arbeitsagentur nach. Vielleicht hast Du Glück. Mir ist damals von einen Berufsberater abgeraten worden. Ich habe dann einfach persönlich bei ein paar Goldschmieden vorbeigeschaut, mich vorgestellt und mich über eine freie Lehrstelle oder ein Praktikumsplatz erkundigt. Ich hatte Gott sei Dank das Glück, eine Lehrstelle zu bekommen und übernommen zu werden.

Das nächste Problem nach der Lehre wird sein, einen Arbeitsplatz zu finden. Viele aus meiner Goldschmiedeklasse sind damals nicht übernommen worden und haben keine Anstellung als Goldschmiedegeselle gefunden. Sie sind mittlerweile in anderen Berufen tätig.

Die genaue Anschrift der Berufsschule ist:

Berufsschule für das Bau- und Kunsthandwerk
Luisenstraße 9-11
80333 München

Tel.: 089/2330327

Welche Informationen über die Berufsschule hättest Du denn gern noch zusätzlich?

:kratz:

Liebe Grüße Bettina
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 ·  #9
Hallo Bettina!

Ich suche schon seit langem nach Informationen über den Beruf Goldschmiedin!
Und Leider musste ich feststellen, dass es sehr schwierig ist einen Ausbildungsplatz in diesem Bereich in Bayern zu erlangen!
Im nächsten Jahr werde ich mein Abitur im Bereich Gestaltung erreicht haben.


Vielleicht können Sie mir helfen und mir einige Adressen nennen.
In der Arbeitsagentur konnte ich nämlich zu meinem Pech keine positiven Ergebnisse erzielen!

Ich würd mich um eine Antwort von Ihnen freuen!

Liebe Grüße Yvonne
Ruby
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Ruby

 ·  #10
Hallo Yvonne!

Diesbezüglich kann ich Dir leider nicht weiter helfen. In der momentanen Wirtschaftslage ist es nicht einfach einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Wie ich auch schon der Carolin empfohlen habe, würde ich persönlich bei Goldschmieden vorbeischauen und mich um einen Praktikumsplatz oder eine freie Lehrstelle erkundigen. Eine ehemalige Klassenkamaradin aus der Goldschmiedeberufsschule mußte 60 Bewerbungen schreiben um einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Ich wünsche Dir viel Glück!

Liebe Grüße Bettina
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 ·  #11
Hallo,

meine Tochter hat sich heute in einer Goldschmiedewerkstatt vorgestellt. Sie möchte unbedingt Goldschmiedin lernen.

Die erste Frage, die ihr gestellt wurde war, ob sie auch die WC´s, Fenster usw. putzen würde!! Die Chefin hat keine Putzfrau!
Sie muss anscheinend dort auch die kleine Tochter (4 Jahre) der Chefin von Kindergarten abholen und ihr nach dem Kindergarten in der Werkstatt vorlesen!!
Musste jemand etwas ähnliches während seiner Lehrzeit in Kauf nehmen?
Meine Tochter ist natürlcih sehr frustriert, noch dazu weil in unserem Raum kaum eine Goldschmiedewerkstatt ausbildet!

Liebe Grüße
Jule

Ist das so üblich? Ich finde es bedenklich, dass
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #12
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 ·  #13
wieviel verdient eigentlich so ein Goldschmied in der ausbildung?
bin neugierig kann mir das einer beantworten?
danke 😉
Diamond
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Diamond

 ·  #14
Hallo Will Wissen,
lies mal den Anfang von diesem Thema......

3. Ausbildungsvergütung...

Lg
Oswald
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #15
Hallo Heinrich, hallo Forum,

Apropo testen:

Neulich rief eine weibliche Stimme an. Die dazugehörige junge Dame wollte ebenfalls ein Praktikum in einer Goldschmiede machen. Ich hab gesagt, was ich in derartigen Fällen immer sage: Am Telefon mache ich dazu keine Aussage. Vorbeikommen. Sie kam dann auch. Dann hab ich gemacht, was ich in derartigen Fällen immer mache. Ich habe sie eine kleine Testarbeit machen lassen. Ich sage hier nicht worin diese bestand, sonst isses aus damit, weil die jungen Leute üben. Nur so viel, es handelt sich um eine Tätigkeit, die nirgendwo ausgeübt wird, die jedoch alle mir wichtigen Bereiche tangiert und widerspiegelt: Handwerkliche Begabung, Sorgfalt, Formgefühl, Mut, Beherrschung der Feinmotorik, und nicht zuletzt auch die dabei unabdingbare Sorgfalt. Das alles innerhalb einer eng umrissenen Zeitspanne.

Die junge Dame überraschte mich maßlos. Was sie mir in der etwa 2 bis drei-minütigen Testarbeit bot, das habe ich noch nie erlebt. Ein offensichtliches Naturtalent der absoluten Seltenheitsklasse! Ich habe ihr dann gesagt was ich sagen musste:" Das Geschäft läuft!" Ungläubigkeit. Ob das denn alles gewesen wäre, sie freute sich ja maßlos, aber das könne doch kein Test gewesen sein. Dabei hatte sie doch ein Zeugnis mit, aus welchem der Rest durchaus zu entnehmen war.

Sie hat dann ihre Herbstferien geopfert, mit einer Riesenbegeisterung einen dreckigen und vollgemüllten Arbeitsplatz gesäubert (Danke!) und sich dann hingesetzt. Ich habe ihr das Ziel des Praktikums erklärt. Ziel sei, sofern sie das schaffe, die eigenständige Anfertigung eines Ringes oder eines Anhängers. Und damit keine Unklarheiten aufkamen, habe ich ihr gleich gesagt, dass ich nur Arbeiten abnehme, die ich persönlich als gut bewerten würde. Dann musste ich eine Besorgung in der Innenstadt machen, Mein Sohn Wolfram sollte sich um die Praktikantin kümmern. Als ich nach etwa zwei Stunden zurück kam, stand Wolfram neben dek kleinen Fräulein und rollte verzweifelt mit den Augen. Ich verstand den Wink, drehte mich rum und ging aus dem Raum. Im Gehen sagte ich, dass mein Sohn ins Büro mitkommen sollte. Hat er auch gemacht. Im Büro: "Sag mal, was soll die Augenrollerei?" "Du wirst es nicht glauben, aber die Maus sägt wie der Teufel persönlich. Bei den geraden Strichen hat sie genau einen gemacht. Der war wie mit dem Lineal gezogen. Geht nicht besser. Dann hab ich sie sicherheitshalber noch Einen sägen lassen, genauso. Braucht man nicht zu vertiefen. Die kann das. Dann hab ich sie links und rechts vom Strich sägen lassen, dito. Dann Kurven eng und weit, Winkel und einen Mäander. Du, die ist mit allem schon fertig!" Ungläubig hörte ich diesen Bericht. Zurück in der Werkstatt, ließ ich mir die Teile Zeigen. Ich kann es selber nicht sehr viel besser.

Ein Blick zu Uhr, es war noch nicht einmal 12. Am gleichen Tag hat sie noch einen Vierkantstab aus der Hand rund gefeilt und ein rundes Messingteil auf vierkant gebracht. Jeweils etwa 40 mm lang. Ich brauche, glaube ich, nicht zu erwähnen, dass die Wundermaus um 16 Uhr 30 mit diesen Dingen fertig war, dass sie nur diese beiden Teile gemacht hat und dass die Dinger annähernd perfekt waren!

Ich kürze ab. In den kommenden zwei Wochen hat das Mädel sich nicht nur durch die grundlegenden Techniken gearbeitet, sondern sie hat sich auch ihren versprochenen Ring gebaut. Und ein Anhänger dazu. Und ein Armband dazu. Die Sachen sind hübsch und eigenartig. Und darüber hinaus von einer Qualität, als ob sie eine ausgelernte Fachkraft gefertigt hätte. Alle von ihr gefertigten Teile hat sie als Erinnerung behalten dürfen.

Am letzten Tag fragte ich sie was sie denn für einen Beruf erlernen möchte, ob sie studieren, oder lieber einen gewerblichen Beruf ergreifen wolle - da guckt sie mich an und meint wie aus der Pistole geschossen: "Goldschmied will ich werden, Goldschmied!" Ja, und dann hab ich ihr gesagt, dass sie das kann. Bei mir. So was habe ich noch nicht erlebt - und ich habe schon Viele ausgebildet.

Eine Woche später kommt ein Anruf von der Schule, der Schulleiter, Herr X (den ich persönlich kenne) am Apparat. Er übte harsche Kritik an meinem Verhalten, die Schülerin sei vollkommen verändert, sie erzähle nun sogar herum dass sie schon jetzt eine Lehrstelle hätte (muss noch über ein Jahr zur Schule gehen) und er fände das gar nicht gut, dass ich der Schülerin derartige Geschenke machen würde, die sie zu alledem noch als persönliche Erzeugnisse ausgeben würde. Versichert sei sie auch nicht hewesen, da so ein "wildes Praktikum" nicht durch die Schule gedeckt sei. (So ein Quatsch!)

So viel zu einem jungen Talent, aber auch zu unseren Schulen!!!

Gruß, Ulrich
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #16
Hallo Ulrich,

ich gratuliere Dir zu solch einem Talent. Einmal habe ich auch solch ein Mädchen in unserer Werkstatt erlebt. Sie hat die Lehre mit Leichtigkeit und Bravur abgeschlossen, hat heute ein eigenes Juweliergeschäft und 4 Kinder.

Ein Ausnahmetalent, sie war vielleicht nicht so schnell wie Deine neue Zaubermaus aber unglaubtlich präzise beim arbeiten und konnte dann auch Rädchen für antike Uhren nacharbeiten.
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #17
Hallo Heinrich,

ich bin ja mal echt gespannt. Nächstes Jahr im Sommer hat sie die Schule zuende und dann wird es lustig bei uns. Ich hatte schon mal einen Lehrlichng, der sich einen offensichtlichen Spaß daraus machte, Gesellen und Meister zu deklassieren. Leider, leider auch selbständig geworden und ärgerlicherweise in den kaufmännischen Bereich, ich sags mal böse: abgerutscht!

Gruß, Ulrich
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #18
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #19
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 ·  #20
Hi,

ich (20) denke schon länger darüber nach, mich zur Goldschmiedin ausbilden zu lassen. War schon immer total begeistert von diesem Beruf und habe gestern und heute meinen ersten (11 stündigen) Kurs gemacht. Seit dem ist klar : Das ist mein Beruf! Die Arbeit liegt mir total, meine Lehrerin fands auch toll :) In diesen 11 Stunden sind ein Anhänger (kleine Meerjungfrau), 2 Ohrringe (nur löten und sägen) und ein Ring fertig geworden.
Leider hab ich 2 Probleme. Einmal google ich schon den ganzen Abend rum und hab noch keine Schule in meiner Nähe (Bremen) gefunden...und 2. müsste ich die Ausbildung wohl halbtags machen (Berufsberaterin sagt, das geht. Müsste nur mehr lernen zu Hause), da ich allein erziehend bin :? . Vielleicht hat jemand nen Tipp für mich?

Lieben Gruß,

Aleydis
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #21
Hallo Aleydis,

das Goldschmiede- HANDWERK ist ein Beruf, der normalerweise nicht in Schulen, sondern in handwerklichen Ausbildungsbetrieben vermittelt wird. Der Ausbildung liegt das "Duale System" zugrunde. Das heißt, dass die Ausbildung zweigleisig erfolgt: Werkstätte und Berufsschule. Der Unterricht in der Berufssule erfolgt meist als Blockunterricht, ganztags.

Auch in der Lehrwerkstatt ist der 8-Stundentag die Norm. Die Ausbildungszeit erfolgt normalerweise ganztags, über einen Zeitraum von 3,5 Jahren. Verkürzte Lehrzeit auf 2,5 Jahre ist in besonderen Einzelfällen möglich. Nach Abschluss der Lehrzeit erfolgt eine Kenntnis- und Fertigkeitsprüfung zum Goldschmiedegesellen/gesellin. Nach drei-bis 5-jähriger Berufspraxis kann die Meisterprüfung abgelegt werden.

Der Goldschmiedebruf gehört dank der Schlafmützigkeit und der arroganten Ignoranz unserer Berufsverbände neuerdings nicht mehr zum Kreis der Handwerksberufe, die ohne den "Großen Befähigungsnachweis" (Meisterprüfung) ausgeübt werden dürfen, obwohl er der älteste und umfangreichste Metallberuf überhaupt ist. Es kann und darf sich heute jeder Möchtegern Goldschmied nennen und nach der Anmeldung bei der zuständigen HWK (Beiträge erpressende Zwangseinrichtung mit der Tarnbezeichnung Handwerkskammer, zu Nutz und Frommen der Kammerbediensteten) und dem damit verbundenen Eintrag in die Handwerksrolle seine mehr oder weniger qualifizierte Tätigkeit beginnen.

Als alleinerziehende Mutter hast Du sicherlich keine Möglichkeit diesen sehr umfangreichen Beruf in seiner ganzen Breite zu erlernen, was jedoch der Selbständigkeit, wie oben ausgeführt, in keinster Weise im Wege steht. Allerdings dürfen in diesem Fall keine Lehrlinge ausgebildet werden, dazu braucht man dann doch noch einen Befähigungsnachweis.

Also versuch es ganz einfach mal im Selbststudium, einen Anfang hast Du ja schon gemacht, und in diesem Forum hier, bist Du bestimmt gut aufgehoben und kannst immer wieder was fragen. Es gibt hier viele wirklich gute und hilfsbereite Leute. In den meisten Staaten der Welt, auch in Amiland ist dies die absolut normale Form des Berufseinstieges.

Gruß, Ulrich
Aleydis
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Aleydis

 ·  #22
Danke für deine Antwort. Ich hab die Frage vorhin noch mal ähnlich gepostet...hatte das hier noch net gesehen. Ich würde den Beruf natürlich am liebsten richtig lernen(lieber gestern als heute), vllt dann nach der Elternzeit. Da gehts auch ganztags. Bis dahin mach ich auf jeden Fall die Kurse weiter :)
...
 
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...

 ·  #23
Zitat geschrieben von Ulrich Wehpke
... Abschluss der Lehrzeit erfolgt eine Kenntnis- und Fertigkeitsprüfung zum Goldschmiedegesellen/gesellin. Nach drei-bis 5-jähriger Berufspraxis kann die Meisterprüfung abgelegt werden.

Na ja, erst nach drei bis fünf Jahren sollte man darüber nachdenken und es dann auch tun! Die Realität ist, dass man sich auch direkt im Anschluß an die Lehre zur Meisterschule begeben kann :(

Gruß, Mario.
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #24
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #25
Hallo Aleydis,

vielleicht findest Du ja auch einen Goldschmied der die Nerven hat und Dich für kleine Kohle als Halbtags-Hilfskraft einstellt. Denn auch in der Lehre kommen eine Menge derartiger Arbeiten auf Dich zu. Außerdem kannst Du mit den Augen stehlen wie ein Rabe ;-)

Wenn so was hinhaut, wäre es eion idealer Einstieg und würde mit Sicherheit auch eine verkürzte Ausbildungszeit aufgrund der vorhandenen Vorkenntnisse rechtfertigen. Wie gefällt Dir dieser Gedanke?

Gruß Ulrich
Aleydis
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Aleydis

 ·  #26
Das ist wirklich ne ganz tolle Idee! :) Ich hab mir vorhin aus den gelben Seiten alle Goldschmiede der Umgebung gesucht, und werde morgen gleich anfangen, zu telefonieren! Ich bin so aufgeregt...und hoffe so sehr, dass es was wird :) . Und natürlich, dass ich das Geld für den nächsten Kurs zusammen bekomme...
Goldie
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Goldie

 ·  #27
stefan
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stefan

 ·  #28
hallo.
um es noch etwas genauer zu formulieren. die ausbildungsstellen (dualle ausbildung) werden im atelier meiner frau angeboten. die lehrlinge haben bei mir an der berufsschule (auch in arnstadt) theorieuntericht - technologie, darstellung, angewandte fachkunde, gestaltung. sicher sehen sie mich auch jeden tag in der heimischen werkstatt.
gruß stefan todorov
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #29
Hallo Stefan,

sag mal, Du musst doch sicherlich Deinen Betrieb erweitern wenn Du alle Bewerber annehmen willst, die sich zur Ausbildung als Goldschmied bei Dir melden!

In einer Zeit derartig knapper Lehrstellen bei einem sehr erfolgreichen Ausbilder, der in den "Neuen Ländern" (und nicht nur dort!) fast schon ein Mythos ist, und dann noch in einem der heiß umkämpften Modeberufe, die müssen Dir doch die Tür einrennen. Hast Du Dich bereits entschieden, oder haben neue Bewerber noch eine Chance?

Bei mir im Betrieb ist momentan alles zu und ein neuer Ausbildungsplatz frühestens im nächsten Jahr verfügbar. Nächsten Monat beginnt hier eine junge Dame ihre Ausbildung, von der ich mir eine ganze Menge verspreche. Ihr Praktikum hat sie jedenfalls mit Bravour absolviert.
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Guestuser

 ·  #30
hallo, :bounce:

ich gehe noch zur schule und möchte mein abitur beenden.ich habe aber die vorstellung später im beruf der goldschmiederei zu arbeiten, würde aber gerne wissen wie man dort so verdient? :?: :?:

liebe grüße
jessica
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