Einheimische Edelsteine

 
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #211
Ahh - Merci.
kristaller
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kristaller

 ·  #212
Zitat geschrieben von GemBen

Im sächsischen Wörterbuch steht "großer Riss im Gewebe" (hab ich gegoogelt) Ich dachte es ist ein allgemein üblicher Begriff 😊.
Ein Schlatz halt, ich schreibe es abweichend mit "tz".


@ Hallo an alle Sprachforscher,
aus dem süddeutschen/österreichischen Sprachraum kenne ich den Begriff "Schlatz" auch als mundartlichen Fachausdruck für zähe, biogene Flüssigkeiten, wie z.B. Schneckenschleim oder die schmierige Beschichtung der Karpfenhaut ;-)
kristaller
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kristaller

 ·  #213
Zitat geschrieben von GemBen

Ich hab mal wieder was einheimisches geschliffen. 2 Winzlinge aus dem sächsischen Vogtland. Der Topas ist ein Eigenfund und leider sehr einschlüssig. Hätte ihn anders herum schleifen sollen, der Pavillon war relativ sauber. Das hab ich aber erst beim Schleifen gesehen.
Der Zirkon aus der Göltzsch hat auch einen Schlatz quer durch, ich hab noch 3 weitere Rohsteine von dort, aber alle haben solche Fehler und sind zudem eher klein, würde sehr gern was größeres haben.
Wenn jemand noch Zirkone aus der Göltzsch zu verkaufen hat, bitte anbieten.

Die Einschlüsse sind jedenfalls mit bloßem Auge nicht erkennbar, besonders der Zirkon strahlt ungeheuer, das bekommt man nicht fotografiert.


@ Hallo Ben,
wirklich gut gelungen die beiden Vogtländer 👍
Steine um die 6 mm sind aber doch keine "Winzlinge" mehr :-D
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Guestuser

 ·  #214
Ich kenne den Begriff aus dem Höhlenforschermilieu - Schlaz oder Schlaz ist ein robuster Overall. Reißfest, lehmdicht, gerne in Signalfarben.
Entsprechend "anschlazen" - den Overall anziehen ;-)
GemBen
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GemBen

 ·  #215
Zitat geschrieben von kristaller







Steine um die 6 mm sind aber doch keine "Winzlinge" mehr :-D

Stimmt schon, aber ein sauberer Göltzsch Zirkon um die 8mm (geschliffen), dann wäre ich glücklich.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #216
Irgendwie sehr lautmalerisch.....Merci
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #217
Zitat geschrieben von kristaller

Zitat geschrieben von GemBen

Im sächsischen Wörterbuch steht "großer Riss im Gewebe" (hab ich gegoogelt) Ich dachte es ist ein allgemein üblicher Begriff 😊.
Ein Schlatz halt, ich schreibe es abweichend mit "tz".


@ Hallo an alle Sprachforscher,
aus dem süddeutschen/österreichischen Sprachraum kenne ich den Begriff "Schlatz" auch als mundartlichen Fachausdruck für zähe, biogene Flüssigkeiten, wie z.B. Schneckenschleim oder die schmierige Beschichtung der Karpfenhaut ;-)
Sowas wie Schlonz....
GemBen
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GemBen

 ·  #218
Ich hab es falsch geschrieben mit "tz". Das bedeutet ja eigentlich, dass der vorangehende Vokal kurz gesprochen wird, wie bei "Katz". Der Sachse spricht das "A" (oder was er dafür hält) in "Schlaz" aber lang. Man sagt auch "zerschlazen", etwas zerreissen.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #219
Zitat geschrieben von GemBen

Der Sachse spricht das "A" ..... aber lang.

Wahrscheinlich so wie ich, wenn ich den Gemahl rufe,
weil ich wieder mal seine Hilfe brauche:
Schaaaatz, kannst Du ma' eben...... :happy:
tatze-1
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tatze-1

 ·  #220
Zitat geschrieben von Silberfrau

Sowas wie Schlonz....

Das wollt ich auch grad sagen.
kristaller
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kristaller

 ·  #221
Zitat geschrieben von GemBen

Zitat geschrieben von kristaller







Steine um die 6 mm sind aber doch keine "Winzlinge" mehr :-D

Stimmt schon, aber ein sauberer Göltzsch Zirkon um die 8mm (geschliffen), dann wäre ich glücklich.


@ Hallo Ben,
ich kenne die Göltzsch Zirkone und deren Fundorte nur aus der Literatur.
Gibt es aktuell überhaupt noch die Möglichkeit, diese Steine ohne Probleme (eventuell gegen Entgelt bei den "Goldwäschern" ,- oder bei einem der Grundbesitzer/Fischereiberechtigten) selbst aus dem Bachsediment zu gewinnen ?
GemBen
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GemBen

 ·  #222
Hallo Kristaller, das Interessante an den Göltzschzirkonen ist ihre späte Entdeckung. Eigentlich hat erst der "Goldrausch" in den frühen 90ern zu deren Bekanntheit geführt. Sie sind als Beifang im Konzentrat entdeckt worden, mitunter außerordentlich schön mit unterschiedlichen Farben von fast farblos über gelb, orange und rot auch mit Verläufen. Mein Exemplar kann da nicht ganz mithalten. Jedenfalls besser als die dunklen Steine aus etlichen afrikanischen Vorkommen, die man eigentlich immer mit Hitze behandeln muß.
Wie häufig der Fall, führte die Bekanntmachung der Funde zu einer Überbeanspruchung des Gewässers. Die Suche ist heute stark reglementiert. Angeblich sind die Funde auch zurückgegangen sein. Das hat mir ein Wäscher erzählt, kann auch eine Schutzbehauptung sein. Ich würde mir das heute sowieso nicht mehr antun. Zentnerweise Kies bewegen, es ist eine Knochenarbeit.
ich denke diese Zirkone werden in Zukunft eine Rarität werden.
Es bleiben als Möglichkeit Börsen oder persönliche Kontakte.
kristaller
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kristaller

 ·  #223
Zitat geschrieben von GemBen

Hallo Kristaller, das Interessante an den Göltzschzirkonen ist ihre späte Entdeckung. Eigentlich hat erst der "Goldrausch" in den frühen 90ern zu deren Bekanntheit geführt. Sie sind als Beifang im Konzentrat entdeckt worden, mitunter außerordentlich schön mit unterschiedlichen Farben von fast farblos über gelb, orange und rot auch mit Verläufen. Mein Exemplar kann da nicht ganz mithalten. Jedenfalls besser als die dunklen Steine aus etlichen afrikanischen Vorkommen, die man eigentlich immer mit Hitze behandeln muß.
Wie häufig der Fall, führte die Bekanntmachung der Funde zu einer Überbeanspruchung des Gewässers. Die Suche ist heute stark reglementiert. Angeblich sind die Funde auch zurückgegangen sein. Das hat mir ein Wäscher erzählt, kann auch eine Schutzbehauptung sein. Ich würde mir das heute sowieso nicht mehr antun. Zentnerweise Kies bewegen, es ist eine Knochenarbeit.
ich denke diese Zirkone werden in Zukunft eine Rarität werden.
Es bleiben als Möglichkeit Börsen oder persönliche Kontakte.


Hallo Ben,
besten Dank für diese ausführliche Schilderung zur aktuellen Situation rund um dieses interessante Vorkommen 👍
Natürlich juckt es jeden Steinfanatiker in den Fingern, selbst mal die Hand anzulegen. - Aber der nicht garantierte Erfolg sollte schon in einem vernünftigen Verhältnis zum nicht unbeträchtlichen Aufwand stehen ;-)
Gruß Kristaller
GemBen
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GemBen

 ·  #224
Ein leicht goldiger Quarz, ich würde schon Citrin dazu sagen. Aus einem Bach im Vogtland, Sachsen.
Schön klar, nur in der Spitze links etwas einschlüssig.
Ist ein ziemlicher Brocken, daher nur was für Sammler.
28mm, 40ct.
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kristaller
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kristaller

 ·  #225
Zitat geschrieben von GemBen

Ein leicht goldiger Quarz, ich würde schon Citrin dazu sagen. Aus einem Bach im Vogtland, Sachsen.
Schön klar, nur in der Spitze links etwas einschlüssig.
Ist ein ziemlicher Brocken, daher nur was für Sammler.
28mm, 40ct.


@ Ben,
ein beeindruckendes Stück 👍
Wie lange warst Du bei dieser Größe des Steins beschäftigt ?
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #226
BOAH :fgrin:
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #227
Bravo Ben - du traust dich mal was und machst auch mal fancy cuts.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #228
Rassig, der hat was ! 👍
GemBen
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GemBen

 ·  #229
Zitat geschrieben von kristaller


@ Ben,
ein beeindruckendes Stück 👍
Wie lange warst Du bei dieser Größe des Steins beschäftigt ?


Ich schätze mal 8-10 Stunden. Große Quarze können einen in den Wahnsinn treiben. Mußte meine Sinterscheiben 2x schärfen. Ich schleife die grobe Form gern mit einer Diagal-Scheibe vor, da die etwas aggressiver sind, ich glaube die kann ich jetzt wegschmeißen. Dann hab ich mich mit der Krone verschätzt, Höhe hat nicht gereicht und ich mußte nochmal von vorn anfangen. Die Tafel hab ich dann testweise mit so einer neuartigen 1200er Kunststoffscheibe eingeschliffen. Bestimmt 1mm damit weggehobelt und trotzdem so fein (mind. wie 3000er), dass die Politur ein Genuß war. Die Scheibe muß man allerdings noch ordentlich mit SIC abziehen, sie war nicht plan, innen höher als außen.
kristaller
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kristaller

 ·  #230
@ Ben,
Kompliment, die Mühe hat sich aber auf jeden Fall gelohnt !
Spannend dabei finde ich den Einsatz der verschiedenen Scheibentypen 👍
GemBen
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GemBen

 ·  #231
Das sind jetzt natürlich keine hoch qualitativen Steine, aber es sind Eigenfunde. 3 Sachsen, 2 Amethyste aus Wiesenbad Erzgeb., und ein Schneckensteiner Topas, der hat immerhin 1.8 ct. bei 7mm Durchmesser. Der linke Stein hat eigentlich im Tageslicht eine schöne Rose de France Farbe, auf dem Bild wirkt er leider sehr blass.
Das Foto ist eine Mehrschichtaufnahme, dadurch werden die Einschlüsse viel deutlicher. Mit bloßem Auge sieht man fast nichts. Ich finde es aber interessant, man kann in den Stein hineinsehen. In den Quarzen sieht es aus wie kosmische Nebel, im Topas gibt es auf 7 Uhr eine rechtwinklig abgeknickte Nadel, ist evtl. Turmalin.
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GemBen
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GemBen

 ·  #232
Der Topas noch mal im Einzelportrait.
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Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #233
kristaller
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kristaller

 ·  #234
Zitat geschrieben von GemBen

Der Topas noch mal im Einzelportrait.


@ Ben,
sehr schöner Schneckensteiner 🐌 👍
GemBen
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GemBen

 ·  #235
Interessant ist, dass diese geknickte Nadel samt anderen Einschlüssen im Bild mindestens 4 x reflektiert wird. Unten links auf 7 Uhr sieht man sie 4x. Mitte rechts auf 1 Uhr noch einmal. Der Stein ist also eigentlich viel sauberer. Oben links auf 10 Uhr evtl. Zinnstein.
kristaller
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kristaller

 ·  #236
Zitat geschrieben von GemBen

Interessant ist, dass diese geknickte Nadel samt anderen Einschlüssen im Bild mindestens 4 x reflektiert wird. Unten links auf 7 Uhr sieht man sie 4x. Mitte rechts auf 1 Uhr noch einmal. Der Stein ist also eigentlich viel sauberer. Oben links auf 10 Uhr evtl. Zinnstein.


@ Hallo Ben,
der quadratische Querschnitt des größeren Einschlusses oben links lässt tatsächlich Zinnstein vermuten, was ja auch gut zur Paragenese passen würde.
Bei der geknickten Nadel habe ich keine zielführende Idee. Sind denn außer Schörl noch weitere Turmalinarten vom Schneckenstein nachgewiesen ?
Auf jeden Fall wieder eine interessante Komposition der Natur 👍
GemBen
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GemBen

 ·  #237
Im Bild ein Chalcedon von einem Acker bei Leipzig. Eigentlich facettiert man so etwas nicht. Der Stein schien aber etwas Transparenz zu haben, so habe ich es probiert. Er hat eine leichte Blautönung und brilliert seltsamerweise in einer goldigen Farbe, besonders bei Bewegung erstaunlich schön, leider schlecht zu fotografieren. Das Leuchten von Innen heraus ist noch eindrücklicher bei weniger Licht. Größe ca. 1 cm.
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Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #238
Ich finde den schön. Durchaus schleifwürdig.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #239
Jaa, wirklich magisch/geheimnisvoll :fgrin:
Sparkle
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Sparkle

 ·  #240
Schließe mich meinen beiden Vorschreiberinnen an: Der ist wirklich chic! Ein magisch-sanftes Leuchten. Toll!
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